Beiträge von Waldläufer70

    Zunächst zum "leg shelf", mein Deckenschlafsack verjüngt sich ebenfalls zum Fußende hin. Die Kammern werden schmaler, allerdings gleichmäßig. Wäre natürlich toll wenn ich dadurch auch den "leg shelf"-Effekt erzielen könnte.

    Ich denke, dass diese «Delle» nach innen entsteht, weil die Kammern hinter dem Gesäss auf einen Schlag etwas schmaler werden (auf der dem Körper zugewandten Seite). Wenn ich ihn am Fussende an die Türklinke hänge und dann etwas geöffnet leicht auf Zug bringe, dann ist der Stoff unmittelbar nach dem «Hintern» in Querrichtung relativ stark gespannt, so als müsste er dort Spannung ausgleichen.

    Ich möchte außerdem noch eine kleine Theorie aufstellen. Durchgenähte Längskammern eines nicht-differential geschnittenen Deckenschlafsacks funktionieren ähnlich wie ein differential geschnittener H-Kammern Underquilt. Steile These, ich weiß.

    Tatsächlich hatte Exped einige seiner Luftmatratzen so aufgebaut. Die Kammern waren vollständig geschlossen und erst durch die Belastung – also das Plattdrücken – haben sich die Kältebrücken verschlossen, indem die Kammern aneinander gedrückt wurden. Das hat im Sommer in Island gereicht, um nicht zu frieren. (Erfahrung meines Bruders) Ich vermute, dass das – übertragen auf eine Daunendecke – nur funktionieren kann, wenn die Kammern wirklich sehr gut mit Daunen gefüllt sind; dann könnte es klappen, dass das Material, das quasi gegen innen eine Wulst bildet, gegeneinander gedrückt wird. Einen Versuch ist das bestimmt wert.

    Das war, was ich erst vermutet hatte. Ich wurde aber eines besseren belehrt. Vermutlich ist es einfacher, die Breite zu ändern, weil man aus Gewichtsgründen den Underquilt ohnehin im Beinbereich schmaler macht. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Ob eine Änderung der Kammerhöhe den gleichen Effekt hat, weiß ich nicht.

    Das meinte ich: Wenn man einfach die Stege weniger hoch machen würde, dann würde mehr Isolation unter dem Torso bleiben und weniger in die Beinregion wandern. Wenn man den Quilt respektive die Kammern unter den Beinen aber schmaler werden lässt, dann bildet sich diese »Delle«, die in Rückenlage optimal, in Seitenlage aber aus meiner Sicht suboptimal ist.

    Ich muss dazu sagen, dass ich mich da nur auf meine äusserliche Betrachtung des Incubators stützen kann und auch noch nie selber eine Daunenisolation genäht habe. Der Schnitt des Incubators scheint mir jedenfalls recht komplex und ausgeklügelt und ich bin mit dem Quilt ja auch sehr zufrieden (ohne jeglichen Vergleich mit anderen Produkten).

    Bei mir funktioniert der Incubator (20°F mit einer Unze Daune zusätzlich) bis ca. 2°C (statt etwa -7°C). Darunter wird es mir in langer Kleidung und Fleecejacke ohne zusätzliche Isolation zu kühl/kalt.

    Ich hatte immer den Eindruck, dass das Leg Shelf die Daune günstiger verteilt: weniger an den eher unempfindlichen Beinen; mehr im Torso-Bereich.

    Das könnte man auch erreichen, indem man sich darauf beschränkt, die Stege im Beinbereich einfach weniger hoch zu machen. Der Incubator bildet aber zusätzlich noch eine »Delle« zwischen Po und Oberschenkel. Das wäre meiner Meinung nach nicht nötig, weil diese in Seitenlage leicht in den Oberschenkel drückt.

