Von Donnerstag bis Sonntag war ich auf der Rur-Olef-Route unterwegs:
Sehr spartanisch, ohne Tarp und anderem Zeug. Baseweight knapp unter 4 KG plus Essen und Wasser.
Ich wollte genug Zeit zum abhängen, Pause machen, Besichtigungen und Schwimmen haben und habe mir Zeit gelassen. ![]()
Zum Teil werden Pfade des Eifelsteiges verwendet. Ich bin sie im Uhrzeigersinn gelaufen, denn ich wollte Samstag und Sonntag am Wasser sein, und nicht auf ehemaligen, belgischen Truppenübengsplätzen ohne Schatten, bei 36 Grad ![]()
Start Gemünd, auf gehts:
Gerne stehen Schutzhütten direkt 200 Meter nach Trailbeginn (warum auch immer). Meine Matte hätte perfekt da rein gepasst. Leider war ich da erst 5 Minuten unterwegs:
Sehr netter Weg mit Hemlockstannen:
Auch das ist Eifel (ehem. Truppenübungsplatz):
In der zweiten Nacht durfte es ein Bett für 15 Euro sein, da konnte ich nicht nein sagen:
In Einruhr war dann eine Bootsfahrt angesagt, bei geschmeidigen 36 Grad, zwei Stunden ohne Schatten. Aber mit Fahrtwind und viel Sonnencreme
:
Gleich mal den Platz abgespeichert
... wir sehen uns noch:
Dann die Strecke, die das Boot abgefahren ist, zu Fuß gelaufen.
Siesta mit Ausblick:
Ab auf die Landzunge:
Da habe ich dann zwei nette Jungs auf den Niederlanden getroffen. Schüler, ca 18 Jahre alt. Mit Hängematten! Als wir ins Gespräch kamen, sagten sie mir, sie würden das erste Mal campen. Und so sah das auch aus, total klasse. Die hatten zwei Hängematten dabei, so lang wie sie selbst. Kein Bugnet, kein UQ. Natürlich mit Schnüren befestigt. Das musste ich ersteinmal klarstellen und habe etwas von Todesstrafe gemurmelt. Hat gewirkt. Sie haben geschworen
.
Dann habe ich mir die Knoten angesehen. Auf die Frage, warum sie die Matten mit einem Palstek an den Schnüren befestigt hatten, zog einer voll das fette Buch mit Survialtipps aus seinem Rucksack. Von einem Ex-Britich-Supersoldier geschrieben oder so. Das haben die sich echt reingezogen. In der Abteilung Knoten hatten sie diesen, sich leicht zu lösenden Knoten gefunden. Ich habe ihnen dann mal einen Becket-Hitch gezeigt, den Winkel der Matten angepasst und das Fußteil höher gehängt. Die waren total happy. Kam mir vor wie Papa
.
Ich bin dann weiter die Landzunge entlang zum Wasserplatz. Am nächsten Morgen waren sie noch da und hatten zwei Mini-Würstchen, in einem Mega-Topf auf einem Mega-Gaskocher. Das war so klasse, hat mich an meine Jugend erinnert. Ich habe dann noch erwähnt, dass es auch so was wie UQ geben würde, mehr aber auch nicht. Wäre ja schade, wenn sie ihre Erfahrungen nicht selbst sammeln würden. Die waren echt gut drauf, lieben die Natur und wandern und sind mit dem 9 Euro Ticket ab Niederlande bis in die Eifel gezuckelt mit dem ganzen Geraffel. ![]()
Weiter gehts.
Der oben genannte Platz, nun von der Landseite.
Kirchenlunch (wenigstens windstill da drin)
An alten Nazi-Gemäuern vorbei (Vogelsang):
und noch ´ne Runde Mittagsschlafen:
Und wieder zurück in Gemünd, wo eine topmoderne DJH steht:
Ich kann die Runde echt empfehlen. Einzig die Wasserversorgung war bei den Temperaturen teilweise sportlich. Am Samstag habe ich 6 Liter Wasser in mich hinein- und fast nix wieder herausgekippt
. Die Bäche hatten kaum Wasser. Habe dann das Seewasser gefiltert. O.k. , das ist ein Trinkwassersee, hat aber seifig geschmeckt. Hat nicht ganz gereicht, um Seifenblasen zu machen, aber fast
. Lecker ist anders.