Beiträge von Waldläufer70

    Auf dem folgenden Bild sieht man mein selbst hergestelltes Spleisswerkzeug für Lash-It (grau) respektive Zing-It (farbig).

    Statt der Gitarrensaite kann man auch eine stumpfe Nadel #16 (auch im Bild) verwenden.

    Die Maße auf dem Zettel habe ich für die Herstellung der abgebildeten Evo-Loops verwendet.

    Wenn es um die Liegerichtung geht, frage ich mich, ob man dabei wirklich die diagonale Richtung meint, oder sogar einen Wechsel vom Kopfende zum Fussende

    Damit ist in der Regel schon gemeint, ob Kopf respektive Füsse links oder rechts von der Firstleine zu liegen kommen, also die diagonale Ausrichtung in der Gathered-End-Hängematte. Mir (wie auch meinen Freunden) ging es im anderen Faden jedenfalls darum.

    Ich entscheide bei einem Hängplatz in der Regel zuerst, in welche Richtung Kopf- und Fussende der Hängematte zeigen sollen (aufgrund der Aussicht oder den sonstigen örtlichen Begebenheiten), dann entscheide ich, in welcher Liegerichtung (Diagonale) ich liegen möchte. Manchmal hilft mir dann ein Wechsel der diagonalen Ausrichtung, wenn ich keinen Schlaf finde. In ganz seltenen Fällen habe ich auch mal die Hängematte umgehängt, also Kopf- und Fussende getauscht, wenn sonst alles nicht geholfen hat.

    Waldläufer70 : ich habe 2 Incubator mit denen ich sehr zufrieden bin. Trotzdem liebäugle ich mit den Wookies für die Dreamhammock -schade, dass ich es nicht nach Mengerschied geschafft habe, um die mal auszuprobieren. Sicherlich eine sehr gute Lösung, wenn man immer in der gleichen Diagonale und immer im Gathered-End Hängematten schläft.

    Ja, einen Wooki würde ich auch gerne mal ausprobieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass der so ziemlich das Optimum wäre. Andererseits bin ich mit meinem Incubator aber insgesamt so zufrieden, dass ich gar nicht unbedingt etwas Neues anschaffen möchte. Und dann kommt noch die Geschichte mit der Beschränkung der Liegerichtung (diagonal) beim Wooki.

    Andererseits würde ich auch gerne mal einen EnlightenedEquipment Revolt ausprobieren - ich wäre an der Apex-Version interessiert. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Daunen-Topquilts von EE. Der Revolt ist rechteckig, also verjüngt sich nicht zum Fussende und ich meine auch, dass Kopf- und Fussende nicht festgelegt sind - alles hängt von der Einstellung der Gummischnüre ab. Die Daunen werden nicht in rohrförmigen Sektionen sondern in quadratischen aufgeteilt. Somit erscheint mir der Revolt als die flexibelste Lösung.

    Der ist mir auch schon begegnet. Es scheint, dass bei der Daunenversion davon V2 (wie auch beim Uprising) eine kräftigere Kordel direkt nach dem Gesäss nach oben geht, die einen weniger in die Gerade zurückdrückt (war bei mir mit dem Incubator zwar nie wirklich ein Problem). Eine dünnere Kordel geht dann bei den Füssen nach oben: Die dürfte dann die Beine etwas weniger in die Gerade zurückdrücken. Bei V2 ist dann natürlich Kopf- und Fussende klar definiert.

    Sorry, meine Antwort an Womble passt jetzt hier nicht mehr wirklich zum Thema. Die Kehrseite bei Postverschiebungen, die nicht eindeutig zu einem Thema passen. Am Schluss passen sie nirgends mehr so wirklich dazu.

    Ganz wichtig beim Spleissen ist aus meiner Erfahrung: nicht ziehen, schieben!

    Auf Zug klemmt der Mantel den Inhalt fest: Es bewegt sich nichts mehr. Beim Schieben wird der Mantel weit und gleitet ganz leicht über den Inhalt.

    Also, Mantel immer aufs Werkzeug schieben und nie übers Werkzeug ziehen.

    Meine ersten Spleissversuche waren zwar erfolgreich, aber endeten mit Blasen an den Fingern. Heute weiss ich: Wer beim Spleissen Kraft braucht, macht etwas falsch.

