Beiträge von Waldläufer70

    nur mit Muskelkraft fest gezurrt nicht über eine Ratsche wie z.B. bei Tentsile

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es immerhin ein Flaschenzug, der da zum Einsatz kommt. Aber klar, beim Tarp nutzt du vielleicht auch einen Trucker's Hitch (o.a.), dann ist der unbelastete Aufbau vergleichbar. Nur legst du dich ja ins Tarp nicht rein.

    Aber außer in diesem Punkt kann man das Ding nicht wirklich mit einer 90°-HM vergleichen. Massiv schwerer und mit viel höherer Belastung für Bäume und Material.

    Das Schöne an den 90°-Hängematten ist ja (u.a.) gerade, dass sie aufgrund des recht steilen Aufhängewinkels bei normalem Aufbau von allen Hängemattenarten den geringsten Druck auf den Baum aufbauen.

    Wenn ich in einer meiner Hängematten liege bewegen sich die Gurte durch mein Gewicht nicht mehr. Das passiert meist nur beim eigentlichen Einstieg wenn die Hängematte nicht stark gespannt ist.

    Ich hänge ja mein Tarp meistens direkt am Baumgurt auf. Dazu habe ich eine Prusikschlaufe am Baumgurt befestigt. Diese schiebe ich möglichst nahe an die Schlaufe. Der Baumgurt sitzt dann von Anfang recht gut und verrutscht, wenn überhaupt, nur noch wenig.

    Aufhängewinkel 0° funktioniert gar nicht. Da wäre die Belastung theoretisch unendlich. Praktisch reisst da das Material (oder der Baum fällt um) oder – und das ist zuerst mal das realistischste Szenario – das Material dehnt sich unter der grossen Belastung so weit, dass ein Winkel von ca. 5° vorliegt: Da wird die Belastung auf jeder Seite gegen sechsmal so hoch wie die Spannmattenlast. Und im Verlauf der Nacht kann dann natürlich immer noch ein Baum umfallen oder etwas reissen, wenn man mit dem Spannen übertrieben hat.

    Die Gepäckablagen finde ich eine sehr gute Idee hoffe da kann man irgendwie ein Moskitonetz befestigen, ich bin nicht so der größte Freund von Kleintieren ?(

    Ich hätte da eventuell eine Idee, wie man die Gepäckablagen mit einem gut abschliessenden Mückennetz (Reissverschluss) kombinieren könnte.

    Ich schätze langsam auch das ich ein bisschen zu groß gedacht habe 230 cm in der länge sollten reichen.

    Wegen der Breite war ich auch am Überlegen noch ne Nummer kleiner zu werden 130 cm sollten da reichen bin ja kein Schrank :D

    • Ich würde mich da wie gesagt an den Spreizstäben orientieren, die du bekommen kannst. Dann würde ich am Kopfende darauf achten, dass das fertige Produkt (Stoff) etwa 120% der Stangenlänge breit ist. Dann hast du schön Platz für die Schultern und kaum Druck auf sie. Du kannst auch etwas breiter beginnen und das Band einfach noch einmal mehr umklappen und erneut schön dem Rand entlang festnähen, falls dir der Druck auf die Schultern zu stark sein sollte.
    • Am Fussende darf der Stoff gerne auch 145% bis 150% der Stangenbreite ausmachen; der seitliche Kurvenschnitt kommt dann besser zum Tragen und du brauchst die Hängematte nicht so stark zu spannen.
    • Dazu würde ich aber den Kurvenschnitt schon gegen 10% der Hängemattenlänge tief machen, sonst geht dieser Vorteil wieder ein Stück weit flöten. – Bei meiner ersten Brückenhängematte würde ich die Kurve bei einer Zweitauflage etwas tiefer machen, also bei 220cm Länge tiefer als die 15cm, die ich damals gewählt hatte.
    • Wenn du dir kein Kissen unter die Knie legen möchtest, würde ich dir auch eine Knieunterstützung wie bei meiner Version 2 empfehlen. Aus meiner Sicht ist das eine grosse Aufwertung. Aber ich kann natürlich keine Garantie übernehmen, dass das für dich auch so gut funktioniert wie bei meiner. Bei mir war das ein Zufallsprodukt, das aus einem Denkfehler bei der Umsetzung entstanden ist.

    Alle Angaben ohne Gewähr, denn in den Details kann man sich schnell einmal missverstehen. Zudem sind alle Menschen unterschiedlich: Was für mich bequem ist, kann für dich auch unbequem oder weniger bequem sein.

