Beiträge von Furbrain

    Ich kann ja auch nur auf gefährliches Halbwissen wie Waldläufer70 zurückgreifen, dennoch folgende Idee:

    Die HDD physikalisch vom System isolieren, indem du ihr den Stecker ziehst. Das System mit der alleinigen SSD booten und dann noch einmal diese auf Boot-Position 1 im BIOS erneut abspeichern. Danach wieder die alte HDD ins System reintegrieren und schauen, ob das BIOS die SSD-Konfiguration behalten hat.

    Allerdings meide ich Windows-Betriebssysteme, wie der Teufel das Weihwasser. Bei mir hat mein beschriebenes Verfahren geklappt, als ich die geschrottete (Ex-Windows)-HD eines Acer All-in-One-Rechners austauschen musste und Linux auf der neuen bereits vorinstalliert hatte. Die Platte wurde auch nicht von den alten BIOS-Einstellungen als Primär-Bootmedium anerkannt (und eine andere Platte gab es zu dem Zeitpunkt nicht im System). Der Rechner kam über die BIOS-Fehlermeldung nicht hinaus.

    Willkommen im Hängemattenforum, Moch – Da hast du ja auch schon eine längere "Hängemattenreise" hinter dir ;)

    Als Berliner empfehle ich dir natürlich den Berliner-Stammtisch-Faden (falls du ihn noch nicht selber entdeckt haben solltest). Einige von uns hängen auch in den kalten Jahreszeiten draußen rum, vielleicht ergibt sich ja ein persönliches Kennenlernen in den kommenden Monaten?!

    Grüße aus Berlin-Nordost :)

    Meine Wahrnehmung von Tarpfunktionalität ist eher auf Regenschutz als auf Windschutz ausgelegt, so dass ersteres mein Fokus bei der Tarpauswahl darstellt. Wenn das Tarp keine Türen vorne und hinten hat, dann kann es da durchaus genauso durchzieht wie bei deinem Tarp von Wechsel. Der allgemeine Rat besteht hier, beim Aufbau die Hauptwindrichtung abzuschätzen und das Tarp mit der Breitseite entsprechend aufzustellen. Wenn der Wind dann noch dreht, dann dreht der Wind halt ;)

    Wenn man überlegt, dass eine durchschnittliche Hängematten-Ridgeline +/- 280 cm lang ist, dann ist ein drei Meter langes Tarp minimum. Da hast du noch hinten und vorne 10 cm Überhang, was oftmals nicht mal dafür reicht, die Aufhängung noch vor Regen zu schützen.

    Viele US-amerikanische Hängematten-Tarps werden mit 11 Fuß verkauft, also ca. 330 cm. Dann sind es immerhin ca. 25 Zentimeter Überhang pro Ende, was im Sommer auch reicht. Ich nehme im Sommer ein 300x300 cm Tarp, das ich als Diamant aufspanne. Da kann es aber auch mal windig durchziehen, wenn die Position nicht so optimal gewählt wurde.

    haengemattenforum.de/gallery/image/14/

    Im Herbst und Winter bevorzuge ich Türen am Tarp. Zur Zeit benutze ich von Herbst bis Frühjahr ein 11' Warbonnet Thunderfly (siehe unteres Bild links). Ich liebäugel aber mit einem Tarp, wo die Türen bis zum Boden gehen und auch die Wände länger sind für den Winter. So wie das rechte Tarp im unteren Bild. Das schützt dann noch etwas besser vor Wind und Wetter.

    haengemattenforum.de/gallery/image/148/

    Ich stimme Waldläufer70 und Hammock Fairy bzgl. der Vorbildfunktion zu. Teilweise besteht das angesprochende Verbot bereits auch schon in Deutschland. Als sich der Berliner Stammtisch im Mai 2018 im Park am Gesundbrunnen im Wedding getroffen hat, wurden wir von einem Mitarbeiter des Grünflächenamts gebeten, die Hängematten abzunehmen. Er ist im ganzen Park 'rumgegangen und hat alle Hängematten und Slackliner darauf hingewiesen. Für ihn persönlich wären unsere Baumbänder okay gewesen,aber er meinte, er könne keine Ausnahme machen. Nachvollziehbar. Laut seiner Aussage hat der Bezirk Berlin-Mitte diese Mittel in den Parks verboten, da die Bäume darunter gelitten haben und dem Gartenbauamt Extra-Kosten in der Pflege verursachen.

