Beiträge von Furbrain

    Ich stimme @Bernd Odenwald in vielem zu. Auch ich habe gehört, dass der Mensch nicht auf der Speisekarte des Wolfes steht. Der gesamte geschichtliche Überbau unserer kulturellen Wolfrezeption ist vermutlich auch dem geschuldet, dass die Speisekarte des Wolfes der des Menschen in vielen (fleischigen) Nahrungsmitteln gleicht und er somit auch als unser Konkurrent wahrgenommen wurde. Schließlich wollten die Bauern früher auch nicht die Schafe abgreifen lassen, die sie für die Wollproduktion hielten und auch selber schlachten wollten. Das hat u.U. auch zur Ausrottung beigetragen.

    Es mag allerdings einen Unterschied machen, ob ein Wolf alleine unterwegs ist oder im Rudel. Auch bin ich mir nicht sicher, inwiefern der Wolf zwar kein Interesse an erwachsenen Menschen hat, kleinere Versionen (resp. Kinder) aber vielleicht schon als potentielles Nahrungsmittel wahrgenommen werden könnten, wenn er wirklich hungrig ist und die Auswahl nicht groß, wie im Winter.

    Danke für eure Antworten. Ich habe tatsächlich bisher nur mit fixen Ridgelines gearbeitet, deren Länge ich in einer "Anpass-Session" ermittelt habe und dann die Länge entgültig geknotet habe. Bei der WBBB XLC war sie ohnehin vorgegeben. Die Hängematten haben also immer den gleichen "sag". Ich werde wohl nochmal intensiver mit dem Verhältnis "Baumbandhöhe" < > "Whoopie-Slings-Länge" experimentieren.

    Waldläufer70 Beschränkt waren meine bisherigen Versuche darin, dass ich irgendwann aufgrund meiner Körpergröße die Baumbänder nicht mehr höher setzen kann und die verstellbare Schlaufe der Whoopie Slings auf ein Minimum zusammengezogen war. Die gewünschte Ridgeline-Spannung konnte ich trotzdem nicht erreichen, in diesem Fall war sie zu schlaff und hin durch.

    Ich vermute, dass ich auch nochmal den von mir bevorzugten Baumabstand überprüfen muss. Bei den 4,5 bis 5 Metern Abstand, die ich normalerweise wähle, komme ich zwar noch an die Baumbänder ran, dafür aber muss ich die Whoopie Slings oftmals stark verkürzen. Wenn ich dann die Whoopies nachträglich verlängere, dann kommt meine Hängematte dem Boden bedrohlich nahe.
    Auch wenn die Whoopie Slings lang genug sind: Wenn die Bäume 6 Meter oder mehr auseinander stehen, schaffe ich oftmals nicht mehr die Baumbänder in der korrekte Höhe zu fixieren, um einen Winkel von ca. 30 Grad zu erreichen. Dafür bin ich wohl zu klein :cray:

    Ich habe es wohl immer noch nicht verstanden und auch meine Experimente und Versuche laufen ins Leere. Mein Problem: Sehr oft stelle ich fest, nachdem ich meine Hängematte an die Bäume gebracht habe, dass beim Reinlegen die Ridgeline (sowohl in meiner gekaufen Warbonnet XLC als auch in meinen selbstgenähten Hängematten) total straff gespannt ist. Der Test mit Daumen und Zeigefinger die Ridgeline ein wenig anwinkeln zu können, geht kaum bis gar nicht. Zuviel Spannung liegt wohl auf der Leine.

    Höhenverstellung der Baumbänder und auch verlängern der Whoopie Slings führen nicht zum gewünschten Effekt. Abgesehen davon sind diese Maßnahmen begrenzt, da die Hängematte irgendwann zu tief oder zu hoch hängt, d. h. ich fast auf dem Boden hänge oder nicht mehr mit den Beinen im Sitzen aus der Hängematte kaum mehr auf den Boden komme.

    Was kann ich tun, wenn ich merke, dass die Ridgeline zu straff ist? Habt ihr auch schon mal das Problem gehabt? Kann die Ridgeline irgendwann auch Gefahr laufen zu reißen, selbst wenn sie aus Dyneema ist?

    noodles : Aufgrund des Threads über den Nutzen einer Schnur-Wasserwaage von Biker61 habe ich mir eine über ebay besorgt (gibt's aber auch für etwas mehr Geld im Baumarkt). Meine Wasserwaage hat allerdings im direkten Vergleich zu der im Forumsfaden keine Markierungen außer der Mittelline. Es steht noch aus, aber ich will mir auf das Glas Neigungsmarkierungen machen, mittels Geodreieck und aufgehängter Hängematte. Die sollen mir helfen, dass Fußende immer im optimalen Höhenunterschied zum Kopfende aufzuhängen.

