Posts by Karin

    Nach netten Tipps aus dem Forum ist ein Topqulit entstanden, und zwar aus Nylontaft, Pertex und 220er Apex als Füllung. Das Ganze kann in einem Schlafsackbeutel verstaut werden und wiegt knapp unter einem Pfund, so ganz genau zeigt die uralte Küchenwaage nicht an. Dazu kam noch ein kleines Kissen aus Stoffresten, die rumlagen, und gerupftem Apexrest.

    Ziel der Sache war ein Topquilt für eher komfortable Temperaturen mit angesetztem Fußsack.

    Bestellt hatte ich je 2,20 m Taft, Pertex und Apex. Geliefert wurden aber je 2,35 m, daher habe ich den Fußsack gleich mit angeschnitten.

    Hier sieht man die Form: nach unten wird es schmaler, daran ist der Stoff für den Fußsack. Na ja, die Farben kann man sich nicht immer so aussuchen. Dieses Exemplar jedenfalls ist echt bunt, mit dem Ding werde ich garantiert nicht mit einem Wildschwein verwechselt. ;) Und außerdem kann ein gewisser Farbakzent bei diesen ersten trüben Frühlingstagen nicht schaden.

    Nachdem ich den Taft auf Maß geschnitten habe, wurde also die 2. Lage ebenfalls geschnitten, dann die beiden zusammengenäht. Das Fußende blieb zum Umkrempeln offen. Danach habe ich die Isolierung geschnitten und ringsum - außer unten - festgenäht. Schließlich nur noch das Innere nach außen drehen, Fußende schließen, Fußsack hochklappen und seitlich festnähen. - Fertig.


    Das Dornröschenkissen konnte ich mir nicht verkneifen, passt ja auch farblich ganz entzückend :saint:. Da ich befürchte, dass das Apex dort, wo es flächig liegt, nach und nach verrutscht, habe ich es punktuell über die gesamte Fläche festgesteppt (großer Zickzack, ganz kleiner Stich). Mal sehen, ob und wie lange das hält.

    Eigentlich ist das ziemlich simpel zu nähen. Man braucht halt Geduld, wenn diese vielen Meter rutschiges Material einigermaßen gerade geschnitten werden sollen. Sehr hilfreich ist, dass diese beiden Sorten Stoff ohne Löcher zu hinterlassen gesteckt werden können.

    Der Draußentest steht noch aus (Sturm, Schauer, Hagel, kühl ...), der Sofatest (ja, ja, ich weiß, gilt nicht) hat super funktioniert: bin eingeschlafen :).

    Ich wollte noch berichten, wie mich meine Hängematte selbst genäht habe.

    Vorerfahrung hatte ich durch eine leichte Terra Hiker. Allerdings kann es darin schon mal kühl werden. Deshalb hat mit die Idee, eine Isolierschicht gleich dranzunähen, gefallen. Dafür hab ich mich am Modell Agnes von wiedemeier, der hier auch irgendwo rumhängt ;), orientiert.

    Eingekauft hab ich bei Extex

    - 6 m Hammock-Nylon: das war etwas zuviel, aber aus den Resten will ich noch Kleinkram nähen

    - 4 m 100er Apex: als bekannter Frostküttel wollte ich 2 m 200er Apex, war aber ausverkauft

    - Polyester-Nähgarn.

    Nachdem ich hier die magische Zahl (1,9 x Körpergröße) gefunden hatte, habe ich das Nylon der Länge nach geschnitten auf 3,40 m + oben und unten jeweils ca. 6 cm für einen doppelten Saum. Die Breite hab ich gelassen, nur die Webkanten abgeschnitten, die mag ich nicht.

    Das Nylon lässt sich besser verarbeiten als befürchtet. An einem Schnipsel hatte ich festgestellt, dass ich es mit Nadeln stecken und Nähte sogar gut auftrennen kann, ohne dass es Löcher gibt. Das war gut so, weil die Lagen ja schon mal verrutschen wollen und ich auch gleich eine phänomenale Falte unfreiwillig eingenäht hatte, die sich aber problemlos auftrennen ließ.

    Also: oben und unten je einen doppelten Saum, an den Seiten je einen schmalen doppelten Saum.

