Beiträge von Waldläufer70

    Ja, Google ist bisweilen rätselhaft. Bei mir hat es auch heute noch funktioniert, keine Ahnung warum. Vielleicht rutschen die Angaben mit der Zeit weiter nach oben, so dass sie auch bei anderen unter den oberen Suchresultaten erscheinen. Erstaunt hat mich am meisten, dass die Daten bei mir sogar als Referenzwerte ganz zuoberst angezeigt werden. Ein Zufallsfund, der mich doch ziemlich überrascht hat.

    Auf der Matte habe ich den Quilt schon mit zwei dünnen Gummischnüren, die ich der Länge nach um die Matte gelegt habe, an der Isomatte fixiert. Das hat recht gut funktioniert. Die Gummischnüre konnte ich – je nach Bedarf und Breite des Quilts – etwas mehr am Rand oder etwas mehr gegen das Zentrum der Matte positionieren. Beim Drehen hat sich der Quilt zwar manchmal einen Moment etwas angehoben, rutschte aber wieder zurück in die gewünschte Position.

    Inzwischen verzichte ich meist auf die Gummischnüre, weil es doch ein wenig ein Gefummel ist und ich gemerkt habe, dass diese Massnahme bei mir von Frühling bis Herbst eigentlich kaum nötig ist. Wenn ich ihn um den Hals verschliesse, so bleibt er recht gut in Position. Ansonsten habe ich den Verdacht, dass ein Schlafsack bei kühleren Temperaturen und auch bei starkem Wind deutlich im Vorteil ist, wie das Seitenschläfer ja auch bestätigt.

    Leider finde ich die guten Fotos aktuell nicht mehr. Ein paar in schlechter Auflösung habe ich noch:

    Haben wir 2016 mit Jugendlichen in einem Hängemattenkurs bei den «Garten-Modellen» so gemacht. Ich war für die leichten «Waldläufer-Hängematten» zuständig und hatte mich deshalb zeitlich nur sehr beschränkt mit diesen Modellen beschäftigt. Von da kommt übrigens mein Benutzername hier im Forum.

    Ich denke, jetzt wo du den Stoff schon hast, spricht nichts dagegen, dir daraus eine Hängematte zu machen. Ich würde dir aber empfehlen, dich bei der Länge an diesem Faden zu orientieren. Damit du im Rücken nicht zu sehr durchhängst, würde ich zudem eine Kurve reinmachen. Einfacher bekommst du die Kurve hin, wenn du den Stoff an beiden Enden mit einem Seilfächer (Clew) abschliesst, den du über einem rechteckigen Rahmen(!) aufbaust, so wie das im Link, den ich ziemlich am Anfang gepostet habe, gezeigt wird. Die Schnurfächer zählen zur Länge der Hängematte mit dazu; der Stoff selbst darf in diesem Fall entsprechend kürzer ausfallen.

    Allerdings ist die Verbindung von Hängemattenstoff und Seilfächer auf jeden Fall eine Riesenarbeit, weil dein Stoff für die Verwendung von Ösen zu schwach zu sein scheint. Ich kann dir mal ein paar Fotos posten, wie der Übergang funktionieren könnte.

    Ich müsste direkt mal ausprobieren, ob ich meine Gepäck-Hängematte auch als Hängesitz verwenden könnte. Allerdings müsste ich da die aktuelle Aufhängung (Lash-It) duch AmSteel ersetzen, sonst bin ich etwas sehr am Limit mit meinem Gewicht... Jedenfalls eine gute Idee!

    PS: Wie breit ist denn der Stoff deiner beiden Hängesitze? Meine Gepäck-Hängematte ist nur knapp 100cm breit und auch nur wenig über 100cm lang, also wohl eher ein Baby-Hängesessel...

    Sehen schön aus, deine braunen Quilts. Ich hatte mir beim Unterquilt überlegt, mir auch einen braunen zu besorgen, mich dann aber für einen grünen entschieden. – Das Braun wirkt optisch angenehm ruhig und warm. Falls ich mal einen richtig warmen für den Winter machen oder kaufen sollte, würde ich mich wohl auch für einen braunen entscheiden. Im Winter ist das auch die bessere Tarnfarbe.

    Das mit dem «Sicherheitsgefühl» leuchtet mir ein. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich in meiner extrabreiten Matte aus Hexon 1.6 auch etwas besser schlafe als in der eigentlich fast bequemeren aus dem «Hammock Nylon» von Extrem Textil; ganz einfach deshalb, weil ich bei der eigentlich bequemeren mit den Füssen immer sehr nahe am Rand liege (sie ist unter 150cm breit), während die aus dem Hexon vielen vorigen Platz bietet. – Etwas weiter gedacht: Eine Fussbox könnte die schmalere Matte vom Gefühl her bequemer machen: ganze einfach deshalb, weil ich dann mit den Füssen nicht mehr ins Leere rutschen kann. (Das entsprechende Projekt schiebe ich ja eigentlich schon lange vor mir her...)