    Verschiedene Menschen empfinden das sicher unterschiedlich. Bei mir liegt die Kordel über den Füssen und am Kopf liegt der Incubator sanft an. Wenn man ihn breiter machen würde, dann würde es meiner Meinung nach reichen, ihn einfach auf der ganzen Länge gleich breit zu machen wie in der Mitte (also ein Rechteck statt zum Kopf- und Fussende hin zusammenlaufend). Dadurch würde sich der Andruck im Gesässbereich etwas erhöhen, sonst aber in etwa gleich bleiben. Zumindest wäre das meine Vorstellung davon, wie sich eine solche Veränderung bemerkbar machen würde. Ich kenne ja nur den Incubator.

    Ich hatte mir im September 2015 einen regulären Incubator mit einer Unze »Overfill« bestellt. Die Maße würde ich jetzt auch auf der Website nachschlagen. Hier im Forum sind wir ja immer zurückhaltend mit Maßangaben zu kommerziellen Produkten.

    Ich würde ihn mir inzwischen wohl noch mit mindestens einer Unze (28,35 g) mehr zusätzlicher Füllung bestellen. Der Knick hinter dem Gesäss ist aus meiner Sicht ideal, solange man vornehmlich auf dem Rücken schläft. Beim Liegen auf der Seite ist es vielleicht eher suboptimal.

    Mir (184cm) war der Incubator nie zu wenig breit. Ich richte ihn am Abend und dann bleibt er, wo er ist. Bei mir schliessen Unterquilt und Topquilt schön ab. Ich habe aber beim Topquilt auch die breite Version gewählt, weil ich den auch am Boden nutze; da ist etwas mehr Breite sinnvoll.

    In deinem Fall ist aber die Idee, ihn so breit zu lassen, wie er ist, und es zuerst mit einer Clew-Aufhängung zu versuchen, bestimmt sinnvoll!

    Im Übrigen habe ich gerade in einem anderen Faden gelernt: Beim Frieren als erste Massnahme die Daune aufschüttlen!

    PS: Hier noch, wie ich den Incubator unter der Hängematte in die diagonale Position bringe. Bei mir klappt das recht gut und ich fühle mich nur wenig zurück in eine gerade Liegeposition gedrängt.

    Aus sicherheitstechnischen Überlegungen kann man hier im Forum keine Dokumente einstellen, die Skripte enthalten (können). Deshalb habe ich alle meine Excel-Tabellen über Google-Tabellen zur Verfügung gestellt.

    Jedenfalls habe ich DL1JPH so verstanden.

    Ich habe einen dünnen Nähfaden verwendet; mir war das genau genug. ;)

    :/ Ich finde die Aussprache der meisten Nicht-Hochdeutsch-Sprecher auch gewöhnungsbedürftig ;)

    Es gab mal einen Faden für die Suche passender deutscher Begriffe. Dort würden die Bemerkungen hinpassen.

    Das ist natürlich Mist, wenn man für sprachliche Besonderheiten ausgelacht wird. Ging meiner Schwester so, als sie als Kind von Zürich in den Aargau gezogen ist.

    Ich bin in der Ecke Basel in einem Mehrfamilienhaus aufgewachsen. Da war auch eine Frau aus Norddeutschland, die Schina (China) und Schemie (Chemie) gesagt hat. Daran konnte ich mich gewöhnen. Nur damit, dass sie mich Mischael nannte, hatte ich grosse Mühe. Ansonsten lebe ich hier in der Schweiz ja auch mit vielen Dialekten und vier (offiziellen) Landessprachen.

    PS: Der Beitrag darf gerne mit den anderen verschoben oder sonst auch gelöscht werden; auch die vorhergehenden. War ja ursprünglich nur eine kleine Off-Topic-Bemerkung.

