Mein erster Daunen Underquilt.

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  • Hi,

    hier wie angekündigt der Bericht zu meinem ersten Projekt an der Nähmaschine. Darf ich vorstellen : Der Gerät. Wurde von meiner Mutter geliehen und leider muss ich sagen das war das erste und letzte Projekt mit dieser Maschine!! Sie ist mit ihren ca. 25 Jahren leider nicht mehr für so feinen Stoff zu gebrauchen...


    Der Quilt sollte die Maße 120cm x 200 cm Fertigmaß haben. Somit war die Kammeraufteilung folgendermaßen.

    Innenteil (10 x 12 cm + 3 cm Nahtzugabe pro Seite breit) + (200 cm + 3 cm Nahtzugabe lang)
    Außenteil (10 x 13cm + 6 cm Nahtzugabe pro Seite breit) + (200 cm + 6 cm Nahtzugabe lang)

    Die Kammern des Außenteils (Braun) habe ich absichtlich 1 cm breiter gemacht um somit mehr Loft der Kammern zu erreichen.

    Begonnen habe ich damit den Stoff (1.0 oz Hyper Diamond Ripstop Nylon) auf dem Boden auszulegen und mit Malertape fest zu kleben. Leider fehlen Bilder der ersten Versuche (mit Kreide von Muttern)....
    Das Material (Braun) verzog sich immer beim anzeichnen, was dies unglaublich mühsam machte...
    Beim Anzeichnen des Innenteils kam mir dann die Idee des "Kreide Eddings" ( Edding 725 neon board marker) von meiner Magnetglaswand! Das war dann die Rettung. Super einfach Anzuzeichnen, kein Verrutschen des Materials, absolut haltbar und auf dem fertigen Quilt nicht mehr zu sehen!

    Anschließend erfolgte dann der Zuschnitt (handelsübliche Schere) und das umnähen der Kanten um ein ausfransen zu verhindern. Hierbei habe ich nur einfach umgenäht. da die kante später nach innen umgeklappt wird und nochmals mit 2 Nähten versehen wird.

    Die Trennwände der einzelnen Kammern sind aus 0.5 oz NS50 Noseeum mesh und haben die Maße (5cm + 1 cm Nahtzugabe pro Seite) x 200 cm.
    Ich habe einfach das Material aufgerollt zu einer dicken Wurst, und mir dann alle 7cm eine Markierung gesetzt und diese dann mit einem extrem scharfen Küchenmesser geschnitten. (Mit der Schere war es nicht möglich eine gerade Kannte zu erziehlen...)


    Nun stand das vernähen der Trennwände auf dem Außenteil an. Hierbei gibt es eigentlich kaum etwas zu beachten. Am besten funktioniert es, wenn die Seiten rechts und links zusammengerafft oder gerollt werden, um sie leichter durch die Nähmaschine führen zu können.

    Wird fortgesetzt.....

    MfG Marco

  • Hi Marco,

    vielen, vielen Dank für die Doku. Das mit dem Kreide-Edding ist eine Spitzenidee, macht mir das Leben beim nächsten Projekt sicher einfacher. Hab bisher immer mit Malerkrepp "angezeichnet", was aber nicht sehr elegant und sehr anstrengend ist.

    Roland

  • Weiter gehts :thumbup:

    Ich war mir unschlüssig ob ich als Garn jetzt das grün nehmen soll, oder das braune. Vorteil Grün : die nähte setzen sich optisch ab, Nachteil :mangelnde Nähkünste sind kaum zu verstecken.
    Habe mich aber dann doch dafür entschieden und es drauf ankommen lassen. Ist ganz passabel geworden denke ich:cool:

    Verwendetes Garn : Gütermann Mara 70 / 100% Polyester


    Und jetzt kommt leider Bildermäßig eine Lücke.... das vernähen des Inneren Teils mit dem Äußeren hat mich so extrem Nerven gekostet das ich zwischen den ganzen "Ausrastern" glatt vergessen habe auch nur 1 Bild zu machen...:stars:

    Im Prinzip funktioniert es genau so wie das annähen der Trennwände an die Außenhülle. Ich habe eine Seite angelegt, vernäht und mich dann immer weiter von Trennwand zu Trennwand gearbeitet, bis ich am Ende nur noch die Seite vernähen musste.
    Das klappt auch am besten, wenn ihr die Seiten zusammenrafft, bzw. rollt! Macht das Handling wesentlich einfacher.

    Das Ergebnis sah dann so aus.

    Danach habe ich dann einfach nur die Ränder eingeklappt bis auf den grünen Stoff, und somit die Kanäle geschaffen für die Aufhängung. Wobei ich die obere Seite offen gelassen habe zum befüllen der Daunen.

    Die Infos dazu gibt es hier Klick Mich

    Aufgehängt sah das dann so aus beim befüllen.


    Zum Schluss wurde einfach nur die obere Seite vernäht und fertig. Leider hab ich davon auch keine Bilder, da die Sache mit den Daunen bei ca. 30 Grad erledigt wurde und ich vor lauter schmelzen und Panik die Bude unbewohnbar zu machen nicht zum knipsen gekommen bin.
    Wichtig wäre hier noch zu erwähnen das nach jeder gefüllten Kammer oben mit Wäscheklammern verschlossen wurde, damit nichts mehr raus kann vor dem nähen.