    Zurzeit helfe ich mir, indem ich neben dem Kopfende und dem Fußende stehe und mithilfe meiner Körperlänge die 40 cm Differenz anhand des Abstandes gespreizter Daumen < > Spitze Mittelfinger (bei mir 20 cm) abzuschätzen. Dieses System hat natürlich seine Grenzen - z. B. wenn der Unterboden eine starke Neigung aufweist.

    Ja, vielen Dank für das Teilen, Hammock Fairy !

    • Ich habe in der Hängematte oft Probleme mit dem Einschlafen. Oft dauert es bis 1 Uhr, 2 Uhr morgens, bis ich längere Zeit am Stück schlafen kann. Manchmal dauert es auch länger. Manchmal schlafe ich erst im Morgengrauen eine oder zwei Stunden am Stück.
    • Im Bett wechsle ich häufig die Position (v.a. in der ersten Hälfte der Nacht). Das passiert im Schlaf und ich erlebe das nicht als Störung. In der Hängematte ist jede Änderung der Position mit dem Suchen nach einer neuen, angenehmen Position verbunden. Da die Hängematte für meinen Körper nach wie vor eher ungewohnt ist, wache ich bei jeder Lageänderung wieder auf oder schlafe erst gar nicht (länger) ein.
    • Jede Lageänderung führt zu erneutem Schaukeln. Was tagsüber zum Träumen und Dösen - ja, sogar einnicken - einlädt, verhindert nachts, dass ich längere Zeit am Stück schlafen kann.
    • Es könnte auch sein, dass mir in der Hängematte der Bodenkontakt fehlt: Was zum Entspannen angenehm und erholsam ist, könnte in der Nacht dafür mitverantwortlich sein, dass ich mich nicht vollständig entspannen kann.
    • Im Bett oder auf der Isomatte liege ich weitgehend auf einer Ebene. Im Zelt achte ich zudem darauf, dass im Zweifelsfall die Beine eher tiefer liegen als der Kopf. Liegt der Kopf tiefer als die Beine, so empfinde ich das als unangenehm. Es fühlt sich an, als wäre zu viel Blut im Kopf. In der Hängematte liege ich nicht in einer Ebene, sondern das Becken liegt am tiefsten. Da der Körperschwerpunkt etwas oberhalb des Beckenbodens liegt, rutscht der Körper tendenziell in eine Position, in der die Füsse ein ganzes Stück höher liegen als der Kopf. Das widerspricht meiner Gewohnheit


    All deine oben genannten Punkte kann ich aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen, Waldläufer70 . Das Schaukeln im Dunkeln hat bei mir sogar einmal echte Übelkeit erzeugt. Wenn man betrunken ist und sich alles im Kopf dreht, soll man ja am besten ein Bein aus dem Bett und auf den Boden stellen, um "sich wieder zu erden". Bei der Warbonnet gibt es ja durch das Shelf und das Moskitonetz seitliche Tie-outs, die auch das Schaukeln zu reduzieren helfen. Ich habe schon überlegt, ob ich nicht solche Tie-outs auch an meine selbstgenähten Hängematten mittels Schlaufe und D-Ring nähen sollte.

    Das mit dem zuviel Blut im Kopf habe ich besonders beim Zelten, wenn es etwas abschüssig aufgebaut ist und man mit dem Kopf zum niedrigeren Ende liegt. Im Halbschlaf finde ich das immer sehr unangenehm, bin aber zu träge, um ans andere Ende "umzuziehen". Man will ja auch den Zeltmitbewohner nicht aus dem Schlaf reißen. Bei der Hängematte habe ich es aber durch die ziemlich waagerechte diagonale Liegeweise und das erhöhte Fußende nie so intensiv gespürt wie du.

    Hilfreich ist, denke ich, auf jeden Fall eine große Portion Gleichmut und Akzeptanz den Gegebenheiten gegenüber zu üben. Wenn ich anfange in der Hängematte rumzuwerkeln, weil ich eine Vorstellung habe, wie es sein sollte, die Situation jedoch weit entfernt von "perfekt" erscheint, dann werde ich wohl auch nie zur Ruhe kommen und die ganze Nacht unzufrieden rumkraspeln. Bitte nicht zu verwechseln mit der berechtigten Suche nach dem "sweet spot"! Shug hatte da auch mal etwas Ähnliches erwähnt in seinem Video über "Calf Ridge" (ab Timecode 9:33).

