Beiträge von Waldläufer70

    Ich hatte am Samstagabend auf dem Weg zum Napf (1406m ü.M., Kanton Luzern) ein spezielles Erlebnis:

    Ich bin erst abends um 18 Uhr in Willisau losgewandert und wollte mir unterwegs einen schönen Platz suchen. Gar nicht so einfach in einem Gebiet, wo jede nicht «fast senkrecht» abfallende Fläche landwirtschaftlich genutzt wird, die meisten Waldflächen also steil abfallen und teilweise auch unter Naturschutz stehen. Schliesslich habe ich einen schönen Platz gefunden: nur etwa 100m vom Waldweg und einem Grillplatz entfernt und tatsächlich flach.

    Schon beim Aufbauen der Hängematte hörte ich ein eigenartiges Fiepen, das ich nicht kannte. Ich blickte immer wieder in die Baumwipfel, um den mir unbekannten Vogel zu entdecken. Als ich mit dem Aufbau fertig war, erspähte ich keine zehn Meter von mir entfernt ein Rehkitz, das sich noch auf ganz wackeligen Beinen bewegte. Und dann war mir auch klar, woher das Fiepen gekommen war. Ich musste das Rehkitz und seine Mutter verunsichert haben.

    Nach kurzer Bedenkzeit war mir klar: Hier kann ich nicht bleiben! Also stopfte ich meine Hängematte samt Unterquilt und Baumgurten in den Rucksack und machte mich kurz vor Sonnenuntergang auf die Suche nach einem besser geeigneten Platz, den ich zum Glück nur ein paar hundert Meter weiter auch fand: in einem Waldstreifen zwischen einer wenig befahrenen Strasse und einer Wiese.

    Haben andere auch schon solche für sie überraschende oder beeindruckende Erlebnisse gehabt?

    Mir begegnen auf meinen Touren immer wieder Bäume, die ich nicht kenne. Manchmal finde ich Tierspuren, die ich nicht zuordnen kann. Oder ich mache eine Naturbegegnung (Tier, Pflanze, Wetter, etc.), die mich beeindruckt hat und die ich gerne teilen möchte.

    Nicht immer möchte man wegen einer solchen Frage gleich einem neuen Forum beitreten. Und ich denke, jeder von uns macht da und dort Erfahrungen, die nirgends im Forum so recht hinpassen, hier aber gut aufgehoben sein könnten.

    Deshalb: Schildert gerne eure Erlebnisse und Erfahrungen oder stellt eure Fragen zu Pflanzen (Bäumen) und Tieren oder anderen Phänomenen, die die Natur betreffen.

    Ich hatte am Samstagabend auf dem Weg zum Napf (1406m ü.M., Kanton Luzern) ein spezielles Erlebnis, das eigentlich nichts mit dem Thema hier zu tun hat. Ausser wenn man den Spiess umkehrt: Dann war vielleicht ich das "gefährliche Tier":

    Ich bin erst abends um 18 Uhr in Willisau losgewandert und wollte mir unterwegs einen schönen Platz suchen. Gar nicht so einfach in einem Gebiet, wo jede nicht «fast senkrecht» abfallende Fläche landwirtschaftlich genutzt wird, die meisten Waldflächen also steil abfallen und teilweise auch unter Naturschutz stehen. Schliesslich habe ich einen schönen Platz gefunden: nur etwa 100m vom Waldweg und einem Grillplatz entfernt und tatsächlich flach.

    Schon beim Aufbauen der Hängematte hörte ich ein eigenartiges Fiepen, das ich nicht kannte. Ich blickte immer wieder in die Baumwipfel, um den mir unbekannten Vogel zu entdecken. Als ich mit dem Aufbau fertig war, erspähte ich keine zehn Meter von mir entfernt ein Rehkitz, das sich noch auf ganz wackeligen Beinen bewegte. Und dann war mir auch klar, woher das Fiepen gekommen war. Ich musste das Rehkitz und seine Mutter verunsichert haben.

    Nach kurzer Bedenkzeit war mir klar: Hier kann ich nicht bleiben! Also stopfte ich meine Hängematte samt Unterquilt und Baumgurten in den Rucksack und machte mich kurz vor Sonnenuntergang auf die Suche nach einem besser geeigneten Platz, den ich zum Glück nur ein paar hundert Meter weiter auch fand: in einem Waldstreifen zwischen einer wenig befahrenen Strasse und einer Wiese.

