Beiträge von Walkabout

    Ich bin ja am letzten Donnerstag ganz enthusiastisch zu meiner lang geplanten Wintertour durchs Sauerland aufgebrochen.

    Das der Wetterbericht für Donnerstag / Freitag einen Schneesturm angesagt hatte hat mich nicht weiter beeindruckt sondern hat der Tour gleich das richtige Flair gegeben. Ich hatte mich im Vorfeld auf alles Mögliche vorgereitet, Fallback-Pläne durchdacht, beim Gear für Backups gesorgt, einiges bei lokalen Overnightnern auf Tauglichkeit getestet usw... Da ich mein Gepäck nicht tragen muss und mein "TR3-E" auch bei 30kg Zuladung weit unterhalb der Motor-Leistungsgrenze ist musste ich an nichts sparen und es kam mit was gebraucht wurde oder einfach mal wieder bespielt werden musste. Rund-weck, ich war sehr Zuversichtlich dem Wetter trotzen zu können und war froh und Dankbar für alles was der Himmel über mich ausschütten wollt.... 8)

    Am Ende ist dann das das einzige wichtige ausgefallen für das ich keinen Plan-B hatte ..... ich selbst ;(


    Aber der Reihe nach mit ein paar Bildern.....

    So ging's am Donnerstag früh mit der Bahn los..


    Der angekündigte Schneesturm ließ dann auch nicht lange auf sich wart und hat mich mit kräftigen, böigen Vorboten Begrüßt. Nach dem ich mich aus dem Tal vom Bahnhof auf die Höhe geschafft hatte hab ich mir dann bei der nächsten Kuppe auf der Leeseite, ca 10 Höhenmeter unterhalb der Kuppe einen Platz gesucht der es erlaubte das Tarp gegen die Haupt-Windrichtung abzuspannen. Das hat sich bereits mehrfach gut bewährt um auch bei Sturm vom gröbsten verschont zu bleiben.


    Das Timing war perfekt und das Dach war gebaut bevor der erste ernsthafte Schnee runter kam. Nach 15 Minuten war der Spuk auch schon wieder rum und ich bin zum gemütliche Teil übergegangen. Der Schnee war ziemlich feucht und hat an allem regelrecht geklebt. Die Rückseite des Tarp war trotz steiler Abspannung gut mit Schnee bedeckt der nicht abrutschen wollte.


    Es hat dann nicht mehr lange gedauert bis es dunkel wurde und ich mich zur nächtliche Ruhe gekuschelt habe. Über Nacht hat der Sturm noch gut an dem Tarp gerüttelt und reichlich weiteren Schnee abgeladen. Es zogen auch noch zwei Gewitterzellen durch von denen mir eine mit gefühlten 3 Sekunden zwischen Blitz und Donner etwas zu nahe kam. Aber deswegen aus den warmen Federn zu kommen hätte jetzt auch keinen Sin gemach und überhaupt wenn ich den Donner noch hören kann ist das gefährlich ja schon vorbei 8)

    Morgens um 7:00 hat mich der Wecker aus den Träumen gerissen und ich hab mir das Schneemalör der Nacht von außen angeschaut.

    Der große Schneehaufen an der Rückseite ist übrigens erst am Morgen abgerutscht nachdem ich von innen heftig gegen das Tarp gehauen habe. Der Schnee hatte sich trotz der Steilwand zu einer Beule aufgebaut und für erheblichen Druck auf der Ridgeline gesorgt. Was aber dank konstruktiver Ridgeline kein Problem war ;)

    Etwas überrascht hatte mich dann doch welche Wegen der Schnee so findet, es war unter der Tarp nicht eine Stelle zu der der Schnee es nicht hin geschafft hatte, nur was richtig hoch unters Dach gehangen wurde bleib verschont. War nicht wirklich viel was da durch kam aber nass ist nass ...

    Nach dem gemütlichen Frühstück und Morgentoilette ging's dann weiter, ohne festes Ziel, der Wege war geplant und alles Andere wollte ich nehmen wie es kommt ..


