Beiträge von Waldläufer70

    Schöne Idee, das mal zusammenzustellen. Leider kann ich nur zwei deiner Bilder sehen (ganz unten an deinem Beitrag.

    Am besten nutzt du den Reiter «Dateianhänge» unten im Fenster, lädst alle Fotos hoch (max. 10 pro Beitrag), positionierst den Cursor, wo eines hingehört und wählst dann, wie du es eingebunden haben möchtest.

    Ausprobiert habe ich letzte Nacht die bisher nicht erwähnten Evo-Loops mit dem Überhandknoten à la »Improved Soft Shackle«. Dieser Loop ist 25cm lang, gefertig aus 110cm Amsteel 1/8". Für den «Dogbone» habe ich auf beiden Seiten 12cm und 15,5cm abgemessen und dann die Enden 2,5cm ausgedünnt:

    Der Nachteil dieser etwas mehr Material verschlingenden Version ist, dass die beiden Evo-Loops ziemlich genau gleich viel wiegen

    wie ein Paar Dutch Clips (auf dem Tisch liegend). :huh:

    Hat jedenfalls beim Praxistest letzte Nacht gut funktioniert!

    Ich habe mich in der Nacht von gestern auf heute wieder einmal in den Wald gewagt. Statt –5°C wie in der Nacht zuvor waren nur –1°C angekündigt. So wollte ich es wieder einmal wagen.

    Ich entschied mich für meine Brücken-Hängematte 2.0, nahm zusätzlich zum Unter- und Topquilt (20°F) meine 7mm dicke Eva, eine schottische Wolldecke, die ich um die Matte schlug, und eine Therm-a-Rest Prolite (120cm) mit. Zusätzlich habe ich noch eine Thermoskanne mit Tee eingepackt, die ich mir bei Bedarf zwischen die Beine legen konnte.

    Zu Beginn habe ich auf die Flasche und die Prolite verzichtet, doch es wurde zunehmend frischer von unten, so dass ich zuerst die Kanne und in den frühen Morgenstunden noch die Prolite mit in die Hängematte nahm. Da die Matten nur gut 50cm breit sind, blieb ich mehrheitlich auf dem Rücken liegen. Gegen den Morgen lag ich aber dann auch auf der Seite, der Körper noch auf der Matte, das Knie eine Spur daneben. Da muss ich dann wunderbar geschlafen haben.

    Zuerst hing das Kopfende etwas zu hoch, so dass ich eher nach «unten» gerutscht bin. Bei einem Pipi-Ausflug habe ich dann das Kopfende etwas verlängert und das Fussende etwas höher gezogen. Das war dann schon fast wieder zu viel... 8o

    Lustig war, dass ich einmal geträumt habe, dass ich mir die Mütze aufsetze. Das habe ich dann gemacht, nachdem ich aufgewacht war. Später habe ich geträumt, dass ich zusätzlich die Prolite unter mich schob, weil mir kalt war. Auch das habe ich dann beim nächsten Aufwachen gemacht. Dann war die Isolation nach unten genau richtig. ;)

    Kürzlich habe ich bei Dutch so genannte »Toggles (Large)« und »Closing Bones« mitbestellt. Die »Toggles« sind deutlich leichter, wobei beide Produkte eher Leichtgewichte sind. Beide Produkte sind mit einem Schlitz für ein 1/2"-Band (1,27cm) versehen.

    Die Toggles habe ich nun genutzt, um eine sichere Verbindung zwischen Firstleine und Gepäckablage zu schaffen. Die Verbindung hält sicher, kann aber bei Bedarf doch ganz leicht ausgehängt werden. Dass das Paracord Typ 1 im Schlitz ein wenig hin und her rutschen kann, stört mich nicht:


    Ich komme gerade von einer Übernachtung in meiner Brücken-Hängematte 2.0 zurück. Schlafen auf der Seite funktioniert sehr gut, aber ich habe mich einfach zum Rand hin gedreht und dabei die Beine kaum angewinkelt.

