Schwarzwaldine Ja, meine letzte Alpenüberquerung per Rad ist auch schon 32 Jahre her, da wurde es Zeit.
Beiträge von Cross Hammock
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Um nach dem Winter wieder in Schwung zu kommen, habe ich mich kurz entschlossen Anfang der Woche mit einem Kumpel von München aus über die Alpen in Richtung Gardasee aufgemacht. Dabei habe ich auch eine neue Rahmentasche mit zwei Fächern eingeweiht, die ich mir angefertigt habe, weil meine bisherige nur ein großes Fach enthielt, was der Übersicht beim Packen nicht immer zuträglich war.
Unten kam das Werkzeug rein, oben Verpflegung, Elektronikzeugs, Verbandszeug und ein paar Klamotten.
Da die Strecke großenteils über asphaltierte Straßen gehen würde, hatte ich mich im Vorfeld auch dazu entschlossen, die 40er Gravelreifen gegen 32er Rennradreifen einzutauschen, die ich auch wieder tubeless aufgezogen habe.
Die letzte Vorbereitungsbastelei bestand aus einer Tasche, in der ich das Rad verstauen kann, um alle Züge nutzen zu können. Das war schon bei der Anreise nach München nötig, denn der früheste (und schnellste) Zug nimmt keine undemontierten Räder mit.
Gegen 10:30 sammelte mich am Montag der Kumpel in München auf und nach dem Zusammenbau konnte die Radelei beginnen.
Nach ein paar Stunden zeigten sich bei Bad Tölz die Berge und es wurde anstrengend - vor allem wegen der vielen Motorradfahrer, die den Ostermontag für Ausfahrten um den Sylvensteinspeicher herum nutzten.
Leider gibt's auf der Strecke nur sporadisch Radwege, sodass man eine gewisse Leidensfähigkeit braucht. Man muss sich halt mit dem Ausblick auf den See entschädigen.
Ruhiger wurde es dann am Achensee, an dem ein von der Straße getrennter Radweg entlangläuft. Danach ging es über die steilste Strecke der gesamten Tour hinab ins Inntal, wo sich der Freund einen Gasthof suchte,
während ich mir in der Nähe einen Hängeplatz auserkor.
Da es trocken bleiben sollte, verzichtete ich auf ein Tarp, das aber griffbereit parat lag, falls es doch zu regnen beginnen würde. Aber ich hatte Glück und konnte mir den Auf- und Abbau sparen.
Am nächsten Morgen trafen wir beim Bäcker wieder zusammen und starteten gegen 8 Uhr den Anstieg zum Brenner. Hier mal das (leider viel zu) bepackte Rad: Hinten in der Arschrakete das Übernachtungssetup aus Schlafsack, Hängematte, Isomatte und Tarp, in der (ebenfalls neuen) Oberrohrtasche steckten Lebensmittel, Geld, Schloss, Lampenakku und vorn in der Rolle Klamotten, normale Schuhe, Thermounterwäsche und Regenzeug (die letzten beiden Sachen hätte ich mir sparen können). Im Hintergrund sieht man übrigens, dass nicht nur im Harz der Nadelwald stirbt, sondern auch in den Alpen.
Mittags waren wir bereits oben und konnten uns auf die lange Abfahrt freuen.
Zugleich beginnt oben auf dem Brenner auch die bis Rovereto führende Fahrradstrecke ohne nennenswerte Straßenberührung. In Brixen verabschiedete sich der Freund, der zurück nach München musste ...
... und ich genoss das erste italienische Eis.
Nicht ganz einfach gestaltete sich die zweite Schlafplatzsuche, weil das Eisacktal extrem dicht besiedelt ist, bzw. landwirtschaftlich genutzt wird. Direkt am Flussufer fand ich schließlich einen Spot; oberhalb von mir verlief der Radweg.
Aber nach dem Tagespensum habe ich mir über etwaige Passanten, die mein Schlafzimmer von oben begutachten könnten, nur noch wenige Gedanken gemacht.