    In diesem Faden haben wir schon einmal darüber diskutiert und dort wurde auch angedeutet, dass in Berlin zurzeit wohl eine Studie zum Thema durchgeführt wird. Ich habe allerdings über diese erwähnte Studie nichts neues in Erfahrungen bringen können, als ich im Frühjahr mit ein paar Waldpädagogen von den Berliner Forsten darüber gesprochen habe.

    Auf meinem Lieblingscampingplatz in der Uckermark sind Baumschoner mittlerweile Pflicht, da die Betreiber auch erhöhte Kosten bei der Pflege des Baumbestandes und wohl auch verletzte Bäume auf dem Campingplatz hatten. Slacklines sind dort ganz verboten.

    Danke für deine Zeichnungen, Waldläufer70 Ich bin mit meinem geschneiderten Netz unter funktionalen Aspekten soweit zufrieden. Es scheint gut abzuschließen und die Bewegungsfreiheit im Kopf- und Fußraum ist für mich bei meiner Körpergröße nicht eingeschränkt.

    Auch mein Ziel war primär, den Kontakt des Moskitonetzes mit dem Boden, während es hängt, zu vermeiden. Es scheint eine Frage der Prioritäten zu sein: Soll es keinen Bodenkontakt haben, die Möglichkeit der Befestigung an der Ridgeline (also möglichst weiter Einstieg), so wenig Material (und damit ein sehr kleines und leichtes Packmaß) wie möglich nutzen?

    Was mich weiterhin mental ein wenig beschäftigt, ist meine ursprüngliche Motivation, ein "Universal-Moskitonetz" zu gestalten, das sich an unterschiedlichen Matten (an Länge und Parabelform) gleichermaßen (quasi ohne Materialüberschuss) anschmiegt. Allerdings scheint das kaum möglich, da es aufgrund der vielfältigen Variablen bei nicht-genormten Hängematten wie Hängemattenlänge und -breite, Ridgeline-Länge und Liegediagonale zwangsläufig einen Kompromiss erfordern. Einige Variablen reduzieren sich z.B. für eine standardisierte Serie einer Firma wie Warbonnet und ermöglichen damit so passoptimierte Produkte wie den Wooki.

    Es bleibt wohl dabei, dass man auf der Basis der eigenen Prioritäten seine individuelle Hängematte ausmessen muss bevor man losschneidert. Jede Maßangabe, die man einfach von jemanden anderen übernimmt, droht an der eigenen Hängematte ein potentielles Problem zu werden. Sei es, dass der Rand des Moskitonetzes bei Diagonallage über den Hängemattenrand flutscht, weil man die Seitenlänge zu knapp bemessen hat (oder die Kurve am Boden des Netzes zu steil); sei es, dass die Bodenöffnung sich nicht vollständig zuzippen lässt oder das Netz bei Benutzung durch den Nutzer unter Spannung steht, weil man den Winkel des Abschnitts zu steil berechnet hat; sei es, dass man dasselbe Moskitonetz an unterschiedlichen Hängematten benutzen möchte und dadurch mit mehr Spielraum schneidern muss ...

    Das erinnert mich an das Rechnen mit mehreren Variablen :P

    Spannende Ergebnisse beim zweiten Test: Nachdem ich gestern mit meiner fünften DIY-Hängematte ("Coconut" - 340 cm Länge und 95 cm Abstand zwischen Ridgeline und tiefsten Punkt in der Hängematte) das Moskitonetz ausprobiert hatte, habe ich heute mit meiner ersten DIY-Matte (330 cm mit 80 cm Abstand zwischen Ridgeline und dem tiefsten Punkt in der Hängematte) getestet.

    Ergebnisse des zweiten Tests:

    • Das Moskitonetz fällt je nach Hängematte ganz anders.
    • Ob man die Ridgeline-Öffnung des Moskitonetzes über die Hängematte bis ans Ende über die HM-Aufhängung schieben kann, ist abhängig vom gewählten Whipping.
    • Der gewählte Abschnitt von 20% pro Seite führt dazu, dass zwar der Netzstoff an Rücken- und Beinbereich an der Hängematte anliegt, jedoch die untere Öffnung sich dadurch nicht mehr ganz mit dem Kordelstopper verschließen lässt.

