Beiträge von Waldläufer70

    Mit Moskitonetz im Fronkey-Stil auf dem Boden schlafen

    Mir kommt gerade in den Sinn, dass ich vor ein paar Wochen mal im Wald auf dem Boden geschlafen habe. Dazu habe ich die folgende Ausrüstung genutzt (von unten nach oben):

    • Zeltunterlage
    • geschlossenporige Isomatte (als zusätzlichen Schutz für die eigentliche Isomatte)
    • Isomatte (Exped SynMat XP 7 LW, 197cm x 65cm x 7cm)
    • Topquilt 20°F (HammockGear Burrow)
    • Moskitonetz im Fronkey-Stil (Eigenbau)

    Die Isomatte(n) habe ich ins Netz geschoben, so dass ich dieses zwischen der Zeltunterlage und den Isomatten mittels Gummikordel etwas zuziehen konnte. Das Material, das ich nachts in der Nähe haben wollte, habe ich links und rechts neben mir deponiert, so dass mir das Netz nicht ins Gesicht hing. Das Netz habe ich zudem relativ lose zur Tarpabspannung am Kopf- und Fussende nach oben abgespannt.

    Ich muss sagen, das hat erstaunlich gut funktioniert. Voraussetzung ist, dass die eigene Körpergrösse und Isomattenlänge grob mit dem Mückennetz korrespondieren. Ins Fronkey-Style-Netz von DD Hammocks passt meine lange, breite Isomatte beispielsweise nicht rein, in mein selbstgenähtes Mückennetz hingegen schon.

    Ich erwähne das hier, weil ich es immer toll finde, wenn man Hängematten-Ausrüstung auch fürs Schlafen am Boden verwenden kann oder umgekehrt.

    Willkommen im Forum, Judith!

    Ich habe 2014 mit einer ENO DoubleNest angefangen (ca. 284cm lang). Zu Beginn habe ich sie bei Tage auf kleinen Ausflügen in den Wald genutzt. Ich hatte aber von Anfang an den Plan, damit auch auf Wanderungen draussen übernachten zu können. Das habe ich auch ein paarmal gemacht. Zur Isolation gegen unten hatte ich damals (im Sommer) eine 120cm lange Therm-a-Rest ProLite verwendet. Das hat gut funktioniert und ich habe nicht mal so schlecht geschlafen. Manchmal gab es etwas Knieschmerzen, weil die Hängematte schon eher auf der engen (kurzen) Seite ist. Im Hitzesommer 2015 habe ich darin im Tessin (Südschweiz) auf einem Campingplatz sogar drei aufeinanderfolgende Nächte darin geschlafen. Das ging erstaunlich gut. 2016 kam dann ein Unterquilt dazu, was den Komfort gesteigert hat und auch einzelne Übernachtungen in warmen Winternächten möglich gemacht hat. Unvergessen bleibt die Nacht, wo ich nachts ein eigenartiges Geräusch hörte und am Morgen alles um mich herum weiss war. Jetzt weiss ich, wie sich Schneefall auf dem Tarp anhört.

    Inzwischen habe ich mir zahlreiche längere Hängematten (335cm bis 370cm lang) selber genäht. Ich muss schon sagen: Die längeren Hängematten geben einem viel weniger ein Gefühl der Beengung, die Knie werden viel weniger überstreckt und man liegt einfach auch viel flacher darin. Natürlich merkt man das umso mehr, je grösser man ist. Erstaunlicherweise habe ich aber nie wieder drei Nächte nacheinander so gut in einer Hängematte geschlafen wie damals in der ENO auf dem Campingplatz.

    Ich wünsche dir viel Erfolg beim Einstieg in die neue Welt!

    Wenn mir mal jemand einen Tipp geben kann, wie man den Knubbel am Locked Brummel verhindern kann...

    Den kannst du nur verhindern, indem du keinen Locked-Brummel machst. Zumindest wäre mir keine Möglichkeit bekannt, den Knubbel zu verhindern. Ich nehme den Knubbel in Kauf, weil ich nur mit Locked-Brummel-Spleiss Vertrauen in die Continuous Loops habe.