    Für Lash-It verwende ich eine Gitarrensaite aus Stahl (hohes E), die ich in der Mitte gefaltet habe. Die beiden Enden habe ich etwas angefeilt und in ein Rundholz eingeleimt. Das funktioniert gut.

    Für den Mantel gebe ich beim Einspleissen der Enden rund 50% zur Länge des einzuspleissenden Endes dazu. Dann verschwindet das lose Ende ganz im Spleiss.

    Hier finden sich ebenfalls gute Hilfestellungen.

    Ich bin selten mehr als eine Woche unterwegs und dann meist eher von Frühling bis Herbst. In unseren Gefilden (wo man zur Not auch mal irgendwo rein könnte) konnte ich bei Daune noch nie ein Problem feststellen. Dazu muss ich aber sagen, dass ich nachts – mit ganz seltenen Ausnahmen, wenn sich mitten in der Nacht (z.B. durch ein Gewitter) Temperatur und Luftfeuchtigkeit erhöhen und ich deshalb plötzlich zu viel Kleidung anhabe – kaum schwitze und entsprechend nur wenig Feuchtigkeit abgebe. Auch bin ich eigentlich nie geplant über mehrere Tage bei Regenwetter unterwegs.

    Wer nachts viel schwitzt oder auch gezielt feuchte Umstände (Klima / Wetter) ansteuert, mag das natürlich anders sehen.

    Waldläufer70 Erinnerst Du Dich noch an diesen Faden? Falls sich Deine Freunde an den Gummischnüren des Incubator stören, wäre die Clew-Aufhängung vielleicht eine Alternative.

    Ja, da erinnere ich mich noch. Mich persönlich stören die Schnüre nicht. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich durch den Incubator stark in eine weniger diagonale Liegeposition gedrängt werde. Wie gesagt, funktioniert er für mich anscheinend wirklich gut... mit der Einschränkung bei der Temperatur. Ich kann auch innerhalb von zehn Sekunden die Liegerichtung ändern. Dazu löse ich die sekundäre Aufhängung auf der Seite, auf die ich wechsle, ein wenig und ziehe sie dort etwas an, wo der Kopf vorher lag. Das gibt dem Unterquilt noch etwas zusätzlich die gewünschte Richtung.

    Falls es aber tatsächlich Probleme geben sollte wegen der Gummikordeln, dann ist eine Clew-Aufhängung allenfalls tatsächlich einen Versuch wert. Das gilt natürlich für jeden "traditionellen" Unterquilt. Anscheinend ist der Incubator wirklich keine schlechte Wahl, wenn man den Wooki ausklammert. Ich kenne ja nichts anderes und dachte deshalb, vielleicht gibt es noch weitere Erfahrungswerte zu anderen herkömmlichen Modellen.

    Das wäre sicher nichts für deine Freunde Waldläufer70 , weil es zu teuer wäre, aber für dich wäre es vielleicht eine Option? Wenn es Modelle für "Leftys" und "Rightys" gibt, müßte doch ein Modell mit kompletter Isolierung möglich sein.

    Ich habe mir das auch schon überlegt, mir einen solchen zu nähen. Aber im Grunde bin ich mit meinem Incubator zufrieden genug, um mir keine so grosse Arbeit zu machen.

    Ein Unterquilt wird in Längsrichtung ganz anders gewölbt als in Querrichtung. Das muss man bei der Planung berücksichtigen. Es gibt zwar Unterquilts, die Querkammern haben, aber – soweit ich das überblicke – haben die meisten Längskammern. Damit ein solcher Quilt, der in beide Liegerichtungen genutzt werden kann, wirklich funktioniert, müsste man die Kammern wohl in einem grossen X anordnen. Das finde ich für mich zu aufwändig.

    Aber zurück zum eigentlichen Thema des Fadens.

    Danke für deine Einschätzung und die Tipps zu weiteren guten Marken! – Ich schätze, es wird auf Daune hinauslaufen. Ich denke kaum, dass sie gezielt in feuchten Gebieten campieren werden...