    Gerade kommt mir noch in den Sinn:

    Sowohl DutchWare als auch »Ripstop by the Roll« verkaufen einen Brücken-Hängematten-Bausatz. Als Anleitung verweisen beide auf das zweiteilige Video von »Bic«. Ganz falsch kann diese Hängematte also nicht sein:

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    Ich hatte noch etwas 1/8"-Amsteel (3mm) in Orange übrig und habe daraus noch ein Paar Evo-Loops gespleisst: 85cm Amsteel mit 19cm für den Knoten (von den beiden Enden gemessen) ergibt Evo-Loops, die etwa 22.5cm lang sind (ohne den Knoten gemessen). Ausgedünnt habe ich 2,5cm. Praxis-Test erfolgt bald...

    Die Idee: Die grösseren Knoten und die leuchtende Farbe sollen insbesondere im Winter (mit Handschuhen) besser zu bedienen sein.

    Ich hatte weiter oben vorgeschlagen, einen Grillspiess zu Hilfe zu nehmen und den als Platzhalter zu nutzen, um den der Knopf-Knoten aufgebaut wird. Heute habe ich das mit zwei Spleissnadeln ausprobiert (die grössere im Bild). Das funktioniert meiner Meinung nach noch deutlich besser. Man kann die beiden Nadeln gleich nach dem ersten Arbeitsschritt in den Knoten stecken und diesen dann um dieses Doppelpack aufbauen und schon ziemlich stark festziehen. Eine Nadel wird links, die andere rechts vom Schaft (spätere Schlaufe) positioniert. Wenn man dann ganz zum Schluss die Enden mit den bereits korrekt positionierten Nadeln nach unten zieht, ist der Knoten schon erstaunlich gut festgezogen und man kommt deshalb viel leichter ans Ziel. Ich fand auch, dass sich die Enden mit dem 1/8"-Amsteel fast besser einspleissen lassen als mit dem 7/64"-Amsteel; das kann aber auch an den gewählten Maßen liegen.

    Hier ein paar Bilder:

    1) Die beiden Nadeln werden gleich nach dem ersten Schritt beidseits vom Schaft (spätere Schlaufe) positioniert:

    Nun werden die losen Enden nach Anleitung weiter in den entstehenden Knoten eingearbeitet. Ich habe dazu eine dritte Spleissnadel verwendet, es wäre aber auch mit einem gebogenen Draht gegangen:

    Die beiden Nadeln werden nun schön parallel ausgerichtet (siehe Bild oben), dann können die ausgedünnten losen Enden wunderbar gegenläufig aus den beiden gegebenen Richtungen in die Nadeln eingefädelt werden:

    Wenn man die Enden so einfädelt wie oben gezeigt und dann nacheinander nach unten zieht, hat man sofort den fast fertigen Knopf-Knoten (Button-Knot, Schweizerdeutsch: Chnopf-Chnopf) vor sich...

    ... und nachdem man ihn wie weiter oben gezeigt immer weiter festgezogen und schliesslich die losen Enden in die Schenkel eingespleisst hat, kann man den Evo-Loop bald in all seiner Pracht bewundern:

    Auch für Physiker und überhaupt Menschen, die sich allgemein für Zusammenhänge interessieren.

    Das pythagoreische Komma erklärt jedenfalls, weshalb ein Klavier, bei dem alle Tonarten gleich rein klingen, mit zu kleinen Quinten auskommen muss. Mit anderen Worten: Bei einem modernen Klavier klingt eigentlich alles ein wenig "falsch", d.h. nicht rein.

