Ich finde Baumschutz auch sehr wichtig, muss aber sagen, dass ich es nicht richtig finde, wenn Hängematten mit Baumzelten und Slacklines in einen Topf geworfen werden. Ich war vor einiger Zeit dabei, als jemand mit einer enormen Ratsche eine Slackline zwischen zwei nicht eben mickrigen Bäumen gespannt hat. Man konnte richtig sehen, wie sich der Baum bis ins Wurzelwerk leicht verzogen hat. Das wäre mit einer Hängematte nie passiert. Da treten bei ordnungsgemäßer 30 Grad-Abspannung viel geringere Kräfte auf. Insofern bin ich dagegen, mich als Hängemattennutzer unter Verweis auf Slacklines maßregeln zu lassen.
Ich stimme dir zu. Bei einer (falschen) 15 Grad-Hängematten-Abspannung hat man 200% des Körpergewichts als Zuglast auf jeden Baum. Sollte man es schaffen noch straffer zu spannen geht das natürlich exponentiell in die Höhe. Doch weder mit UCR, Whoopiesling oder Baumgurt bekommt man meines Erachtens einen flacheren Hängewinkel (wenn man tatsächlich in der Hängematte liegt) als 15 Grad wirklich gespannt. Das passiert dann nicht "aus Versehen" sondern braucht schon einen Truckers Hitch oder anderen ordentlichen Spannknoten. Je länger die Aufhängung desto unmöglicher weniger als 15Grad abzuspannen.
Bei einer Slackline oder Baumzelt mit Ratsche sieht die ganze Sache ja nochmals komplett anders aus und befindet sich definitiv im Bereich von 0-15Grad. Folglich sind die Zugkräfte hier im Idealfall 200% in der Realität denke ich aber gerne mal 1000%+. Hier macht es Sinn die geforderten Filze und Handtücher zwischen zu packen.
Hier die Regeln für Seattle:
- Use soft material at least 10-inches wide (folded bath towels, several layers of denim, or carpeting) wrapped all the way around the tree.
- Do not attach the tree protection material to the anchor. Strapping material for anchoring must be at least 1-inch wide.
Soll das Handtuch 10inch/ 25cm breit sein oder das gefaltet Konstrukt am Baum? Wenn Letzteres macht das überhaupt Sinn mit einem 1-Inch Baumgurt?