Test: Tensa Solo freistehend

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  • Neues Jahr, neue Teile!

    Ich habe mir aus den USA zwei Tensa Solo und etwas Zubehör mitbringen lassen und hatte über die Feiertage etwas Zeit das Setup mit der ebenfalls neuen Dutch Chameleon zu testen. Den Test im Garten durchzuführen um die Möglichkeit zu haben nachts schnell ins Haus zu flüchten war eine gute Idee, soviel vorweg;)

    Was habe ich alles gekauft? Es gab 2x Tensa Solo, 4x Orange Screw und 4x Boomstake ground anchors (40cm). Aufgebaut wurde das Set auf einer noch recht neuen Rasenfläche bei anfangs eher trockenem, später sehr nassem Wetter.

    Für den ersten Aufbau habe ich die 4 Boomstakes genommen. Die Aufrichtung der beiden Stangen mit nur einer Person ist ohne weitere Hilfmittel kaum möglich, sofern man seine Hängematte nicht durch den Dreck ziehen möchte;)Hier überlege ich mir noch etwas. Ansonsten ist der Aufbau, ich hatte vorher nur 1x kurz "geprobt", ziemlich simpel und schnell erledigt. Die Heringe hielten die erste Nacht zumindest bis um 4:30 Uhr, dann verabschiedete sich der erste und man landete dank der geringen Liegehöhe sanft auf der in weiser Voraussicht ausgelegten Plane. Wie sich später bei weiteren gescheiterten Versuchen herausstellte, war es immer der selbe Hering, der einfach nicht ausreichend Halt im noch "lockeren" Boden fand, obwohl die Spitze bereits im steinigen Untergrund steckte. Es brauchte noch ein paar Versuche mit verschiedenen Abspannwinkeln und zusätzlicher Befestigung der primären Herings usw., bis ich schließlich einfach einen der orangenen Heringe daneben setzte - damit war Ruhe und man konnte die Nächte genießen. Ich werde also für "normale" Waldböden und Wiesen eher die orangenen Heringe nutzen. Die lassen sich wunderbar mit dem beiliegenden Rohr in den Boden schrauben und wirkten auch gefühlt sofort deutlich fester verankert als die Boomstakes. Zugegebenermaßen werden letzte aber auch eher für festere Untergründe beworben, sodass ich sie deswegen nicht abwerten möchte. Man muss nur herausfinden, wo die Grenzen sind:saint:


    Die Stangen selbst machen einen guten Eindruck. Die Verarbeitung ist sehr ordentlich und sie biegen sich trotz >90kg Zuladung nicht durch. Erstaunlicherweise sinken sie auch kaum im (weichen) Boden ein, das hatte ich eigentlich erwartet. Lediglich die Liegehöhe ist gewöhnungsbedürftig gering. Mit einer eher straff aufgehangenen Chameleon waren es nur noch etwa 30cm zum Boden. Ich konnte aber mein Cumulus Selva 600 ohne Probleme anbringen ohne den Boden zu berühren. Außerdem ist die Höhe für die HM-Aufhängung vorgegeben und kann nicht einseitig verändert werden. Die erhöhte Aufhängung für Tarps sind simpel, aber sehr funktional. Da gab es keine Probleme.

    Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden, habe nun hoffentlich die Lektionen gelernt und kann mir auch aufgrund von Packmaß/Gewicht vorstellen das Set (teilweise) mit auf eine Radreise zu nehmen um die Hängemöglichkeiten deutlich zu erweitern. Einen Baum findet man schließlich überall;)

    • Offizieller Beitrag

    Lediglich die Liegehöhe ist gewöhnungsbedürftig gering. Mit einer eher straff aufgehangenen Chameleon waren es nur noch etwa 30cm zum Boden. Ich konnte aber mein Cumulus Selva 600 ohne Probleme anbringen ohne den Boden zu berühren.

    Auf den Fotos sieht es so aus, als ob du auf jeder Seite noch einiges an Spielraum hast. Stelle die Stangen einfach näher zusammen und verkürze die Hängemattenaufhängung - und schon hängst du höher. Wenn das Kopfende tiefer hängen soll, lässt du den Abstand dort einfach so wie er ist. Ich denke aber, dass es auch kein Problem wäre, die Aufhängung tiefer anzubringen.

  • Auf den Fotos sieht es so aus, als ob du auf jeder Seite noch einiges an Spielraum hast. Stelle die Stangen einfach näher zusammen und verkürze die Hängemattenaufhängung - und schon hängst du höher. Wenn das Kopfende tiefer hängen soll, lässt du den Abstand dort einfach so wie er ist. Ich denke aber, dass es auch kein Problem wäre, die Aufhängung tiefer anzubringen.

    Das stimmt natürlich. Es ist leider beim Aufbau, auch durch die nicht senkrecht stehenden Stangen, schwer abzuschätzen, wie viel Platz man tatsächlich benötigt. Eine nachträgliche Korrektur geht zwar, ist aber gerade alleine eher aufwendig. Ich überlege mir da passende Schnüre zu basteln, um immer die selben Abstände zu haben. Außerdem müsste man wohl eine Stange komplett freistehend aufbauen können (-> zusätzliche Abspannung notwendig), das würde auch solche Korrekturen später erleichtern.

    • Offizieller Beitrag

    Beim Handy Hammock Stand (der nach demselben Prinzip funktioniert) gab es eine Bodenschnur, die den richtigen Abstand vorgegeben hat. Ich habe für den Aufbau zusätzlich eine Firstschnur (oder Ersatz-Ridgeline) verwendet, was die Prozedur leicht vereinfacht hat. Ich würde dir für den Tensa Solo eine ähnliche Konstruktion empfehlen. Zusätzlich würde ich mir eine eigene Aufhängung nur für den Tensa Solo basteln. Für den Tensa4 habe ich das so gemacht, weil ich mich nicht mit der viel zu langen Baum-Aufhängung herumschlagen will. Ich habe mir einfach kurze Daisy Chain Gurte geschnitten, in die ich die Hängematte mit Karabinern, Mantis Clips oder Evo Loops einhänge. Damit sind kleine Korrekturen auch nicht so aufwändig.

  • Kleines Update: war gerade eine Woche im Urlaub und habe die natürlich draußen in der Hängematte verbracht. 6 Nächte am selben Ort, hat mit dem Tensa wunderbar funktioniert. Aufbau ging dieses Mal auch alleine ruckzuck und ohne Probleme. Man braucht hier wirklich 2-3 Versuche, bis man den Dreh raus hat;)

    Hatte nach den ungemütlichen Erfahrungen dieses Mal direkt die 4x Orange Screw genommen, da hat die Woche über nichts gewackelt. Nur nach dem Regen an Tag 4 (?) musste ich die Hängematte vor dem Schlafen mal etwas nachspannen, vermutlich weil die Stäbe leicht eingesackt waren.

    Muss mir nur noch Schlaufen bauen, damit ich die Hängematte als erstes abbauen kann. Die aktuellen Whoopie Slings müsste ich nach oben über die Stangen ausfädeln, was mit montierter Ridgeline aber nicht geht. Bei gutem Wetter kein Problem, bei Regen wäre das ziemlich mies.

    Gefühlt könnten die Stangen noch ein Element mehr vertragen, damit das Tarp noch etwas höher kommt - aber auch so kann man sehr gut mit arbeiten:thumbup:Inzwischen tut mir der gezahlte Preis auch nicht mehr so weh wie am Anfang. Mein bisheriges selbstgebautes Gestänge ist schon Geschichte...

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