RidgeRunner & Winterdream update / upgrade

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  • Ich war schon seit längerem nicht mehr auf dem Forum – erst war Winter, dann viel zu tun und wenig Gelegenheit sich mit Campen und Hängematten zu beschäftigen.

    Meine letzte Aktion war ja der Kauf hier über das Forum einer RidgeRunner Brückenhängematte. Ich habe damit mehrmals übernachtet und bin zufrieden, nur mein Superfly Tarp empfand ich nun für dieses Setup als zu kurz.

    Bei meiner vorletzten USA Reise habe ich leider die Termine verpasst, rechtzeitig etwas zu bestellen. Diesmal Anfang September hat es geklappt, aber auch nur, weil einige US Hersteller im September anscheinend Flaute haben.

    Ich habe mich für ein Winterdream von UGQ Outdoors entschieden – quasi der letzte bekannte Hersteller, von dem ich noch nichts hatte. Das Winterdream anstatt eines 4m Superfly aus 3 Gründen :

    -      mir gefällt die Lösung mit den spannenden Zeltstangen innen besser als die Warbonnet-Lösung über Aufhängung aussen

    -      mir gefallen die Druckköpfe als Türverschluss

    -      für Warbonnet war ich zeitlich schon wieder zu spät, sie wollten keine Garantie abgeben, dass das Tarp rechtzeitig verschickt wird.

    Hierzu ein Riesenkompliment an UGQ Outdoors – das Tarp wurde innert einer Woche hergestellt und verschickt.

    Dazu noch etwas Dutch-Bling, aber das geht ja erfahrungsgemäß immer zügig weg. Bei Dutch waren die Versandkosten nach Europa sogar günstiger als in die USA (shrug).

    Zurück zu Hause fing dann die Bastelei an – auch Lösungen, die ich seit Jahren erfolgreich anwende, wurden nochmal überdacht. Und die Ergebnisse möchte ich im folgenden Beitrag dokumentieren, es kann ja den einen oder anderen zum Nachahmen oder auch zur Kritik anregen. Alle Ideen stammen aus verschiedenen Beiträgen aus Hammockforums.net, ich habe meines Wissens kein Rad neu erfunden – es nur eine Zusammenfassung von dem, was ich für mich als gut eingestuft habe.

    Ich habe ein leichteres Setup (nicht ultraleicht) für das Wandern in den Bergen und ein weniger leichtes für meine Motorradreisen. Was folgt beschreibt das Moped-Set, weil der RidgeRunner wegen der Stangen fürs Wandern zu schwer ist. Das Winterdream Tarp ist nur 80g schwerer als das Superfly.

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    Reisender mit Hang zum Hängen

    :!:"Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur verschiedene Sorten gutes Wetter" - (John Ruskin) :!:

    Einmal editiert, zuletzt von Womble (16. September 2019 um 14:49)

  • Änderungen Hängematte :

    Ich nutze schon relativ lange Daisychain Bänder. Bisher Dutch-Clips am Baum und Karabiner an der Hängematte. Neu bin ich bei Dutch auf die „Mantis“ Clips extra für Daisychain gestossen. Klar – ausprobieren :

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    Der Mantis mit Endlosschlaufe ersetzt jetzt auf jeder Seite den Schnallenverschluss. Bisheriges Fazit nach mehrmaligen Probeaufhängen : vor allem beim Abnehmen der Hängematte ist es etwas fummelig, den steifen Gurt aus dem Clip zu bekommen.

    Dann habe ich dem RidgeRunner eine nicht-strukturelle Ridgeline gegönnt. Zum einen vermisste ich die Möglichkeit Kleinigkeiten über mir in einem Organiser unterzubringen. Andererseits empfinde ich das Mückennetz als zu tief. Eine Ridgeline löst auch das Hauptproblem von Brückenmatten mit tradtionellen Underquilts (dazu mehr weiter unten).

    Auf der Kopfseite habe ich auf Höhe des Dreiecksapex eine Schnur mit Ankerstich befestigt. Bei einer Brückenmatte verliert die Ridgeline bei Belastung der Hängematte an Spannung. Da die Ridgeline selbst ja kein Lastenträger sein soll (meistens nur Handy und Stirnlampe, eventuell Taschentücher) habe ich das Problem mit einer Elastikschnurschlaufe auf der Fussseite gelöst. Daran befestige ich die Schnur z.Zt mit einem Fuhrmannsknoten. Mal sehen, ob ich daraus eine feste Lösung mache.

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    Dann habe ich mich mit dem Underquilt beschäftigt. Ich habe schon 3 davon – daher war für mich ein weiter Kauf eines spezifischen UQ für den RidgeRunner ausgeschlossen. Ich habe 2 lange Incubator und ein Phoenix für den Sommer. Der Phoenix macht soweit keine Probleme. Da der Brückenmatten die Beule / Rundung nach unten aber nicht so ausgeprägt ist, kommt es bei HG Incubator UQ noch eher vor, dass diese nicht gut an der Hängematte anliegen. Ich habe das Problem mit 2 Änderungen gelöst :

    Ich habe an jeder Ecke des Ridgerunner, da wo die Halterungen für die Querstreben sind, einen leichten Alukarabiner angebracht.