    Tja und das Endergebnis sah dann so aus!
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    Der Packsack den ich hier noch hatte passt per Zufall wie perfekt. Also werde ich mir die Arbeit sparen einen neuen zu machen.

    Das Gesamtgewicht inklusive Packsack beträgt

    So. das wäre es fürs erste.

    Der Rest ist wie gesagt beim machen spontan entstanden, bzw. weltweit abgekupfert.:o Er ist noch nicht perfekt, gerade die Nähte sehen aus der Nähe aus wie Sau... Aber für mein erstes Projekt bin ich absolut zufrieden, und meine Frau wird bei der Anfertigung Ihres Quilts von meinen Fehlern profitieren :good::give_rose:

    Falls es noch Fragen gibt, immer her damit. Ich versuche natürlich alles so genau wie möglich zu beantworten!

    Gruß Marco

    • Offizieller Beitrag

    Das sieht ziemlich gut aus! Dein erstes Nähprojekt war gleich ein Daunenunderquilt? Respekt!

    Ein paar Anmerkungen:

    1. Die Tatsache dass die Nähmaschine 25 Jahre alt ist muss nicht schlecht sein. Es gibt genug DIYer, die sagen je älter desto besser. Einige nähen sogar auf Tretnähmaschinen. Wichtiger als das Alter ist die Qualität der Maschine. Ich habe auf einer alten Billig-Nähmaschine von Quelle angefangen. Die war wirklich Schrott, aber vor allem deshalb weil sie sich nicht mehr ordentlich einstellen ließ. Ich habe sie 3x zur Wartung gebracht, und trotzdem hat sie immer wieder Stiche "vergessen". Jetzt nähe ich auf einer ca. 20 Jahre alten Pfaff mit der es sich sehr gut arbeitet. Wenn die Maschine deiner Mutter kein Billigmodell ist, bring sie doch einfach mal zur Wartung. Wichtig ist auch die richtigen Nadeln zu verwenden, und diese regelmäßig zu tauschen. Vor allem bei dünnen Stoffen.

    2. Hast du getestet wie sich der Edding verhält wenn er nass bzw. gewaschen wird? Nicht dass er sich bei der ersten Wäsche so halb rauslöst und unschöne Flecken macht. Ich kann im Übrigen

    empfehlen. Die hat bei den meisten Hängematten-, Tarp- und Quiltstoffen sehr gut funktioniert. Die n und von Prym sind auch ganz brauchbar auf unbeschichteten Nylonstoffen. 1.0oz HyperD ging jedenfalls gut. Auf den Polyesterstoffen ist er etwas ausgelaufen, und auf Silnylon hält er leider nicht.

    3. Mara 70 für so ein dünnes Material ist Wahnsinn! Das ist eigentlich für Hängematten und Tarps gedacht - also für Anwendungen die ordentlich Gewicht tragen müssen. Der Faden ist so dick, dass es schwierig ist da auf so dünnen Stoffen wie z.B. dem 1.0oz HyperD schön zu nähen. Für deinen nächsten Quilt würde ich ganz normalen Gütermann Polyesterfaden empfehlen, den man hier überall im Laden kaufen kann.


    Du kommst doch nach Mengerschied, oder? Ich würde mir den UQ gerne mal live anschauen!

    • Offizieller Beitrag

    Zu 1. Ja, das war bei meiner ersten Maschine das gleiche Problem. Halte doch mal die Augen auf eBay Kleinanzeigen offen. Mir wurden damals die Pfaffmodelle 360, 362 und 332 empfohlen. Ursprünglich waren das die Top-Modelle und entsprechend teuer. Jetzt bekommt man die für um die 150 EUR - mit etwas Glück auch billiger.

    Zu 3. Ja, der ganz normale Polyesterfaden. Gibt's in den meisten Handarbeitsläden auf kleinen Rollen. Ich verwende übrigens statt Mara 70 Tera 60 (siehe dazu diesen Post). Tera 60 ist dünner als Mara 70 und lässt sich deshalb einfacher und schöner vernähen, und es ist sogar stärker. Es ist lediglich nicht so einfach zu bekommen. Für Nähte die kein Gewicht tragen (z.B. Säume) verwende ich Tera 80 oder wenn ich eine andere Farbe als Schwarz will, den normalen Güterman Allesnäher Polyester.

  • Alles klar. Ich werde mal die Augen auf halten bei ebay. :good: Danke für den Tipp!

    Der link zu deinem Post funktioniert leider nicht.
    Wo beziehst du das Tera 60 denn? Ich muss und werde das Sortiment mal auffüllen, bzw. Erstanschaffen :D mein gesamter Vorrat besteht aus 8 Rollen Garn und n bißchen was ich abgestaubt habe .

    • Offizieller Beitrag

    Sorry, hab den Link jetzt repariert.

    Als ich bestellt habe, war das Tera 60 bei William Gee am günstigsten, aber das hängt natürlich auch vom aktuellen Wechselkurs ab. Was sie nicht auf der Seite haben, bestellen sie dir. Du kannst auch mal bei [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] fragen; vielleicht kann er dir etwas besorgen. Wenn du bei WG bestellst und dir auch noch eine integrierte Hängematten nähen willst, bestell auch gleich YKK No.3 Reissverschluss plus Schlitten mit. Ich habe dafür keine günstigere Quelle gefunden.

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