    Haben andere auch schon solche für sie überraschende Erlebnisse gehabt?

    Ich weiss, eigentlich gehört dieses Thema gar nicht hierher. Deshalb meine Frage: Wer hätte Interesse an einem Faden zum Thema «Tiere und Pflanzen (Bäume)» / «Naturbegegnungen und Naturfragen»? Vielleicht könnte man den als Nebenthema neu anlegen. Für solche Begegnungen oder für Fragen wie: Was ist das für ein Baum? Kennt jemand diese Blume? – Irgendwie hat das ja alles auch mit unseren Touren zu tun. Und man mag auch nicht gleich einem anderen Forum beitreten, bloss weil man einen Baum, eine Pflanze nicht kennt oder eine spezielle Begegnung mit einem Tier hatte. Was meint ihr?

    der calculator nicht unbedingt für brasilianische HM gemacht ist

    So einen Rechner kann man für alle Arten von Hängematten nutzen. Man kann ja die Länge der Hängematte anpassen und ebenso den Hängewinkel frei wählen. Ich finde solche Rechner sogar für zuhause deutlich sinnvoller als für den Wald, wo kaum zwei Bäume gleich hoch stehen und ich vermutlich auch kein Messband dabei habe.

    Auch übers Kästchenzählen kann ich nur den Kopf schütteln.

    Ich zähle sie nicht, ich orientiere mich daran. Beim Kopf- und Fussende der Hängematte brauche ich eine saubere Naht. Meine erste Hängematten waren vom Liegegefühl recht zufällig, eigentlich unbrauchbar. Auch einige professionelle Anbieter nähen die Tunnelzüge eher nach Gefühl, mit dem Resultat, dass zwei gleiche Hängematten sich recht unterschiedlich anfühlen können.

    So richtig sehe ich den Unterschied aber nicht. Ob ich den Stoff jetzt zweimal Falte oder die Rolle plattdrücke kommt doch aufs gleiche raus?

    Im Falle des Einschlag-Umschlag, der in der Regel breiter gewählt wird, hast du die volle Kontrolle, wie viele Lagen aufeinander liegen und wie breit der Saum ist. Im Falle des Rollsaums kannst du mit viel Übung vermutlich auch eine gewisse Regelmässigkeit erreichen, hast aber womöglich doch mehr Stoff "verbraucht" als nötig, weil der Stoff vielleicht etwas mehr eingerollt wird als eigentlich gewünscht. Zudem drückt dann eine solche plattgedrückte Rolle eventuell etwas mehr ins Bein, wenn du in der Hängematte sitzt.

    Ansonsten geht es mir darum, dass wir hier im Forum eine möglichst korrekte Terminologie verwenden. Klar, wenn du deine Hängematten mit einem Rollsaumfüsschen säumst, dann erhältst du auch einen Rollsaum. Die meisten nutzen aber einen Einschlag-Umschlag und sprechen dann doch immer von einem Rollsaum, obwohl gar nichts gerollt worden ist. Es handelt sich von der Nähtechnik her um zwei verschiedene Verfahren, die verschiedene Verwendungszwecke haben, die sich aber in gewisser Weise natürlich überschneiden können.

    Ich war zu Beginn meiner Nähkarriere durch all die Begriffe jedenfalls recht verwirrt und bin selber froh, wenn klar ist, wovon man spricht. Man kann dann auch leichter aufeinander Bezug nehmen und es kommt weniger zu Missverständnissen.

    Vielleicht sollte ich meinem Rollsaumfüsschen nochmals eine Chance geben. Wenn das Resultat überzeugen sollte und ich tatsächlich schneller bin, dann könnte ich natürlich auch vom Einschlag-Umschlag auf den Rollsaum umsteigen.

    Ich treffe am Arbeitsplatz jede Woche auf Fachpersonen aus dem textilen Bereich. Ich kann die sonst mal aufs Thema ansprechen. Nähme mich noch Wunder, was die dazu sagen...

    Aber der Ansatz, dass völlige Entkoppelung des Menschen von der Natur ihr mehr schadet als seine verantwortungsvolle Einbindung, davon bin ich überzeugt.

