Beiträge von Hängematz

    Hallo Roland,

    da hast Du Dir ja eine schöne Tour rausgesucht. Sieht nach ca. 50 km und 1.700 hm aus.

    Mich überkommt sofort ein Jucken an den Füssen und Fußpilz ist das nicht.:D

    Solltest Du wirklich bereits im November/Anfang Dezember losziehen, vermute ich, wirst Du keinen Schnee haben. Mehr als die Hälfte der Strecke verläuft ja unter 1.000 m NN. Eine gute Möglichkeit, die Verhältnisse vor Ort im Vorfeld zu prüfen, wäre folgende Internetseite:

    http://www.lac-blanc.com/lac-blanc/webcam/

    Die Skistation Lac Blanc befindet sich zwischen Col Le Bonhomme und Trois Fours (Ist übrigens mein Lieblingsschneeschuhgebietwennsnichtsoweitwegseinsoll) und die Webcam liefert aktuelle Bilder.

    Wie so oft, bei Wanderungen in Nord-Süd-Richtung in Pfälzerwald und Vogesen gibt es einige Kerbtäler, wass sich in den Höhenmetern wiederspiegelt. Der GR5 bzw. GR53 halten sich aber weitestgehend an den Höhenzug. Dies wiederum bedeutet, dass man streckenweise sehr stark dem Wind ausgesetzt ist, da die Kuppen der Südvogesen häufig baumfrei sind.

    Bei den Schutzhütten solltest Du darauf achten, dass es verschiedene Kategorien gibt: Abri, Refuge, Chalet bzw. Ferme können sich als Bauernhof mit Übernachtungsmöglichkeit oder auch nur als Pavillion ohne Dach herausstellen. Stellenweise werden die Schutzhütten außerhalb der Wandersession auch einfach mal abgerissen und anschließend wieder neu aufgebaut (woher ich das weiß?). Evtl. kannst Du mal im Netz recherchieren und Dir Bilder der Hütten ansehen. Manche Hütten haben auch eine Feuerstelle, prüfe aber vorher, ob der Kamin nicht verstopft ist und der Rauch auch abziehen kann (woher ich das weiß?).

    Zur Orientierung und Navigation empfehle ich Dir die IGN Karten vom Club Vosgien. Da sind die Hütten eingezeichnet und auch Quellen zu finden. Sei darauf gefasst, dass die Ferme Auberges evtl. geschlossen haben und Du dort nicht zu Essen oder Trinken bekommst. Empfehlen kann ich Dir die FA bei Col des Bagenelles (sofern offen).

    Das Schneeschuhgehen irgendwie anstrengen ist, wurde ja bereits mehrfach angesprochen. Ich für meine Teil musste feststellen, dass auch nicht jeder Tag wie der andere ist. Ich hatte schon Touren, da war ich froh über einen Schnitt von 2 km/h, an anderen Tagen bei ähnlicher Streckenführung 4 km/h. Was ich damit sagen möchte, sei auf einiges gefasst und vorbereitet und denke daran, dass die Tage verdammt kurz sind (also Etappen lieber etwas kürzer wählen). Sollte es wirklich Schneien, ist die Orientierung anhand der sonst sehr guten Wegmarkierungen manchmal nicht immer einfach.

    Mit der Bekleidung mache ich es in der Regel so:
    Beim Wandern gerade so viel anziehen, dass ich nicht friere (Merino oder Primaloft) um im Camp (Hütte etc.), frische Baselayer, Daunenjacke und dann die evtl. feuchte Primaloftjacke zu trocknen drüber. Wenn es kalt genug ist, sollte die Luft auch so trocken sein, dass die Bekleidung über Nacht etwas abtrocknen kann.

    Meine Interpretation einer idiotensicheren Aufhängung wären Whoopies in Verbindung mit Baumgurten und leichtem Kletterkarabiner (z. B. Nano 22).

    Die Whoopies dabei durch Endtunnel führen.

    Für mich funktioniert diese Art der Aufhängung perfekt und es gibt mit Sicherheit einige, die mich für einen Idioten halten.:D

    P. S. Meine Gearhammock ist ebenfalls so ausgestattet und man könnte das Stöffchen auch als Hammockchair verwenden.

    [USER="292"]getfitanni[/USER] Bei Deinen Anforderungen an die Hängematte würde ich Dir zur Warbonnet Blackbird XLC Doublelayer raten. Oder alternativ zur Koma von [USER="17"]dendronaut[/USER] . Die Länge passt, sie halten Dein Gewicht aus und als Komplettlösung ist das Mückennetz integriert. Zugegeben, beide sind nicht ganz billig, aber Qualität hat halt Ihren Preis.

    Von den Querschläfern (z. B. Amok oder Ergo) laß' die Finger weg, die sind zu kurz.

    Also, die "Mülltüte" ist eingetroffen und wurde Mangels Gelegenheit indoor getestet. Der Stoff fühlt sich angenehm und weich an.

    Damit der ganze Kerl auch in den Sack passt, habe ich ein paar Scheinchen draufgelegt und den Liner in Überlänge bestellt. Der Praxistest zeigte, dass war eine gute Entscheidung. Ich kann somit den Liner im Halsbereich etwas um meinen Topquilt herumschlagen und somit besser einem Speckkragen vorbeugen.

    Beim Liner von Dutch ist an Kopfende standardmäßig keine Kordel zum Zuziehen. Da aber zu befürchten ist, dass ich mich nachts freistrampele, werde ich nachträglich eine Kordel einziehen. Dutch hat ja freundlicherweise bereits einen Tunnel vorgesehen.

