Hallo,
hier Eindrücke von meiner ersten Übernachtung in der Half-Wit gestern im Pfälzer Wald.
Ich habe nach einer Ultraleichten Matte mit Netz als leichtere Alternative für mein Warbonnet Blackbird XLC Setup gesucht.
Mit dem Hexon 1.0 Stoff wiegt die Matte (incl. Packsack) gerade 286 Gramm (selbst gewogen) und der Preis ist mit 98$ auch OK. Die Qualität ist so hoch, wie man es von Dutch erwartet (gerade Nähte, ordentliche farb-codierte Loops, usw.).
Das Teil wurde nach allen Regeln der Kunst im Wald aufgehängt, wobei ich die seitlichen Abspannungen gleich wieder abgemacht habe, da diese mit dem Underquilt nicht harmonieren wollten und IMHO auch wenig gebracht haben.
Der Stoff dehnt sich deutlich mehr als bei der Blackbird, aber auch nicht so schlimm wie jetzt bei Monofil. Die Dehnung ist ähnlich der TTTM Lightest. Ich komme ganz gut damit zurecht.
Als Warbonnet-Mensch habe ich erst mal den Kopf tiefer gehängt, was überhaupt nicht funktioniert hat. Erst eine gerade Aufhängung war dann annehmbar.
Das halbe Moskitonetz funktioniert gut. Ein- und Aussteigen klappt problemlos und die Abdeckung scheint recht komplett und dicht zu sein (soweit das bei diesem Prinzip eben möglich ist). Eigene Versuche mit einem HUG haben ein deutlich unsicheres Gefühl zurückgelassen und die Fummelei war mir einfach zu viel. Ob man damit im Amazonas oder Schottland "ungestochen" davon kommen könnte, kann ich nicht sagen.
Ich habe die ganze Nacht darin geschlafen und laut Aussage meiner Mitreisenden, klang es nach tiefem und festem Schlaf 
Soweit so gut, aber es sind Kleinigkeiten, die mich ein bisschen gestört haben. Ja, ich bin Warbonnet verwöhnt und es ist ein Ultralight-Setup, bei dem man Abstriche machen muss, trotzdem hat es mich genervt und wird somit erwähnt.
Trotz viel rumspielen mit dem Hängewinkel, habe ich immer eine extreme "Calf Ridge" gespürt. Das Problem habe ich sonst in fast keiner Hängematte. Sogar bei der recht kurzen TTTM Lightest ist dieses Problem nicht aufgetreten. Die Funktion der Fußbox ist mir auch unverständlich. Mach ich da was falsch?
Die Matte kommt mir sowieso schon schmal vor und man muss dann noch mit dem Gesicht vom Rand weg (wegen dem Netz). Da hat auch die seitliche Abspannung wenig gebracht. So richtig diagonales Liegen, wie ich es gewohnt bin, wollte nicht funktionieren.
Morgens ganz leichte Verspannungen im Rücken, was ich aber darauf zurückführe, dass das meine erste Nacht war und ich noch nicht die richtigen Liegepositionen gefunden habe (90% Rücken-, 10% Seitenschläfer).
MEIN Fazit:
Matte funktioniert und ist Ultraleicht aber dafür auch deutlich unbequemer als meine Blackbird XLC.
Für einen Overnighter mit Ultraleichtem Gepäck gerne wieder - für längere Touren würde ich lieber mehr schleppen und die Blackbird mitnehmen. Ich bin aber auch alt und bequem geworden mit den Jahren ... 
Das Teil kommt auf jeden Fall zum Treffen mit zum befummeln und beschlafen.
Vielleicht hat ja dann auch jemand Tipps für mich für bequemeres liegen.