benutzte, angeschädigte Spanngurte vom letzten Motorradtransport
Die sollten ja noch mal ganz andere Bruchlast haben eigentlich - oder meint beschädigt nur noch ein seidener Faden übrig? Ansonsten würde ich bei dauerhafter Montage draußen eher UV Schädigung vermuten, die man je nach Material und Expositionsdauer nicht vernachlässigen sollte.
An dyneema Gurten lässt sich schlicht nur noch wenig sparen.
Ich habe mich aus 2mm in Loops gespleiste dyneema Schnur als Gurte, die halten sich problemlos, aber nennenswert leichter ist es kaum.
Beim Baumgurt Teil habe ich zu einemb genähten Schlauch aus ripstop Nylon gegriffen. Das Original von myerstech war allerdings in der Tat zu schwach (war aber auch ein komischer Stoff) und hat mir ein paar Abstürze beschert.
Zugegeben auch mit ungünstigem Hängewinkel (noch ein Punkt, den es bei diesem Thema zu beachten gilt)
Aus -ich meine 60D ripstop halten die neuen nun schon eine ganze Weile.
Auch die hammocktent Gurte aus dyneema Schnur (siehe Marktplatz
) sind nicht mehr viel leichter.
Wo ich allerdings durchaus ab und an unfreiwillig ein race to the bottom in Sachen Sicherheitspuffer betreibe, sind die Aufhängepunkte. Wo nicht viel ist, ist nicht viel Puffer, also was tun?
Ehe ich freiwillig aufund mich zu Boden begebe, Versuche ich es halt mal.
Wenn es berechtigte Zweifel gibt, hänge ich entsprechend tief, den Boden sollte man sowieso mal grob checken - und ich habe halt auch eher niedriges Eigengewicht.
Aber ich hänge schon öfter an Bäumchen, die andere eher als Strauch bezeichnen, Ästchen - oder ganze Strauch-Ast-Büschel, Würzeln etc. etc. alles bisher problemlos.
In Hütten lässt sich aufgrund des steilen hängewinkels auch ganz formidabel an erstaunlich dünnen, kurzen Nägeln hängen. Ich biege sie so weit möglich nach oben, damit der Gurt möglichst dicht am Eintrittspunkt anliegt für minimalem Hebel, idealerweise Zugrichtung vom Kopf weg zur Nagelspitze, aber auch in die andere geht.
Gerade erst vorletzte Nacht wieder propagiert - Platz ist in der kleinsten Hütte.

Es gab tatsächlich einen Abflug nachts - allerdings nicht auf der Nagelseite, sondern der Türseite. Die Tür fiel nicht mehr ins Schloß, war also nicht durch die Klinke zu öffnen/schließen, und damit nur durch den Zug des Gurts mit (zugegeben sehr kleinen) Ast-toggle gehalten.
Ich erinnere mich noch, dass ich mich im Halbschlaf recht ruckartig gedreht habe, es folgten das quietschende Türöffnen und die Landung auf Hinterteil - und reflexartig - Ellbogen.
Etwas tiefer aufgehangen hatte bei Betonboden nicht geschadet, war jetzt kein angenehmes Erwachen, aber auch kein Drama. Der Schreck des Geräuschs einer sich öffnenden Tür mitten in der Nacht alleine in einer Gipfel-Nothütte auf 2000m war ehrlich gesagt größer.
Im Nachgang fand ich das ganze physikalisch allerdings durchaus interessant und aufschlussreich,
Allein die sekundenbruchteilhafte Entlastung der einen Seite durch die Drehung - obwohl ja weiterhin mit vollem Gewicht in der Matte hängend, hat gereicht, um ausreichend Zug von der Tür zu nehmen, um sie sich minimal öffnen zu lassen - und den toggle heraus springen zu lassen, bzw. sich in den minimalen Türspalt zu zwängen - und sich so durch den erneuten Zug weiter durch zu arbeiten und durch zu rutschen.
Nach dieser Erfahrung kann ich mir vorstellen, dass es bei Cross Hammock ggf. ein ähnliches Phänomen zugange war.
Thema
Gestern habe ich dank Jason von «Outdoor Adventures» eine für mich neue und sehr leichte Befestigungsmöglichkeit für Baumgurte am Baum aus AmSteel kennen gelernt, die – soweit ich das gesehen habe – hier im Forum noch nicht vorgestellt und diskutiert worden ist. Die Idee kann Karabiner oder Dutch Clips ersetzen, wenn man noch etwas leichter unterwegs sein möchte (siehe Video 1 von «Outdoor Adventures»).
Heute bin ich dem weiter nachgegangen und habe mich auf Jeff Myers' Kanal umgeschaut:
Die Idee…
Waldläufer70
23. Juli 2018 um 12:13
Den Rest der Nacht (ich habe mich wieder genauso aufgehangen), habe ich mich eher behutsam bewegt, was ich eigentlich bei fragwürdigen Konstruktionen eh tue.
Ein weiterer Punkt, der beim Sicherheitspuffer eine wichtige Rolle spielt, denn es macht in der Belastung einen ordentlichen Unterschied, ob ich ruhig in der Matte liege, oder förmlich drin rum hüpfe.
Und damit noch mal zum Ausgang.
Ich verstehe das Anliegen - wenn es um die Frage geht, wie weit man Gurte ggfm unterbieten kann.
Aber
sind doch nun wirklich voll und ganz innerhalb eines sehr ordentlichen Puffers.
Und auch eine selbst genähte Schlaufe halte ich (je nach Machart) für unproblematisch. Da würde ich mich eher damit auseinandersetzen, wie diese am besten zu vernähen ist, da gab es irgendwo - hier? auch mal Infos zu Belastbarkeit verschiedener Optionen.
Und für alles andere unterhalb von dyneema Gurten, zumal es sich gewichtstechnisch kaum lohnt - wie Du selbst sagst
sind meine Spots immer auch mal risikobehaftet. Safety first heißt also die Devise
Über einen Abgrund würde ich mich vermutlich nicht an 1mm dyneema oder irgendwelche Schnüre gänzlich unbekannter Bruchlast hängen, ganz einfach.
Und für alles andere nach Belieben und Schmerzgrenze - wobei Beachtung der genannten anderen Punkte, die einen Einfluss auf die Belastung haben - und Vorkehrungen für den Fall der Fälle da mindestens genauso wichtig sind als der alleinige Blick auf die Bruchlast, die ja bei ganz anderen Belastungswinkeln gilt.