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    Daran befestigte ich dann die dicke Elastikschnur des Incubators, welche um den ganzen UQ herumführt.

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    Der Incubator hat auf jeder Seite 3 Plastikösen, auf Schulter-, Becken-, und Kniehöhe. Da der Incubator auf Schulterhöhe breiter ist als im Beinbereich, habe an der Öse auf Schulterhöhe eine Elastikschnur befestigt, welche auf der anderen Seite einen Plastikhaken hat.

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    Mit der Schnur gehe ich über die Ridgeline und befestige den Haken auf der gegenüberliegenden Seite. Dadurch schmiegt sich der Incubator nun gut an die Hängematten an. Im Fussbereich empfinde ich bisher keinen Bedarf für eine weitere Aufhängung.

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  • Änderungen Tarp :

    Bisher : durchgehende Ridgeline, Dutch Hook auf der Kopfseite, Dutch Tarpfly auf der Fussseite. Befestigung / Spannung des Tarps durch Prussik-Knoten. Spannleinen direkt am Tarp befestigt, mit einem Stück Elastikschnur als Spannungsausgleich direkt an jeder Spannleine auf Tarpseite, Prussik-Schlaufen zum Spannen an Heringsseite.

    Neu :

    -      durchgehende Ridgeline, LoopAlien auf Kopf- und Fussseite.

    -      Befestigung des Tarps an der Ridgeline mit meiner DIY Version des Tato Tarpconnectors (noch in Probe, falls das nicht klappt gehe ich zu den Prussik-Knoten zurück).

    -      Elastikschnurschlaufen an jedem Abspannpunkt des Tarps als Spannungsausgleich

    -      Spannleinen mit Dutch Tarpworms (anstatt Prussik) und Schlinge an Heringsseite.

    Ich habe das Winterdream Tarp mit der Endpole-Mod bestellt, eine 20$ Option. 2 Aluzeltstangen werden jeweils am Kopf- und Fussende wie bei vielen Zelten in Ösen befestigt und dann mit einer Elastikschnur zur Ridgeline-Befestigung gespannt. Das „Original“-Gestänge von UGQ fand ich ehrlich gesagt mit $90 für 1 Paar Alustangen, etwas Elastikschnur und 2 Plastikhaken deutlich überteuert. Ich konnte alles Nötige für 30 Euro bekommen.

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    Im Gegensatz zum Superfly habe ich das Winterdream Tarp bewusst ohne Extra-Abspannpunkte auf der Tarpfläche bestellt. Ich habe vor 7 Jahren bei Dutch die Tato Tarp Pull-out bestellt, ein Knopf der von innen an die Wand gehalten, und dann von aussen mit einer Art Schnallenschlaufe gehalten wird. Wer mehr darüber wissen will, ich kann das gerne weiter beschreiben.

    Ich habe 2.5 Meter Spannleinen an den 4 Tarpecken, und 1 Meter Spannleinen an jeweils einer Tür an Kopf und Fussende. Die Spannleinen sind mit Dutch Tarpworms mit den Elastikschlaufen verhakt, was ein leichtes Nachspannen ermöglicht.

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    Die beiden 1-Meter Leinen an den Türen ermöglichen die Befestigung einer vorderen Tür mit einer hinteren, wenn sie nicht benötigt werden.

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    Wenn die Türen geschlossen sind, ermöglicht die Schnur mit einem Hering etwas Spannung auf das untere Ende zu bringen.

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  • Nochmal ein kleine Update zu dem Tarp mit Pole-Mod.

    Bei stürmischen Wetter hat es sich ergeben, dass das Alugestänge sich von starken Wind in Richtung Türen drücken lässt. Das sieht dann cool aus, weil der Bogen dann direkt über dem Türbogen ist - quasi ein Hobbit-Eingang - ist aber weniger Effektiv, weil die Spannung ja um den RidgeRunner erwünscht ist. Man muss also eine Gummispannleine nicht nur in Richtung Tarpende ziehen (roter Pfeil auf dem Bild), damit sich das Gestänge aufstellt, sondern dann trotzdem auch noch eine Gummispannleine zwischen den beiden Gestängen ziehen (grüner Pfeil), damit diese nicht ans jeweilige Tarpende gedrückt werden können.

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    Das Abspannen der Türen wie hier auf dem Bild sollte ausserdem bei Regen besser unterlassen werden, da sich sonst eine Wanne zwischen Firstleine und dem Abspannseil bildet. Die Gummileine lässt zwar ab einen gewissen Gewicht nach, aber eine Wasserbeule bleibt trotzdem.

    Reisender mit Hang zum Hängen

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  • Ich nutze auch 2 Stangen, aber die kreuzen sich nicht - sind also etwas kürzer. Anscheinend zu kurz, so dass sie sich vom Wind in Richtung Türen drücken lassen.

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