    Dann wäre die Hängematte natürlich kippeliger und die Stabilisierung an den Seiten macht Sinn.

    Im Video habe ich tatsächlich den Eindruck, dass er die Hängematte «maximal», also wirklich sehr stark spannt. Das hat eine sehr starke Belastung der Hängematte selbst und natürlich auch der Aufhängung zur Folge. Es würde mich nicht wundern, wenn er den Sicherheitsfaktor von 5 (deutlich?) unterschreitet. Und natürlich wäre seine Konstruktion ohne die Abspannung nach unten extrem kippelig. Dafür erreicht er aber eine sehr ebene und auch ziemlich harte Liegefläche. Sein Vergleich mit dem Bett («It feels almost like a bed») ist vermutlich nicht weit hergeholt. Ich meine mich zu erinnern, dass du Brückenhängematten ganz allgemein vom Liegegefühl her hier im Forum schon mit einem «Feldbett» verglichen hast.

    Hat er das Dreieck kürzer gemacht um den Platzbedarf zu reduzieren?

    Ich bin nicht sicher, ob das Dreieck selbst kürzer ist. Zumindest habe ich im Video nicht diesen Eindruck. Oder hat jemand dazu die Daten?

    Da man aber die beiden Dreiecke nach oben und unten steiler spannen kann als die Hängematte hängt, die Hängematte also näher an den Baum ziehen kann, als das Dreieck eigentlich lang ist (siehe Skizze von Hammock Goofy), lässt sich der Baumabstand etwas verkürzen: allerdings um den Preis, dass die Spreizstäbe dann deutlich stärker belastet werden. (Verkleinert man den Winkel von 60° bei einem gleichseitigen Aufhänge-Dreieck auf nur noch 45° zum Spreizstab, so wächst die Belastung desselben auf Seiten der Aufhängung um gut 40%!)

    Danke für den künstlerisch hochwertigen Beitrag! :)

    Dann habe ich dich im zweiten Anlauf richtig verstanden. Sei einfach vorsichtig. So ein Stab macht das lange mit, wenn du aber in die Nähe des Limits kommst, dann kann er ganz plötzlich knicken, wenn du dich etwas mehr bewegst. Dummerweise knickt er tendenziell genau in Richtung deines Körperschwerpunkts, d.h. in die Richtung, in die der Winkel grösser ist (Winkel β und δ in dieser Darstellung).

    Allerdings kann mir jetzt in den Sinn das durch diese Weise auch ein kürzerer Baumabstand gewählt werden kann und trotz des geringen Abstands die Matte straff aufgespannt ist.

    Das verstehe ich jetzt nicht. Wenn ich mir das Video anschaue, dann sehe ich ein gewöhnliches Aufhänge-Dreieck nach oben und einfach ein zusätzliches nach unten. Kürzer darf das doch auch nicht sein, sonst wird die Last auf den Spreizstab grösser. Oder liege ich da mit meiner Beobachtung völlig falsch?

    Oder meinst du einfach, dass die Distanz zwischen dem unteren und dem oberen Baumgurt vergrössert werden könnte und dann dadurch der Baumabstand kürzer wird? Das erhöht dann aber die Belastung der Seile (was nicht so schlimm ist, weil sie doppelt vorhanden sind). Dummerweise wird dadurch aber die Belastung der Spreizstäbe erhöht, weil die Projektion des Dreiecks (Sicht von senkrecht oben aufs Dreieck) verkürzt wird. Die Spreizstäbe würden dadurch stärker belastet.

    Das stimmt - ich will es aber noch abrunden

    Bei deinen Ausführungen bin ich absolut bei dir! Ich wollte nicht so stark ins Detail gehen. Der Dendronaut-/Ridgerunner-Typ ist im Kopfteil flach und erkauft den geringeren Druck auf die Schultern und die bessere Aussicht zur Seite hin mit einer ungleich höheren Belastung der Spreizstäbe. Am Fussteil nähern sich die beiden Modelle der tieferen Bauweise der Ariel an.

    Was den Umgangston hier angeht, geht es mir gleich wie einigen anderen hier. Wenn es etwas Persönliches zu klären oder zu kritisieren gibt, dann gerne in einer Konversation. Ich fände es schön, wenn nicht alle öffentlich darüber lesen müssten. Es stört den Lesefluss und man braucht viel Energie, um die emotionalen Spannungen wieder möglichst auszublenden.

