Beiträge von Baumkind

    Hier mal wieder ein Beitrag aus der Reihe "Versuch macht kluch"...

    Ich hänge meine Hängematte gerne an Gurtband auf. Das Gurtband ist 12 m lang, hat an einem Ende ein Auge und dient auch dazu, meinen Wanderwagen abzuseilen. Die zweifache Verwendung zum Abseilen wie auch zum Aufhängen der Hängematte spart Gewicht.

    In die Hängematte knote ich zwei einfache Kletterkarabiner. Funktioniert super...

    Nur die Sache mit den Knoten, die funktioniert nicht so ganz... Denn nachdem der Knoten mal unter Last gestanden hatte, dauert es Stunden, die Dinger wieder aufzukriegen!


    Erster Versuch:
    Toggels. Haben mir nicht wirklich zugesagt und die Alu-Röhrchen sind wieder in der Bastelkiste verschwunden.


    Zweiter Versuch:
    Nicht knoten, sondern das Gurtband drei Mal um den Karabiner wickeln.

    Nunja, ging so lange gut, bis sich der Karabiner unter Zug mal gedreht hatte, dabei aufschnappte, und ... plumps!
    (Glücklicherweise hatte ich den Baumstamm mit nach oben zeigenden Aststümpfen vorher weggeräumt...)


    Dritter Versuch:
    Mastwurf. Schnell gemacht - aber leider, unter Last zurrt sich auch ein Mastwurf so zu, dass er kaum noch zu lösen ist.:cursing:


    Vierter Versuch:
    Seilstöpsel. Super Idee. Massiv, wie auch hohl - funktioniert super: Reinstecken und wieder rausziehen. Hier meine beiden Paare, die mir ein lieber Freund gemacht hat:
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    Nachteil: Wenn die Stöpsel ins Laub fallen, sind sie gaaaanz schnell weg... (ich hab noch alle).


    Fünfter Versuch:
    Marlspieker der Marke Eigenbau - ein gutes altes Seemanswerkzeug.
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    Nun aber zur "niederländischen Methode" (auch Stöckchen-Methode genannt), die so heisst, weil ein niederländischer Freund sie mir gezeigt hat:


    Ein Stöckchen von ca. 10 cm Länge und 1 cm Dicke besorgen und parallel zum Karabiner in den Knoten stecken:
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    Hängematte benutzen... *ratz* *schnarch* *dös* *gähn*

    Nach der Benutzung der Hängematte einfach eine Seite des Stöckchens abbrechen:
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    Mit dem verbleibenden Stöckchen kann der Knoten noch ein wenig gelockert werden, so dass es einfach hinausgezogen werden kann und der Knoten damit locker ist.

    Vorteil: Stöckchen findet man überall (außer vielleicht in der Wüste), und nach Gebrauch kann man sie einfach wegwerfen.


    Das Baumkind

    Kleiner Nachtrag: Beim Winter-Biwak habe ich die Hängematte das erste Mal benutzt gehabt. Irgendwie habe ich das mit den Knoten um den Baum nicht geregelt bekommen, und die Hängematte ist so weit auf den Boden gerutscht, dass ich leicht aufgelegen hatte. Mit Evazoteplatte und Luftmatratze an Bord war das recht bequem, so dass ich mir mit dem Nachzurren keinen Stress mehr gemacht hatte.

    Das Baumkind

    Mal wieder ein Beitrag aus der Reihe "Versuch macht kluch":

    Ich hänge meine Hängematte gerne an Gurtband auf. Das Gurtband ist 12 m lang, hat an einem Ende ein Auge und dient auch dazu, meinen Wanderwagen abzuseilen. Die zweifache Verwendung zum Abseilen wie auch zum Aufhängen der Hängematte spart Gewicht. In die Hängematte knote ich zwei einfache Kletterkarabiner. Funktioniert super...

    Nur die Sache mit den Knoten, die funktioniert nicht so ganz... Denn nachdem der Knoten mal unter Last gestanden hatte, dauert es Stunden, die Dinger wieder aufzukriegen!


    Erster Versuch:
    Toggels. Haben mir nicht wirklich zugesagt und die Alu-Röhrchen sind wieder in der Bastelkiste verschwunden.