    Es lagen je nach Verwehung und zwischen 5cm und 10cm Schnee was das Vorwärts kommen etwas beschwerlicher machte aber da es jetzt erst mal länglich Bergab ging war das kein wirkliches Problem. Die Temperaturen pendelten irgendwo um die 0°C, also nicht dramatisch, nur der Wind war doch recht bissig und führte recht schnell zur Auskühlung. Aber da das ja zu erwarten war, war ich darauf vorbereitet und hab mein Zwiebelsystem so angepasst das ich nicht ins schwitzen gekommen bin aber auch nicht wirklich gefroren habe ...... So ging's gemütlich Schritt um Schritt entlang des Weges ....



    Und irgendwann nach Mittag kam dann einen Nette Hütte in Sicht. Nach kurzer Inspektion war klar das sie Hänge-tauglich ist und die Entscheidung war getroffen hier die Nacht zu verbringen.


    Hab dann die Front noch mit dem Tarp zu gemacht und hatte ein kuscheliges Einzelzimmer ....

    In der letzten Stunde bis zum Erreichen der Hütte ist mir das Laufen zunehmen schwerer gefallen und meine Beschwingtheit war irgendwie abhanden gekommen, es ging zwar aber so richtig Bock aufs laufen hatte ich grad nicht mehr. Hab es bemerkt aber mir noch nicht viel bei gedacht und war sicher ein gemütliches Abendessen und eine gute Nacht werden es schon richten. Als nächstes hat meine Nase genervt da sie nicht aufhören wolle zu laufen obwohl ich doch aus dem Wind war und so richtig warm werden wollte so ohne Bewegung auch nicht mehr. Also ging's dann früh in die Matte zum abschlafen. Irgendwann in der Nacht hat die Blase gequengelt und beim Gang zum dritten Busch von links kam der Verdacht auf: da bahnt sich eine Erkältung an =O

    Am Morgen dann die Gewissheit, eine Infektion hat sich aufgebaut, die Nase lief wie ein Wasserfall, der Kopf tat weh die Kälte (waren 1°C in der Hütte) hat gebissen auf der Haut und ich wollte nur noch schlafen. Also kurzerhand beschlossen einfach liegen zu bleichen und noch mal 24h durch zu schlafen, das wird's schon richten..... Gegen späten Vormittag hat mich ein kurzer Anfall von Elan dazu bewogen mal nen Kaffee zu machen aber der Anfall was schnell vorüber und ich wieder in der Matte. Da irgendwie mein Füße nicht wirklich warm werden wollten hab ich einen Taschenofen (Benzinbetrieben) entfacht und im Schlafsack ans Fußende gepackt, das hat gut für Abhilfe gesorgt und das Abschlafen ging weiter. Unterbrochen lediglich durch das quengeln der Blase..... Allerdings zeigte sich bei jedem Aufwachen das sich die Symptome weiter verstärkt hatten, es kam noch Schüttelfrost, Fieber-Gefühl und völlige Kraftlosigkeit dazu dazu :(

    Da am nächsten Morgen an weiter zu gehen immer noch nicht zu denken war blieb ich kurzerhand einen Weitere Tag in der Hütte, materiell fehlte es mir an nichts und vertreiben wollte mich auch keiner. Bei gelegentlich vorbei kommenden Spaziergängern hab ich ein kurze Lebenszeichen von mir gegeben damit sie nicht aus Neugier versuchen hinter die abgespannte Tarp zu schauen....

    Irgendwann gegen Nachmittag stellte sich doch ein leichter Tatendrang ein und ich hab die Energie genutzt um durch Schneeschmelzen meine Wasservorräte wieder auf zu toppen. Das dauerte zwar länglich da ich nur einen kleinen (900ml) Topf dabei hatte und laufend Schnee nachschaufeln musste um etwas Wasser zu gewinnen. Ist echt erstaunlich was für eine kleine Pfütze Wasser übrig bleibt wenn eine Topfladung Schnee geschmolzen ist.... Bei dem rum gedrösel wurde mir dann auch klar das meine kognitive Leistungsfähigkeit weit unter normal Level gesunken war. Mich auf eins zu konzentrieren war nur mit mentalem Zwang möglich und ich konnte mir selber zuschauen wie ich Blödsinn gemacht habe. Meinen Bewegungen wurden unkontrolliert bis zu dem Punkt an dem ich bedenken bekam das ich den Topf mit heißem Wasser vom Brenner stoße. Das war der Punkt an dem ich beschlossen habe es besser zu lassen und wieder in die Matte zu verschwinden...