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    Danke für diese Idee, Hammock Fairy ! Ich hatte eure Ausführungen in dem anderen Faden mit Interesse verfolgt und wollte dort schon etwas dazu posten. Aber ein eigenen Thread für dieses Thema aufzumachen finde ich auch passender.

    Ich bin nicht vollständig auf die Hängmatte konvertiert, sondern wechsle immer noch zwischen den Welten, je nachdem ob ich mit meiner Frau reise (Zelt), zuhause im Ehebett schlafe (Futon) oder allein bzw. mit anderen aus diesem Forum mit der Hängematte unterwegs bin.

    Der Wechsel auf die Hängematte fällt mir persönlich am schwersten. In ihr schlafe ich nachts am unruhigsten. Zuerst dachte ich, dass es an der Liegeposition liegt. Ich bin auf dem Boden primär Seitenschläfer und wechsle in der Nacht oftmals meine Liegeseite. Besonders in meiner ersten Hängematte (einer DD Frontline) fühlte ich mich eingeengt und konnte meine Position in der Nacht kaum verändern. Bei meinen eigenen Hängematten und in der Warbonnet XLC, wo man diagonal drin liegt, klappt es mittlerweile auch, dass ich nachts von der Rückenlage (mit übergeschlagenen Beinen oder in Ballerina-Position) in die Seitenlage wechsel. Dabei stabilisiere ich meinen Rumpf hinterm Rücken mit dem Arm, der zu diesem Zeitpunkt "unten" ist (vergleichbar einer stabilen Seitenlage bei der Ersten Hilfe). Angenehm finde ich auch, dass der Kopf je nach Liegeseite durch den Rand der Hängematte bei der seitlichen Lagerung stabilisiert wird wie mit einem Kopfkissen.

    Wichtig finde ich auch, dass die Hängematte von vornherin am Fußende höher hängt, so dass ein runtersacken Richtung Fußende vermieden wird. Wenn die Füße am Ende der Hängematte zusammengedrückt werden, ist das für mich nicht sehr bequem und meinem Schlaf nicht unbedingt förderlich.

    Eine Zeit lang dachte ich auch, dass mein unruhiger Nachtschlaf in der Hängematte daran liegt, dass ich einfach keine Umgewöhnungszeit habe, wenn ich nur für eine oder zwei Nächte mit der Matte draußen bin. Da mir die Umstellung vom Bett drinnen auf das Zelt draußen aber leichter fällt, vermute ich eher, dass es an den fehlenden (Zelt-)Wänden liegt, wenn ich nachts in der Hängematte öfter als sonst aufwache.

    Ich vergleiche das mit dem Unterschied beim Fahren eines Autos oder eines Motorrades. Der Kontakt zur Straße ist für mich beim Motorradfahren immer noch viel konkreter, ich fühle mich in den Verkehr wesentlich eingebundener - was ja auch sinnvoll ist, da ich als Motorradfahrer gefährdeter bin ohne Knautschzone und Anschnallgurt. Bei der Hängematte ist es für mich so ähnlich. Der Kontakt zur Natur ist unterm Tarp mit Blick in die Umgebung wesentlich konkreter als beim Zelt, wo der Reisverschluss alles dicht gemacht hat und ich mich dann der Illusion der sicheren vier Wände hingebe.

    Wenn ich nachts aufwache, checke ich mit meinem Visus im Halbschlaf aus der Hängematte heraus die Umgebung, die oftmals vom Mond illuminiert und konturiert ist. Ich verbinde also die Geräusche, die ich nachts höre mit einer kurzen visuellen Überprüfung meiner Umgebung. Im Zelt nutze ich ja nur mein Gehör, horche kurz auf und dreh' mich dann auf die andere Seite und schlafe weiter. Somit kann es sein, dass ich diese Mikro-Wachphasen in der Hängematte bewußter wahrnehme und auch wacher werde als wenn ich im Zelt oder im Bett schlafe (wo mir die Umgebung ja ohnehin vertraut ist). Das würde erklären, warum ich das Gefühl habe, nachts in der Hängematte unruhiger zu schlafen als im Zelt, da diese prüfenden Kurzwachphasen in der Hängematte mich mehr aus dem Schlaf holen.

