Beiträge von echinotrix

    ... Ich persönlich traue den verstellbaren Ridgelines auf Dauer irgendwie nicht. Ich habe immer das Gefühl, dass beim wiederholten Verpacken, Auspacken, Aufhängen irgendwann auch die Länge der verstellbaren Ridgeline verstellt wird. ...

    Du kannst den Spleiß einfach mit ein paar Stichen am Anfang und Ende fixieren, dann verrutscht da nix mehr. Solltest Du die Länge doch irgendwann mal ändern wollen, kannst Du's schnell wieder auftrennen.

    ...

    Apropos: wie verräumt ihr die lose herunter hängenden Seilstücke der verstellbaren Ridgeline? Ich bin immer irgendwie unzufrieden damit, dass die irgendwo über meinen Knien herumbaumeln. ...

    Entweder auch festnähen oder einfach mit einem Prusikknoten festmachen, so hab's ich gemacht, als ich noch verstellbare Ridgelines hatte.

    Danke für den Tipp. Das heißt ich soll es auf 83% einstellen? Das sind 2,78m? Ist das korrekt? Dazu muss ich kürzen? Wie mache ich das denn am besten? Kannst du das beschreiben?

    Bevor Du schneidest: die Ridgeline lässt sich auch mit einem Karabiner recht einfach kürzen, schau mal:

    adjustable_ridgeline_carabiner.jpg

    Ich kenne außer hammockfairy keinen Shop in D, in dem man Warbonnet Klemmschnallen bekommen kann. Vielleicht findet man auch mal zufällig welche hier auf dem Marktplatz des Forums. Dort kann man auch "Ich suche"-Anfragen einstellen.

    Als Alternativen kann ich auch die Onewind-Klemmschnallen nennen. Gibt's in der nicht-ultraleichten Variante auch bei Amazon. Hab mir neulich da ein Set bestellt, sie sind solide verarbeitet und sehr günstig:

    Jeder kann so leben, wie er mag, so lang er damit andere nicht schädigt - alter Hut...

    PJ_Metcalfe kann da einkaufen, wo er/sie mag oder da nicht einkaufen, wo er/sie nicht mag. Und auch hier im Forum von Erfahrungen dabei berichten.

    Und Hammock Fairy kann ihren Laden so betreiben, wie sie mag und muss das nicht so machen, wie manche Kunden das vielleicht gerne hätten.

    Ich persönlich verstehe es voll, dass man als hart und allein arbeitender Kleinunternehmer einen Online-Laden hin und wieder mal zu macht, wenn man z.B. auf einem Outdoortreffen ist, oder krank, oder warum auch immer. Sind wir halt nicht mehr gewohnt.

    Und ansonsten bin ich Fan von Fakten und weniger von Bewertungen - das soll mal jeder schön selber machen. Wie oft ein Onlineshop "gefühlt offline" ist, welche Zahlungsmethode "zeitgemäß" ist oder was ein "professioneller Shop" sein soll, das ist doch sehr vom Sprecher abhängig und sollte mMn nicht "faktenartig" präsentiert werden.

    Und da Du ja jetzt weißt, dass die hammockfairy hier anwesend ist und alle, die sie kennen, ihr Hängemattenwissen und ihre Professionalität sehr schätzen, fände ich etwas mehr Verständnis und Entgegenkommen angebracht. Ist (nur) meine Meinung...

    Soderle, Test abgeschlossen, kurzer Bericht:

    Material: Vermiculitplatte 500x300x15mm 600KG/m³

    Dann Scheiben mit einer 40 mm-Lochsäge ausgeschnitten, ging absolut problemlos. Das Material ist zwar schon bröselig und bricht auch leicht, die Tabletten sind aber aufgrund der geringen Abmessungen dennoch relativ stabil.

    Jede meiner Tabletten wiegt 10 g.

    Dann in Spiritus legen und 10 Minuten vollsaugen lassen, jede Tablette nimmt 5 g Spiritus auf. Zwei Tabletten mit Drahthaken aus dem Spiritus fischen, aufeinander stapeln, anzünden, Topf drauf.

    Für 500 ml Wasser @19 °C hat's 6 Minuten und 10 g Spiritus gebraucht, bis das Wasser kocht. Brennzeit insgesamt liegt bei etwa 9 Minuten, wobei die Leistung nach ~7 Minuten deutlich nachlässt, weil der Spiritus an der Oberfläche der Tabletten schneller abbrennt, als er aus dem Inneren heraus nachdiffundieren kann.