    Die Towns End Luxury - mit weitem Abstand.

    Danke. Ich hab's noch fast vermutet, weil die von denen, die du bisher getestet hast, die mit dem deutlich längsten Spreizstab am Kopfende ist.

    Enjunko

    Für deine Grösse gibt es durchaus passende Gathered-End-Hängematten. Der Hersteller der Towns-End-Luxury-Bridge schreibt auf seiner Website selber sinngemäss: Wenn man in einer Gathered-End-Hängematte gut schläft, darf man von einer Brücken-Hängematte keine Wunder erwarten. Für deine Grösse würde ich mich jetzt einfach nicht bei den zahlreichen Modellen, die eher unter 300cm lang sind umschauen, sondern mal von 350cm Länge aufwärts schauen. Ab zwölf Fuss (ca. 366cm) dürfte es dann vermutlich nochmals spürbar bequemer werden.

    Und noch eine allgemeine Bemerkung: Ich finde oft beim ersten Ausprobieren eine Hängematte super bequem, doch wenn ich dann darin schlafen möchte, funktioniert es nicht: Ich finde einfach keinen Schlaf. Der erste Eindruck kann also täuschen.

    Ich habe nur in wenigen Hängematten mehr als eine Nacht am Stück geschlafen (meistens auf einer mehrtägigen Wanderung). Bisher konnte ich auf Tour erholsam schlafen:

    • in zwei bis drei meiner etwa zehn selbst genähten Gathered-End-Hängematten
    • in einer (nahezu beiden) meiner zwei selbst genähten Brücken-Hängematten

    Das Problem dabei ist: Immer wenn ich denke, diese eine Hängematte kommt jetzt meiner ultimativen Hängematte sehr nahe, dann kommt garantiert eine Nacht, in der ich in genau dieser Hängematte nur schwer einen guten, erholsamen Schlaf finde und sie in die nächste Ecke knallen könnte. ;)

    Falls du bei deinem Projekt bleiben möchtest:

    • 225-230cm Stofflänge sollten für deine Grösse reichen (jedenfalls, wenn du keine "Endkappen" einfügst. Aber auch mit Endkappen würde ich nicht über 240 cm gehen). Je länger du sie machst, desto tiefere Kurven in den Seiten benötigst du, oder aber du hängst mehr durch.
    • Wenn du keine Endkappen ("Halbkreise") einsetzt, sondern Gepäckablagen einbaust (quasi als Verlängerung der Hängematte über die Spreizstäbe hinaus), so hast du ausreichend Platz, um bei Bedarf die Arme nach oben zu strecken.
    • Die Kurven würde ich auf jeder Seite rund 10% der Hängemattenlänge tief machen. Am Kopfende würde ich den Stoff unter dem Stab deutlich weniger durchhängen lassen als am Fussende (längerer Stab [oder weniger Stoffbreite]).
    • Und weiter würde ich keinen zu dehnbaren Stoff verwenden; im Idealfall einen, der in Querrichtung (Schuss) nahezu gleich reissfest ist wie in Längsrichtung (Kette), denn der Stoff wird primär in Querrichtung belastet.
    • Wegen der Breite würde ich mich an den Stangen orientieren, die du bekommen kannst. Und bedenke: Je länger die Stangen sind, desto stabiler müssen sie sein. Die Belastungsgrenze nimmt bei gleichbleibendem Rohr mit zunehmender Länge im Quadrat ab!

    Oder du gehst in Richtung der Towns-End-Bridge, die über die Spreizstäbe hinaus nutzbar ist. Dann musst du aber umso stärkere Stäbe verwenden, weil du möglicherweise direkt unter dem Stab liegst, was diesen stark belastet. Mit diesem Design habe ich allerdings keine Erfahrung und kann nur Vermutungen anstellen.

    Eine Gathered-End-Hängematte ist schneller genäht/hergestellt. Ich würde zuerst eine solche nähen und dann von dort aus weiterschauen.

    Ich würde vermutlich die Länge der Hängematte + die "Höhe" des Aufhängedreiecks per Pythagoras ermittelt als "Hängemattenlänge" nehmen und dann eben die Länge der Firstleine (da die ja an der Spitze des Dreiecks hängt). Sollte ich eine gute Länge ermittelt haben, kann ich ja mal mein Verhältnis berechnen, falls Interesse.