Am nächsten - und letzten - Tag der Tour prägten über 120 km endlose Apfelplantagen
und unterhalb von Trient schließlich Weinanbaugebiete die Szenerie. Aber insgesamt waren das locker abgespulte Kilometer,
sodass ich zwei Tage, drei Stunden und 380 km, nachdem wir in München gestartet waren, schließlich den Gardasee erreichte.
Am Erholungstag, den ich in einer Pension verbrachte, hat mich dann allerdings das bisherige Wetterglück verlassen und es goß in Strömen.
Erst am Abreisetag kam wieder die Sonne raus. Aus dem Zugfenster auf der Rückfahrt konnte ich dann eine komplett veränderte Landschaft erblicken, denn in den Alpen hatte es nicht geregnet, sondern noch einmal ordentlich geschneit.
Mein Fazit: ein toller Start in den Frühling, der hoffentlich jetzt bald Einzug halten wird!
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Ich hatte ursprünglich auch die Orange Screw in Verwendung, auch als Abspannung für den Carbon Tree. Einem Kunden ist eine davon gebrochen und bei mir selbst ist ein Kind im Garten drüber gestolpert und die Schraube brach direkt unterhalb des Kopfes ab. Seitdem benutze ich sie weder noch biete ich sie weiterhin an. 30 cm Titanheringe wiegen nur 70 g und halten garantiert besser. Für ein Tarp allerdings mögen sie ausreichen.
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Wenn man auf den Link klickt, kann man lesen: "Dieser Artikel existiert nicht." (Müssen wir solche Internetphänomene hier bei uns duplizieren?)
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Ich möchte mich auch für den schönen Bericht und die wunderbaren Bilder bedanken! Was mich besonders beeindruckt: BoundryWaters kommt in der Cross Hammock mit einer normal langen Isomatte von 1,83 m aus (die allerdings 63 cm breit ist). Ich selber nutze ja eine 1,96 m lange Isomatte und empfehle das auch so auf der Webseite, aber es geht anscheinend auch mit einer kürzeren Isomatte. Voraussetzung ist dann aber natürlich, dass man unter 1,80 lang ist. Und die Isomatte sollte in jedem Fall 63 cm breit sein.
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fluchen weil der Hersteller die Schnittstellen vom Gummi nicht angeflammt hat,
Mea Culpa! Da habe ich inzwischen dazugelernt und schneide jetzt auch die Gummis mit Heißschneider.
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Ich bin heute auf PHP 8.2.2 gegangen und werde erst durch dieses Posting darauf gestoßen, dass da auch etwas hätte schief gehen können. Meine Seite scheint das Update aber verdaut zu haben.
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Du hast also doch die Langläufer genommen. Schnee war ja noch ganz ordentlich vorhanden. Aber vorerst war das wohl die letzte Gelegenheit. Schöne Tour, und danke fürs Teilen!
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Schade, ich habe ja einige Zeit in Braunschweig gelebt und wäre gerne auch mal wieder im Harz unterwegs gewesen. Zumal der Spot vom letzten Treffen von den Bildern her einen super Eindruck macht. Aber so klappt das leider nicht. Na ja, dann vielleicht ein anderes Mal.
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Normale Underquilts (Wookie & Co) passen aufgrund ihrer Form nicht ohne weiteres unter die Cross Hammock. Ich habe aber verschiedentlich ausprobiert, die Cross Hammock selbst zu isolieren, z.B. mit Wolle oder auch mit Daune. Die Isolation selbst funktioniert in beiden Fällen sehr gut. Was aber nicht so gut klappt, ist das Übernachten darin (jedenfalls bislang bei mir - hangloose sieht das anders und könnte ja mal probieren, ob er es eine Nacht darin aushält).
Der Grund dafür ist darin zu suchen, dass die Isomatte nicht nur eine wärmedämmende Funktion hat, sondern die Cross Hammock außerdem ausspreizt. Nach einigen Stunden - die ich schon oft in einem isolierten Modell verbracht habe - empfinde ich den Stoffdruck an Kopf und Füßen unangenehm, und wenn ich mich auf die Seite drehe, hängen die Füße runter. Aus diesen Gründen habe ich das Projekt dieses Fadens nicht weiter verfolgt. Als Chill-Matte nutze ich die isolierten Cross Hammocks aber fast täglich.