    Aufgrund der Erfahrungsberichte in diesem Thread hatte ich vor nur einmal einen Kordelstopper zur Findung der optimalen Gumischnurlänge zu benutzen und die Schnur dann auf eine Länge zu fixieren.

    Das geht natürlich auch. Zumindest wenn du das Netz nur mit einer Hängematte nutzen möchtest. Wenn es für mehrere passen soll, insbesondere wenn der Hängewinkel unterschiedlich ist, könnte es hilfreich sein, wenn man die Spannung etwas anpassen kann. Wenn es aber bei der einen ausreichend Druck ausübt, wird es kaum bei einer anderen die Daune plattdrücken.

    Ich hatte bisher immer Terpentinersatz genommen, weil ich eben nicht weiss, was White Spirit genau ist. Ich habe bisher in keinem Wörterbuch eine passende Übersetzung gefunden.

    Letztlich ist es egal, solange es funktioniert.

    Wenn das Netz nur anliegen soll (ca. 20cm Überlappung an den Seiten der Hängematte), würde ich den Schlitz möglichst stark in Richtung Oval (Kreis) erweitern und auf jeder Seite einen Kordelstopper anbringen.

    In einem Schlitz läuft die Gummischnur ganz schlecht und bei nur einem Kordelstopper musst du doppelt so viel herausziehen, um die gleiche Spannung aufzubauen. Das wäre dann quasi eine "Lose-lose-Situation". Am Ende des Schlitzes auf den 90-Grad-Winkel gegenüber der Naht achten: Das hilft dabei, dass die Gummischnur sich besser im Kanal bewegen kann und führt zum angestrebten Oval.

    Ob sich eine asymmetrische Bauweise lohnt? Wenn du immer gleich liegst, vielleicht schon. Probiere es aus. (Ich wechsle immer wieder ab.)

    Denke daran, dass das Material relativ elastisch ist und im Gegensatz zu Papier nirgends eine Kante bildet.

    Und Vorsicht mit solchen Tabellen, wenn man vor hat in den Bergen zu nächtigen.

    Davon könnte ich auch ein Liedlein singen: Anfang August in den 1980er-Jahren auf dem Zeltplatz Morteratsch auf etwa 1'865m ü.M. (im Tal!). Die Kälte war nicht das Problem und ich meine mich zu erinnern, dass wir gut geschlafen hatten. Der Abbau des vom Schnee sehr nass und schwer gewordenen Zeltes ohne Handschuhe am nächsten Morgen war allerdings sehr unangenehm. Der «Kuhnagel» (schweizerisch für eine schmerzhafte leichte Erfrierung an Fingern und Zehen) an den Händen war echt schlimm. Die Heimreise über die Pässe war nicht möglich und wir mussten das Auto von Samedan ins untere Bündnerland verladen.

    Es geht doch aber nicht um Zeiträume, sondern um Prozente (Anteile von Tagen). Da ist es meiner Meinung nach schon üblich, daß für die Anteile (0-100%) die y-Achse genutzt wird.

    Da magst du absolut recht haben. Ich habe nur erklärt, weshalb es mir schwer gefallen ist, die Grafiken intuitiv zu lesen. Ich bin anscheinend mit dieser Art der Darstellung bisher zu wenig vertraut, um sie intuitiv richtig lesen zu können.

    Das ist eine schöne Zusammenstellung! – Ich muss allerdings gestehen, dass ich sie recht schwierig (intuitiv) zu lesen finde. Das mag einmal daran liegen, dass die Art der Darstellung für viele – jedenfalls für mich – ungewohnt ist. Vor allem aber – so mein Eindruck – sind wir dermassen stark gewohnt, die Temperatur auf einer senkrecht angeordneten und Zeiträume auf einer horizontalen Skala abzulesen, dass eine Spiegelung der Grafiken an der Diagonalen vom Ursprung zur rechten oberen Ecke die intuitive Lesbarkeit für viele wohl erhöhen würde.