    Das pythagoreische Komma: (3/2)^12 (zwölf Quinten aufwärts) / (2/1)^7 (sieben Oktaven abwärts) = 1.013643 statt 1.000000

    Die Verhältnisse der Grundintervalle sind da unproblematischer:

    2:1 = Oktave

    3:2 = Quinte

    4:3 = Quarte

    5:4 = grosse Terz

    6:5 = kleine Terz

    Danach wird es komplexer... ;)

    Es sind diese Dinge, warum ich die verrückte Liegebande so mag :) man fühlt sich nicht so einsam wenn man über die Stimmung der Interalle von Abspannleinen nachsinnt.

    Mir gefällt an diesem Gedanken auch, dass ich zwei Hobbys miteinander verbinden kann. Zudem: Warum soll ich ein präzises Hightech-Messgerät nicht nutzen, wenn ich es schon kostenlos im Körper eingebaut habe.

    PS: Schön, dass auch ich nicht der einzige bin, der Freude daran hat, verschiedene Felder in Verbindung zu bringen. :) Pythagoras wusste darüber ja schon vor über 2'500 Jahren Bescheid.

    Auch wenn sich eine Brücken-Hängematte kippeliger anfühlt als eine gewöhnliche Gathered-End-Hängematte, so sehe ich es gleich wie Hammock Fairy: Man kann eigentlich nicht aus der Hängematte fallen. Ich kann mich ganz an den Rand drehen und schlafe manchmal auch dort ein. Wenn man sich mal ans Liegegefühl gewöhnt hat, ist sie nur noch kippelig, wenn man sich in ihr aufsetzt. Aber selbst da kann man mit etwas Gewöhnung das Gleichgewicht halten, ohne irgendwohin zu kippen.

    Übrigens noch eine interessante Beobachtung: Wenn ich mich ganz an den Rand der Hängematte drehe und dann dort liege, so klingt zwischen den beiden Seilen des Aufhänge-Dreiecks (statt einer Prime wie beim Liegen in der Mitte) etwa eine kleine Terz. Die hat in der reinen Stimmung ein Frequenzverhältnis von 5 : 6. Für die Zugkräfte, die auf eine Saite wirken, muss man dieses Verhältnis quadrieren, bekommt also eine Kräfteverteilung im Dreieck von 5² : 6², also 25 : 36. Für die Belastung der Hängematte ist es also völlig unproblematisch, wenn man am Rand liegt. Selbst wenn man von einer grossen Terz (4 : 5) ausgeht, ist das Liegen am Rand nicht wirklich ein Problem: 16 : 25 ist auch kein Weltuntergang.

    Ja, stimmt, wir beide haben eine ähnliche Figur, wenn man sich meinen Winterspeck um die Hüften wegdenkt. ;)

    Auch ich friere eher schnell. Ich überlege aktuell gerade, mir für meine Brücken-Hängematten einen Unterquilt zu nähen. Ich habe seit ein paar Jahren 4.3m Climashield HL rumliegen (0,022 CLO / (g/m²). Das isoliert nur wenig schlechter als Apex (0,024 CLO / (g/m²). Dann werde auch ich einen Erfahrungswert beisteuern können.

    2012 dachte ich noch: Wer im Winter draussen campiert, ist doch echt ein Spinner. Inzwischen kann ich den Reiz verstehen. Und wer weiss, vielleicht lande ich auch mal dort, wo ich im Winter rausgehe und ein paar Tage draussen unterwegs bin. Bis etwa –2°C habe ich mich bereits vorgetastet. Vielleicht schaffe ich es mal bis –10°C...

    Das mit dem Probeliegen würde ich von meiner Seite her gerne relativieren. Natürlich ist es schön, wenn man das eine oder andere Modell vor dem Kauf oder dem Eigenbau mal ausprobieren kann. Aber:

    Ich hatte selber keine Gelegenheit, in einer Brücken-Hängematte (oder überhaupt in einer Hängematte) Probe zu liegen. Also habe ich mich dazu entschlossen, mir eine zu nähen. Ich habe das keinen Augenblick lang bereut. Ich nähe aber auch recht gerne und mag es gerne, mich in Dinge hineinzudenken und dann die Sache einfach auszuprobieren. Deshalb habe ich dir auch so umfangreich geantwortet: um dir möglichst viel Information an die Hand zu geben und dich zu einem Versuch zu ermutigen.