    Bei meiner ersten DIY-Matte ist der Whipping-Knoten so dick, dass 5 cm als Netzöffnung nicht ausreichen, um das Moskitonetz über die Ridgeline an den Rand zu schieben. Das liegt einerseits am relativ dicken Stoff (70 D Extremtextil Hammock-Nylon), andererseits an dem relativ breit genähten Tunnel. Beide Hängematten wurden mit dem Warbonnet-Whip gerafft, der Knoten fällt allerdings sehr unterschiedlich aus.

    Auch wenn keine meiner DIY-Matten eine Ridgeline länger als 280 cm hat, sind sie doch so unterschiedlich in der Liegekurve, dass bei flacheren Hängematten der Netzstoff durchaus am unteren Zipper "ausbeutelt", der Gummizug also bereits unter der Hängematte anliegt, während der Stoff um die Gummizugöffnung noch nach unten eine kleine Mulde formt bevor sie am äußeren Rand Richtung Ridgeline wieder hochgeht.

    Durch den verhältnismäßig spitzen Winkel (bedingt durch den relativ großen Abschnitt von 20% an Fuß- und Kopfende im Verhältnis zur gewählten Seitenlänge von 135 cm) fällt das Moskitonetz nicht so locker, dass man es vollständig am Boden der Hängematte verschließen könnte. Dafür müsste der Netzstoff an den Seiten wohl noch länger sein bzw. der Abschnitt geringer (z.B. 10%?).

    Insekten kommen aber trotzdem nicht rein :P

    Bei der Länge des unteres Gummizuges habe ich mich an Dutchs Angaben orientiert und umgerechnet 170 cm Schnur genommen. Dadurch, dass der Saum jeder Seite im Vergleich zur Ridgeline noch 20 Prozent gekürzt wurde, sind diese jeweils noch 180 cm lang (also zusammen 360 cm).

    Das Hochklappen zur Firstleine wird bei meinem Netz mit diesen Angaben wohl auch schwierig. Daher bin ich ganz froh, dass ich es durch die Ridgeline-Öffnungen zumindest zur Seite schieben kann. Mal sehen was mir noch einfällt, wenn ich es ausprobiere und oben festbinden will ...

    Hmm, gutes Argument für zwei Kordelstopper. Dadurch, dass ich beide Seiten unabhängig voneinander mit einem Bodensaum versehen habe, ist am anderen Ende noch die kleine ungenutzte Öffnung, wo sich beide Seiten Treffen.

    Mal sehen, vielleicht werde ich einen zweiten Kordelstopper noch ergänzen, wenn ich es in der Praxis erstmal so ausprobiert habe. Die Länge des vollständig gezippten Shockcords nervt schon ein bisschen ... :/

    Ich habe nur einen Kordelstopper für die große Öffnung benutzt. Auch für die große Öffnung habe ich 2-mm-Stretchcord benutzt und es einmal rund herum im Saum geführt. Leider habe ich den Bodensaum nicht so hingekriegt, dass er im Winkel von 90° zu den Seiten liegt. Meine bisherigen Tests haben aber gezeigt, dass ich das Netz relativ einfach und gleichmaßig zusammenziehen kann. Bodenkontakt hat es nicht gehabt.

    Stimmt, bei einer Maschengröße von 16 cm könnte man noch glatt Kokusnüsse durch das Netz werfen, um die Insekten zu treffen, die dich gerade stechen wollen ;) Ich schicke denen mal eine kurze Email mit dem Fehler.

    Das Netz ist nur für diese Gefilde von mir genäht worden. Skandinavien und Schottland würde ich damit nicht machen wollen. Ich war auch erstaunt, wie grob die Maschen sind. Extex sagt, laut WHO wäre diese geringe Maschendichte trotzdem tropentauglich ... 8o

    Als "Verjüngung" habe ich das bezeichnet, was du mit 10 bzw. 20% Prozent Abschnitt als rote Linie in deiner Grafik markiert hast.

    Es ist eine Stahlpyramide. Keine Ahnung wofür - ist halt ein Kunstwerk. Wenn du in der Hängematte liegst, schaust du direkt von unten auf die Spitze in den Himmel. Manchmal hätte ich gerne auch einen Alu-Hut dabei :P

    Ich habe heute ein Moskitonetz nach Fronkey genäht und konnte dankbarer Weise meine Vorbereitungen an deinem Faden ausrichten, Waldläufer70

    Benutzt habe dafür ein grobmaschiges Moskitonetz von Extremtextil mit 45g/qm und nur 40 Maschen/qcm. Wieso, werden sich manche fragen, die wissen, dass es dort auch feinmaschiges Moskitonetz mit 25g/qm gibt??!