    Wenn wir wirklich eindeutschen wollen, dann wäre der Underquilt Protector wohl am ehesten ein Unterdeckenschützer oder Unterdeckenschutz (UDS). Ich verstehe allerdings nicht, warum man bereits bekannte und gebräuchliche Begriffe unbedingt eindeutschen muss. Wenn man ein Produkt als erster in einen neuen Sprachraum einführt, macht es noch am meisten Sinn, einen deutschen Begriff dafür zu erfinden. Aber wenn ein Produkt bereits unter dem fremdsprachigen Begriff etabliert ist, oder der fremdsprachige Begriff Vorteile bietet, finde ich es einfach nur unbequem, einen neuen Begriff lernen zu müssen. Und es sorgt auch für Verwirrung. Die deutsche Sprache ist voller ehemaliger Fremdwörter, über die sich heute schon lange keiner mehr aufregt. Und an die Anzahl der Wörter in der englischen Sprache kommen wir ohnehin nicht annähernd heran, sofern man nicht die zusammengesetzten Wörter einrechnet.

    Unterdeckenschutz (IDS) gefällt mir auch gut!

    Ich finde es durchaus sinnvoll, Wörter einzudeutschen. Ich schreibe hier im Forum beispielsweise relativ konsequent »Unterquilt«, weil das auf Deutsch gut funktioniert. – Ich finde es immer bemühend, wenn ich mir auf YouTube diese pseudoenglische Aussprache von »Underquilt« anhören muss. Mal abgesehen davon, dass gefühlt 90% aller YouTuber vom »Underkilt« sprechen und verärgert reagieren, wenn man sie vorsichtig auf ihr Malheur anspricht... (Sie sagen ja zur Quelle auch nicht Kelle, auch wenn sie die vielleicht zum Wasserschöpfen brauchen.)

    »Unterquilt« spricht sich eigentlich recht angenehm aus und klingt dann wie ein deutsches Wort. Meine Meinung.

    BTTT

    Hallo Ohrni und willkommen im Forum!

    Ich selber habe auch bisweilen etwas Mühe mit dem Einschlafen in der Hängematte, da ich sie nur auf Wanderungen nutze und zuhause nicht darin schlafe.

    Am besten liest du dich hier etwas ein, stellst da und dort eine Frage. Hilfreich wäre, wenn wir wüssten, wie gross du bist und welche Hängematten du bisher genutzt hast. Am besten im passenden Unterforum gezielt mit diesen Angaben eine Frage stellen.

    UQS? Du meinst UQP. Es ist meiner Meinung nach sinnlos, nur die Hälfte eines englischen Fachbegriffs einzudeutschen. Entweder ganz oder gar nicht.

    Off-topic: »Quilt« ist seit meiner Kindheit ein deutsches Wort. Man könnte durchaus von einem »Unterquilt-Schutz« sprechen. Da die wenigsten aber wissen, dass »Quilt« längst ein deutsches Wort männlichen Geschlechts ist, hast du in gewisser Weise natürlich recht: UQP ist etabliert, UQS ist ungewohnt.

    15% [...] 20-25%

    Ich habe mich von diesen Prozent-Angaben längst verabschiedet. Solange ich mein Gepäck angenehm tragen kann, ist es in Ordnung. Wenn es mir zu schwer wird, muss ich etwas ändern. Beim Pilgern beispielsweise reden alle immer von 10%.

    Es kommt doch primär darauf an, wie stabil mein Körperbau ist und wie weit ich ihn auf eine gesunde Art aufbauen kann. Dann spielt eine Rolle, wie viel (Über-)Gewicht ich mit mir rumschleppe. Das müsste ich dann ja auch zum "Gepäck" schlagen.

    Ich versuche einfach, bei jeder Tour mit dem, was ich habe, so leicht wie möglich unterwegs zu sein.

    (Bitte meinen Beitrag nicht als Kritik verstehen)

    Willkommen im Forum!

    @Bernd Odenwald wird dir bestimmt für deine Vorstellung danken und dir sagen, dass du deine Fragen in einem gesonderten Faden am passenden Ort im Forum stellen sollst.

    Deshalb hier nur ein kleiner Tipp: Ich würde mir die Karabiner sparen und stattdessen mit Evo-Loops arbeiten (siehe Video 1 im Link). Das spart etwas Gewicht.