    Wenn dich Geld und Zeit nicht reuen, würde ich es einfach ausprobieren. Ich finde es immer schade, wenn man ein Projekt, für das man Feuer und Flamme ist, nicht umsetzt. Du solltest aber damit leben können, dass es unter Umständen nicht auf Anhieb so klappt, wie du gehofft hast. Bei mir zumindest klappen aber diesbezüglich die meisten Sachen auf Anhieb recht gut.

    Und nun noch kurz meine Einschätzung zu deiner Frage: Es gibt Leute, die mit der Hängematte auf Dauer nicht zurecht gekommen sind. Aber das ist ja nichts Schlimmes. Welcher Weg geht schon immer nur geradeaus? Genauso wenig wie der umgekehrte Fall etwas Schlimmes wäre. Nur selten aber hat jemand auf Anhieb das passende Zelt oder die passende Hängematte gefunden. Das wäre schon fast ein Glückstreffer.

    Wie ich draussen unterwegs bin:

    • Wenn ich in den Bergen über der Baumgrenze oder in eher windigen Gebieten unterwegs bin, liebe ich mein Zelt.
    • Wenn ich in Gebieten mit vielen Bäumen (Wald) unterwegs bin, liebe ich meine Hängematten. Und da wechsle ich nach wie vor gerne ab. Vielleicht finde ich ja mal noch meine "ultimative Hängematte"... ;)

    Danke, Cross Hammock, für deine Einschätzung. Würdest du dich also eher als kalten Schläfer (friert eher leicht) einschätzen? – Die Temperaturen sollen ja die jeweilige Komforttemperatur zum Ausdruck bringen (siehe Titel).

    • Komfort-Temperatur: angenehme, wohlige Wärme, kein Frösteln
    • Limit-Temperatur (Grenz-Temperatur): nicht mehr ganz wohlige Wärme, eventuell ein leichtes Frösteln
    • Extrem-Temperatur: frieren, aber nicht erfrieren

    Zumindest würde ich die Komforttemperatur in diesem Faden so definieren.

    Das finde ich auch gut, wenn du – nach Möglichkeit – mal in einer Brücken-Hängematte probeliegst.

    Meine beiden Modelle sind selbst in der Mitte breit genug, dass ich (184cm) die Knie anziehen kann, ohne dass sie auf den Rand zu liegen kommen. Allerdings funktioniert das bei der Version 2.0 (in der Mitte 85cm breit) schlechter, auch weil dort der Stoff elastischer ist und ich neben dem Gurtband sofort gut bemerkbar in den Stoff einsinke. Bei der Version 1.0 ist die schmalste Stelle etwa 100cm breit und der Stoff im Vergleich sehr fest. Da funktioniert das Liegen auf der Seite eher besser.

    Die handelsüblichen Brückenhängematten wie Koma und Rigerunner sind – wenn ich das richtig mitbekommen habe – in der Mitte nur um die 70cm breit. Da würde es für die rund 60cm von meinem Gesäss bis zum Knie schon sehr eng.

    Ich selber liege in der Brücke meistens auf dem Rücken oder in leichter Seitenlage, manchmal rolle ich mich aber auch praktisch gestreckt ganz an den Rand. Die Beine ziehe ich in Seitenlage nicht immer (oder sogar eher selten?) an.