    Der Taschenofen war in der Zwischenzeit von den Füßen auf die Brust gewandert und lief im 24h Dauerbetrieb, eine wahre Wohltat. Aber insgesamt fühlte ich mich so richtig besch... und es war nicht absehbar das es am nächsten Morgen irgenwie besser sein könnte. Ich war einfach nur ein Häufchen Elend. Handi-Empfang war dort praktisch nicht vorhanden es hat lediglich gereicht um meiner Frau ein abendliches Lebenszeichen als Textnachricht zu übermitteln.

    Sie machte mir dann auch den leider vernünftigen Vorschlag die Tour zu beenden und heim zu kommen. Sie würde mich auch abholen, ich müsste nur sagen von wo. Aber da lag genau das nächste Problem, ich war mitten im Wald und weit entfernt von legal befahrbaren Straßen , dazu noch eine mittlerweile bis zu 20cm Neuschnee-Schicht mit der unsere Bereifung wohl auch nicht so wirklich klar kommen würde. Also betrachtete ich eine Bergung als möglich "Not-Option" die aber erst mal noch nicht angesagt war. Die Karte brachte dann zu Tage das es bis zum nächsten Bahnhof nur 8,5 Km sind und da für den nächsten Morgen ruhiges Wetter angesagt war wuchs der Plan mich aus eigener Kraft zur Bahn zu bewegen ....

    Der Blick den geplanten Heimweg am nächsten Morgen zeigte sich dann so:

    Also eigentlich die perfekten Winterwanderbedingungen8)

    Mit einem erneutem Anfall von Enthusiasmus ging's am die Morgentoilette und dann kam auch gleich der nächste Dämpfer, Dünnpfiff ||

    Bis der Ars.. wieder in gereinigtem Zustand eingepackt werden konnte habe sich Glocken und Seil derartig zurück gezogen das ich ohne anatomische Untersuchung als Frau durchgegangen wäre=O. Mein praktisch abgeschalteter Gleichgewichtssinn war auch nicht mehr wirklich hilfreich und ich drohte mehrfach in meine eigenen Hinterlassenschaften zu fallen. <X

    Dann wollte ich den Tag mit einem großen Kaffee beginnen um wieder auf Touren zu kommen, ich hatte ja am Vortag extra Schnee geschmolzen. Der Anblick der Beiden Wasserflaschen hat mich zwar schon etwas Stutzig gemacht, sie war beide leicht milchig, aber das hat mir erst mal noch nicht zu denken gegeben. Erst als ich eine Flasche auf gemacht hatte und versuche den Inhalt in den Topf zu schütten musste ich erschreckt feststellen "Der Stoff hängt in der Flasche fest"X( Es hatte sich eine saubere Eisflasche innerhalb der Plastikflasche gebildet. Jetzt dämmerte mir das dies in Zusammenhang mit einer weiteren Kuriosität des Morgens stehen könnte ... Ich hab immer einen kleinen Lappen auf den Schlafsack gelegt damit der die kondensierende Atemfeuchtigkeit aufnehmen kann. Der Lappen war auch bei jedem Aufstehen nass aber er hat den Schlafsack gut geschützt. Heute morgen habe ich den Lappen an einer Ecke angefasst und als Brett angehoben :/ Ein Blick auf das Thermometer brachte dann die Erklärung dieser Phänomene, Das Thermometer lag in einem kleinen Storage-Schiffchen am Fußende der Hängematte, also innerhalb des Mückennetzes, damit im Bereich meiner Abwärme und zeigte -7°C :huh: Heißt draußen unter freiem Himmel waren es locker -10°C

    Nach etwas Überredung hab ich dann den noch flüssigen Wasseranteil in den Topf beförder, einen Kaffee gekocht und eine Thermoskanne Tee für den Weg bereitet. Jetzt noch schnell was essen zusammen packen und los .... so der Plan.