    Zweiter Versuch:
    Nicht knoten, sondern das Gurtband drei Mal um den Karabiner wickeln.

    Nunja, ging so lange gut, bis sich der Karabiner unter Zug mal gedreht hatte, dabei aufschnappte, und ... plumps!


    Dritter Versuch:
    Mastwurf.

    Nachteil: Selbst ein Mastwurf zurrt sich unter Last fest, so dass man ihn nur mit viel Mühe wieder lösen kann.


    Vierter Versuch:
    Seilstöpsel. Super Idee. Massiv, wie auch hohl - funktioniert.
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    Hier mal die beiden Varianten, die ich habe:
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    Nachteil: klein, versteckt sich gerne unter Laub, und meistens findet man sie nicht wieder... (noch habe ich sie alle).


    Fünfter Versuch:
    Marlspieker der Marke Eigenbau - ein altes Seemanswerkzeug!
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    Ein niederländischer Freund zeigte mir die Stöckchen-Methode (daher auch "niederländische Methode" genannt).

    Im Prinzip funktioniert sie wie die Seilstöpsel. Ein Stöckchen in den Knoten parallel zum Karabiner stecken (Stöckchen liegt am Karabiner auf):


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    Hängematte nutzen *ratz* *schnarch* *dös*

    Nach Benutzung der Hängematte Stöckchen an einer Seite einfach abbrechen:


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    Das reicht schon, um den Knoten mit dem verbleibenden Stöckchen noch ein bißchen zu weiten. Reststöckchen rausziehen, und Knoten einfach lösen :)

    Das Baumkind

    Die je zwanzig Dyneema-Schnüre pro Seite können individuell eingestellt werden. Da je zwei nebeneinander liegende Schnüre aus einer Schnur sind, reicht es im Prinzip, nur eine Schnur anzupassen - die andere sollte sich unter Last anpassen. Allerdings hat sich gezeigt, dass der Hammock Clew insbesondere in der Mitte ein Durchrutschen verhindert. Auf jeden Fall erlauben die Schnüre, dass die Hängematte sehr bequem waagerecht abgespannt werden kann, so dass selbst Bauchschläfer sich darin wohl fühlen:

    Hängematte mit Evazote-Platten, ohne Luftmatratze. Eine Luftmatratze mit Längsrippen (z.B. Exped) würde noch einmal zusätzliche Stabilität bieten:

    Gurtbandknoten:

    Das Baumkind

    Da ich es gerne kuschelig mag, habe ich an Kopf- und Fußende zusätzliche Stoffteile eingenäht:

    Und so sieht's in natura aus:

    Das Mattenfach ist 100 cm breit. Auf der Innenseite der Matte gibt es noch Halteschlaufen für Luftmatratzen. So kann ich die Matte je nach Bedarf mit einer Luftmatratze und/oder 100 cm breiten Evazote-Platten (welche im Winter sehr angenehm sind) verwenden:

    Die Dyneema-Doppelseile habe ich nach Art traditioneller Seemans-Hängematten mit Hammock Clews versehen:

    Lagebericht der Q3

    Mittlerweile ist meine Q3 fertig und getestet!

    Q1 war ein Prototyp aus Fliegerseide und Q2 mit seinen abgeschrägten Seiten leider eine Fehlkonstruktion aus Robic XL. Sowohl bei Q1 als auch bei Q2 sind die langen Seiten mit Gurtband verstärkt. Beide Hängematten werden von insgesamt vierzig Dyneema-Whoopies gehalten.

    Q3 hingegen hat kein Gurtband, sondern nur Schlaufen. Die vierzig Dyneema-Whoopies wurden ersetzt durch zwanzig Doppel-Schnüre.

    Hier die Maße:


    Die Schlaufen bestehen aus vierzig Stoff-Quadraten von 12x12 cm, die vierlagig gefaltet wurden:

    Die Schlaufen wurden im Abstand von 10,5 cm in folgenden Schritten mit der Hängematte vernäht:

    1. Schlaufen falten und bündig zwischen den beiden Stofflagen der Hängematte nähen (1. Naht)
    2. 3 cm vom Rand entfernt Schlaufen und Stofflagen fixieren
    3. Stofflagen auf rechts drehen und mit Haltenähten versehen

    Ich nutze mein 3x3m DD Ultralight Tarp, das ich in derselben Richtung wie die Ridgeline abspanne. Wenn ich etwas stärker schaukele, komme ich mit Kopf- und Fußende schon mal ans Tarp, was mich bislang aber nicht sonderlich gestört hat.