    Erschwert wird das noch dadurch, dass ich Brillenträger bin. Wenn ich nachts von einem Geräusch aufwache und alles unscharf sehe, greife ich dann doch immer wieder mal zur Brille, die im Ridgeline Organizer liegt, um auch wirklich etwas da draußen erkennen zu können. Diese motorische Handlung holt mich natürlich noch mehr aus dem Schlaf raus, so dass ich dann immer eine kurze Zeit brauche, um wieder einzupennen.

    Zuerst dachte ich, dass ich nach einer derart oft unterbrochenen Nacht am nächsten Morgen total gerädert sein müsste und der folgende Tag dann extrem zäh vonstattengeht und ich total übermüdet sein müsste. Das ist aber nach den bisherigen Hängematten-Nächten draußen nie der Fall gewesen. Zwar habe ich immer noch das Gefühl in der Hängematte unruhiger zu schlafen, aber ich fühle mich am darauf folgenden Tag tatsächlich frisch. Da ich oftmals aus dem Wald direkt zur Arbeit fahre, kann ich auch sagen, dass meine Leistungsfähigkeit nach einer Nacht draußen in der Hängematte nicht verringert ist. Übernächtigung schlägt sich bei mir auch oftmals in Form von Migräne durch, was ich nach einem Aufenthalt mit der Hängematte im Wald oder auf dem Campingplatz auch noch nie gehabt habe.

    Das mag dem einen oder anderen, der das jetzt liest, total anstrengend und kaum erholsam vorkommen. Aber ich kann nur sagen, dass ich mich auf jede Übernachtung in der Hängematte freue und einfach diese nächtlichen Wachphasen als gegeben akzeptiert habe. Solange ich mich am nächsten Tag fit fühle und es mir Spaß macht, gibt es für mich auch keinen Grund damit aufzuhören. Was ich mich allerdings noch frage ist, ob dieses nächtliche Aufwachen eine Frage der Gewöhnung ist und eventuell weniger wird, wenn man längere Zeit am Stück nachts draußen mit der Hängematte schläft - oder ob es eher eine Sache der persönlichen Eigenschaften ist und der individuellen psychischen Disposition, mittelfristig also vermutlich so bleiben wird?

    Meine Frau und ich sind just wieder von unserer Fahrrad-Sommertour zurückgekommen. Wir haben mit dem Rad größere Strecken an der deutschen Ostsee- und dann an der Nordseeküste zurückgelegt und dabei auf insgesamt acht Campingplätzen übernachtet. Zwar haben wir zu zweit im Zelt übernachtet, aber ich hatte natürlich meine 345x180 cm große, selbstgenähte 1.6 oz HyperD XL-Matte zum gepflegten Abhängen und Dösen dabei.

    Hier nun meine zwei Campingplatz-Tipps für Ostsee-Urlauber, die mit der Hängematte reisen wollen:

    Ostseecamping "Am Salzhaff": Der überschaubare und familiäre Campingplatz hat ein kleines Kiefernwäldchen auf dem Gelände, wo Zelter sich einen freien Platz suchen und ihre Zelte aufbauen können. Ich konnte unproblematisch meine Hängematte aufhängen und war auch nicht der einzige dort, der das gemacht hat (siehe Foto 1).

    Camping- und Ferienpark Markgrafenheide bei Rostock-Warnemünde: Dieser Campingplatz ist ein Riesending, aber dabei nahezu vollständig bewaldet. Wenn man hier mit kleinem Gepäck ankommt, gibt es ein Areal für Radfahrer (Bereich E), wo man eine Parzelle zugewiesen bekommt. Die Kiefern dort waren so gut verteilt, dass ich nahezu auf jeder Parzelle eine Baumkonstellation mit ca. 5-6 Metern Abstand gefunden habe, wo ich meine Hängematte aufhängen hätte können. Auf meiner Parzelle hatte ich drei mögliche Kombinationen, von der ich aber nur eine genutzt habe (siehe Foto 2).

    Mein Eindruck nach knapp 600 km deutscher Küstenregion: An der Ostsee trifft man immer wieder auf Campingplätze, die mit einem Baumbestand von meist Kiefern gesegnet sind, an der Nordsee gibt es sowas so gut wie gar nicht. Bäume und Hecken sind auf Frieslands Campingplätzen echte Mangelware. Das wurde mir auch von einer in Ostfriesland lebenden Freundin bestätigt. Sie meinte, da dort normalerweise immer ein kühlender Wind weht, braucht man beim Campen gar nicht so sehr schützenden Schatten von Bäumen und deswegen seien Nordseeurlauber auch immer so knacke-braun, wenn sie nachhause zurückkehren.