    Der Kaffee tat gut aber die Nahrungsaufnahme hat der Mage mit einem deutlichen Brechreizgefühl verweigert <X. In der Tat war der Magen von meinem Versuch ihm feste Nahrung zu zuführe so beleidigt das der das Brechreitzgefühl für den Rest des Tage beibehalten hat. Auch der Hintern wollte nicht weiter vernachlässigt werden und verlangte nach wiederholtem Buschbesuch, was auch durch die mittlerweile eingetretene Routine nicht wirklich besser wurde. Alles in allem habe ich geschlagene 4 Stunden gebraucht vom Aufstehen bis ich Abmarsch bereit war, mein bisheriger Negativrekord. Die Kognitionsmachine hinter meinen Augen war eindeutig im Power-Saving Mode und leis sich nicht dazu bewegen einer bestimmten Aufgabe eine mehr als kurzfristige Aufmerksamkeit zu schenken. Stattdessen sind meine Gedanken ständig zu allem möglichem Abgedriftet und ich hab Zeug gut weck gepackt nur um es ne Minute später wie raus zu kramen weil es noch gebraucht wurde .... Das ich nebenher auch noch wackelig auf den Beinen war mich schlapp gefühlt habe und mir eigentlich alles weh getan hat, hat auch nicht geholfen. Ich war mehrfach versucht wieder auf zu bauen und weiter die Hütte zu genießen. Aber irgendwann war dann alles verpackt und es ging los.

    Es fing erst mal damit an das ich bei jedem Schritt deutlich die Füße heben musste um nicht durch den Schnee zu schlurfen..


    Der Weg war eigentlich wunder schön



    Aber:

    Jetzt machte sich meine Kraftlosigkeit so richtig bemerkbar, ich habe es nicht geschafft mehr als 10-15 Meter am Stück zu gehen. Dann haben die Beine einfach zu gemacht. Nach ner Minute durchschnaufen ging's dann wieder für die nächsten 10-15 Meter. Ich hatte rund 4Km Anstieg vor mir und habe für diese 4Km geschlagene 5 Stunden gebraucht =O Ich musste mich nach jeder Pause wieder zwingen weiter zu gehen, der Denkapparat versuchte mich laufend zu überreden doch einfach stehen zu bleiben und auf den nächsten Morgen zu warten .... das war ein ernsthafter mentaler Kampf gegen mich selber den ich wieder und wieder ausfechten musste .. es führte dazu das ich manchmal 5 Minuten nur rum gestanden haben und doof in die Landschaft geschaut habe ... sowas hatte ich vorher noch nicht erlebt.

    Als ich endlich die Höhe erreicht hatte wurde es bereits Dunkel und es kam die Überlegen auf doch einfach noch mal ein Camp auf zu bauen und eine Nacht ab zu schlafen. Normal wäre ich zwischen die Bäume gehüpft, hätte schnell aufgebaut und gut aber ein Blick nach oben zeigte das sich ein Wetterwechsel ankündigte und es wieder deutlich Windiger werden würde. Nach den Erfahrungen des Tages mit der mangelnden Funktionstüchtigkeit meines Denkapparates habe ich mir selber nicht mehr zu getraut ein zuverlässiges Camp zu stellen in dem ich die Nacht auch bei Schittwetter unbeschadet überstehen kann. Ich hatte schlicht weck Angst durch blöde Fehler in der Nacht drauf zu gehen =O

    Also bin ich wie ein sturer Esel weiter gelatscht und da es jetzt Bergab ging waren die verbleibenden 4.5 Km in 1.5 Stunden geschafft. Kein Rekord aber zumindest konnte ich mit kleinen Schritten gleichmäßig vor mich hin laufen. Die Rückfahrt mit der Bahn war dann erfreulich entspannt zum einen durch einen erfrischend freundlichen Zugbegleiter und zum Anderen durch eine sehr nette Sitznachbarin mit der ich mich angeregt über Übernachten im Wald im allgemeine und mit Hängematte im speziellen unterhalten konnte. Das waren tatsächlich die besten zwei Stunden des Tages :)