    Von mir gibt es eine Kaufempfehlung.:good:

    Vielen Dank für die Präsenation dieser Tarp-Variante. Die muss ich passender Gelegenheit mal ausprobieren.

    Eine Frage hätte ich allerdings: Warum "muss" die Tarp-Ridgeline eigentlich unterhalb des Tarps verlaufen? Würde es nicht auch mit einer oberhalb verlaufenden funktionieren?

    [USER="153"]Waldläufer70[/USER] vielen Dank für Deinen Beitrag. Leider beantwortet er nicht meine Frage. Mir ging es darum, ob bei der Verwendung der Baumgurte als Schlinge auf der Seite der Hängematte ein Druck auf den Baum und seine Rinde ausgeübt wird oder nicht. Ich gehe natürlich davon aus, dass es auch einen Unterschied macht, ob ich die Schlaufe "falsch" oder "richtig" positioniert habe.

    P. S. Ich verwende keine Kommentar-Funktion, da sie meinem Bestreben nach Chronologie entgegen wirkt. Hierzu darf gerne ein Kommentar abgegeben werden.:D

    Häufig werden die Baumgurte doch als Schlinge um den Baum gelegt. Diese Schlinge zieht sich unter Belastung zu. Deshalb würde ich vermuten, dass die Tangentialkräfte auch auf der Baumseite Richtung Hängematte ("vorne") wirken. Natürlich wirken bei Belastung der Hängematte die Scherkräfte Richtung derselben, aber trotzdem lastet ein gewisser Druck auf die Rinde des Baumes. Oder mache Ich da einen Denkfehler? Ich bekomme zumindest keinen kleinen Finger zwischen Baumgurte und Baum, sobald jemand in der Hängematte liegt.


    - (NEU) Ridgeline geht DURCH das Tarp.

    Achtung, Missverständnis:

    Niemand schrieb bisher, dass man die Schnur durch einen Kanal im Tarp führt. Das von [USER="46"]TreeGirl[/USER] genannte Satinband bildet lediglich eine Art von "Rückgrat" für das Tarp und sorgt so für eine Zugentlastung beim Stoff. Nicht mehr und nicht weniger.


    Hängematz: Sag mal, wie ist eigentlich die Reibung an den Bäumen bei Dir? Wenn ich das Tarp justiere, dann geht das ja recht simple. Aber scheuer ich damit nicht jedesmal am Baum rum? Wirkt sich das Nachteilig auf die Haltbarkeit Deiner RL aus?

    Hier sprichst Du einen wichtigen Punkt an. Als alter Baumkuschler möchte ich durch mein Tun die Bäume nicht oder zumindest so gering wie möglich beschädigen. Das war auch der Grund, warum ich von Reepschnur zu Dyneema gewechselt bin. Die Reepschnur war verhältnismäßig rauh und elastisch. Häufig war ein Nachspannen bzw.-justieren erforderlich. Hierbei setzte ich das Ganze kräftig unter Zug. Seid ich die Dyneema verwende, ist das viel besser. Die Oberfläche ist ziemlich glatt und die Elastizität kann man vernachlässigen.

    Ich brauche hoffentlich nicht zu erwähnen, dass ich während des Hin- und Herschiebens meiner Tarpkonstruktion nur sehr wenig Zug auf die Ridgeline ausübe - nur so viel, dass mir das Ganze nicht den Baum hinunterrutscht. Macht die Rinde des Baums einen empfindlichen Eindruck, unter füttere ich die Schnur zusätzlich mit kleinen Ästen. Auf alle Fälle ziehe ich an meinen Leinen nicht wie ein Verrückter, der versucht den Baum mit der Schnur durchzusägen.

    Übrigens gibt es von @BerndOdenwald eine super Lösung in Form von Baumschonern.

    Wie ich bereits geschrieben habe: im Video verwendet Derek einen Bishopbag, ich benutze Tarp Sleeves. Der Unterschied ist ungefähr so wie von Plastikeinkaufstüte zu Turnbeutel. :D In beiden kann man was rein tun, trotzdem hat beides je nach Anwendungsfall Vor- und Nachteile.

    Schau Dir mal das Video von Shug an. Er verwendet Tarp Sleeves:
    https://youtu.be/KKW4SqJWgto

    Dem Tarp selbst ist es egal, ob die Schnur durchgeht oder Du nur jeweils links und rechts eine Aufhängung hast. Der Vorteil der CRL liegt m. E. in der schnellen Verschiebe-Möglichkeit, im Prinzip wie ein Vorhang - einfach nach links oder rechts.;)

    Edit: die Tarp Sleeves bzw. Snake Skins kommen bei ca. 8:30 min. Shug zeigt auch eine Variante der CRL. Ich verwende jedoch die CRL wie im Video von Derek. Shug hat außerdem die CRL außerhalb der Tarp Sleeves, ich haben sie innerhalb.

    Was ist jetzt richtig? Auch hierzu verweise ich auf das Video von Shug. Er sagt nämlich sinngemäß, es gibt kein falsch oder richtig. Der Setup muss für einen selbst funktionieren, dann ist er richtig.

    Geht raus und spielt mit Eurem Tarp.:good:


    Das ist für mich perfekt für den Winter. Ich freue mich schon auf Schnee : )

    Du möchtest Schnee? :)
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    Ich muss allerdings einräumen, dass mir der Platz doch etwas zu knapp war. Aufgrund des starken Winds musste ich das Tarp ziemlich tief abspannen, dadurch war es die reinste Herumschlüpferei. Jetzt habe ich ein Superfly (mit Türchen). :good: