Ich gehöre durchaus zu den Leuten, die für das "grosse Geschäft" gerne Toilettenpapier verwenden. Das ist wohl einfach eine Gewohnheit.
Ich käme aber nicht auf die Idee, mir Tücher für die einmalige Verwendung mit auf Tour zu nehmen. Ich hatte das anderswo schon einmal geschrieben: Ein T-Shirt aus Baumwolle (rund 150 g) hält bei mir bei entsprechender Qualität bis zu zehn Jahre lang. Die Vorstellung, Baumwolle (oder ein anderes Produkt aus Zellulose) nach einmaligem Gebrauch wegzuwerfen, finde ich befremdlich. (Gerade Baumwolle ist in der Herstellung oft ziemlich unökologisch.) Nach wenigen Touren hätte ich jeweils ein weiteres "T-Shirt" irgendwo vergraben oder weggeworfen.
Auch Seife/Duschmittel nutze ich nur, wenn ich in der Zivilisation unterwegs bin. In der Natur reicht mir ein ordentlicher nasser Lappen oder ein gut ausgespültes nasses T-Shirt, um mich zu waschen und wieder einigermassen frisch zu fühlen. Allerdings bin ich froh, wenn ich wenigstens jeden zweiten oder dritten Tag komplett ins Wasser steigen kann: In der Natur muss ich also an einem "bebadbaren" Gewässer (See, Bach, grosser Brunnen) vorbeikommen, oder sonst einen Campingplatz ansteuern oder mir ein Zimmer nehmen, sonst wird es für mich bald einmal ungemütlich.
Ich nutze zu Hause wie auch unterwegs simples Natron (Natriumhydrogencarbonat, Natriumbicarbonat) aus dem Backbedarf, um übermässigem Gestank vorzubeugen: ein wenig Natron-Pulver mit etwas Wasser zwischen den Händen zerreiben und damit die heiklen Körperstellen einreiben. Das leicht basische Ambiente mögen die eiweissspaltenden Bakterien nicht, der Schweissgeruch bleibt bald weitgehend aus.
Das einfach als kleiner Einblick in meine "Hygiene-Welt", wenn ich unterwegs bin. Mögen am Schluss aus unseren Beiträgen alle das für sich herauspicken, was ihnen am besten zusagt.
PS: Thema "Müll". Interessant ist der Aspekt, dass wir uns über den immer erst beklagen, wenn er "anfällt". Davor tragen wir ihn völlig selbstverständlich mit: i.d.R. als Verpackungsmaterial. Erst wenn dieses leer ist, wird die Verpackung zum "Müll", den wir schnellstmöglich loswerden wollen. Geht mir definitiv auch so, ist aber im Grunde seltsam.