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Danke an alle für die netten Kommentare! S. Auerteig Für mich war die Entdeckung, dass es Zeltöfen gibt, ein Gamechanger. Trotz des Aufwandes hat man am Ende einen Raum, der einem auch in tiefstem Winter mollige Wärme spendet. Ich zweifle sehr, dass es schneller ginge, ein richtiges Lagerfeuer zu entfachen (für das man einfach noch viel mehr Holz vom Eis befreien müsste), ganz zu schweigen davon, dass ein Feuer einem gegen die Kälte kaum nützt. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Schnee schmelzen geht am Feuer auch nicht schneller als mit der Brennkammer des Ofens. Wenn ich dann noch an die angekokelten Stellen auf dem Waldboden denke, ist die Bilanz eines Zeltofens in so ziemlich jeder Hinsicht besser.
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barfuß Wenn es erst einmal soweit ist, dass ich in den Schlafsack rutsche, kann eigentlich nichts mehr passieren, denn der ist sehr warm. Aber beim Aufbau von Zelt und Ofen habe ich schon mit der Kälte gehadert, besonders als die Dunkelheit hereinbrach und ich nicht sicher war, ob ich das Feuer ankriege.
hangloose Die Loipen sind dort oftmals in keiner exquisiten Verfassung sodass man von daher weniger zu befürchten hat. Ich musste bei bei Omorotschka s Anmerkung aber daran denken, dass ich auf einer Wintertour im Harz, die ich vor Jahren mit Toboggan unternommen habe, immer wieder auf die Leiche angesprochen wurde, die ich da hinter mir herziehe.
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Levi und hangloose haben das schon richtig beantwortet. Vielleicht kann ich noch ergänzen, dass ich mittlerweile nur noch je eine Schnur nach links und rechts benutze, wie auf den Bildern 2 und 3. Das macht die Abspannung noch etwas einfacher. Da der Tensa etwas längere Stangen hat (2,65?m) als der Carbon Tree (2,50) würde ich den Abstand der Bodenberührungspunkte (bei mir 1,50 m) etwas vergrößern, damit der V-Winkel nach oben nicht zu stumpf wird.
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Omorotschka Die Verbindung von Berlin ins Erzgebirge ist ganz gut. Man ist in vier Stunden an der Loipe. Hier ist ein Plan fürs Loipennetz: https://www.wintersport-im-erzgebirge.de/wp-content/upl…n_Altenberg.pdf
Pulka wäre schon möglich, wenn man die komischen Blicke erträgt, denn man ist in der Gegend nicht allein unterwegs. Ich würde das nächste Mal wieder mit Rucksack losziehen, aber etliche Sachen weglassen: Klappstuhl, Schneeheringe, Wasserflasche (Thermoskanne reicht). Weil meine Langlaufschuhe sehr unbequem sind, habe ich noch ein zweites Paar Schuhe mitgehabt, aber darauf würde ich nicht verzichten. Es bleibt eine gewisse Plackerei.
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Inspiriert vom Wetterbericht, der noch mal knackige Minusgrade in Aussicht stellte, bin ich spontan am letzten Wochenende auf Langlaufskiern durchs Osterzgebirge getourt. Los ging es am Loipeneinstieg in Bärenfels.
In der letzten Woche gab es dort jeden Tag viel Nebel, der auf allen Zweigen festgefroren war und so für eine einmalige Winterstimmung sorgte.
Auch die Ausblicke vom Erzgebirgskamm in die Landschaft waren ziemlich spektakulär.
Vorbei ging es an Schellerhau ...
... bis in die Nähe eines Gipfels mit dem interessanten Namen Pöbelknochen.
Dort habe ich mir im Hochwald einen geeigneten Platz gesucht - und dann erst einmal viel zu viel Zeit in der Hängematte verbracht, bis es anfing zu dämmern.
Als ich Holz gesammelt und Tarp und Zelt aufgebaut hatte, war es dann komplett dunkel geworden. Die Rauchwolke überm Tarp kommt schon aus dem Ofen.
Den aufzubauen war aber kein reiner Spaß, weil man dazu die Handschuhe ausziehen muss und bei -7 Grad die Finger sofort klamm werden.
