Vergleich Windsocke, UQ-Protektor und Topcover

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  • Hi, da die Problemfindung in Sachen Mückenbekämpfung so gut geklappt hat wollte ich hier noch ein anderes Problem klären.

    Es gibt natürlich schon sehr sehr viel zum Thema Regenschutz, aber ich wollte nochmal nachhaken zum Vergleich verschiedener Kombinationen.

    Zum einen gibt's da einfach eine Windsocke, die dann im Notfall einfach alles trocken und warm hält.

    Jetzt gibt's natürlich noch ein Topcover, aber da man diese eher bei Wind benutzt vermute ich dass man gleichzeitig oft auch einen UQ-Protektor gleichzeitig verwendet. Top Cover und Windsocke beide mitzuschleppen macht ja nicht viel Sinn...

    Also ich werde mich persönlich auf jeden Fall nochmal extra vorstellen, aber grob suche ich ein geeignetes Wintersetup gegen Regen und kalten Wind, für eine längere Wanderung.

    Außerdem da ich schon einen Daunen-Schlafsack habe und erst vor kurzem einen sehr gut gebrauchten Daunen UQ gekauft hab (Bushman glow -12, bin gespannt und eure Meinung zu diesem fände ich auch interessant) sollte alles schon sehr trocken bleiben.

    Fragen wären:

    Ist eine UQ-Protektor+ top Cover genauso gut wie eine Windsocke?

    Kann man sich evtl durch eine Windsocke ein extra großes wintertarp sparen da es vor evtl Wind und Reinregnen schützt?

    Wenn die Windsocke nass wird, geht dann Feuchtigkeit iwann durch, da diese oft anliegt (Quasi wie beim Zelt, da sollte das Innenzelt das Außenzeit ja auch nicht berühren).

    Alles sollte ja dann auch nicht zu schwer werden und deswegen wollte ich einfach Mal fragen wie ihr das so macht. Auch spannend wäre wie ihr euer Gepäck am besten trocken haltet unter dem Tarp.

    Ich sage schonmal vorab Dankeschön an alle, echt super nette Community 😀

  • Also ich werde mich persönlich auf jeden Fall nochmal extra vorstellen

    yep, das ist bei uns so üblich

    Wenn die Windsocke nass wird, geht dann Feuchtigkeit iwann durch, da diese oft anliegt (Quasi wie beim Zelt, da sollte das Innenzelt das Außenzeit ja auch nicht berühren).

    die ist tatsächlich als Windschutz geeignet und hält Wärme drin (so wie Topcover und UQ-Protektor). Als Regenschutz dient sie nicht wirklich. Ich fühle mich zu beengt und ohne Sicht in der Windsocke. Andere mögen das Abgeschirmtsein.

    Wenn Du kein Superminitarp nimmst, dann braucht Du maximal den UQ-Protektor als Schutz vor Wasser, was vom Boden zurück spritzt. Hab ich noch nie gebraucht; jeder macht aber andere Erfahrungen.

    il dolce far niente:sleeping:

  • Ist eine UQ-Protektor+ top Cover genauso gut wie eine Windsocke?

    Es gibt integriertes und nicht-integriertes Zubehör für Hängematten.

    Integrierte Sachen sind in der Regel für eine bestimmte Hängematte hergestellt worden. Manchmal sind sie sogar fixiert oder fixierbar bzw. trennbar. UQ-Protektor + Cover sind Beispiele für integriertes Zubehör für die Nutzung der Hängematte im Herbst/Winter.

    Eine Windsocke ist nicht integriert. Sie ist modulierbar und manchmal typenfrei. Sie ist nicht fixiert und kann zu vielen Hängematten. Heute habe ich zum Beispiel eine Onewind Windsocke zusammen mit einer Eno Brückenhänge probiert und die beiden passen gewissermaßen gut. Eine Windsocke habe ich auch einmal als Insektenschutz benutzt als ich auf dem Boden biwakieren musste.

    Integriert = bequem, hübsch, oft leichter, oft teurer, kleineres Packmass, innovative

    Nicht integriert = vielseitig, modulierbar, oft günstiger, größeres Packmass, Brot-und-Butter

    Es viele Ausnahmen. Im Forum gibt es immer eine Person, die eine bestimmte Sache besitzt und Erfahrung damit hat. Welche Sache hast du im Auge genau?

    Kann man sich evtl durch eine Windsocke ein extra großes wintertarp sparen da es vor evtl Wind und Reinregnen schützt?

    Große Wintertarps sind beliebt im Forum. Sowas kann ich nicht tragen und mir wirken sie exzentrisch. Ich selber nutze eine Windsocke ganzjährig und habe keinen Wintertarp gebraucht. In der Socke ist man windichter als unter einem Wintertarp, generell.

    Wenn die Windsocke nass wird, geht dann Feuchtigkeit iwann durch, da diese oft anliegt (Quasi wie beim Zelt, da sollte das Innenzelt das Außenzeit ja auch nicht berühren).

    Meine Windsocken haben Tie-Outs als Modifikationen. Wenn diese nicht reichen, dann ist es mir sowieso zu stürmisch um unter Bäumen zu schlafen. Dann verlasse ich den Wald und biwakiere auf dem Boden.

