Beiträge von Waldläufer70

    Womble, ich hatte das Problem nie.

    Mein Bruder hat auf meine Empfehlung versucht, eine Isomatte mit Silikon weniger rutschig zu machen. Irgendetwas ist dann schief gelaufen und das Silikon hat nicht richtig abgebunden und blieb sehr klebrig. Ich weiss bis heute nicht, wo der Fehler lag. Bei mir hat das Silikon immer sauber abgebunden, sowohl als dicker Anti-Rutsch-Streifen auf Zeltböden wie auch als dünnflüssige Mischung zur Abdichtung von Nähten.

    Ach nein, Schaukeln gefällt mir besser als Rutschen.

    Ja, das Rutschen war einer meiner Anfängerfehler im Zelt. Seither achte ich (möglichst) peinlich darauf, immer einen völlig Ebenen Untergrund zu haben. Ich glaube, ich persönlich bin zum Schlafen noch ganz froh, wenn es nicht schaukelt. Beim Entspannen sieht es anders aus; da finde ich das Schaukeln wunderbar. – Aber so hat wohl jeder seine Vorlieben.

    Ich könnte schwören, ich hätte erst kürzlich in einem Zelt-Review eine Wäscheleine gesehen. Wo war das bloss? Es kommt mir gerade nicht mehr in den Sinn... :(

    Die Firstschnur könnte man als Accessoire bezeichnen. Man würde damit aber ihren Zusatznutzen völlig unterbewerten. Gibt’s im Zelt vielleicht eine Aufstehhilfe (die filigranen Zeltstänglein zählen nicht), Wäscheleine, horizontal verschiebbare Deckenleuchtenhalterung, Brillen- und Buchaufhängung?

    Gibt es nicht. Deshalb sind Hängematten besser. :P

    *Na hallo, willst du meine Trekkingstöcke beleidigen!? Die halten ganz ordentlich was aus. Und Wäscheleinen in Zelten gibt es doch heute schon fast standardmässig!* ;) (Wäscheleinen gibt es tatsächlich in einigen aktuellen Zelten!)

    Was mir an dieser Variante besonders gefälllt, ist die Einfachheit und die optimale Ausnutzung des Platzes im Rucksack. Bei vielen kleinen Packsäcken hat man immer Luft dazwischen, insbesondere wenn man sehr stark komprimiert.

    Ich fülle meine Packsäcke wenn immer möglich nicht voll. Dann fällt das Problem von luftgefüllten Zwischenräumen weg. Aber es bleibt das Zusatzgewicht der Packsäcke, klar.

    Die Aufzählung ist aus meiner Sicht völlig korrekt (vgl. meinen Vergleich zwischen Hängematte und Zelt hier, den ich ähnlich aufgebaut habe).

    Mein Zelt ist allerdings in einem Stück. Da baue ich – um in deinem Vergleich zu bleiben – «Tarp» und «Hängematte» gleichzeitig auf, stecke dazu die «Baumgurte» drunter und spanne mit den Heringen ab. Im zweiten Schritt kommen Isomatte und Daunendecke/Schlafsack rein. natürlich kann man auch da Fehler machen, aber mir sind beim Zelt Diskussionen um Hängewinkel, Neigung der Firstleine, Calf Ridge, passendes Tarp, um nur einige zu nennen, nicht bekannt. Die Lernkurve scheint mir bei der Hängematte wesentlich steiler zu sein. Und ich glaube, das ist es, was für viele am Anfang schwierig sein kann.

    Die Nutzung eines rechteckigen Tarps anstelle eines Zeltes kann dann auch wieder relativ komplex sein, wenn man jenes tatsächlich immer wieder den Bedingungen angepasst anders aufbauen möchte. Da ist dann unter Umständen sogar der Aufbau einer Hängematte vergleichsweise einfach.

    Letztlich gibt es weltweit zahlreiche Menschen, die traditionell in Hängematten übernachten, die Zelt-Traditionen sind allerdings deutlich weiter verbreitet und von der Bauart her entsprechend vielfältiger.

    Bisher habe ich immer ein Zelt benutzt,

    da mir das ganze Zubehör und alles drum und dran sehr aufwendig und kompliziert erschien.

    Dann hast du das falsche Zelt! :)

    Ich glaube, Pebbles meinte, dass er bisher das Zelt benutzt hat, weil ihm das ganze Zubehör und Drumherum bei der Hängematte sehr aufwändig und kompliziert erschien. ;)

    Willkommen im Forum, Pebbles!

    Ich stimme dir grundsätzlich zu: Bei der Hängematte gibt es deutlich mehr zu beachten. Mir wäre noch nie in den Sinn gekommen, mich einem Zeltforum anzuschliessen. Warum? Weil ich beim Zelt keine oder auf jeden Fall kaum Fragen habe. Mein Zelt wiegt keine 900g, ist schnell aufgebaut (mit Trekkingstöcken) und weitgehend selbsterklärend. Dass der Boden eben sein sollte, leuchtet schnell ein, zumindest wird einem das klar, wenn man es einmal falsch gemacht hat.

    Bei der Hängematte gibt es viel mehr Einzelteile, die möglichst gut ineinander spielen müssen. Es dauert bei vielen recht lange, bis sie zufriedenstellende Ergebnisse bekommen. Unter anderen ist das ein Grund, weshalb ich mich vor einiger Zeit diesem Forum angeschlossen habe.

    Bei deinem Benutzernamen denke ich unwillkürlich an die Columba's Bay auf der Insel Iona in Schottland. Ein wunderschöner Strand voller verschiedenfarbiger Steine. Wie bist du auf den Namen gekommen?