    Ja, beim Tarpnähen habe ich den Freiarm zu schätzen gelernt! Einfach nicht vom Boden oder vom Schoss hochziehen, das klappt meiner Erfahrung nach nur ganz schlecht und bringt dich zum Verzweifeln. Entlaste den Stoff, führe ihn so, dass er faltenfrei ausgebreitet ist und lass die Nähmaschine den Transport machen. Der Vorteil des eingearbeiteten Bands ist, dass du optisch einen Anhaltspunkt fürs Auge hast. Zudem klappt das Falten dann besser. Etwas Vorbügeln kann dann auch noch helfen (aber Achtung: nicht zu heiss einstellen!). Vielleicht probierst du mal eine 30cm lange Naht aus Stoffresten als Vorübung.

    Tolles Projekt! :)

    Ich bin 170 cm groß, wiege häufig ;) um die 65 kg, schlafe gerne auf der Seite und stelle mir aus Bequemlichkeitsgründen vor eine Isomatte mit in meine Hängematte zu nehmen.

    Ich weiss, dass viele eine aufblasbare Isomatte von Therm-a-Rest oder Exped in ihrer Brückenhängematte nutzen. Ich habe das in meiner einlagigen Matte auch schon probiert. Davon würde ich aber abraten. Die Matte rutscht beim Einsteigen erst mal rum. Dann wird sie recht ungünstig belastet. Meine Exped-Matte hat davon Schaden davongetragen. Was hingegen sehr gut funktioniert (abgesehen vom Herumrutschen beim Einsteigen) sind geschlossenporige Schaumstoffmatten oder auch die bekannten selbstaufblasenden von Therm-a-Rest und anderen Herstellern.

    Da ich sowieso immer mit Wanderstöcken unterwegs bin würde ich diese auch als Spreizstäbe verwenden.

    Wenn du sie irgendwie verstärkst, so dass sie nicht zusammengeschoben werden können, sollte das funktionieren. Ich hatte bisher nicht den Mut dazu respektive wollte bisher kein zusätzliches Material mitschleppen. Da kommt nämlich einiges an Belastung zusammen, die auf die Spreizen wirkt.

    Nun schwirrt hier immer die Vorlage von Dendronaut im Forum umher, leider ist diese scheinbar nicht mehr verfügbar (oder stehe ich komplett auf dem Schlauch? :/ ) und ich habe mich dazu entschieden zunächst dieses Schnittmuster von Waldläufer70 als Vorlage zu benutzen. Da ich die geringste Länge der Wanderstöcke verwende wird die Matte am Kopf- und Fußende gleich breit sein. Einlagig.

    Ich finde sie auch nicht mehr. Die drei Bilder (siehe unten) stammen aber, wenn ich mich richtig erinnere, von dieser Website.

    Mein Schnittmuster unterscheidet sich von seinem dadurch, dass der Stoff an beiden Enden gleich breit ist. Ich nutze aber am Kopfende einen breiteren und dickeren Stab (110cm) als am Fussende (92cm), so dass ich ein der Koma vergleichbares Liegegefühl erreiche. Zumindest war das mein Ziel, leider hatte ich noch nie die Gelegenheit, in einer Koma zu liegen. Ich bin mit dem Komfort meiner Hängematte jedenfalls recht zufrieden.

    Ich weiss nicht, ob ich dich richtig verstehe: Du willst die Stöcke ganz zusammengeschoben nutzen? Wie lang sind die denn dann noch? Der Punkt ist: Wenn du gerne auf der Seite schlafen möchtest, dann sollte deine Brückenhängematte so breit werden, dass du bei angezogenen Knien nicht aufs seitliche Band zu liegen kommst. Mich persönlich stört das sicher weniger als andere, einige mögen das aber gar nicht.

    Was an der Koma und auch der Ridgerunner besonders ist, ist der Umstand, dass das Kopfende flacher aufgespannt ist als das Fussende. Die Füsse liegen somit etwas tiefer in Bezug zum Spreizstab, Kopf und Schultern kommen etwas höher zu liegen, was den Schultern viel Raum gibt. Das finde ich persönlich sehr angenehm, weshalb ich bei meiner zweiten Brückenhängematte nichts daran geändert habe.