    Schläfer, die während der Nacht die Richtung wechseln sind meiner Erfahrung nach selten. Meistens ist die Bedingung "ich will die Liegerichtung wechseln können" nur eine Kopfsache - ähnlich wie "ich will meine Hängematte auch auf dem Boden benutzen können wenn es keine Bäume gibt".

    Ich denke, dass du mit deiner Einschätzung in der Mehrheit der Fälle schon richtig liegst. – Bei mir ist es allerdings tatsächlich so, dass ich schon oft, wenn ich in einer Richtung liegend keinen Schlaf gefunden habe, froh darum war, die Richtung wechseln zu können. Das hat bisher eigentlich immer Erfolg gebracht. Deshalb kann ich anderen diesen Wunsch nur schlecht "ausreden".

    Ich werde ihnen aber den Link zu diesem Faden schicken. So können sie sich selber informieren.

    Ich selber nutze seit ein paar Jahren den Incubator von HammockGear (20°F) und komme damit bis ca. 3°C recht gut zurecht. Wird es kälter, so kann ich mir mit einer zusätzlichen Wolldecke im Lenden-/Gesässbereich behelfen. Aber weit unter 0°C komme ich damit nicht. Grundsätzlich bin ich damit aber sehr zufrieden und würde den deshalb auch weiterempfehlen.

    Ich weiss, das Nonplusultra soll wohl ein Wooki darstellen. Den habe ich Freunden, die ins Hängematten-Camping einsteigen wollen, auch empfohlen und ihnen den sogar wie Honig ums Maul gestrichen. Leider gibt der Wooki aber die Liegerichtung vor. Und so wie es nun aussieht, möchten meine Freunde gerne bei Bedarf die Liegerichtung wechseln können. Und ich – als einer, dem diese Freiheit bisher selber relativ wichtig war – möchte ihnen das eigentlich nur ungern ausreden.

    Deshalb meine Frage: Welchen Unterquilt würdet ihr – sagen wir mal für 3 Jahreszeiten (Komfort bis ca. 0°C) – meinen Freunden empfehlen, wenn es kein Wooki sein soll? Und wie kommt ihr zu eurer Einschätzung?

    Wie gesagt bin ich mit meinem Incubator soweit sehr zufrieden (und kann den neben der Gathered-End-Hängematte sogar unter der Brücken-Hängematte erfreulich gut nutzen). Deshalb würde ich ihnen von meiner Seite wohl den empfehlen: in der passenden Länge und allenfalls mit etwas Overfill, um noch ein paar Grad Celsius zusätzlich zu gewinnen.

    Ich bin übrigens gespannt, wie du mit dem regelmässigen Schnitzen neuer Spreizstangen zurecht kommen wirst. Ich stelle keinesfalls infrage, dass das möglich ist.

    Für mich persönlich würde sich hier die Frage der Praktikabilität stellen:

    • Ich wandere beispielsweise bis zum Anbruch der Dunkelheit oder sogar in die Dunkelheit hinein (weil mir das Wandern gerade gut läuft oder ein guter Platz länger als erwartet auf sich warten lässt) und muss nun im Dunkeln noch «rasch» Spreizstäbe finden, zuschneiden und anspitzen. In letzter Zeit bin ich öfters bis in die Dämmerung hinein gewandert.
    • Es regnet und ich muss zuerst das Tarp aufbauen. Ich suche dann im nassen Wald nach Stäben und muss diese dann im Schutz des Tarps (am Boden sitzend?) bearbeiten, bevor ich mich gemütlich in die Hängematte legen kann. Ich habe bisher zum Glück noch nicht oft im Regen aufbauen müssen, stelle mir aber aufgrund solcher Erfahrungen vor, wie es sein könnte, wenn ich keine Stäbe dabei hätte.

    Ich persönlich würde mir, wenn es mir ums weitere Sparen von Gewicht ginge, Stäbe aus Karbon oder Fiberglas anfertigen (lassen). Da habe ich schon ein paarmal darüber nachgedacht. Vielleicht würde ich jemanden mit Erfahrung und der nötigen Werkstatt fragen, ob er mir welche machen würde.

    Da du aber bestimmt anders tickst als ich, bin ich einfach mal gespannt, wie du damit zurecht kommen wirst.

