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  • Um meine neue alte Nähmaschine zu testen habe ich mich für eine UL-Tüte entschieden... Da man ja das Rad nicht immer neu erfinden muss wurde ein Schnittmuster vom Waldschneider etwas zweckentfremdet Schnittmuster Waldschneider.

    Auch ganz gut fand ich folgende Anleitungen:

    DIY Gear Supply
    G4 Anleitung
    Ikea Rucksack
    Ray Way

    Von Extx habe ich den Stoff in grau für 6.90€/lfm, da mir knapp 30€ für einen Erstlingswerk zu teuer waren.

    Ich habe natürlich sehr einfach genäht, also keine Französischen Nähte... aber es wird halten.

    Eigentlich nicht schwer zu machen, und mit unter 340g auf gute 40L ganz gut geworden.

  • Hey Stesch,

    hast Du Dir eine Anleitung zusammengeschrieben bzw. sogar während der Herstellung ein bisschen fotografiert? Ich würde mir auch gerne sowas nähen, inkl. Deiner Modifikationen.

    Vor allem so eine große Meschtasche hätte ich auch gerne. Und ich meine, dass Du auch die seitlichen Meschtaschen größer gemacht hast, oder?

    Ist das von Dir verwendete Mesch dehnbar oder starr?

    Hast Du eine Bestellliste, insbesondere der Kleinteile?

    Warum nicht Rolltop wie bei Waldschneiders Original?

    Hast Du ein digitales Schnittmuster, das Du evtl. weitergeben würdest?

    Sind die 40 L das Volumen des Hauptfaches oder ist das mit den Meschtaschen?

    So viele Fragen. Sorry.


    Gruß,

    Roland

  • Ach ja, und die Lastausgleichsriemen haben mir bei Waldschneiders Original auch gefehlt. Du hast ja welche drangemacht. Schaut aus, als ob die ein bisschen weit außen positioniert sind. Funktionieren die gut? Ist das Gummiseil oder einfache Schnur? Schaut aus wie das oberhalb der seitliche Meschtaschen und das ist ja wohl Gummikordel, oder?

  • Hallo,
    sorry ich habe mit der Anleitung vom Waldschneider losgelegt und dann nach dem Zuschnitt Stück für Stück angepasst. Fotos habe ich leider keine mehr. Doof ja sollte aber auch nur mal nen Probestück sein.
    Aber ja:
    - die orginalen Schnittmuster habe ich nachträglich nochmal pro Naht 1cm nachgenäht, d.h. 4 Nähte = Umfang um 8cm verkürzt. Das orginal Schnittmuster war mir etwas zu groß - allerdings als reiner Winterrucksack super dimensioniert.
    - Die Meshtaschen sind ca 1/3 und 2/3 der Höhe, elastisch. Oben habe ich einen Saum genäht und ein Stück Gummischnur gleich der Secundär Aufhängung meines UQ durchgezogen. Jedes Ende im Innenbereich der Tasche durch ein Loch gezogen und einen Knoten drauf. So kann ich wenn die Spannung nachlässt nachspannen. Schien mir eine gute und einfach Lösung.
    - Kleinteile sind einfach: 2 Blizverschluß, 4 Leiterschnalle, 4 LineLoc und ein Tanka.
    -3D Netz
    - Netzgewebe elastisch

    Was würde ich anderst machen?
    # Ich habe viele Reste aus meinem Sammelsurium verwendet, daher 20mm und 25mm Bänder. Wenn ich alles kaufen müsste, dann alle Bänder und Kleinteile in 10mm.
    # Der Blitzverschluss über den Kopf würde ich an der Fornt deutlich weiter unten annähen. Ca beim Ende der Seitentaschen.

    Ich habe einen Exped mit Rollverschluss, wasserdicht ergo luftdicht. Wenn man den zu schnell zusammen packt hat man zuviel Lust im Innenfach - das stört beim komprimiern. Daher wie Rayway. Zugegeben gut aussehen tut das Orginal ja schon.