    Du müsstest dich also fürs Kopf- und Fussende für ein Längenverhältnis zwischen Stablänge und Stoffbreite entscheiden. Bei mir sind es:

    • Kopfende: 110cm / 126cm (0,873)
    • Fussende: 92cm / 126cm (0,730)

    Du brauchst dieses Verhältnis nicht exakt zu übernehmen. Vielleicht kann dir auch jemand mitteilen, wie das Verhältnis bei der Koma ( Mittagsfrost) oder der Ridgerunner ( Hammock Goofy) in etwa aussieht.

    Meine Fragen:

    1. Wie sinnvoll ist es die Maße an meine kürzere Körpergröße anzupassen? Und wie gehe ich da vor? Wie rechne ich die Maße um?

    2. Welchen Effekt hätte ich wenn ich die Breite auf ca. 110 cm und die Länge auf weniger als 200cm verkürzen würde? Stabilität bzw. "Umkippschutz"?

    3. Kann mir jemand das 1. und 3. Bild von hier erklären? Ich denke, das 3. wird mir zum umrechnen der Maße dienen...

    1. Das ist sicher sinnvoll: Ich bin 184cm gross und habe meine zweite Brückenhängematte auf 210cm verkürzt. Die Breite ist gleich geblieben. Die Tiefe der Kettenlinie habe ich von 15cm auf 21cm erhöht. Mir scheint, dass der benötigte Hängewinkel etwas günstiger geworden ist. Statt einem Hängewinkel von ca. 23° komme ich nun mit einem steileren Hängewinkel aus, der die Belastungen ganz allgemein verringert. Das Umrechnen ist einfach. Wenn du dich an meine erste Brücke halten möchtest und sie nur 200cm lang machen möchtest statt 220cm, dann nimmst du den Faktor 0,91 (200/220, Vergleich verschiedener Hängemattenlängen) und multiplizierst alles mit diesem Faktor: Stoffbreite, Länge der Spreizen und Tiefe der Kurve. Dann kommt das ungefähr hin. Ich komme aber auch mit 210cm gut klar. Du könntest also auch mit dem Faktor 0,924 arbeiten (170cm/184cm, Vergleich unserer Körpergrössen) und alles – Länge, Breite, Tiefe der Kettenlinie und Spreizen mit diesem Faktor umrechnen.
    2. Die Frage wäre, wie lang deine Spreizen sind. Wenn die Längenverhältnisse gleich bleiben (Kettenlinie, Spreizen und jeweils ein gleichseitiges Dreieck für das Aufhänge-Dreieck (1. Bild bei deiner Frage unten)) und du deshalb einen vergleichbaren Hängewinkel hättest, würde das keine Rolle spielen. Ich gehe davon aus, dass du auch einen entsprechend kürzeren Rücken hast als ich, was aber nur beim Sitzen eine Rolle spielt (Kippverhalten). Wenn du die seitliche Kettenlinie trotz der Verkürzung bei 15cm belässt oder sogar etwas erhöhst, erreichst du einen etwas steileren Hängewinkel bei ähnlichem Liegegefühl; dann würdest du den Schwerpunkt im Verhältnis zu meiner ersten Brückenhängematte noch etwas tiefer bekommen, was sich durchaus empfehlen könnte. Je steiler der Hängewinkel, desto "kippsicherer" wird deine Hängematte. Brückenhängematten werden aber in der Regel flacher als 30° aufgehängt (oft zwischen 20° und 25°, aber auch 30° kann man mal ausprobieren).
    3. Das 1. Bild stellt das Aufhängedreieck dar: Ich empfehle dir, die beiden Leinen mindestens gleich lang zu machen, wie der Stab breit ist (gleichseitiges Dreieck). Wenn du die Leinen noch länger machst, reduziert das die Belastung der Spreizen (sehr gut!) und du wirst "kippsicherer" (sehr gut!), aber der Mindestabstand der Bäume wird grösser. Meine beiden Brückenhängematten benötigen einen Baumabstand von über 4 Meter. Die Koma und Ridgerunner sind wohl etwas kürzer(?). – Das dritte Bild verstehe ich wie folgt: Unten hast du die Tiefe der Kurve, die du in die Seiten der Hängematte schneiden musst. Die Masse am linken Rand sind die Abstände der Kurvenpunkte. Die Hängematte soll also 214cm lang werden (2*107cm) und die Kurve 15cm tief. - Du kannst auch ein paar A4-Blätter zusammenkleben, diese horizontal aufhängen und einen Faden mit dem gewünschten Durchhang spannen (z.B. 15cm Durchhang). Dann markierst du etwa alle 10cm, wie weit vom oberen Rand der Faden weg ist, verbindest die Punkte mit dem Lineal und schon hast du eine Vorlage für deine Kurve. Dann den Hängemattenkörper der Länge nach falten, Schnittmuster drauf legen und Kurve anzeichnen / schneiden. Theoretisch könntest du auch zuerst das Kopf- aufs Fussende falten und dann noch einmal der Länge nach; dann kommst du mit dem halben Schnitt wie im Bild aus. Dann musst du aber sehr genau falten und auch sehr sauber schneiden. Und die Kurve müsste natürlich symmetrisch sein.

