Beiträge von Waldläufer70

    #2 Nimm ausreichend Wasser mit auf deine Tour.

    In einem wasserreichen Gebiet, in dem überall Trinkwasser fliesst, könnte man theoretisch ohne Wasserreserven auskommen, eine ½-Liter-Flasche würde ich persönlich aber in jedem Fall mit dabei haben wollen. Sobald man nicht regelmässig über Trinkwasser stolpert, braucht man mehr Reserven. Je nach Gegend ist es sinnvoll, sich so einzurichten, dass man unsicheres Wasser aufbereiten kann. An einem heissen Sommertag kann ich beim Wandern tagsüber durchaus mal vier bis fünf Liter Wasser trinken.

    Wer zu wenig trinkt, riskiert einen massiven Leistungseinbruch, die Gedanken können schwerfällig werden, die Zurechnungsfähigkeit nimmt ab, es kann Schwindelgefühl aufkommen, auch Übelkeit ist denkbar. Mit einer Dehydratation ist nicht zu spassen!

    Gelber und erst recht dunkelgelber Urin sind ein Zeichen dafür, dass man zu wenig getrunken hat. Der Urin sollte stets blassgelb oder noch besser nahezu farblos sein.

    Hat man zu wenig Trinkwasser zur Verfügung und ist sehr durstig, eines darf man nie: aus einer unsicheren Wasserquelle unbehandeltes Wasser trinken. Denn Durchfall (oder Schlimmeres) macht die Dehydratation und die daraus hervorgegangene körperliche und psychische Beeinträchtigung noch schlimmer.

    Der Weg hin und zurück war bei meinen 2 Litern nicht mit eingerechnet, nur die Zeit im «Camp» mit Essen, Trinken, Zähneputzen und allenfalls ein wenig Katzenwäsche. Wenn ich im Sommer unterwegs bin, trinke ich auch mal 4 Liter Wasser am Tag. Für die Übernachtung brauche ich dann zusätzlich die erwähnten 2 Liter Wasser.

    Eine Dehydratation ist nichts Schönes! Die kann einen völlig ausser Gefecht setzen: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit... und das Schlimmste: Wenn einem dann mal klar wird, dass man dehydriert ist, und etwas trinken will, wird einem unter Umständen noch mehr übel. Da braucht man dann viel Geduld und muss sich mit ganz kleinen Schlucken wieder aufpäppeln. Das Glück im Unglück: Wenn das dann gelungen ist, ist man bald wieder bei der vollen Leistungsfähigkeit. Zumindest bei mir war das zum Glück so.

    Mir ging heute in der Bahn auch noch ein Punkt zum Thema der Schraubhaken durch den Kopf:

    Kinder nehmen doch – sei es bewusst oder nicht – wahr, wie die Hängematten an den Bäumen befestigt sind. Entweder sie sehen, dass da etwas in den Baum geschraubt worden ist, als sei der Baum ein Werkstoff wie die Wand zuhause. Oder sie nehmen wahr, dass man mit den Bäumen sorgfältig umgeht, weil es sich um ein Lebewesen handelt. Eine solche Beobachtung kann mitbestimmen, wie ein Kind die Bäume und den Wald wahrnimmt.

    Wozu eröffnet man einen Waldkindergarten? Was möchte man den Kindern dort vermitteln?

    Einfach noch ein Denkanstoss...

    Was ich auch noch wichtig finde: Man sollte immer genug zu trinken dabei haben.

    • Wenn ich zuhause esse und wirklich nur für die Übernachtung selbst raus gehe, dann reicht mir eine ½-Liter-Flasche. Oft nehme ich die dann auch voll wieder mit nach Hause.
    • Wenn ich mir am Morgen noch einen Kaffee brühen möchte, dann bin ich bald bei einem Liter Wasser.
    • Wenn ich aber auch draussen zu Abend esse und mir am Morgen vielleicht auch noch etwas zubereite, dann bin ich froh, wenn ich zwei Liter Wasser dabei habe.

    Gerade im Sommer ist es immer sehr unangenehm, wenn das Wasser knapp wird.

    Mir sträuben sich dabei alle Nackenhaare, deshalb meine kritische Rückfrage.