    Das Apex habe ich geschnitten auf 1,90 m lang x ca. 1,20 breit. Nett viel Isolierung - daher auch Agnes de luxe 8). Das Apex lässt sich nicht wirklich gerade schneiden, aber Annäherungen an das gewünschte Maß sind durchaus möglich. In der Breite waren ca. 40/45 cm übrig, die habe ich mittig als dritte Schicht verarbeitet. Damit die lose gefilzten Apexteile nebst dritter Schicht mittig nicht verrutschen, habe sie punktuell ca. alle halbe Meter mit Reihgarn aneinander befestigt.

    Danach wurde diese Schicht auf das Reststück Nylon gelegt, das rundum ca. 10 cm größer war. Den überstehenden Rand habe ich über das Apex geschlagen und die Ecken komplett und die Strecken ebenfalls punktuell geriehen, damit damit mehrere Schichten Apex +Nylon so einigermaßen die Form halten. Daraufhin wurden diese Schichten dicht am Rand einmal rundum festgenäht.

    Zum Schluss habe ich die Isolierung mit der Nylonseite nach außen auf das große gesäumte Nylonstück genäht, zum Kopfende hin in ca. 43 cm Abstand, zum Fußende hin mit entsprechendem Rest. Das alles mit großem Zickzack, warum auch immer. Ich glaube, ich brauchte mal Abwechslung. Beim Stecken habe ich die Isolierung öfter leicht angehoben, dass sie nicht zu stramm auf der Matte liegt.

    Und das sieht so aus:


    Beim Nähen war ich froh über meinen großen Tisch, es ist doch viel Zeug, das da rutschen will. Nur Gardinen nähen ist schöner ;).

    Dann nur noch die Enden einwärts gefaltet und festgezurrt, pink, und mit Hilfe mit dieser ebenso einfachen wie genialen Aufhängung versehen:


    Im Testhängen hat sie sich voll bewährt und passt locker ohne stopfen in einen halben großen Rucksack. Wie klein ich sie kriege, werde ich später ausprobieren.

    Gruß, Karin

    Das sind genau die Infos, die mir gefehlt haben. Toll, danke! Und dann auch noch mit bebilderter Anleitung. Die hatte ich beim Stöbern nicht entdeckt.

    Ich werde noch überlegen, ob ich das Ganze zum Aufknöpfen mache oder den Fußsack fest nähe. Und ich freu mich, dass ich jetzt wenigstens weiß, nach was ich suche.

    Traditionell wird die Herstellung bei mir einige Zeit dauern. Aber wenn das Ergebnis vorliegt, dann stelle ich es auch hier vor.

    Nachdem ich mir gerade eine Hängematte mit Isolierung genäht habe, würde ich als nächstes gerne ein Topquilt (falls das eine Art hinten offener Schlafsack mit Fußsack und "Flügeln" ist) nähen. Und meine Frage an euch ist, welches Material ihr empfehlen würdet.

    Ich möchte das Ganze mit Kunstfaser füllen, nicht mit Daunen.

    Mir schwebt ähnliches vor wie bei einem meiner Schlafsäcke: außen Ripstop Nylon, innen Mikrofaser. Aber vielleicht gibt es ja auch was Besseres.

    Wenn jemand sowas schon mal gemacht hat und Ideen zum Material hat, würde mich das freuen.

    Gruß, Karin

    Das ist ja ein herzlicher Empfang hier. Danke!

    Snakeskin ist was zum Einpacken, das hab ich schon nachgelesen. Vielleicht mach ich sowas auch nochmal. Aber erst mal will ich es ja gemütlich haben in der Matte, und deshalb stelle ich meine Frage jetzt als Thema ein.

    Hallo in die Runde!


    Ich bin Karin und grüße euch aus dem Paderborner Hinterland.

    Nach so ungefähr einem Jahr Anlauf war am Samstag die selbst genähte Hängematte nebst Isolierung doch mal fertig und hatte eine Superpremiere bei dem schönen Wetter am Sonntag.

    Und jetzt kommt gleich eine Frage: hier sind bestimmt Kenner vertreten, die schon mal ein Snugpak genäht haben. Das würde ich auch gerne machen, weiß aber nicht, aus welchem Material. Ich habe einen Schlafsack, der besteht außen aus irgendeiner Sorte Ripstop Nylon und innen aus Mikrofaser. Das finde ich sehr angenehm. Füllen würde ich das Ganze mit Apex 200 oder so. Und meine Frage lautet: kann mir jemand Material empfehlen?


    Mit echten Anfängergrüßen :)

    Karin