    Pros:

    - sehr einfach und günstig selbst herzustellen

    - vergleichsweise effizient, leistungsstark und leicht

    - Leistung lässt sich über die Anzahl der Tabletten regeln

    - Brenner fungiert als Topfständer

    Cons:

    - Topf steht sehr instabil

    Ich finde die Idee nicht schlecht, aber eine Revolution ist es mMn nicht. Mein Sidewinder Ti-Tri mit DIY Dosen-Wick-Stove ist dem Pill Bottle Stove-System in fast allen Punkten überlegen: leichter, effizienter, leistungsstärker, einfacher in der Handhabung, mehr Optionen beim Brennstoff durch Nutzung als Hobo-/Holzvergaser. Aber die beiden für mich wichtigsten Vorteile der Cone-Windshield-Systeme sind die hohe Stabilität und dass sie selbst bei starkem Wind ohne große Leistungseinbußen arbeiten. Auf den Kocher selbst kommt's meiner Erfahrung nach gar nicht so sehr an.

    Einzig, dass man Titanblech ohne Spezialwerkzeug kaum selbst bearbeiten kann und man die Dinger deshalb für einem Heidengeld kaufen muss ist schade.

    Wenn es das Zeugs ist, womit auch die Brennkammern von Holzöfen/Kaminen ausgekleidet werden, kannst Du es mit jeder Art Holzbearbeitungs-Werkzeug bearbeiten, das zur Not stumpf werden darf. Feinsäge, Raspel, Schleifpapier. Ist superweich und relativ bröselig.

    Ich habe mit sowas unseren Ofen im Wohnzimmer neu ausgekleidet, weil der Schornsteinfeger darum bat.

    Der Werkstoff an sich ist nur wenig "formstabiler" als Ytong oder Bimsstein.

    Mechanisch sollten Deine sebstgedrehten Spirituspills dann möglichst nicht belastet werden. Also z.B. eine Transportdose verwenden, in der sie nicht groß rumklappern können. Sonst hast Du am Abend nach einer langen Wanderung schlimmstenfalls nur noch Matschpampe in der Dose. ;)

    Hmm, dann ist's wohl doch ein anderes Material. In den Videos schaut das deutlich robuster aus. Mal schauen...

    Darf ich mal ganz kurz einschieben, dass das hier eine echt tolle Community zu sein scheint. Ich finde es ganz toll, wie man hier als neues Mitglied aufgenommen wird. Danke für dein einfachen Start.

    Dafür sind wir bekannt und stolz drauf! ;)

    Jetzt hab ich schon einen eigene Idee, wie man die Steine gut aus dem Behälter kriegt: in die Mitte ein Loch, dann kann man sie mit einem Stöckchen rausholen. Oder noch besser mit einem kurzen, an einem Ende umgebogenem Stück Draht. Zum Beispiel bei einem 10er Loch den Draht um 8 mm umbiegen, dann kann man in's Loch rein und dann unter den Stein fahren und ihn rausheben. Falls ihr versteht, was ich meine.

    Wenn man die Steine etwas größer macht und dadurch den Verlust für das Loch kompensiert, hat man zusätzlich noch den Vorteil, dass die Stabilität dadurch erhöht wird. Die ist bei dem Stove ja auch nicht so prickelnd...

    Sollen die Behälter mit Stein und Flüssigkeit gefüllt sein, und du nimmst die "aufgeladenen" Steine zum gebrauch heraus?

    Dann würde man sich die Flasche fürs Spiritus sparen :/

    Genauso verstehe ich den eleganten und skalierbaren Pill Bottle Stoff. Der "Stove" lebt in der Wide-Neck-Spiritus-"Flasche".

    22kN Hast Du eine Idee, wie man die Steine am Besten aus dem Behälter rauskriegt, ohne ihn umzudrehen bzw. die Finger voll Spiritus zu bekommen?

    Ich könnte mir sowas wie ein Tauchsieb vorstellen, das auch dauerhaft im Becher ist und mit dem man die Steine bei Bedarf rausheben kann. Oder eine große Pinzette, find ich aber irgendwie nicht sehr elegant (zusätzliches Teil, das man verlieren kann etc.).