    Bei meiner müsste die Länge ohne die Aufhängeschlaufen demnach etwa bei 101 cm (Dreieck Kopfende) + 105 cm (Dreieck Fussende) + 210 cm (Stofflänge) = 416 cm liegen. Ich vermute allerdings, dass sich der Stoff mit den eingenähten Bändern womöglich noch etwas gedehnt hat. Das Dreieck am Fussende ist bei mir länger, weil ich trotz dem kürzeren Spreizstab gleich lange Dogbones verwendet habe. (Sie war ja ursprünglich genau anders rum angedacht gewesen.) Wenn ich mal Lust habe, ersetze ich die Dogbones am Fussende vielleicht durch kürzere. Andererseits ist es ja positiv, wenn die Hängematte deswegen etwas weniger kippelig ist.

    Ja, wäre bestimmt interessant, wenn du deine Erfahrungen auch teilst. Allerdings müssten wir dann auch die Stofflänge, die Stoffbreite (ohne Kurve) und die Tiefe der seitlichen Kurven vergleichen:

    • Bei mir habe ich wohl 210 cm Länge zugeschnitten. Durch die Säume wurde das etwas kürzer, dafür durch die Titanteile mit Gurtband und die Dehnung wieder etwas länger.
    • Die Breite war anfangs ca. 126 cm bei Spreizstab 110 cm (Kopfende) und 92 cm (Fussende). Ich habe aber kürzlich noch eine halbe Umdrehung mehr gemacht beim Band. Neue Breite also eher 123 cm. Müsste ich mal genau messen!
    • Die Kurven habe ich 21 cm tief gemacht (schmale Seite eines A4-Blatts voll ausgenutzt).

    ERGÄNZUNG:

    Ich habe mal gemessen:

    • Firstleine: ca. 416cm
    • Hängematte inklusive Aufhänge-Dreiecke: ca. 455cm (zuerst Höhe der Dreiecke zum Stab gemessen, dann vom Stab zur Mitte der Hängematte, Stoff etwas nach unten gedrückt; sehr schwer zu ermitteln und in der Praxis bestimmt ein ganzes Stück länger)
    • Verhältnis: ca. 91% (=> da wäre man dann so in der Gegend von 25°, unter Last eher etwas steiler)
    • Länge der eigentlichen Liegefläche: ca. 207 cm
    • Breite Kopfende: ca. 124 cm, Breite Fussende, ca. 120 cm (da kommt aber noch etwas Gurtband bis zur Halterung der Spreizstäbe)
    • Tiefe der Kurven (Zuschnitt): 21 cm auf jeder Seite
    • schmalste Stelle: gut 85 cm

    Insgesamt scheint sich der Stoff seit der Fertigstellung vor einem Jahr trotz eher wenig Gebrauch ein ganzes Stück gedehnt zu haben, v.a. in Querrichtung, was angesichts der Querbelastung auch nicht verwundert.

    Bei einer Gathered End Hängematte rechnet man ja mit ca. 83% der Hängemattenlänge als Firstleinenlänge um den gewünschten "sag" zu erreichen. Bei einer Brückenhängematte sind es vielleicht knapp 90% ... wir werden sehen.

    Ich glaube, die Hängematten von Warbonnet Outdoors liegen schon bei etwa 89%. Wäre spannend zu wissen, wie es bei unseren Brücken-Hängematten aussieht. ;)

    Da müsste ich mal messen. Ich habe eine verstellbare gemacht, weil ich immer wieder mal ein wenig damit spiele (und beobachte, was sich verändert). Die Frage wäre noch, wie ich die "Länge" der Hängematte am besten messe (Stoff plus Aufhänge-Dreiecke). Da muss ich wohl grob schätzen, wie lange sie tatsächlich ist, zumal ja die eingenähten Polyestergurte unter Last bestimmt mehr nachgeben als die Firstleine (Lash-It, 2,2 mm).

    Vielleicht wäre fast einfacher, wenn ich mal jemanden ein Foto unter Last genau von der Seite machen lassen würde. Dann könnte man die Winkel (Gurtband und Aufhänge-Dreiecke) ablesen.

    Ich verwende aktuell mit dieser Hängematte meistens das normale Polyesterband (25 mm) von Extremtextil für die Baumgurte. Die sind relativ elastisch. Wenn ich die Baumgurte ordentlich vorspanne (ca. 3-5 kg Zug?), so dass Gurte und Firstleine kaum noch durchhängen, dann ist die Firstleine unter Last in der Hängematte noch leicht biegbar (ähnlich wie in einer klassischen Hängematte, aber mit weniger Spielraum). Bei festerem Gurtband dürfte man nicht ganz so fest vorspannen, damit der Hängewinkel des Gurtbands nicht zu flach wird.