    Auf jeden Fall müsste der Eigentümer gefragt werden, da das durchbohrte Holz für manche Nutzung nicht mehr in Frage kommt.

    Die Schraube wird eines Tages auch vollständig überwachsen und verbleibt dann im Holz. Nicht so toll für das Sägeblatt, das vielleicht eines Tages mit ihr in Konflikt gerät.

    Feste Gurte müssen selbstverständlich regelmässig überprüft werden (Spannung, Zustand, etc.). Ich würde die auch jedes Jahr mal etwas verschieben oder auch mal den Ort wechseln.

    ... ausreichend große Haken in die Bäume schraubt, ...

    Irgendwie scheint mir das im Widerspruch zum Baumschutz zu stehen. Wäre es nicht besser, breite Gurte aus dem Slackline-Bedarf fix am Baum zu fixieren? Diese Lösung habe ich schon am einen oder anderen Ort gesehen, u.a. am Platz eines Waldkindergartens.

    Ansonsten würde ich die Hängematten auch eher bei Nichtgebrauch abhängen. Das löst nebenbei noch die meisten der befürchteten rechtlichen Fragen.

    Meine erste Übernachtung habe ich im Wald erlebt. Ich habe dafür einen Ort genutzt, den ich bereits gut kannte. Ich hatte dort bei Tageslicht im Rahmen diverser Waldspaziergänge alles schon ausprobiert und mich mit allem vertraut gemacht. Den Platz konnte ich im Dunkeln selbst ohne Taschenlampe finden. Dasselbe galt für den Heimweg. Ich hätte zur Not in zehn Minuten jederzeit alles einpacken und nach Hause gehen können (20min Fussweg). Die ersten Übernachtungen gingen problemlos. Ich bin aber auch schon mitten in der Nacht nach Hause gegangen, weil ich einfach keinen Schlaf finden konnte und ganz genervt war.

    Eine Taschenlampe nehme ich auch immer mit, war aber schon oft überrascht, dass ich sie gar nicht benötigt habe. Die meisten Nächte sind heller, als man denkt, und die paar Handgriffe für den Auf- und Abbau hatte ich schnell intus.

    Tipp:

    Ich würde jedem Neuling empfehlen, einen vertrauten Platz zu wählen, der sich bereits bei Tageslicht bewährt hat und der gut und problemlos von zuhause / vom Fahrzeug aus erreichbar ist.

    Jetzt habe ich es verstanden, danke.

    Ich weiss nicht so recht, wie sich eine solche "Stoffwurst" nähen lässt, ohne sehr viel Stoff umzuschlagen und damit zu "verlieren".

    Ich glaube auch nicht, dass die Verbindung (viel) stabiler wäre. Klar, der abgerundete Ring wäre sehr stoffschonend, würde sich aber immer wieder mal bewegen. Ein Seil im Tunnelzug bewegt sich, wenn es sich mal festgezogen hat, nicht mehr. Da wäre dann die Naht selbst die "Schwachstelle".

    Ich denke eigentlich, dass eine Verbindung wie im Video oben gezeigt am stabilsten wäre. Wenn sich die mal festgezogen hat, ist sie nur schwer wieder zu lösen. Das hat kürzlich jemand im Forum beschrieben. Wenn du die Stoffenden mit einem mehrfachen "Einschlag-Umschlag" verdickst, hast du fürs Sicherheitsgefühl noch etwas getan. Ich glaube aber nicht, dass da etwas rutscht.

    Ja, den Stoff könnte man auf jeden Fall doppelt nehmen. Wenn man die Seite nicht vollständig zunäht, könnte man bei kühlerer Witterung sogar mal eine Wolldecke zwischen die Schichten schieben. Das ist aber in der Praxis wahrscheinlich zu umständlich, also vielleicht besser ganz zusammennähen, damit die Hängematte kein Schmutzfänger wird.

    Die Bezeichnung "dünner Stoff" ist relativ. Für viele hier gilt dieser Stoff schon eher als "fest". Einige nutzen Stoffe, die gerade mal 35g/m2 wiegen; da ist man dann aber tatsächlich bei "sehr dünnen Stoffen" angelangt.

    Es geht nicht darum, was aus deiner Sicht gefährlicher ist. Es geht darum, wer am Ende dafür haftet, wenn etwas passiert.