    Hallo [USER="4365"]condrat[/USER], herzlich willkommen hier im Hängemattenforum. Ehrlich gesagt, geht es mir wie [USER="14"]Mittagsfrost[/USER], dass mir die Groß- und Kleinschreibung doch sehr hilft das Geschriebene beim Lesefluss zu sortieren. Vielleicht kannst du für uns alte Herren eine Ausnahme von der Vollkleinschreibregel machen?

    Irgendwie erinnert mich diese Art von Schreibstil auch immer an die Bekennerschreiben der Roten Armee Fraktion :bomb::cool::ninja::spiteful:

    Ich habe eine Saison ganz auf einen Karabiner, Schäkel oder Dutch-Hardware verzichtet, um die Bänder an die Bäume zu bringen. An dem einen Ende habe ich einen Achterknoten ("Figure-Eight Knot") in das Band gemacht und einfach das andere Ende durchgezogen, um dann mit einem Marlspikerschlag und Toggle die Whoopie Sling dranzubringen. Grundsätzlich mag ich die einfache Aufhängung, die weniger Elemente beinhaltet, welche zum Problem werden könnten.

    Was mich allerdings daran bei Zeiten genervt hat, war die Ast-Problematik. Wenn es z. B. ein Nadelbaum war, an dem ich mein Band gehängt hatte und merkte, dass ich noch höher muss mit der Hängematte, dann war da oft ein oder mehrere Äste im Weg, so dass ich die gesamte Gurtverbindung wieder abnehmen musste. Das war bei Birken oder Linden nicht der Fall, aber es hat mich oft genug genervt. Mit einem Bandende, das sich leicht öffnen lässt, konnte ich einfach die notwendige Distanz schnell überbrücken und wieder fixieren (vorausgesetzt, die Hängematte war noch nicht mit Schlafsack und Zeug beladen und zu heftig gezogen).

    Wie Jason von "Outdoor Adventures" im ersten Video sagt, war es auch seine Überlegung, dass das Metall der Dutch Clips am Band auf Dauer scheuern könnte. Das soll halt mit den Amsteel-Shackles nicht so passieren. Bei den Evo Loops - die heute ihren Test in meiner Mittagspause hervorragend bestanden haben - finde ich schön, dass ich sie mit nur einer Hand wieder lösen kann, was bei den Improved Softshackles nicht so einfach war. Daher bleiben sie bei mir erstmal dran. Im Vergleich zu Krabinern sind sie mit ihren 5 g pro Loop auch eindeutig leichter (und nicht so sperrig im Packsack).

    Ich habe mir heute ein Paar Evo Loops gespleißt, um meine Soft Shackles am Gurtband zu ersetzen. Morgen teste ich, wie gut es für mich in der Praxis klappt. Bezüglich der Anleitung habe ich mich an das YouTube-Video von Tac Blades gehalten, das ich auch schon für die Shackles zu Rate gezogen habe:

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    Tac Blades hat eine einfachere Lösung für den Button Knot. Auch wenn er am Ende nicht so ästhetisch daher kommt, hat der Kopf der Schlaufe für mich sowieso eher funktionalen Wert. Die Anleitung von Tac Blades war für mich niedrigschwelliger, es mal zu probieren mit dem Schäkel-selber-Spleißen, und ich bin mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden.

    Wer also nicht so auf Paracord-Kunst steht und keinen Diamantknoten an seinem Schäkel braucht, kann es also auch damit probieren. Der Rest der Anleitung ist nahezu identisch mit der von Jeff Myers.

    Bei den Maßen für die Soft Shackles habe ich mich ganz an Tac Blades gehalten, für die Evo Loops allerdings die Länge des Rohmaterials um 10 cm verkürzt:

    Evo Loop mit 43 cm Umfang (etwas mehr als 17 inch); Gewicht: 5 g

    110 cm Rohmaterial Amsteel 7/64''

    an beiden Seilenden
    1. Mark (Barriere): 15,25 cm (6 inches)
    2. Mark: 20,5 cm (8 inches)

    durch die entstehenden Tinyloops des Dogbones müssen am Ende beide Amsteelstränge durchpassen für den "Button Knot à la Tac Blades"!

    Der Umfang meiner Evo Loops reicht locker, um am Ende einen Karabiner-Ersatz zu schlaufen, wie es Jason in seinem Video zeigt.

    Auch von mir - Willkommen im Forum! Vielleicht findet sich mit der Zeit doch noch Raum für das eine oder andere Mikroabenteuer mit der Hängematte da draußen.

