Nachdem wir Weihnachten bei meinen Schwiegereltern in Lahti verbracht hatten, sind wir gestern ins Auto gestiegen und noch einmal 10 Std weiter gen Norden gefahren. Gelandet sind wir in einer Gegend, in der die Sonne heute um 10:39 Uhr aufgegangen und um 13:15 Uhr untergegangen ist - klingt schattig, ist es auch 😉 Heute Morgen sah es gegen 9 Uhr durch Reflektionen auf Wasser im festen Aggregatzustand allerdings nicht ganz so finster aus:
Das Licht am Himmel des 2. Bildes ist der nicht mehr ganz volle Mond…
Kleiner Nebeneffekt des klaren Himmels: heute Morgen hatten wir hier schlappe -20°C, die im Laufe des Vormittags noch mal auf -25° abgesackt sind 🥶
Als Anhaltspunkt: das sind keine Fußabdrücke, sondern Schneeschuhabdrücke.
Der Schnee ist so fluffig, dass ich sogar mit Schneeschuhen 25-30 cm eingesunken bin.
Das Tageslicht habe ich dann genutzt, um meine Schlafgelegenheit für die kommenden Nächte aufzubauen:
Als Isolierung von unten dienen ein 20F symmetrischer Trail Winder gestackt mit einem Cumulus Selva 450 und darüber ein UQP. Die Kombination hat mich schon problemlos bis -17°C gebracht. Ich bin gespannt, wie weit ich mit der Kombi noch komme. Meinen Selva spanne ich in der Regel an der Tarpridgeline (oder wenn ich mein Khibu-Tarp verwende an einer separaten Ridgeline) ab:
Auf die Methode bin ich schon vor Jahren in einem Beitrag von wuppitom gestolpert - für mich bei einem Selva die beste Aufhängung.
Das Tarp wird bei Bedarf mit einigen Hölzern im Schnee abgespannt
Gegen 15:30 Uhr ist der Himmel hier dann auch wieder komplett dunkel - zum Glück gleicht der Schnee das etwas aus.
Disclaimer: ich hätte meine Frau (vermutlich) auch geheiratet, wenn die Familie diese Hütte nicht besessen hätte 😁