    Das ist ein echt gutes Thema. Und ich merke, dass ich mich bisher eher (zu) wenig darum gekümmert habe. (Aktuell habe ich sogar meine Notfallapotheke irgendwo verlegt und finde sie nicht mehr... ;()

    Bei mir kommt es sehr darauf an, wo ich unterwegs bin und wie viele Leute dort in der Regel unterwegs sind. Nicht immer weiss ich das natürlich vorher:

    • Im Jura verwende ich meistens Wanderwege, die sich zwischen breitem Waldweg und manchmal einem einspurigen Trail bewegen. Da ist die Chance, dass ich sehr schlimm stürze eher gering. Ausschliessen kann man es natürlich trotzdem nicht. Und es könnte ja auch mal etwas passieren, das gar nichts mit einem Sturz zu tun hat (körperliche Notsituation). Das habe ich bisher (zu) wenig berücksichtigt. Dazu kommt noch, dass das Jura-Gebirge oft recht einsam ist und man nur wenige andere Wanderer trifft. (Im Grunde ist das gerade ein Aspekt, der mir da so gut gefällt: gute Zugänglichkeit und viel Einsamkeit.)
    • In den Alpen bin ich eigentlich lieber zu zweit unterwegs, aber nicht immer haben andere Zeit. Da nehme ich dann gerne die besseren Karten (1:25'000) mit (gezielt ausgedruckt, was ich brauche). Da weiss ich immer, wo ich bin. Ich bin da manuell mit der Ortung oft schneller als das GPS-Signal, insbesondere wenn ich das Telefon ausgeschaltet habe und bei Bedarf erst einschalten muss. In diesem Gelände ist die Chance für einen Unfall (ausrutschen, stolpern, im schlimmsten Fall ein Stück vom Weg aus abstürzen) deutlich grösser. Dazu kommt noch, dass es oft keinen Handyempfang gibt. Dafür bin ich auf manchen Routen erstaunt, wie viele Leute da unterwegs sind. Zusätzlich zur guten Karte nehme ich da immer eine Trillerpfeife und einen Kompass mit. Die Pfeife musste ich zum Glück noch nie nutzen. Und auch den Kompass bräuchte ich wohl nur dann, wenn so viel Nebel ist, dass ich kaum zehn Meter weit sehe.

    Zusammengefasst:

    • Jura-Szenario: eher ungefährliches Gelände, dafür nur wenige Leute.
    • Alpen-Szenario: zum Teil etwas exponiertes Gelände, dafür oft relativ viele Leute.

    Im Grunde kann auch etwas passieren, wenn ich zehn Minuten von zuhause im Wald einen Spaziergang mache. Da kommt auch nicht immer jemand vorbei und die Beschreibung, wo ich genau bin, wäre da – ohne Karte – unter Umständen schwieriger.

    Ich sage meistens einem Familienmitglied oder Freunden grob, wo ich unterwegs bin und wann ich mich spätestens wieder melde. Wenn Netzempfang ist, schicke ich gelegentlich ein Foto als Lebenszeichen.

    Danke für die bereits genannten Tipps. Vielleicht werde ich mich da mal schlau machen. Eigentlich mag ich all den technischen Schnickschnack nicht. Ich fühle mich da immer so von der Steckdose abhängig. Und eigentlich gehe ich in die Natur, um von all diesen Abhängigkeiten ein Stück Distanz zu bekommen. Aber man wird ja auch nicht jünger und da ist vielleicht der eine oder andere Kompromiss ganz sinnvoll. :/

    Ich hab mal einen aus 5 cm Kanthölzern nachgebaut.

    Vielleicht muss ich mir doch mal so einen bauen. Scheint ja nicht so eine Hexerei zu sein.

    Was bräuchte man denn alles dafür?

    • 4 Kanthölzer à ca. 250 cm Länge (reichen auch 240cm?)
    • ein paar Softschäkel aus Dyneema
    • eine verstellbare Leine aus Dyneema als Distanzhalter am Boden
    • eine verstellbare Leine aus Dyneema zur Abspannung am Fussende
    • Aufhängung für die Hängematte (verstellbar)

    Oder fehlt da noch etwas?