    Ich finde den Aufbau mit Firstleine einfacher und schneller, weil ich so fast auf Anhieb einen guten Aufbau hinbekomme. Nur das Gefälle der Firstleine muss ich manchmal noch etwas anpassen. Wenn die Firstleine horizontal hängt, ist es meistens recht ideal. Aufbauen – einmal reinliegen – nochmals aussteigen, schauen und etwas nachjustieren / nachspannen – wieder reinliegen. Meistens bin ich dann am Ziel. Manchmal stehe ich auch nachts noch einmal auf und hebe das Fussende noch etwas an oder lasse es etwas herunter.

    Die aktuelle Treem, die es anscheinend in zwei Breiten gibt, ist auf jeden Fall doppellagig:

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    Bzgl. Spreizstäbe vor Ort: da sehe ich wirklich kein Problem. In den Gebieten wo ich unterwegs bin (Harz & Elbsandsteingebirge) gibt es zuhauf (gute, stabile) Hölzer. Mit dem ganzen Körpergewicht hinauflehnend kann ich Sie vorher ausreichend testen.

    Dann ist gut! Du bist auch 184cm gross wie ich, vielleicht etwas leichter... Bei einer stark gespannten Brücken-Hängematte können da bei ruckartigen Bewegungen schon mal Belastungen bis gegen 100kg auf die Stangen kommen, v.a. am Kopfende.

    Zu dem 25mm Dyneema habe ich deine Frage im „kurze-Frage-Thread“ gesehen. Nja bei ExtremTextil schreiben Sie ja zumindest: „Dyneema® ist eine sehr glatte Faser, daher ist die Oberfläche des Bandes recht glatt. In unseren Schnallen klemmt es aber trotzdem sehr gut.“ Hast sicherlich gelesen. Aber wenn ich fragen darf: wozu? Ist ja wirklich überdimensional fest. Und ist es so viel leichter? Kost ja auch gut was….

    Nein, hatte ich übersehen... Danke fürs Zitieren! :) – Ja, ist überdimensioniert wie auch geschrieben. Extremtextil hat leider kein leichteres. Vielleicht hat Hammock Fairy leichteres und weniger starkes Dyneemaband in ihrem Shop? – Ist das obere Band bei der Treem nicht auch aus Dyneema? Ich rechne da jeweils mit einem Sicherheitsfaktor von fünf. Und Dyneema (wenn nicht überdimensioniert) ist natürlich noch ein Stück leichter als Polyester. Die geringere Dehnbarkeit hat Vor- und Nachteile (berechenbarer beim Aufbau, dafür weniger schock-absorbierend).

    Hat jemand schon einmal dieses 25mm-Dyneema-Gurtband von Extremtextil ausprobiert? Besonders leicht ist es nicht und von der Bruchlast her eher überdimensioniert... Meine Frage zielt eher darauf ab, ob es in Schnallen hält oder auch rutscht wie manche andere Gurtbänder aus Dyneema.

    Für die Aufhängung einer Treem-artigen Brückenhängematte am Baum wäre das vielleicht etwas, oder? (hohe Spannung durch flachen Aufhängewinkel)

    Bzgl. Mittelpunkt des Radius: Ja, er ist genau in der Mitte der Matte. Ich habe es schon bei dir bei deinem Schnittmuster gesehen, dass du das anders machst. Ggfs. sollte ich damit auch mal variieren.

    Der Mittelpunkt der Kurve darf – so scheint mir – durchaus in der Mitte der Seiten liegen. Was ich aber echt empfehlen kann, ist ein zweiter "Scheitelpunkt" der Kurve in der Gegend der Knie. Dadurch wird zwar ein Kopf- und ein Fussende definiert, du kannst dich nicht mehr einfach anders herum in die Hängematte legen (Nachteil), dafür werden die Knie (jedenfalls bei meiner Version 2.0) kein bisschen mehr überstreckt und es gibt auch keinen Druck auf die Fersen (in Rückenlage). Ich würde das bei meiner Version 3.0 auf jeden Fall wieder so machen.

    ANMERKUNG (Edit): Ein Scheitelpunkt in Richtung Knie verschoben funktioniert sehr gut. Ob zwei Scheitelpunkte (eigentliche Kurve plus ein zweiter Scheitelpunkt in Richtung Knie) auch funktioniert, kann ich nicht garantieren. Ich würde es aber bei Variante 3.0 ausprobieren.