    Ripstop-Nylon, 36g/qm, 3m , ich denke als günstiger Einstieg, um mich mit der Materie vertraut zu machen sollte das reichen.

    Daraus haben schon Leute ihre Brücken-Hängematte gemacht. Mir persönlich wäre der eher suspekt. Ich habe von diesem Stoff zuhause und er ist sehr lose gewebt und schon sehr leicht. – Dank dem 15mm-Gurtband wirst du zwar in Längsrichtung kein Problem bekommen (vermute ich), aber die seitliche Belastung auf den Stoff ist bei einer Brückenhängematte grösser als die Längsbelastung. Aber wie du schreibst: Es wäre ein günstiger Einstieg. - Wenn du sicher gehen möchtest, dass die Hängematte lange hält, könntest du alternativ das Hammock Nylon von Extremtextil verwenden. Das wäre dann allerdings weniger elastisch. Ich kann nicht sagen, was für dich vom Liegegefühl angenehmer ist.

    Viele Grüsse vom Waldläufer

    Hier der fertig aufgebaute Tarp-Pole-Mod. Die Abspannungen der Türen sind an den gegenüberliegenden Heringen der seitlichen Pull-Outs befestigt.


    Großaufnahme von einem der vier Panel Pull-Outs a la Warbonnet Outdoor. Auf Silikonisierung der Nähte habe ich erstmal verzichtet und gebe dem Corespun-Garn eine Chance. Mal sehen ... bei meinem WB Thunderfly musste ich die Pull-Outs auch nachträglich abdichten, da Wasser bei kräftigen Regen in nicht unerheblicher Menge von der Wetterseite durch die Tarp-Nähte auf Schlafsack und Hängematte gepresst wurde.

    Hast du schon feststellen können, ob die Pull-outs bei Regen dicht halten?

    Mir ist gerade etwas wieder in den Sinn gekommen. Wenn du die Pull-outs ausschliesslich nach oben abspannst, könntest du bei einem weiteren Tarp das inwendige Verstärkungstriangel auch auf den Kopf stellen. Die Belastung wäre dann idealer. Zumindest wäre das mein Gedanke dazu. Immerhin wird die Spannung des Tarps stark zwischen dem Tarp-Pole-Mode und der Abspannung nach unten aufgebaut. Du müsstest da mal, wenn das Tarp korrekt aufgebaut ist, oberhalb und unterhalb der Pull-outs an den Stoff klopfen und herausfinden, wo die Spannung höher ist. Aber in der Praxis wirst du dennoch keine Probleme bekommen, denke ich. Warbonnet macht seine Tarps ja nicht anders.