    Hab gerade noch ein bisschen rumrecherchiert. Hier sind die genauen Maße der Tabletten: https://offgridsense.com/new-pill-bottl…ion-or-gimmick/

    Durchmesser: 4,1275 cm (1 5/8 inch) * 1,5875 cm (5/8 inch) => Volumen 13,38 cm³

    Masse: 13 g

    => Dichte 0,97 g/cm³ = 970 kg/m³

    Ist also ziemlich sicher Vermiculit und kein Schamott.

    Nachtrag: 1 5/8 ist in Amiland wohl ein Standarddurchmesser für Lochsägen, würde mich nicht wundern, wenn die die Tabletten genau so machen, wie Du gleich im ersten Post vorgeschlagen hast, 22kN . ;)

    Ich will einen Pill Bottle Stove selber machen, siehe Video. "Machen" heißt in diesem Fall, nichts mehr als eine passende Steinart finden, die porös, feuerfest und leicht ist. Leider kenne ich mich mit Stein gar nicht aus. Die Form am Ende ist mir egal, ob Donut-Scheiben (ich denk ein eine Lochsäge), passende Brocken (Steinplatte absichtlich fallen lassen und hoffen die Scherben passen) oder Vierecken (Stichsäge mit Betonblatt).

    Für mich schaut's ja sehr nach Vermiculit-Platten aus. Ich kann mir vorstellen, dass die Dinger mit einer Lochsäge mit vertretbarem Aufwand zu produzieren sein sollten.

    Zum Beispiel sowas hier, mit einer Dicke von 2 cm:

    Normaler Schamotte ist's glaube ich eher nicht. Im Vergleich zu Schamotte hat Vermiculit eine relativ geringe Dichte (~600 kg/m³ vs ~2000 kg/m³). Das ist das, was wir für einen Brenner haben wollen, wenn ich nicht irre (relativ geringe Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität und Gewicht).

    Oder Du fragst im Baumarkt mal nach einem Porenbeton- oder Ytongstein.

    Letzterer lässt sich sogar mit einem Teelöffel in Form schaben.

    Bezüglich Ytong o.ä. wäre ich skeptisch, die sind schon sehr bröselig und werden schnell zerrieben, wenn sie in der Brennstoffdose herumklackern.

    Das Grundroblem ist wohl, dass die leicht bearbeitbaren Materialien (Ytong, Bimsstein etc.) nicht robust genug sind, während sich bei den robusten Materialien die Bearbeitung schwierig gestalten könnte. Liegt in der Natur der Sache... ;)

    Aber wie Du schon sagtest, jenshelge, das werden wir wohl ausprobieren müssen. Ich freu' mich schon auf die anstehende DIY-Rallye! :D

    Ich finde die Idee echt nett, insbesondere weil man den Topf direkt draufstellen kann und weil sich durch die Anzahl der Steine die Leistung regulieren lässt.

    Das Handling der vollgesaugten Steine stell ich mir etwas schwierig vor. Spiritus an den Fingern beim Kochen find ich nicht so prickelnd, wenn man da ein bisschen was in's Essen oder den Tee verschleppt, dann kann man's wegschmeißen. Aber da fällt uns sicher noch was ein. Die Amis haben das Problem nicht so, weil die ihre Brenner ja größtenteils mit Methanol betreiben, was zwar etwas toxischer ist als Ethanol, aber dafür unvergällt.

    Ich hoffe, es findet sich eine Bezugsquelle für die Steinchen in EU. Selber zuschneiden/-schleifen geht ja auf jeden Fall, aber wenn's was aus dem Ovenziegelmaterial gäbe, das schon die passende Form hat, wär' einfacher. Meint ihr, dass es das in den US gibt oder dass die von neotrekk die "Tabletten" selber herstellen?

    Nach jahrelanger Rumprobierei bin ich ein absoluter Fan von Wick-Stoves (in der Art). Superleicht, simpel, unkaputtbar, extrem billig, schnell selbstgemacht, leistungsstark und man kann nicht verbrauchten Alkohol einfach mitnehmen. Der einzige Nachteil gegenüber dem Pill Bottle Stove ist mMn, dass man einen Topfständer braucht, was mich aber beides nicht stört, weil ich als Windschutz den Ti-Tri-Sidewinder von Trail Designs verwende, der auch als (extrem stabiler) Potstand fungiert. Der allerdings ist sauteuer...