    Vielleicht sind wir in solchen Fragen in der Schweiz auch noch etwas lockerer. Wer in den Wald geht, ist selbst für sich verantwortlich. Ein Waldkindergartenplatz ist bei uns öffentlich zugänglich, die Nutzung einer dort installierten Hängematte geschieht auf eigene Gefahr. Aber auch bei uns kommt natürlich immer mehr die Frage, wer in welchem Fall haftet. Kinder werden teilweise auf Händen getragen und es werden ihnen alle Steine aus dem Weg geräumt. Das fördert nicht unbedingt die Selbstverantwortung. Ich freue mich nicht unbedingt über die aktuelle Entwicklung.

    Wenn deine Hängematte und dein Tarp über die notwendige Hardware verfügt, dann gar keinen.

    Ansonsten finde ich die folgenden Knoten sehr hilfreich:

    • Schlaufen knoten => Palstek
    • Schnur am Baum befestigen => Ewenkenknoten (sibirischer Knoten) (geht auch für die Aufhängung der Hängematte am Baum)
    • Schnur spannen => z.B. Trucker's Hitch* (und diverse andere Abspannknoten)

    * Ich führe die Schnur jeweils zweimal durch die Spannschlaufe. Sie hält dann von alleine. Natürlich braucht es am Schluss trotzdem einen Sicherungsknoten.

    Es gibt hier im Forum einen extra Faden zu Knoten. Der ist unter "Aufhängung & Gestelle" oben angepinnt.

    Kennst du schon die Schlagwort-Funktion? Gehe bei "Forum" auf den kleinen Pfeil und wähle "Schlagwort-Index". Wenn du selber einen Faden startest, kannst du auch Schlagwörter vergeben und/oder bestehende übernehmen.

    Ich frage mich, wie gut bei 1000D sich das Material an den Enden noch raffen lässt?!

    Das war in der Tat bei unserem Hängematten-Näh-Workshop mit Jugendlichen im Sommer 2016 eine Schwierigkeit bei den recht festen Baumwollstoffen. Es entstand ein grenzwertig grosser Stoffknubbel, aber es ging gerade noch. Cordura ist - je nach Qualität - noch steifer. Dann vielleicht eher eine Raffung mit Schotstek.

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    Ich weiss nicht, ob sich in einem Waldkindergarten rechtliche Probleme stellen. Die Hängematten werden ja nicht für einen bestimmten Zweck auf dem Markt vertrieben. Zudem sind die Kinder dort beaufsichtigt. Die Matten werden auch nicht hoch hängen. Da ist jedes Klettergerüst, wie sie auf Spielplätzen stehen, gefährlicher. Und die sind alle zugelassen.

    Ich habe nun auch alle Beiträge nochmals gelesen.

    Verstehe ich es richtig: Die Hängematten bleiben fix im Wald beim Waldkindergarten hängen, quasi als permanente Infrastruktur? Dann könnte etwas Festes wie Cordura vielleicht tatsächlich die beste Lösung sein. Zumal man dann damit rechnen müsste, dass sich auch andere Leute mal reinlegen, wenn sie vorbeikommen und nicht gerade Waldkindergarten ist...

    Oder werden die Hängematten nur für die Zeit, in der der Waldkindergarten stattfindet, aufgehängt? Dann würde ich vielleicht doch eher zum Hammock-Nylon von Extremtextil greifen.

    Ja, die 320cm Endmass könnten gut passen. Wenn die Kinder sie nicht selber aufhängen sollen, spricht nichts dagegen, sie noch länger zu machen. Dann liegt man quer - wie du es beschreibst - noch etwas flacher darin wegen des grösseren "Radius", der sich dabei ergibt. Gerade bei einem festeren Stoff ist viel Länge kein Problem.

    Ich frage mich gerade, ob es nicht noch festeres Ripstop-Nylon gibt als das erwähnte Hammock-Nylon. Ich verstehe deine Bedenken wegen der "harten" Behandlung durch die Kinder. Cordura macht sicher viel mit, reibt aber auch viel ab. Deshalb stelle ich mir vor, dass ein zarterer Stoff besser geeignet wäre.

    PS: Wenn Cordura, dann unbedingt unbeschichtet, damit der Stoff atmen kann.