  • Haben die meisten Windsocken nicht Moskito-Netz-"Fenster" um Kondens zu minimieren? Das macht sie als Regenschutz unbrauchbar....

    Ja, ein Netzfenster haben Windsocken und die Nähte sind nicht regendicht. Hilfreich sind sie nur gegen Spritzwasser in Kombination mit einem Tarp. Beim Regen/Schneefall braucht man unbedingt einen Tarp.

  • Windsocken, Top Cover und Underquilt Protektoren schützen nur gegen Wind und ggf. ein paar Regenspritzer - nicht gegen Regen. Sie sind in der Regel aus wasserdurchlässigem Stoff gemacht, sonst würdest du in Kondenswasser ertrinken. Selbst wenn du einen wasserdichten Socken finden würdest, und das Kondenswasser in Kauf nehmen würdest, kann ich von einem Regenschutz dieser Art nur abraten. Ich habe ein paar mal versucht in der Eureka Chrysalis (auch Helsdon) zu übernachten, und wenn es regnet wirst du sofort nass, wenn du aussteigst. Sofern du nicht schon nass durch das Kondenswasser bist. Einen Underquilt kannst du bei einem solchen Set-Up auch nicht verwenden, es sei denn, er wäre ebenfalls wasserdicht =O .

    Was den Windschutz angeht, so ist ein Windsocke ohne Netzfenster o.ä. am effektivsten und angenehmsten, weil er einen Rundumschutz und ein größeres Luftvolumen bietet. Die Luftzufuhr und Temperatur im Socken regele ich über das Öffnen oder Schließen des Reißverschlusses.

  • So, vielen Dank 😀

    Ich fasse für mich zusammen:

    Windsocke als Brot und Butter geht fast immer und hält durch den gesamten Luftraum mehr Wärme bei Wind als ein UQP + Top Cover.

    All dies ist maximal für Spritzschutz unterhalb des Tarps geeignet.

    Die meisten hier nutzen eher eine Windsocke als ein Top Cover.

    Durch eine Windsocke spart man sich evtl ein extra Wintertarp.

  • Kurze Frage noch, was wären denn Vorteile wenn man ein UQ-Protektor mit Top-Cover anstelle einer Windsocke benutzt?

    Na du kannst beides separat benutzen, was im Regelfall bedeutet, dass du bei warmen Wetter das Top Cover zu Hause lassen kannst und nur den UQP benutzen kannst. Ich benutze meinen UQP auch bei Temperaturen, bei denen ich mich unter einem Top Cover tot schwitzen würde. Weiterhin begrenzt ein Top Cover die Hängematte, so dass Quilt und Kissen nicht raus fallen können. Wenn du viel Frischluft brauchst und noch Mücken oder andere Blutsauger unterwegs sind, ist ein Top Cover besser, weil die meisten Top Cover Moskitonetz-Luftöffnungen haben. Die Kehrseite der Medaille ist, dass ein Top Cover die Wärme nicht so gut hält wie ein Windsocke. Ich habe im Januar bei Temperaturen um die 0°C an einem windgeschützten Ort geschlafen, und die Temperatur ging im Windsocke um gute 10°C rauf. (Mit zusätzlichen Decken die ich über den Socken gehängt habe, lag die Höchsttemperatur sogar bei 21°C.) Das habe ich mit einem Top Cover noch nie erreicht.

  • Und hat jemand Erfahrung mit einer Windsocke und sommerlichen Tarp in Winter gemacht?

    Das ist genau mein Winter- und Sommersetup, denn ich benutze eine Windsocke ganzjährig. Ich finde es privater, wärmer und schattiger. Wer bei Solotouren nachts ein bisschen Restangst und Kopfkino hat, könnte auch Mitigation dafür in der Windsocke finden. Eine Windsocke ist wie in einem Innenzelt.

  • So, wollte jetzt nochmal nach längerem ausprobieren mein Fazit vorstellen. Also ich bevorzuge jetzt ganz klar die Windsocke, quasi wenn schon denn schon. UQ- Protektor und topcover sind nichts halbes, nix ganzes für mich. Man hat keine geschlossene Luftblase und das macht was aus. Außerdem was für meinen UQ schon wichtig ist, dass ich ihn während dem liegen verstellen kann, und das geht nur mit einer Windsocke, welche auch diesen mit einschließt.

    Weiter gedacht hab ich auch gleich mein Mückennetz auf das Windsocken-Mückennetz-Modell von Topwolf umgestellt,war im Angebot (

    ), sodass ich wieder die gleichen Vorteile hab.

    D.h. ich hab jetzt ne Hängematte ohne Reißverschluss, ohne integriertes Mückennetz (Aerie 12'), und nehme dazu entweder das externe Mückennetz oder die Windsocke dazu,je nach Wetter, ist auch ein wenig angenehmer zu liegen wenn man nicht den Reißverschluss am Rand der Hängematte hat. 😄😁

    Übrigens kommen dann beide Systeme einfach zusammen in die große Hängematten-Wurst, sodass das nervige reinfädeln in die Windsocke entfällt.

    Danke für alle Tipps, Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von georgbeck (19. Mai 2024 um 13:08)

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