    Wegen dem Gurtband: Noch weniger elastisch wäre das festere Polyesterband (Achtung, da brauchst du eine starke Nähmaschine!) oder gar eines aus Dyneema (12mm) (Dyneema, 20mm, eher zu breit). Aus meiner Sicht ist es aber gar nicht schlecht, wenn im System noch etwas Elastizität erhalten bleibt. Gerade wenn du in Richtung Treem gehen möchtest (hohe Belastungen/Spannung), dann reduziert Elastizität die Belastungsspitzen, die durch gelegentliche etwas rabiatere Bewegungen beim Reinsetzen oder Umdrehen entstehen können, ein ganzes Stück weit – ähnlich wie ein dehnbares Kletterseil einen Sturz auffangen und abfedern kann.

    Das festere Polyesterband könntest du allenfalls für die Aufhängeschlaufen verwenden, da es etwas schmaler ist als das "schwächere" und bestimmt etwas mehr "Missbrauch" durch Knoten (Dyneemaleinen, etc.) verzeiht. Auch da brauchst du aber eine recht starke Nähmaschine (bei meiner Version 2.0 bin ich so vorgegangen; ich glaube, da waren etwa 4mm Dicke zu bewältigen).

    Ich frage mich gerade, ob dieses 25mm-Dyneema-Gurtband etwas für die Aufhängunug am Baum sein könnte oder ob das in Schnallen auch rutscht, wie das anscheinend bei einigen Dyneema-Bändern der Fall sein soll. Ich stelle da mal rasch eine «kurze Frage».

    Die Staufächer in den aufhänge/Dreiecken

    hatte ich auch gemacht.

    So hat alles Platz , und ist vom Boden weg.

    Das war auch meine Überlegung. Zudem behindere ich den Stoff nicht an der freien Anpassung an meinen Körper.

    Falls du ein Moskitonetz verwendest: Wie hast du den Abschluss bei den Gepäckablagen gestaltet? Ich lasse meines dort einfach reinhängen, so dass es auf dem Stoff bloss aufliegt.

    Ja wie du erwähnst hat es mir die Treem extrem angetan! Ich würde Sie auch kaufen, wenn Sie mir nicht echt grenz wertig zu schwer ist. Daher will ich mit dem Design/Schnittmuster-Richtung noch etwas weiter rumprobieren. Ich denke auch die 4-Leinen-Aufhängung trägt auch dazu maßgeblich bei. Diese werde ich als nächstes nachstellen.

    Das Doppeldreieck führt dazu, dass gar nichts mehr gross auf eine Seite kippen kann. Die Hängematte hängt ja nicht mehr an zwei Punkten oben am Stamm, sondern wird zusätzlich nach unten verspannt und damit (ein Stück weit) am Schaukeln gehindert. Je höher die Spannung, desto weniger kann es schaukeln.

    Bzgl. der Spreizstäbe: Also das Bild der Holz-Stäbe in der von mir oben verlinkten Gallerie ist ja von der Treem-Seite selbst. Also sogar im Handbuch glaube ich. Ich verstehe deine Bedenken. Werde das aber definitiv ausprobieren. Ich werde aber auf jeden min. Fall 4cm dicke trockene Holz-Stöcker verwenden!

    Aber was meinst du genau mit „flach abspannen“? Hohe Spannung?

    Bei deinen Holzstäben sehe ich kein Problem. Ein Problem würde ich sehen, wenn du dir unterwegs jeden Abend neue Stäbe zusägen / schnitzen würdest. Solche Hölzer sind selten gerade und auch die Belastungsfähigkeit ist nur schwer einzuschätzen.

    Ja, mit »flach abspannen« meine ich einen flachen Hängewinkel, also mehr Spannung.

    Danke für deine Bezugnahme im zweiten Betrag! Ich habe jetzt erst verstanden, dass der Kurvenschnitt eigentlich ganz anders gedacht ist! Ich habe immer gedacht er soll durch (extreme) Spannung den Stoff mehr als an Kopf und Füßen seitlich straffer ziehen. Dabei ist es „hängend“ ja viel logischer. X/ Also wie bei deinem System. Mh… Jetzt muss ich echt mal nachgrübeln…

    Dazu hat Furbrain mal eine Frage gestellt und es ist ein informativer Faden entstanden.