    Ich habe hier noch eine DD Frontline rumliegen, die ich gerne verkaufen will. Aber, um ehrlich zu sein, würde ich sie dir bei deiner Größe nicht empfehlen. Die Frontline war meine erste Hängematte und ich habe recht schnell gemerkt, dass sie mich schon mit meinen 178 cm Körpergröße an den Schultern gefühlt eingeengt hat und dass man darin einfach nicht quer liegen kann. Ich hatte eine selbstaufblasende Term-a-Rest-Isomatte drin und habe selbst im Sommer gemerkt, wo die Isolation an den Rändern endet und hatte somit immer kalte Schultern. Ein Underquilt schmiegt sich einfach weiter von außen um dich herum, da er im Vergleich zur Isomatte nicht nur knapp 60 cm breit ist, sondern ein "U" von oftmals 150 cm Breite um die Hängematte bildet. Da bleiben halt auch die Schultern warm.

    Wenn du wirklich nicht selber nähen willst (dabei könntest du die Länge der Hängematte selber entscheiden, brauchst aber noch dazu Seile und Gurtband), dann lies dir nochmal diesen Forumsfaden durch. Da bekommst du vielleicht einen Überblick bzgl. einer Erstanschaffung. Mit einem DD Underquilt oder Snugpack wärst du wahrscheinlich am oberen Rand deines Budgets.

    Dann setze ich meine Fotos auch gleich einmal hinten dran. So viele sind es bei mir nicht geworden, aber hier die vier Hütten der Partizipierenden (beim und kurz nach dem Aufbau als das Wetter noch vielversprechend war).

    Bild 1: Cross Hammock beim Aufbau seines Prototypen der isolierten Cross Hammock, eine junge Inselbewohnerin hatte unsere Aktivitäten vor Ort mit Interesse verfolgt.

    Bild 2: Die frisch erworbene Cross-Hammock-Heimstatt des noodles.

    Bild 3: Das frisch finalisierte Fensterfolien-Experiment von schnietz und in

    Bild 4: Die Blackbird XLC mit dem DD SuperLight Tarp und dem zu testenden Therm-a-Rest Slacker Snuggler des Furbrain, der etwas ab vom Schuss noch zwei passende Bäume gefunden hatte.

    Es war mir eine Ehre, meine Herren!

    Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum! Ich bin in Braunschweig geboren und habe dort die ersten 25 Lebensjahre verbracht. Heute bin ich nur noch regelmäßig zu Besuch bei der Mutter, nehme mir aber im Sommer mit dem Motorrad gerne die Zeit, um die knapp 250 km von Berlin nach BS in Sachsen-Anhalt für einen entspannten Onenighter in Elbnähe zu nutzen. Aus meiner Erinnerung heraus wären neben dem Harz auch Elm und Asse einen Blick wert zum gepflegten Abhängen :cool:

    Ich werde auch zu 16 Uhr mit dem Motorrad an der Brücke sein und mich dann bei Reinhard melden, um noch die Motorradsachen im Kofferraum des Autos zu verstauen bevor wir übersetzen. Sollte sich der Wetterbericht arg verschlechtern, müsste ich dann doch zur Maus mutieren und kurzfristig per SMS absagen. Davon gehe ich aber bis zum heutigen Abend nicht aus. Das träte nur ein, wenn nicht abzusehen ist, dass ich am Donnerstagmorgen einen trockenen Zustand aufrecht erhalten kann, mit dem ich noch einen 10-Stunden-Arbeitstag durchhalten könnte. Drücken wir die Daumen!

    Danke für das Angebot. Allerdings habe ich mal kalkuliert, wieviel Volumen meine Motorrad-Tracht zusätzlich zur Hängematten-Ausrüstung in Anspruch nimmt, und das ist mit Jacke, Helm und Boots doch beträchtlich. Das alles müsste noch wasserdicht verpackt werden und würde wahrscheinlich nicht mit einer Fuhre inkl. meinereiner auf die Insel kommen :unsure:

    Die Idee auf der Insel abzuhängen finde ich selber gut, daher will ich euch da auch nicht von abhalten. Außerdem habe ich gerade auch keinen anderen Spot, den ich als attraktive Alternative ins Spiel bringen könnte.

    Nachtrag: Aber vielleicht wäre für die Teilnehmenden auch die Stelle an der ASB Wasserrettungsstation okay, wie sie schnietz erwähnt hat? Das wäre dann aber wieder am "Festland" und somit nicht so cool für die Boote :(