Beiträge von Waldläufer70

    Ich habe vor einiger Zeit eine Broschüre entdeckt, die sich mit dem Problem von Schäden an Bäumen durch Hängematten, Slacklines und Baumzelte beschäftigt*. Dabei ging es immer auch um die potenzielle Gefahr der Parkbesucher durch geschädigte Bäume. Leitend war die Frage, in welcher Form man etwas gegen die Schäden unternehmen soll. Es wurden drei Möglichkeiten vorgeschlagen:

    • Aufklärung mit Empfehlungen
    • Regelwerk mit einigen Verordnungen und Regeln
    • vollständiges Verbot der genannten «Freizeit-Geräte»

    Eine kurze Zusammenfassung auf einer Seite findet man hier.

    *Es geht in den Dokumenten konkret um die Parks in und um Minneapolis, für die das «The Minneapolis Park and Recreation Board» zuständig ist. Diese Institution hat die Studie auch in Auftrag gegeben.

    Für uns interessant dürften die folgenden Aspekte sein:

    Unter der Option «Aufklärung mit Empfehlungen» werden die folgenden Punkte genannt:

    Potenzielle Schädigung von Bäumen:

    1. Seile und schmale Gurtbänder können in die Borke einschneiden.
    2. Hängematten- und Slackline-Bänder können schädigenden Druck auf Bäume ausüben.
    3. Hängematten- und Slackline-Ausrüstung kann zu sichtbaren wie auch unsichtbaren Schädigungen führen.
    4. Eine Schädigung älterer Bäume kann die Fortpflanzung / Verjüngung des Baumbestandes erschweren / behindern.

    Richtlinien:

    • Verwende für deine Aktivitäten kräftige Bäume, die mindestens einen Durchmesser von 25cm aufweisen.
    • Verwende ausschliesslich Bäume mit dicker, rauer Borke (keine Bäume mit dünner, glatter Borke).
    • Die Bäume sollen in keiner Weise für die Nutzung verändert werden (z.B. sollen keine Äste abgebrochen werden).
    • Verwende ein weiches Material, das mindestens 25cm breit ist (gefaltetes Badetuch, mehrere Schichten Jeans-Stoff oder Teppich), das ganz um den Baum gewickelt wird. Oder nutze alternativ eine Filzunterlage, die speziell für Hängematten oder Slacklines hergestellt worden ist.
    • Lasse Hängematten und Slacklines nicht unbeaufsichtigt hängen.
    • Bedenke, dass dein Handeln auch andere Parknutzer in Gefahr bringen kann, und achte immer auf deine eigene Sicherheit, wenn du Hängematte oder Slackline nutzt.

    Bei der Option «Regelwerk mit einigen Verordnungen und Regeln» werden zusätzlich zur Filzunterlage explizit Baumgurte genannt, die breiter als 5cm sein sollen!

    PS: Die Maße habe ich jeweils in das bei uns gebräuchliche dezimale SI-System umgerechnet.

    Vom Dienstag auf den Mittwoch habe ich nördlich von Lugano einen schönen Häng-Platz gefunden. Es hat praktisch die ganze Nacht geregnet. Teilweise hatte es so viel Nebel, dass man kaum fünf Meter weit sah und eine geheimnisvolle Stimmung entstand. Aufgrund des zunehmenden Windes wurde es gegen Morgen etwas kühl. Der nächste Tag empfing mich mit Sonnenschein und kaltem Wind.

       

     

     

    Es könnte natürlich auch am Hängewinkel liegen. Ich habe aufgrund der Beschreibung den Verdacht, dass der Schnitt «falsch» ist. Ich stelle mir das so vor:

    Wenn bei einer Hängematte der Stoff bis zu den Enden die volle Breite einnimmt, dann wird auch die ganze Breite gestützt / getragen. Dabei spielt es keine Rolle, wenn man die Enden entlang der orangen Linie zusammenrafft. Wenn der Stoff hingegen gegen die Enden hin zusammenläuft, dann wird eben nur noch dieser zentrale Bereich gestützt / getragen. Liegt man nur wenig ausserhalb dieses Bereiches, so kippt man weg.

    Lustig, ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass alle meine Victorinox-Messer sehr scharf waren, als ich sie neu gekauft hatte. Diese Schärfe haben sie jeweils auch sehr lange behalten. Die Opinels sind natürlich auch sehr scharf, ganz besonders die mit der etwas dünneren Karbon-Klinge.

    Dosenfutter nutze ich höchst selten, der Dosenöffner der Victorinox-Messer funktioniert aber wirklich sehr gut. Besonders finde ich an denen, dass man sich quasi vorwärts um den Rand der Dose arbeitet.

    AmSteel Blue 7/64" hat durchschnittlich 1'600 lbs. (725kg) Bruchlast, 1'400 lbs. (635kg) minimale Bruchlast und 8 Faserbündel beim Hohlgeflecht.

    AmSteel Blue 1/8" hat durchschnittlich 2'500 lbs. (1'135kg) Bruchlast, 2'300 lbs. (1'043kg) minimale Bruchlast und 12 Faserbündel beim Hohlgeflecht.

    Hier die technischen Daten der Hersteller-Website.

    Whoopie Slings reduzieren die Bruchlast um etwa 30%, es bleiben also nur etwa 70% der oben angegebenen minimalen Bruchlast übrig. Rechne dein Körpergewicht mal fünf (Sicherheitsfaktor), dann weisst du, welches Material für dich besser ist. In der Regel reicht 7/64"er völlig aus.

    Whoopie Slings vergrössern den minimalen Baumabstand, da sie eine gewisse Mindestlänge haben. Man kann sie aber auch zweimal durch den Tunnelzug der Hängematte ziehen, dann relativiert sich das wieder.

    Ich selber habe Whoopie Slings schon genutzt, nutze aktuell aber nur noch Baumgurte mit Dutch Clips oder Evo Loop und einer Schnalle. Da komme ich näher an die Hängematte ran und habe weniger Einzelteile.

    Hier die Anleitung für Whoopie Slings von Samson Rope, hier mein Whoopie-Sling-Rechner.

    Allenfalls würde ich – abhängig von deiner Körpergrösse – die Angaben von echinotrix noch etwas verlängern oder verkürzen. Die Länge der Hängematte ist für den Komfort nicht unerheblich. Kleiner gewachsene Menschen kommen mit einer kürzeren Hängematte aus, längere Personen mögen oft etwas mehr Länge. Mit vier Metern Stoff fährst du schon mal gut. Lieber zu lang als zu kurz, kürzen kannst du immer noch...

    Ich bin ja bekennender Anhänger guter topografischer Landeskarten. Daran wird sich auch nichts ändern...

    Nun habe ich aber an den letzten Wochenenden auf meinen Ausflügen festgestellt, dass es im Jura zahlreiche kleine Wege gibt, die auf den offiziellen Schweizer Landeskarten nicht eingezeichnet sind, auf OSM aber schon. Da zeigt sich, dass OSM dank der Integration der einzelnen Nutzer schneller und teilweise auch detaillierter auf (sich ändernde) Begebenheiten reagieren kann als die offiziellen Landeskarten. Das ist gut zu wissen und sehr erfreulich.

    Nichts desto trotz ist das topografische Bild, das die Landeskarten vermitteln, dennoch viel präziser und gerade die Navigation in schwierigem Gelände damit deshalb viel einfacher und vor allem sicherer, so dass ich diese Karten dennoch niemals würde missen wollen.

    So nutze ich – wenn ich auf ein elektronisches Gerät setze – auch immer beide Karten zur Orientierung und Navigation. Dann steht mir das Beste aus beiden Welten zur Verfügung.