    Zum Thema «Hängemattenforum»: Dass es hier um Hängematten geht, dürfte jedem, der sich hier anmeldet und schreibt, klar sein. Ich denke es geht um den respektvollen Umgang mit anderen Übernachtungsmöglichkeiten, egal ob auf Tour oder zuhause. Beim einen oder anderen Beitrag (die zum Glück klar in der Minderzahl sind) muss ich manchmal schon etwas den Kopf schütteln, wenn das eigene Erleben quasi zur allgemeingültigen Wahrheit hochstilisiert wird oder Leute, die oft sehr viel Erfahrung haben, gleich in ihrem Begrüssungspost «missioniert» werden. Da fehlt es mir manchmal ein wenig an Sensibilität.

    wenn man die Spreizstäbe mit Wanderstöcken oder Carbonstäben ersetzt

    Mir fehlen hier sicher einige wichtige Testwerte. Aber ich denke, dass hier der Hund begraben liegt: Trekkingstöcke sind nur solange eine leichte Lösung (vorausgesetzt, man nutzt sie zum Wandern ohnehin), wenn man sie zur Verwendung als Spreizstäbe nicht mit zusätzlichem Material verstärken muss. Sobald man die Brückenhängematte so baut, dass man sie flach abspannen muss, steigt die Belastung der Stöcke stark an. Will man sie besonders breit bauen, um zwischen den harten Seitenbändern Platz zu schaffen, so gelingt auch das nur, wenn man die Stangen sehr lang wählt. Das schwächt die Stöcke zusätzlich und erhöht zudem die Belastung auch wieder. Gering ist die Belastung nur, wenn man die Stöcke kurz hält, die Hängematte nicht zu flach abspannt. Das wiederum ist nur möglich, wenn man in die Seiten eine tiefe Kurve macht. Das wiederum hat zur Folge, dass die Matte in der Mitte sehr eng wird, also nur noch ein sehr schmaler Streifen Stoff übrig bleibt. All das steht einer komfortablen Brückenhängematte tendenziell im Weg.

    Eine ausreichend breite, den Seiten entlang tief eingeschnittene und nicht zu flach durchhängende Brückenhängematte bedarf sehr starker Spreizstäbe. Und das, so meine ich, macht kein Trekkingstock unverstärkt mit. Die Verstärkung aber muss man als zusätzliches Gewicht wieder separat mit auf Tour nehmen, was zumindest einen Teil der Gewichtsersparnis der Nutzung von Trekkingstöcken wieder aufhebt.

    Liegt man nicht wirklich schön gerade in der Cross Hammock :) ?)

    Auf jeden Fall! – Ich glaube allerdings, dass einige an ihrer Hängematte gerade schätzen, dass man eben nicht ganz gerade liegt.

    Für mich als jemand, der nach wie vor im Bett besser schläft als in der Hängematte, könnte eine Querhängematte aber tatsächlich mal eine interessante Möglichkeit sein. Vielleicht gibt sich ja mal die Möglichkeit, dass ich eine ausprobieren kann...

    Mir scheint die Brücke ähnlich schmal zu sein wie die der meisten anderen bekannten Anbieter auch. Da liegen Oberschenkel und Knie wohl auch auf dem harten Rand auf, wenn man in Seitenlage liegen möchte. Wirklich «neu» ist eigentlich nur die Abspannung nach unten, um das Schaukeln zu minimieren respektive das Kippen zu unterbinden. Bei einer guten Brückenhängematte ist das aber kein wirkliches Problem.

    Die Nutzung eines Bambus-Spiesses – wie oben erwähnt – kann man sich grob so vorstellen:

    Nachdem der Grundknoten von Hand gelegt ist, hält der Spiess die Mitte offen.

    Der Knoten wird nun mit einer Nadel (#13) fortgesetzt.

    Jetzt wird der Spiess entfernt und mit der Nadel werden die losen Enden ...

    ... durch die offen gehaltene Mitte nach unten gezogen.

    Der Knoten wird dann zuerst an den losen Enden ...

    ... und schliesslich durch Ziehen am Loop festgezogen.

    Nun erstrahlt er in all seiner Pracht.

    Jetzt müssen noch die losen Enden verspleisst werden.

    Dazu werden diese mit einen Spleisswerkzeug (z.B. Schlaufe aus einem Draht) im Hohlgeflecht versenkt.

    Der fertige Knoten kann an einer Türfalle abschliessend noch etwas weiter festgezogen werden.