    Dieser Beitrag ist nicht als Kritik gemeint, sondern eher aus einem Stück «Bewunderung» für deinen Eifer verfasst, jedes Mal neue Stäbe anfertigen zu wollen. Ich glaube, für mich wäre das aufgrund der angesprochenen Szenarien nichts.

    Ich bin gerade auf dem Sprung... mit meiner Brücken-Hängematte 2.1 (überarbeitete 2.0).

    Die Version 2.0 sieht doch echt toll aus! :) Ich hoffe, sie ist auch entsprechend bequem. Letzten Endes geht es dabei immer um die Frage, die man sich selber stellt: »Schlafe ich gut und erholsam darin?«

    Wenn du diese Frage mit »Ja« beantworten kannst, dann ist das Ziel erreicht; zumindest das Hauptziel. Alles andere ist im Vergleich dazu »Kosmetik«, das Tüpfelchen auf dem »i« oder was auch immer.

    Ich denke, da ist dir ein ganz toller Wurf gelungen!

    Vorerst nur eine Bemerkung:

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    Das Seil parallel zum Spreizstab würde ich – falls möglich – unbedingt weglassen! Es verursacht einen Knick im Aufhänge-Dreieck, der den Winkel zwischen Gurtband und Spreizstab verkleinert. Wird dieser Winkel kleiner, so vergrösserst du die Belastung des Stabes. Das würde ich unbedingt zu vermeiden versuchen! Was ist denn der Sinn dieses parallel zum Spreizstab verlaufenden Seils?

    EDIT: Vergiss das, was ich wegen dem Winkel geschrieben habe. Das ist die obere und die untere Abspannung gemäss Treem. Alles klar. Das sah so schön parallel zum Spreizstab aus, dass mir mein Hirn einen Streich gespielt hat.

    PS: Dein Video ist auf »privat« gestellt und kann deshalb von Aussenstehenden nicht betrachtet werden.

    Übernachtet ihr immer "legal" oder betreibt ihr echtes Bushcrafting?

    Für mich klingt das so, als wäre "echtes" Bushcrafting zwangsläufig illegal. Sofern du dich nicht mit dem Waldbesitzer absprichst oder einen eigenen Wald besitzt, musst du dir darüber im Klaren sein, dass dein Aufenthalt im Wald wie auch eine Übernachtung daselbst womöglich nicht erwünscht sind.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass alles möglich ist, solange man sich dabei nicht auffällig verhält. Bushcraft* tendiert natürlich dazu, dass man im Wald auch gewisse "Bauten" vornimmt. Wenn man diese wieder rückbauen kann, so halten sich auch da die Spuren in Grenzen. Ich verstehe aber, dass in einem wirtschaftlich genutzten Wald oder im Lawinenschutzwald solche Bauten womöglich nicht gerne gesehen werden; das hängt vom Waldbesitzer ab. Im Gegensatz zum Bushcraft hinterlässt eine Übernachtung tendenziell schon weniger Spuren, wenn man sich entsprechend verhält und keinen Abfall hinterlässt.

    Zu deiner Frage: Ich übernachte auf meinen Wanderungen oft im Wald und geniesse den Blick in die Baumwipfel. Da ich mich dabei ruhig und unauffällig verhalte, denke ich nicht gross darüber nach, ob ich mich nun dabei im "legalen" oder "illegalen" Bereich bewege. Bushcraft betreibe ich dabei nur ganz am Rande.

    * Ich mag den Begriff »Bushcrafting« nicht, auch wenn der bescheidene deutsche Wikipediaartikel zum Thema diesen Titel trägt. Das englischsprachige Pendant ist »Bushcraft« (ein Nomen). Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, an ein Nomen die Endung »-ing« anzuhängen. Eine Nominalisierung durch ein »Gerund« ergibt nur bei einem Verb Sinn. Zudem betont das Nomen im Gegensatz zum Verb »craft« auch das »Geschick«, die »Fertigkeit«, die »Kunst«, in unserem Fall, sich in der Natur über längere Zeit autark aufhalten zu können, und betont deshalb weniger, dass dabei unbedingt der Wald handwerklich »umgestaltet« werden muss. Aber das ist ein anderes Thema...