    Ich denke, die vollständige Entkoppelung des Menschen von der Natur schadet nicht nur der Natur, sondern auch dem Menschen... Oder ganz vorsichtig ausgedrückt: Mir schadet sie auf jeden Fall.

    Aus meiner Sicht geistern da immer noch ein paar Missverständnisse bezüglich Rollsaum herum:

    Ein Rollsaum wird angewendet, um leichte Bekleidungsstoffe am unteren Abschluss so zu versäubern, dass sie schön hängen. Der Rollsaum kann mit einem Zickzackstich oder mit einem geraden Stich fixiert werden, ist jedenfalls immer ein ganz schmaler "Saum". Nutzt man einen Zickzackstich, so erhält der Saum eher einen runden Querschnitt.

    Hier bei uns nutzen wir einen Einschlag-Umschlag: Der Stoff wird zweimal gefaltet, so dass die Aussenkante ganz verschwindet. Dieser Saum ist meist etwas breiter. Deshalb eignet sich ein Rollsaum-Fuss nur bedingt, um einen Einschlag-Umschlag schön und gleichmässig hinzubekommen. Ich sage nicht, dass das nicht funktioniert. Mit etwas Übung kann das bestimmt einigermassen gelingen. Ich jedenfalls hatte die Geduld dazu nicht.

    Ich falte den Stoff dem Karomuster entlang zweimal um und bügle ihn (nicht zu heiss!) gut fest. Die Falten bleiben dann einigermassen erhalten, so dass ich den Einschlag-Umschlag nähen kann, ohne weitere Hilfsmittel zu benötigen. Wenn ich ganz grossen Wert auf ein schönes Resultat lege, nutze ich auch mal "Wonder Clips" oder Nadeln, um den Stoff zusätzlich zu fixieren. Bei Stoffen, die sich nicht gut umbügeln lassen, kann das hilfreich sein (z.B. Tarpstoffe).

    Also wenn ich das richtig sehe muss meine Distanz (bei 3,8 m Gesamtlänge der Hängematte) bei mindestens 3,4 m liegen. Mein Raum hätte eine Breite von 3,6 m. Somit könnte ich sie sogar quer durchs Zimmer hängen. Laut deinem Rechner hätte ich dann auf beiden Seiten Aufhängeschnüre in Länge von 18 cm. Das müsste ja dann auch ausreichen um ein eventuelles "wachsen" der Hängematte kompensieren zu können. (Ich habe gelesen, sie kann unter Nutzung bis zu 15% länger werden).

    Wenn du so viel Platz hast, würde ich im Zweifelsfall lieber eine etwas längere Distanz wählen und die Löcher etwas weiter oben anbringen. Dann hast du mehr Spielraum für Anpassungen (z.B. Fussende etwas höher hängen). Ich würde deshalb auch eher zu Schienen oder Balken als Baumersatz tendieren. Dann kannst du nicht nur zuhause noch feinjustieren, ohne erneut bohren zu müssen, sondern du bist auch gerüstet, wenn du mal eine andere Hängematte aufhängen möchtest.

    Beim Baumersatz gehst du vor, als wären die Balken Bäume: Du nimmst einen Baumgurt mit Schlaufe, gehst um den Balken (allenfalls zweimal, damit nichts rutscht) und ziehst das lose Ende durch die Schlaufe. Dann hängst du deine Hängematte in die Schnallen (die du dir vermutlich noch besorgen müsstest) und kannst dann mit den Schnallen die gewünschte Länge am Baumgurt millimetergenau einstellen. Weil aber eine solche Aufhängung etwas Strecke braucht, habe ich oben geschrieben, dass ich im Zweifelsfall eher eine etwas längere Distanz im Raum wählen und dann dafür die Haken / Schienen etwas weiter oben befestigen würde.

    Wenn du das Ganze an Bäumen zuerst grob einschätzen kannst, ist das super. Oft braucht man aber etwas Zeit, bis man weiss, was für einen angenehm ist. Diese Zeit bleibt eventuell nicht, wenn du ja möglichst bald die Hängematte als Schlafstätte nutzen möchtest. Zudem ist es im Wald gar nicht immer einfach, zwei senkrecht gewachsene Bäume auf gleicher Höhe zu finden. Zumindest bei mir in der Umgebung nicht. In einem Stadtpark mag das funktionieren.