    Aber…. Bei der Treem scheint es ja dennoch irgendwie zu gehen. Hast du davon mal ein Video (0:37 z.B.) gesehen wie er einsteigt? Die sieht fast schon magisch aus wie festgenagelt die Speizstäbe bleiben!

    Es gibt zwei Möglichkeiten mit einer Brückenhängematte eine flache Liegefläche zu erreichen:

    • Sehr hohe Spannung und dadurch eine ziemlich ebene Fläche. Dazu reicht eine recht geringe Kurve aus. Der flache Hängewinkel macht die Konstruktion aber sehr kippelig, weil der Schwerpunkt nach oben gebracht wird.
    • Steilere Seitenwände, die wie die Seilverstrebungen einer Hängebrücke wirken (daher der Name der Brückenhängematte). Hier hilft eine tiefe Kurve, trotz mehr Durchhang der Gurtbänder eine erstaunlich ebene Liegefläche zu erhalten. Allerdings wird es im Schulterbereich schnell einmal unbequem, wenn man das auch beim Kopfende zu stark in die Praxis umsetzt. Die »Koma« beispielsweise (wie auch meine beiden Brückenhängematten) arbeiten deshalb am Kopfende mit einem längeren Spreizstab als am Fussende.

    Ansonsten löst die Treem das Problem des hohen Schwerpunkts durch die doppelte Abspannung. Da könnte man die Frage aufwerfen, ob es sich noch um eine "Hängematte" im engeren Sinn handelt oder eher schon um eine "Spannmatte", um einen neuen Begriff zu kreieren.

    Noch eine Frage am Ende: Hast du oder jemand einen Tipp für Schnitt-Muster Material? Habe bisher 3 alte Tapeten-Stücke zusammengeklebt um auf 1.3m zu kommen. Gibt es eine bessere Lösung?

    Ich schneide mir aus zusammengeklebten A4-Bögen eine Kurve aus. Ich zeichne mir die Kurve auf zusammengeklebte A4-Bögen auf. Den Hängemattenstoff falte ich der Länge nach und hefte die Kurvenvorlage an den beiden Seitenrändern darauf. So bekomme ich mit einem einzigen Schnitt beide Seiten identisch zugeschnitten und brauche kein grosses Schittmuster. Ich muss bloss den Stoff vorher auf das gewünschte Rechteck (oder Trapez, wenn Kopf- und Fussende nicht gleich breit sein sollten) zuschneiden.

    Ich bin froh, dass mein Beitrag nicht als negative Kritik angekommen ist. :)

    massa, ich habe mir noch dein Video angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass du wirklich stark »bananenmässig« liegst:

    • Kopf und Füsse sinken nur wenig in die Hängematte ein und liegen entsprechend nur wenig unter den Spreizstäben.
    • Dadurch kommt der seitliche Kurvenschnitt kaum zum Tragen. Du liegst in deiner Brücken-Hängematte ähnlich wie in einer gewöhnlichen Spreizstab-Hängematte (siehe ganz unten im Artikel oder Bild im Foren-Logo).
    • Dazu passt auch, dass im Video der Eindruck aufkommt, dass deine Hängematte ziemlich kippelig ist.

    Damit der seitliche Kurvenschnitt wirken kann, braucht die Hängematte zwischen den Spreizstäben etwas Durchhang, die Seitenwände der Hängematte sollten nicht fast ganz horizontal verlaufen.

    Beim Kopfende braucht es nicht so viel Durchhang:

    • Es ist angenehm, wenn die Schultern nicht eingeengt werden.
    • Es ist angenehm, wenn es von der Schulterpartie bis zum Kopf eine leichte Biegung nach oben gibt.

    Beim Fussende ist es aber angenehmer, wenn die Seitenwände ihre Wirkung entfalten. Dort sollte der Stoff deshalb durchaus etwas nach unten durchhängen, die Seitenwände steiler nach oben zeigen:

    • Dadurch kommen die Beine gerader zu liegen.
    • Der Schwerpunkt sinkt und die Hängematte ist weniger kippelig.

    In meinen Brücken-Hängematten kann ich mich problemlos aufsetzen, ohne dass ich gleich nach links oder rechts wegzukippen drohe. Funktioniert das bei deiner auch? Falls ja, dann täusche ich mich mit meinen Beobachtungen vielleicht.

    Ich hoffe, dass ich dich mit diesen Beobachtungen nicht entmutige oder dein Werk schlechtrede. Es sind einfach die Dinge, die mir beim Betrachten des Videos durch den Kopf gegangen sind.