    Wenn ich Zeit und Lust habe, bastel ich mir vielleicht mal ein rechteckiges Tarp.

    Das Baumkind

    Evazote-Matten rutschen übrigens nicht. Oder nur ganz bißchen. Ich nutze in meinem Querlieger bei den aktuellen Temperaturen meine extrabreiten Evazote-Matten. Mein neuer Querlieger (Q3) hat ein Mattenfach, aber in meiner einlagigen TTTM hatte ich die Eva lange Zeit einfach reingelegt.

    Was den Liegekomfort in der Hammocktent angeht, kann ich mich Konrad nur anschließen: Auch ich habe Probe gelegen, bin aber mit meiner Eigenentwicklung sehr viel zufriedener. Die Abspannung in der von mir ausprobierten Gamma war leider eher Bananen-förmig im Gegensatz zu brettgerade bei meiner Q3.


    Das Baumkind

    Isolation ist ja ganz schön... Aber wenn man zu Fuß unterwegs ist, soll's natürlich leicht sein... Ich hab mal ein bißchen R-Werte, Gramm und R-Wert pro Kilogramm überschlagen und bin zum Schluß gekommen, dass der Doppeldecker aus isolierender Eva und bequemer Luftmatratze eigentlich unschlagbar ist (wenn da nicht das verbotene Packmaß einer Evazote-Platte wäre...).

    Das Baumkind

    [USER="173"]erik[/USER] Ich mache das Mattenfach bei meinem Querlieger Q3 so breit, dass ich sowohl eine extrabreite Evazote als auch eine Luftmatratze dort hinein bekomme. Damit die LuMa des Nachts nicht auf Wanderschaft geht, möchte ich an Kopf- und Fußende Befestigungsschlaufen machen, die die schmalere LuMa in der Mitte halten.

    Das Baumkind

    Ich wollte hier mal meine Erfahrungen vom letzten Wochenende zum Besten geben. Die Rahmenbedingungen:

    - Außentemperatur in der Nacht 0°C
    - Querlieger mit halb-offenem Tarp
    - Isomatte Exped UL (lt. Herstellerangabe bis -4°C)
    - Schlafsack Mountain Hardwear Lamina 0°F

    Der Schlafsack war kuschelwarm, aber von unten kam es kühl durch.

    Meine (unbestätigte) Vermutung: Eine Luftmatratze in der Hängematte wird unter dem Körpergewicht an einigen Stellen so sehr zusammengedrückt, dass die Isolationswirkung an diesen Stellen gegen Null geht. Dieser Effekt dürfte in der Luft deutlich stärker sein als am Boden, denn der Boden unterhalb der Isomatte kühlt ja nicht aus, solange man darauf liegt. Anders in der Luft: Weil die Luft unter der Hängematte ja nicht stehen bleibt, wird es dort kühler als am Boden.

    In der kälteren Jahreszeit werde ich wohl auch in meiner Hängematte auf einen "Doppeldecker" aus Evazote plus Luftmatratze zurückgreifen.

    Nur mal so nebenbei bemerkt.

    Das Baumkind

    Nächster Anlauf!

    Meine Q2 hat einen Konstruktionsfehler: Die Stirnseiten sind abgeschrägt. Ich hatte mir gedacht, damit ein wenig Stoff und Gewicht sparen zu können. Das Ende vom Lied ist aber, dass die Stirnseiten mir auf der Stirn liegen. Außerdem ist das Mattenfach knapp 70 cm breit, aber letztens habe ich mit meiner Exped Synmat UL hastenichgesehen bei ca. 0° gefroren wie ein Schneider.