    Ich würde mir im Zimmer anschauen, von wo nach wo ich die Hängematte gerne aufhängen möchte, um den Raum sinnvoll zu nutzen. Sofern diese Distanz nicht zu kurz ist, verändert sich bloss noch die Aufhängehöhe. Je grösser die Distanz, desto höher kommen die Haken.

    Das Problem: Du weisst jetzt noch gar nicht, in welchem Winkel du deine Hängematte am liebsten aufhängen möchtest. Die 30° sind zwar ein guter Anhaltspunkt, für eher lange Hängematten aus Südamerika aber vielleicht schon zu "straff".

    • Es gibt Leute, die fixieren zwei senkrechte Balken so in der Wohnung, dass sie quasi als Baumersatz fungieren. Dann bist du bei der Aufhängehöhe frei: Du kannst die Hängematte beliebig weiter oben oder weiter unten befestigen wie an zwei Bäumen.
    • Andere montieren eine Schiene an der Wand, in der man Haken nach oben oder unten verschieben kann. Hier gibt es einen Beitrag dazu. Allerdings musst du auch hier schon mal einen groben Anhaltspunkt haben, wie hoch du die Schiene am besten montieren solltest.

    Je nach Hängematte kann es angenehm sein, das Fussende etwas (oder sogar deutlich) höher zu hängen. Da wäre es natürlich auch schön, wenn du beim Experimentieren frei wärst.

    Ich habe vor Jahren auch mal einen Hängematten-Rechner gebastelt. Der liefert zwar keine grundsätzlich anderen Resultate als die von dir genannten, ist aber vielleicht etwas anschaulicher, weil er immer auch massstabsgetreu zeigt, was du eingibst.

    Vielleicht konnte ich dir einen Gedankenanstoss geben...

    Tja, in der Vorstellung klingt das sehr schön - kommt aber an seine Grenzen. Ich weiß nicht, ob hier jemand schon mal auf der Isle of Mull (Inner Hebrides, also schottische Westküste) war - aber die tollsten Strände und schönsten Ausblicke waren leider alle baumlos. Da nützt mir die schönste Hängematte nichts, da brauche ich mein Zelt. Und eben diese Tatsache, dass es überall geht, die sehe ich schon als großen Vorteil.

    Tolle Ecke! :)

    Mir geht es genau darum: Es gibt die ideale Übernachtungsmöglichkeit für jeden Ort. Ich persönlich habe da schlicht keine eindeutige Vorliebe, ob ich jetzt Zelt oder Hängematte besser finden soll. Den Wald habe ich praktisch vor der Türe und kann dort die Hängematte(n) geniessen wie von Hammock Fairy beschrieben (auch ein wunderbares Szenario). Aber deshalb verzichte nicht auf andere wundervolle Erlebnisse. Wer im Zelt Rückenschmerzen oder andere Probleme bekommt, muss für sich halt Lösungen finden...

    ... und genau dafür ist dieses Forum ja zum Glück da! (Womit wir auch wieder beim Thema wären...)

    PS: Laubenraekler, schau dir mal diesen Bericht von Omorotschka an. Oder hier noch das Traumfoto dieser Reise.

    [Ach, ich liebe es, gegen Ze... ,also diese unaussprechbaren Dinger, zu lästern!] 8o

    Ich glaube, wir sind noch nicht bei der Nummer 50 seit letztem Sommer, deshalb sage ich jetzt nichts. ;)

    Für mich gehören sämtliche meiner Zeltabenteuer mit zu meinen schönsten Naturerlebnissen. Was gibt es schöneres, als gemütlich auf 2'400m ü.M. auf dem Bauch im Zelt zu liegen und den Blick über den glasklaren Bergsee schweifen zu lassen, in dem man zwei Stunden vorher noch eine Runde geschwommen ist, irgendwann gemütlich einzudösen, nachts von einem Gewitter geweckt zu werden, und am nächsten Morgen in den ersten Sonnenstrahlen direkt am Seelein seinen Kaffee zu kochen und zufrieden in einen neuen Tag zu starten. :)