So schön es ist, wenn der Ofen einmal brennt, aber der Weg bis dahin ist im Winter echt strapaziös. Jedes Stück Holz muss erst gesägt und anschließend mit dem Messer von Eis und nasser Rinde befreit werden. Angezündet habe ich es, indem ich den Gaskartuschenkocher als Flammenwerfer benutzt habe. Wenn der Ofen einmal brennt, kann man etwas aufatmen, aber es kostet jedesmal neue Überwindung, wieder raus in die Kälte zu gehen und neues Holz zu sammeln, das dann wieder mühsam geschält und getrocknet werden muss. Auf jeden Fall wird einem nicht langweilig und ehe man sich versieht, ist es kurz vor Mitternacht. Geschlafen habe ich dann aber umso besser.
Am nächsten Morgen wachte ich im Winterwunderland auf und war recht froh, das Tarp aufgespannt zu haben, denn es kam über Nacht ziemlich viel Eis von den Bäumen runter. Das habe ich aber hier schon abgeschüttelt - ein großer Vorteil von DCF, an dem Eis und Schnee kaum anhaften. Man sieht, dass das Zelt ziemlich schief aufgebaut ist, aber der Funktion tat das keinen Abbruch. Bis der Ofen erneut angeheizt, Schnee geschmolzen, gefrühstückt und dann alles eingepackt war, verging abermals viel Zeit.
Am zweiten Tag habe ich dann Freunde getroffen und mit denen ein paar Loipenrunden bei Schellerhau gedreht. Im Nachmittag ging es dann über den Kahleberg hinunter nach Altenberg, wo ich noch einen Blick auf den "zivilisierten" Wintertourismus werfen konnte.
Hier noch der Blick zurück vom Bahnhof Altenberg.
Abends ging es mit Bus und Zug nach Hause. Fazit: ein tolles Wintererlebnis an Orten, die ich seit Jahrzehnten nicht mehr besucht habe!
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Das Inseltreffen findet vom 8.-11. Juni statt (der Anhaltspunkt ist - auch in Zukunft - Frohnleichnam). Den Termin haben wir deshalb ausgesucht, damit aus Süddeutschland Anreisende einen Feiertag mit drin haben.
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Das Inseltreffen findet seit letztem Jahr immer am Wochenende nach Frohnleichnam statt, das heißt in diesem Jahr vom 8.-11. Juni.
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Vorhanden ist das 365 x 298 Silnylon Tarp der Onewind-Matte und ein 300 x 300 Unigear-Tarp.
Mit dem ersteren Tarp solltest du auch ein Dach für die Cross Hammock hinbekommen (falls die 365er Seite in der Mitte einen Abspannpunkt besitzt). Allerdings sind die 298 (oder 300) cm Ridgeline nicht ganz so einfach zu adaptieren, weil die Ridgeline der CH nur 180 cm lang ist. Du solltest also einen Mindest-Baumabstand von 4 m haben und musst dann eventuell damit leben, dass das Tarp recht hoch über der Hängematte hängt. Ich spanne das Tarp übrigens immer an der Daisy Chain der CH ab und zwar eine Schlaufe oberhalb der Evo Loops oder Karabiner, die die Hängematte halten.
Das zweite Tarp könnte etwas zu kurz sein, sollte aber auch reichen, solange kein Sturzregen niedergeht.
Wie mache ich vernünftige Ösen/Löcher/Laschen an das OneWind-Tarp?
Mit einer untergelegten Verstärkung aus Ripstop-Nylon sollte das für jemanden, der eine Nähmaschine besitzt, machbar sein. Aber ich würde auf jeden Fall Schlaufen anbringen, keine Ösen, die sich zwar einfacher anbringen lassen (und nur das ist der Grund, weshalb Baumarktplanen Ösen haben), aber wesentlich weniger Zug aufnehmen können. Hier habe ich vor ein paar Jahren schon mal beschrieben, wie ich die Tie Outs mache.
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Continuous Loops, 4mm
Softschäkel, 4mmDie fertige ich aus Amsteel 7/64, also knapp unter 3 mm.