    Unterm Strich war das die Erschreckendste Erfahrung die ich bisher gemacht habe. Strukturiertes und fokussiertes Denken gehört zu meiner Selbstdefinition, mir dann selber die zurechnungsfähig abzuerkennen einen hunderte male geübten Ablauf so durch zu führen das es nicht durch Baseligkeit zu einer Lebensbedrohenden Situation kommt, das konnte ich mir bisher nicht vorstellen. Ich habe das jetzt so ausführlich zusammen geschrieben weil ich das zum einen für mich grade bauche um die Eindrücke und Erfahrungen zu verarbeiten und zum anderen um vielleicht den einen oder anderen dafür zu sensibilisieren das auch immer die Möglichkeit besteht das eure eigene Denkfähigkeit nicht mehr gegeben ist..... klingt erschreckend ... ist es auch

    Ich liebe es ja abends am Feuer zu sitzen und für die feuchte und kalte Jahreszeit tut bei mir der Picogrill gute Dienste ..... Aber der Blechbrenner hinterlässt hässliche Brandwunden auf dem Boden und das geht ja garnicht X(

    Also hab ich mal etwas gebastelt.....


    In zwei dünne Alubleche kamen jeweils 4 Nietmuttern und aus einer alten Zeltstange wurden 4 25mm Hülsen geschnitten.

    Die Hülsen kommen beim unteren Blech auf die Nietmuttern


    Dann das obere Blech oben drauf und den Pico aufgesetzt

    Alles zusammen gesteckt sieht das dann so aus:


    Und dann der Brenntest, erst mit Pfanne drauf


    Und nach dem Futtern das Wärmefeuer


    Die Bodenplatte ist mal grade Handwarm geworden und von von Brandwunden keine Spuhr mehr 8)

    Hab mich vor langer Zeit von den Whoopislings verabschiedet und die VarioLoop Nr4 gebastelt.

    Walkabout
    27. Dezember 2020 um 13:22

    Hab mittlerweile alle Hängematten damit ausgestattet und bin vollstens zufrieden.

    Falls Interesse besteht könnte ich einen kleinen Workshop anbieten zum selber machen von Tarpabspannungen ohne Hardware.

    Die Abspannung wird nur mit verschiedenen Knoten erstellt und die Längeneistellung findet fast direkt an der Tarp statt. Heißt zum Nachspannen muss man nicht raus in den Regen. Für die Tarpseite gibts dann noch einen Schnellverschluß mit dem man die Anspannung einfach dran/ab machen kann.

    Hab davon beim letzten mal schon welche für Sabbel gemacht und auch an einer meiner Tarp's hab ich die dran.

    Ich würd ne 100m Rolle 2mm Paracord dafür besorgen (45kg Bruchlast sollten reichen), denke an neon Gelb aber es kann auch jeder selber was mitbringen. Gut sind ca. 2m pro Anspannung.

    Lasst mich wissen ob Interesse besteht oder eher nicht..

    Die Dehnung des Materials finde ich auch nicht wirklich dramatisch, hab da auch Gummischlaufen dran. Die Wasseraufnahme ist vom Gewicht her vernachlässigbar gegenüber der menge an Wasser die an dem Tarp anhaftet. Hier kann zwar Imprägnieren Besserung schaffen aber das Problem nicht beseitigen.

    Ein für mich persönliche wichtiger Punkt ist die Akustik unter dem Tarp wenn der Regen darauf fällt. Und das gilt nicht nur für den direkten Regen sondern insbesondere auch für das was aus den Bäumen tropft.

    Bei meinem WB-Thunderfly hört es sich an als ob ich unter einem Trommelfell liege und in manchen Nächten ist an Schlaf nicht zu denken weil es einfach zu laut ist. Hab da schon absichtlich die Spannung aus dem Tarp raus genommen um den Lärm zu reduzieren.

    Wenn ich Regen erwartenehme ich deshalb gerne das schwere DD Tarp. Unter dem hört sich Regen deutlich sanfter an und auch die dicken Tropfen aus den Bäumen sorgen nicht gleich für dröhen in den Ohren. Meistens ist das Regengeprassel ehr einschäfernd als wachhaltend.