    Es sind max gute 40L Hauptfach + Netztaschen

    Die Ausgleichsriemen konnt ich nochnicht ausgibig test. Vorerst kann ich aber nichts negatives sagen. Glaube sogar dass bei einem Rucksack ohne Gestell es von Vorteil ist, wenn die Ankerpunkte relativ weit (Schulterbreite) auseinander sind, da sonst unter Zug zu einfach eine Falte im Stoff entstehen kann (vor allem wenn der Inhalt keine große Außenform hat). Da ja eine vorhandene Schlaufe verwendet wurde, kann das aber schnell abgeändert werden.
    Für den Rucksack habe ich ganz normale ummantelte Kordel genommen.


    Arbeitsschritte:

    Zuschnitt, Schultergurte herstellen und laut Anleitung annähen. Netztaschen säumen und mit weitem Stich an die Seitenteile annähen (damit man später nicht so viel pinnen muß), Schlaufen zuschneiden, Enden ansenken, Position bestimmen und annähen.
    Hüftpolster herstellen und annähen.
    Stück für Stück zusammen nähen. Oben Säumen (Knopfloch für Kordelausgang), Kleinteile/Bänder anbringen.

    Was fehlt?
    -Warscheinlich kommt noch ein Brustgrut dran, Kordel, LineLoc Handschuhharken
    -2 Wasserdichte kleine Taschen (vgl Laufbursche/Osprey) die entweder an den Schlaufen der Komprimierung, zwischen den Schultergurten als Frontpack oder an dem Hüftgurt angebracht werden können. Da mit 2 S-Biner befestigt können sie auch als Gürteltasche verwendet werden - also gut für Geld, Handy, Tolino, Snacks im Reisebus/Flieger als Handgepäck. Warscheinlich werde ich diese Taschen innen mit 3mm Evozotte auskleiden, da ich in der Vergangenheit ähnliche Täschschen am Rucksack, vor allem beim Ausziehen unsanft gegen den Boden geschleudert habe. Auch glaube ich das eine steifere Form den Tragekomfort am Körper erhöht.


    Werde natürlich weiter berichten. Hoffe die meisten Fragen sind geklärt.

    Viel Spaß
    Stesch

  • Zitat von Stesch

    Ja, Hüftgurte sind verändert, das Schnittmuster kann ich dir noch einscannen wenn du willst. Auch werden die Gurte am Blitzverschluss umgelenkt und zu einer Leiterschnalle am Hüftgurt zurückgeführt. Finde ich sehr bequem.

    Am Hüftgurt umzulenken finde ich auch eine gute Idee, weil man dann kräftiger ziehen kann. Das Angebot mit dem Einscannen Deines Musters nehme ich gerne an, Material hab ich auch schon bestellt. Kann also jederzeit losgehen.

    Hattest Du das Schnittmuster ziemlich am Ende von Waldschneiders Post genommen, oder das erste? Ich hab gesehen, dass auch er die Hüftflossen noch verändert hat. Er hat auch geschrieben, dass er ein HDPE Inlay eingearbeitet hat. Hast Du das auch gemacht?

    Zitat von Stesch

    Da ich idR mit einem 3/4 UQ unterwegs bin liegt innen im Rücken ein Stück Evozotte welches Nachts dann unter die Füße kommt. Auch finde ich dass eine Polsterung immer Wasser bindet (nass ist der Rücken so oder so) und da ja ab und an auch ne Packrafttour auf dem Programm steht - also der Rucksack auf das Boot geschnallt wird und Wasser abbekommt - hatte ich mich für diese Variante entschieden.

    Auch für mich ist es wichtig, dass der Rucksack nicht zu viel Wasser aufnehmen kann. Das ist (neben der Trockenmasse) auch der Hauptgrund, warum ich gerne noch was anderes als meinen Osprey Kestrel hätte. Der wiegt eh schon 1,6 Kilogramm, und wenn er dann noch nass ist hat der sicher 2,5 kg oder sogar mehr.

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