Erstlingwerk - Agnes de luxe

  • Ich wollte noch berichten, wie mich meine Hängematte selbst genäht habe.

    Vorerfahrung hatte ich durch eine leichte Terra Hiker. Allerdings kann es darin schon mal kühl werden. Deshalb hat mit die Idee, eine Isolierschicht gleich dranzunähen, gefallen. Dafür hab ich mich am Modell Agnes von wiedemeier, der hier auch irgendwo rumhängt ;), orientiert.

    Eingekauft hab ich bei Extex

    - 6 m Hammock-Nylon: das war etwas zuviel, aber aus den Resten will ich noch Kleinkram nähen

    - 4 m 100er Apex: als bekannter Frostküttel wollte ich 2 m 200er Apex, war aber ausverkauft

    - Polyester-Nähgarn.

    Nachdem ich hier die magische Zahl (1,9 x Körpergröße) gefunden hatte, habe ich das Nylon der Länge nach geschnitten auf 3,40 m + oben und unten jeweils ca. 6 cm für einen doppelten Saum. Die Breite hab ich gelassen, nur die Webkanten abgeschnitten, die mag ich nicht.

    Das Nylon lässt sich besser verarbeiten als befürchtet. An einem Schnipsel hatte ich festgestellt, dass ich es mit Nadeln stecken und Nähte sogar gut auftrennen kann, ohne dass es Löcher gibt. Das war gut so, weil die Lagen ja schon mal verrutschen wollen und ich auch gleich eine phänomenale Falte unfreiwillig eingenäht hatte, die sich aber problemlos auftrennen ließ.

    Also: oben und unten je einen doppelten Saum, an den Seiten je einen schmalen doppelten Saum.

    Das Apex habe ich geschnitten auf 1,90 m lang x ca. 1,20 breit. Nett viel Isolierung - daher auch Agnes de luxe 8). Das Apex lässt sich nicht wirklich gerade schneiden, aber Annäherungen an das gewünschte Maß sind durchaus möglich. In der Breite waren ca. 40/45 cm übrig, die habe ich mittig als dritte Schicht verarbeitet. Damit die lose gefilzten Apexteile nebst dritter Schicht mittig nicht verrutschen, habe sie punktuell ca. alle halbe Meter mit Reihgarn aneinander befestigt.

    Danach wurde diese Schicht auf das Reststück Nylon gelegt, das rundum ca. 10 cm größer war. Den überstehenden Rand habe ich über das Apex geschlagen und die Ecken komplett und die Strecken ebenfalls punktuell geriehen, damit damit mehrere Schichten Apex +Nylon so einigermaßen die Form halten. Daraufhin wurden diese Schichten dicht am Rand einmal rundum festgenäht.

    Zum Schluss habe ich die Isolierung mit der Nylonseite nach außen auf das große gesäumte Nylonstück genäht, zum Kopfende hin in ca. 43 cm Abstand, zum Fußende hin mit entsprechendem Rest. Das alles mit großem Zickzack, warum auch immer. Ich glaube, ich brauchte mal Abwechslung. Beim Stecken habe ich die Isolierung öfter leicht angehoben, dass sie nicht zu stramm auf der Matte liegt.

    Und das sieht so aus:


    Beim Nähen war ich froh über meinen großen Tisch, es ist doch viel Zeug, das da rutschen will. Nur Gardinen nähen ist schöner ;).

    Dann nur noch die Enden einwärts gefaltet und festgezurrt, pink, und mit Hilfe mit dieser ebenso einfachen wie genialen Aufhängung versehen:


    Im Testhängen hat sie sich voll bewährt und passt locker ohne stopfen in einen halben großen Rucksack. Wie klein ich sie kriege, werde ich später ausprobieren.

    Gruß, Karin

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