    Würde mich interessieren wie sich die Materialien dahingehend unterscheiden.

    Hmmm, also wenn ich grade durch kauen an meinem Fuß aus dem Tiefschlaf gerissen wurde bin ich bestimmt nicht zurechnungsfähig genug um Pfefferspray zu verwenden.

    Mehr als wildes rumkicken hab ich erst mal nicht zustande gebracht. Es hat ja selbst gedauert bis ich ein "Eeeehy hau ab hier" raus gebracht habe.

    Alle gerichtreten Abwehrmaßnahmen die nicht automatisch durch den Hund selber ausgelöst werden sind reines Wunschdenken. Der Bootprozess unsere Kognitionsmaschine braucht einfach seine Zeit und bevor der nicht abgeschlossen ist sind wir nicht zielgerichtet Handlungsfähig.

    Seltsam ist, dass Hundehalter mitten in der Nacht Gassi gehen. Vielleicht war das auch ein Jäger. Zum Teil ist die Jagd (mittlerweile) nachts erlaubt. Beide Tiere waren neugierig und wollten sich vergewissern was da hängt.

    Naja es soll ja auch Leute geben die Nachtschicht haben und somit das Gassi gehen in Zeiten verlegen müssen zu denen andere Leute schlafen. Kann ich alles nachvollziehen....

    Das es ein Jäger warbezweifle ich stark. Zum einen ist weder der Kanal ein Jagdgebiet noch die Ansammlung von Bäumen in der ich letzt Nach gelegen habe. Dazu war das zu dicht an der Bebauung und zwischen drinn waren auch noch Pferfdestallungen. Auch kann ich mir nicht vorstellen das ein Jäger seinen Hund einfach so nachts durch den Wald streifen lässt...

    Mich dem Hund vorstellen ist keine schlechte Idee aber wenn ich aus dem Tiefschlaf auf wache weil etwas an meinem Fuß rumkaut hällt sich meine Gesprächikeit echt in Grenzen und Lust zu Spielen hab ich dann auch nicht wirklich....

    Wie bereits gesagt bin ich ja eigentlich nur der Kollateralschaden aber alles was sonst noch so da draußen lebt wird ja auch durch den Hund "Bejagt". Wenn auch nur zum Spaß und Spiel für den Hund, aber wer aus der Tierwellt nicht grade ein Braunbär ist fürchtet erst mal um sein Leben und findet das gar nicht Lustig im Schlaf anfekaut zu werden. Mein Verständnis für die betreffenden Hundehalter geht hier echt gegen Null.

    Jetzt hat mich zum zweiten mal ein Hund mitten ihn der Nacht aus dem Schlaf gerissen :cursing:

    Beim ersten mal, hab am Kanal abgehangen, hat sich ein Hund auf die Hinterbeine gestellt und sich mit den Vorderbeinen auf meiner linken Schulter abgestützt. Ich hab ein paar mal heftig gezuckt und ihn damit wohl abgeschüttelt. Er ist dann abgehauen und ich hab gehört wie er vom "Herrchen" gerufen wurde. Das war c.a. 1 Uhr in der Nacht.

    Gestern war ich in einem Waldstück in Ortsnähe und ein Hund wollte mir in den rechten Fuß beißen. Ich hab im Halbschlaf einmal kräftig zugetreten ( so wie es der Schlafsack zugelassen hat) und das hat ihm wohl den Spaß an meinem Fuß genommen. Da ich keine menschliche Regung gehört habe denke ich das der Hund einfach zum "Gassi gehen" aus dem Hauzs gelassen wurde und dann frei streunen durfte. Es war kurz nach 2 Uhr in der Nacht und es hat eine Weile gedauert bis ich wieder schlafen konnte.

    Ich finde das Verhalten der Hundebesitzer in beiden Fällen unverantwortlich, weniger weil ich da lag, das kann ja keiner ahnen aber die Hunde jagen ja auch alles an Wild auf.

    Habt ihr so was ähnliches auch schon erlebt und was kann dagegen helfen???