    Nun ja, mir ist es oftmals unter dem Moskitonetz sehr warm, laut Extex soll das grobe Netz ein ausgeglicheneres Klima ermöglichen. Desweiteren wird es in der unglaublichen Breite von 300 cm verkauft, was perfekt für die unterschiedlichen Ridgeline-Längen meiner DIY-Matten passt. Dadurch konnte ich auch eine ganze Naht sparen (wow!) und musste mich nur noch mit der Länge der beiden Seiten beschäftigen. Mehr aber noch war ich neugierig, wie sich das Netz über der Ridgeline macht. Ich erhoffe mir einen nahtlosen und ungestörten Ausblick ;)

    Jede Seite habe ich 135 cm lang gemacht und jeweils am Kopf- und Fußende 60 cm nach unten verjüngt. Die Öffnungen an der Ridgeline habe ich 5 cm groß gemacht, mit Nylonband verstärkt sowie sie mit 2-mm-Stretchgummi und Tanka verschließbar gemacht, wie es Dutch in seiner Anleitung vorschlägt (siehe den Beitrag von Waldläufer70)

    Durch die weit geöffnete 5-cm-Öffnung kann man das Moskitonetz über die Aufhängung der Hängematte schieben, wenn man es aus dem Weg haben will. Natürlich nur, wenn man noch keinen Quilt mit drin hat ;)

    Der ganze Brocken wiegt mit 330 g soviel wie eine dickere Singlelayer-Hängematte und nimmt auch ähnlich viel Platz im Packsack ein. Für Motorrad-Onenighter in Brandenburg reicht's. Wenn ich mal nach Skandinavien will, nehme ich meine WBBB XLC mit integriertem Moskitonetz mit - oder nähe mir noch ein ultraleichtes Kopfnetz aus dem feinmaschigen Stoff von ExTex.

    Mittagsfrost Das Netz wiegt 330g ohne Stuffsack. Habe ich schon erwähnt, dass ich zur UH (Ultraheavy)-Fraktion tendiere? ;) Näheres demnächst im passenden Faden.

    Hammock Fairy Das ist ein Kunstwerk im öffentlichen Raum - unbezahlbar!!! Die Querbalken stören mich nicht, denn ich hänge DIAGONAL ^^ Aber an den Balkenrändern sehe ich immer wieder auch einmal Picknicker mit Bananen-Slope-Matten ihr Mittagsnickerchen üben. Die wollen wohl nicht mehr Länge ...

    Ohne zu politisch werden zu wollen, möchte ich an dieser Stelle dennoch auf eine ZDF-Dokumentation über die Herstellungsbedingungen von Merinowolle hinweisen:

    https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-350.html

    Gerade im Outdoor-Bereich finden wir ja Merinowolle oftmals sehr gut, z.B. als Baselayer/Unterwäsche in der Hängematte. Die Produktionsbedingungen sind hier – wie bei vielen tierischen Produkten – unter Tierschutzaspekten allerdings durchaus verbesserungswürdig. Da knallt Wirtschaftlichkeit wieder einmal mit anderen Aspekten des Lebens zusammen. Muss man sich entscheiden. Wissen sollte man um die Bedingungen auf jeden Fall, um sich bewußt für etwas entscheiden zu können.

    Ich bin über eine change.org-Petition auf die Doku aufmerksam geworden, die mittlerweile knapp 150.000 Unterstützer gefunden hat.

    Hallo George, willkommen im deutschen Hängemattenforum.

    Falls du etwas nicht übersetzen kannst oder etwas nicht verstehst, frage einfach nochmal nach. Viel Spaß noch hier und viele nützliche Informationen :)

    sakura Den halben Schlafsack ;) Der Underquilt ist quasi die untere Scheibe vom Sandwich (bzw. die untere Seite eines aufgeschnittenen Schlafsacks). Oben liegt deine Decke (Topquilt/Schlafsack) über deinem Körper, dann kommt das Salatblatt (Hängemattenstoff) - und darunter kommt der druntergehängte Underquilt (quasi die untere Seite des Schlafsacks), der dich schön warm hält. Dadurch, dass er nicht von deinem Körper in der Hängematte plattgedrückt wurde, sondern unter die Hängematte gehängt wird, kann er so richtig schön seinen Fluff entwickeln.