    Also kommt nun Q3 mit folgenden Veränderungen:
    - rechteckiger Schnitt (ca. 200 x 130 cm, Unterseite ein kleines bißchen größer)
    - großes Mattenfach, damit ich wieder meine monströsen, aber sehr gut isolierenden Evazote-Platten bei Minusgraden dort reinschieben kann
    - Halteschlaufen für schmalere Matten (drei 77 cm lange Stoffstreifen, die z.B. eine Exped Synmat im großen Mattenfach gegen Verrutschen sichern)
    - kein Gurtband, sondern Schlaufen für die Schnürchen
    - anstelle von gespleissten Dyneema-Schnürchen Doppelschnüre
    - Wie Q2 wird auch Q3 Stirnflächen haben, die aber diesmal nicht noch künstlich abgeflacht werden sollen (ich mag es gerne etwas kuscheliger)

    Das Baumkind

    Ich halte ein solches Projekt für Wunschdenken. Es scheint sich hier um ein Hängezelt à la tentsile zu handeln. Oder um einen zur Hängematte umfunktionierten Zeltboden bzw. Zeltdach. Ich denke, dass Zeltboden, Zeltdach und Hängematte grundsätzlich verschiedene Materialanforderungen haben, so dass bei einer Kombifunktion mindestens eine Funktion auf der Strecke bleibt.

    Das Baumkind

    Sowas ist ärgerlich - aber bei Katzen und Kindern kann man nix machen...

    Man könnte das Tarp im Haus aufspannen (Dachboden oder so, wo Katzen normalerweise nicht sind).
    Irgendetwas unter das Tarp legen, was Katzen nicht mögen (Knoblauch soll helfen).
    Wache halten.
    Tarp etwas höher spannen.
    Nur eine Seite vom Tarp flach abspannen, Silfix drauf, andere Seite flach abspannen (da muß die Katze dann schon richtig hoch hüpfen - fraglich, ob sie das dann noch interessiert).

    Aber das Problem sollte sich ja erledigt haben, oder?:search:

    Das Baumkind

    Q3 ist in Planung...

    Die von mir in #40 beschriebene Grundform - nämlich die Gurtbänder etwas kürzer zu machen als die Grundfläche - ist suboptimal: Da ich's gerne kuschelig und abgeschlossen mag, habe ich erhöhte Kopf- und Fußteile angebracht. Aber durch die Schräge liegt das Kopfende quasi auf der Stirn (beim Fußende merkt man das nicht so). Die Trapezform der Seitenwände ist theoretisch ganz hübsch, aber man liegt ja nicht wie ein Brett drinne.

    Der Stoff ROBIC von RipstopbytheRoll gefällt mir, weil er recht wenig Reck hat, aber er könnte etwas atmungsaktiver sein.

    Da man aber in der Hängematte trotz der ungünstigen Konstruktion gut liegen kann, bleibt sie erst einmal in Benutzung.


    Das Baumkind

    [USER="153"]Waldläufer70[/USER] Ein Umdenken erfolgt ja auch bei uns. Beispiel Trekkingplätze in der Pfalz und so.

    Außerdem gibt es bei mir (im Kölner Raum :D ) ein recht großes Waldgebiet vor der Haustür. Ein Teil steht davon unter Naturschutz, der andere nicht - weil die Gemeinde den Waldteil bewirtschaften wollte und selbst für den Erhalt schützenswerter Arten sorgen wollte. Naturschutzgebiete entstehen nicht, weil es ein nationales Monitoring-System seltener Arten gibt, sondern sie werden beschlossen.

    In relativer Nähe haben wir ja die Eifel mit dem Nationalpark: Da ist das nochmals viel strenger mit dem Schutz als in einem einfachen Naturschutzgebiet.

    Die Pyrenäen sind nicht so stark frequentiert wie unsere Naturschutzgebiete. Und wenn ein Wanderer sich dort nieder lässt und drei Halme plättet, dann entsteht noch kein Schaden an der Natur. Aber bei uns im recht dicht besiedelten Deutschland ist immer das Problem, wenn es nicht explizit verboten ist, dann Horden von Nachahmern kommen und das ebenfalls wollen. So entstehen ganze heimliche Partyplätze, und weil ja (Naturschutzgebiet) noch nicht mal ein Mülleimer dort steht, wird einfach alles liegen gelassen.

    Außerdem fühle ich mich nicht wohl dabei, in Schutzgebieten jedweder Art einfach einzudringen. Es kommt mir manchmal ein bißchen vor wie ein Einbruch bei Familie Wildsau & Co., die vielleicht gerade ihr Mittagsschläfchen halten.


    Das Baumkind