    Coloured-stones-Wanderer-Isle-of-Iona.jpg

    Im Grunde werden durch die doppelte Abspannung (nach oben und unten) einfach zwei Punkte definiert, zwischen denen die Hängematte hängt (in der Skizze unten rot eingekreist):

    • Bei der Treem wird die Spannung zwischen diesen Punkten maximiert.
    • Man könnte aber auch etwas mit vergleichsweise wenig Spannung zwischen diesen Punkten aufhängen (ca. 25°).

    Das Problem im zweiten Fall ist einfach: Wie kann ich die Spannung bei jedem Aufbau gleich halten? Bei meinen Brücken-Hängematten nutze ich dafür eine Firstleine. Diese Möglichkeit fällt aber weg, da die Abspannung ja nicht immer in den gleichen Winkeln vom Baum kommt.

    Im Bild zusammengefasst:

    Hier ist die beste Animation zur Erklärung des Zusammenspiels zwischen Nadel, Greifer, Unterfaden-Spule und Oberfaden, die ich bisher gefunden habe

    Ich finde auch diese Darstellung sehr gelungen:

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    Wurde hier im Forum schon einige Male geteilt.

    Aus meiner Erfahrung mit meinen beiden Brücken-Hängematten sollte man für die Hängematte die passende Spannung haben. Wird sie flacher, also mit mehr Zug in Längsrichtung, aufgehängt, so passiert folgendes:

    • Die Mitte der Hängematte kommt etwas höher zu liegen.
    • Der Stoff hängt in der Mitte (engste Stelle) etwas weniger tief durch.
    • Der Stoff geht von den Bändern (Rand) zur Mitte (Hängemattenlast) weniger steil runter.
    • Der Stoff wird deshalb in Querrichtung stärker belastet (quasi flacherer Hängewinkel des Stoffes zwischen den Bändern).
    • Gerade ein eher dehnbarer Stoff beult dann stärker (unter Umständen bleibend) aus oder könnte womöglich sogar einreissen.

    Die Belastung des Stoffes in Längsrichtung wird weitgehend durch die eingearbeiteten Bänder aufgefangen. Die müssten der grösseren Spannung einfach standhalten. Das gleiche gilt für die Spreizstäbe, die auch stärker belastet werden. In Bezug auf den Stoff ist die Längsrichtung selbst weniger das Problem, sondern eher die erhöhte Spannung des Stoffs in Querrichtung, die sich daraus ergibt.

    Ich kann mir aber vorstellen, dass man auch mit der zusätzlichen Abspannung nach unten so vorgehen könnte, dass man die Hängematte etwa gleich wenig oder stark spannt, wie wenn man sie wie gewohnt aufhängt. Das scheint mir auch wichtig: Denn je kürzer der Baumabstand, desto "flacher" (wenn man sich das Dreieck um 90° am Baum hängend vorstellt) wird die Abspannung. Dadurch wird dann ab einem bestimmten Punkt die Belastung der Dreiecke sehr hoch, sollte man die Hängematte tatsächlich stärker als üblich auf Zug bringen. Wie gesagt: Solange die Bänder das aushalten, wird der Hängemattenstoff in Längsrichtung nicht übermässig belastet, aber die Belastung an der schmalsten Stelle in Querrichtung könnte dann – wie oben erläutert – bei einem eher leichten Stoff kritisch werden, zumal die meisten Stoffe ja in Querrichtung (Schussfäden) deutlich schwächer sind als in Längsrichtung (Kettfäden).

    Ich weiss nicht, ob ich mich einigermassen verständlich ausdrücken konnte.

    Die Treem ist jedenfalls für die hier erläuterten Kräfte bei sehr hoher Spannung optimal ausgerüstet, eine Ridgerunner nur dann, wenn die effektiv in Längsrichtung wirkende Kraft auf die Hängematte nicht wesentlich erhöht wird. Der "Hängewinkel" der Hängematte selbst, sollte also in etwa gleich bleiben. Das sollte auch machbar sein. Leider lässt er sich bei der Aufhängung der Treem nicht so leicht überprüfen, da die Möglichkeit, dafür eine Firstleine zu nutzen, wegfällt.

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht so recht vorstellen, dass man eine Hängematte mit einer Kurve vorstellt, die Kurve im Video zeigt und dann einfach eine Hängematte aus einem rechteckigen Stück Stoff verkauft. Das wäre ja eine echte Mogelpackung – mal ganz unabhängig von der Frage, was die Kurve vom Liegegefühl her bringt.

    Hammock Fairy s Beschreibung des Liegegefühlt passt jedenfalls sehr gut zur gezeigten Kurve. Vielleicht ist die Single-Layer-Version so dehnbar, dass sich die Kurve etwas relativiert und nicht mehr so eindeutig spürbar ist.

    Falls der Stoff eine Art Ripstop-Muster hat, müsste man die Kurve eigentlich recht gut erkennen können, zumal sie ja ziemlich ausgeprägt zu sein scheint (gemäss Video).

    Einer meiner Kollegen hat mir noch ape@map empfohlen. Wenn ich das richtig gelesen habe, summieren deren App topografische Daten von OSM-Kartenmaterial und Lizenzkarten vom Kompass Verlag, Swisstopo und Austrian Map. Ist allerdings kostenpflichtig.

    Habe ich in die Liste aufgenommen.

    Ich nutze seit ein paar Jahren LocusMap Pro zum Anzeigen und auch Ablaufen / Abfahren vorgegebnen Touren oder Aufzeichnen meiner eigenen Touren. Gibt es soweit ich weiss aber nur für Android.


    LocusMap

    Habe ich in die Liste aufgenommen.

    Vielen Dank für die Inputs!