    Bitte verstehe mich richtig: Du hast die Grafiken so erstellt, dass sie für dich ideal lesbar sind. Und du hast sie dankenswerterweise uns zur Verfügung gestellt. Ich habe mir bloss überlegt, warum die Darstellung für mich wohl eher schwer lesbar ist.

    In meiner Darstellung würde so eine Grafik dann ungefähr so aussehen, natürlich ohne gespiegelte Zahlen und mit einer Anpassung der Skalen, so dass sich statt eines Hochformats ein Querformat ergäbe:

    Ich denke, es würde sich niemand an einem Faden im Hängematten-Talk mit dem Titel

    «Kompakte und leichte Hängematten-Ausrüstung für Bikepacking und UL-Wandern»

    oder stärker aufs Anliegen der Bikepacker zugespitzt und prägnanter

    «Hängemattenausrüstung fürs Bikepacking»

    stören. Das ist ja eine legitime Fragestellung, die ihr – in welchem Forum denn sonst? – sicher gut hier diskutieren könntet. Ich bin sicher, dass da niemand etwas dagegen hätte.

    Vielleicht noch ein Rückblick in die Geschichte dieses Forums aus meiner Erinnerung: Nachdem DL1JPH den Betrieb des Forums im November/Dezember 2018 übernommen und auf die neue Software umgestellt hatte, wurden um der Übersichtlichkeit willen zahlreiche Unterforen zusammengelegt. Das ging so weit, dass selbst die Hängematten-Gestelle keine eigene Rubrik mehr hatten, sondern mit der Hängematten-Aufhängung zusammengelegt wurden. Damals gab es eine ähnlich intensive Diskussion darüber hier im Forum. Am Schluss hat man sich darauf geeinigt, die Reduktion der Rubriken höher zu gewichten als eine separate Rubrik für Hängematten-Gestelle, was damals einige sehr bedauerten. – Ich schreibe das, um das hier geäusserte Anliegen in frühere Diskussionen einzuordnen, nicht um die damalige Diskussion wieder zu beleben.

    Wer eine Hängematte nutzt, braucht Bäume. Und wo es Bäume gibt, brauche ich fürs Tarp keine Stöcke. Wenn es wirklich ums Gewicht und ums Packmaß geht, dann ist doch nicht die Hängematte mit allem drum rum erste Wahl, sondern Isomatte, Moskitonetz und Tarp.

    Wie gesagt, mich kratzt es nicht, wenn ein neues Unterforum dazu kommt, nur gibt es dafür letztlich nur eine sinnvolle Begründung: Es gibt in diesem Forum eine beachtliche Anzahl Leute, die beides gerne mögen: Bikepacking und Hängematten. Wenn man das als ausreichende Begründung ansieht, dann kann man ein Unterforum aufmachen. Alles andere sind aus meiner Sicht fadenscheinige Begründungen, mit denen man so ziemlich für jedes Thema (ausser Reisen ins Weltall) hier im Forum "Argumente" für einen Extrafaden anbringen könnte.

    Die Frage ist: Eröffnet man für die Hobbyverbinder ein neues Unterforum oder nicht? Und ist man bereit, in Zukunft auch für andere Multihobbyisten einen Extrafaden zu eröffnen?

    Wenn ich den Begriff «Bikepacking» lese, denke ich immer, es gehe darum, wie man ein Fahrrad ins Gepäck kriegt.

    Letztlich ist es mir egal, ob es ein Unterforum fürs Bikepacking gibt. Mir leuchtet allerdings auch nicht ganz ein, inwiefern gerade die Fortbewegung auf dem Rad und dann erst noch eine spezielle Form davon ein Unterforum nötig machen sollte. Es gibt in diesem Forum ja auch noch eine beachtliche Zahl von Beiträgen, in denen die Fortbewegung auf dem Wasser thematisiert wird.

    Würde da z.B. unter Hängematten-Talk nicht einfach ein oben angepinnter Faden mit «Bikepacking-Tricks» reichen? Da könnten die Leute dann darüber diskutieren, wie sie ihr Fahrrad neben Hängematte, Proviant, Kleidung, etc. in den Rucksack kriegen. ;)