Beiträge von wuppitom

    Moin zusammen,

    jetzt wo der Winter naht mal eine Frage an die Winterhänger: Wie isoliert ihr euch bei wirklich tiefen Temperaturen (unter -10C) in der Hängematte?

    Welche UQ+TQ’s oder Schlafsäcke benutzt ihr?

    Nehmt ihr lieber Daune oder Kunstfaser?

    Verwendet ihr zusätzlich eine Isomatte?

    Benutzt ihr WBL Säcke?

    Welche Schlafwäsche tragt ihr?

    Macht ihr euch Abends ein Wärmfläschchen fertig? Oder diese Taschenwärmer?

    Wie schützt ihr eure Ausrüstung (z.B. Schuhe,Wasser, Wasserfilter usw) vor der Kälte?🥶

    Ich vermute jetzt einfach mal so, dass noch nicht allzu viele Forumkollegen ( auf Grund der mittlerweile recht milden Winter bei uns) im zweistelligen Minusbereich in der Hängematte draußen übernachtet haben......oder irre ich mich?!

    Bei mehrtägigen Wintertouren im zweistelligen Minusbereich nehme ich meinen dicken alten Daunenschlafsack (TNF Solar Flare Dryloft, Komfort bis ca. -20C) mit. Zusätzlich nehme ich einen dünnen Innenschlafsack aus Wolle mit rein. Weniger wegen den paar Grad mehr an Wärmeleistung, sondern der soll den Großteil meiner Körperfeuchtigkeit aufnehmen 👍

    Als UQ nehme ich meist einen aus Daunen (HG Incubator Econ 0F +2oz Zusatzfüllung) plus UQ Protector. Wird es unter -15C kommt noch ein dünner DIY Kufa UQ unter dem Incubator (getestet bis -18C). Der soll dann möglichst auch die Luftfeuchtigkeit von außen aufnehmen. Obwohl ab -15C Feuchtigkeit kein großes Problem mehr ist. Im Feuchtigkeit Problembereich, sagen wir zwischen 0C und -10C, nehme ich lieber meinen SLD Trail Winder 0F aus Kufa + UQ Protector.

    Eine zusätzliche Isomatte oder WBL benutze ich nicht.

    Als Schlafwäsche trage ich meist lange Unterwäsche aus 200er Woolpower+ HellyHansen Faserpelz Underall (mit Reißverschluss Gesäßklappe👍😁) und Faserpelz Sturmhaube. Dazu kommen dann noch ein paar Halbfinger Handschuhe aus Wolle oder Fleece. Und manchmal noch eine Wollmütze dazu. An den Füßen trage ich dünne Socken aus Coolmax und darüber dicke Wollsocken aus Lammfellflor.

    So ausgerüstet brauche ich keine Wärmflasche oder Taschenwärmer👍Einer meiner Angelkumpel „erwärmt“ sich manchmal ein paar Orangen große Steine Abends am Feuer und nimmt die dann in irgendetwas eingewickelt mit ins Bett🤭er schwört morgens immer er habe suuuper geschlafen 😂👍 Ein anderer Angelkumpel stopft, wenn es kalt wird, immer seinen Jack Russell Terrier in den Schlafsack Fußraum 🤭und der schwört es gefalle dem „armen“ Hund🙈

    Schuhe, Wasser und all die Dinge die nicht einfrieren dürfen packe ich in einem wasserdichten Packsack und verstaue sie im Schlafsack Fußteil. Dort wird es dann manchmal ein wenig eng aber es geht. Besser als morgens gefrorene Schuhe anziehen zu müssen 🥶

    Für den Fall das ich Nachts mal raus muss (eigentlich jede Nacht🤓), nehme ich noch meine leichten und 2 Nr. zu großen (wegen den dicken Socken) Gartenglogs mit.

    Winter Hängematten meiner Wahl sind einmal die SLD Trail Lair oder meine Clark NX250. Beide besitzen zusätzlich ein Windshield mit Reißverschluss. Die NX250 hat unter der Hängematte noch 6 große Taschen für Isomaterial. Aber die Taschen bringen auch ohne „Füllung“ noch ein paar Grad mehr 👍

    Als Tarp kommt meistens ein 4x3m großes Aqua Quest Tarp mit (Safari oder mein King Camo).

    So.... das ist also so mein Setup für zweistellige minus Temperaturen. Wie sieht eures aus?

    Eins noch zum Schluss. Ich freue mich dass es hier im Forum nur sehr wenige Mitglieder bzw. Beiträge gibt die so anfangen: Ich hatte zwar den XY Artikel noch nie in der Hand aber empfehlen kann ich den nicht..... oder: Ich habe so etwas zwar noch nicht gemacht aber das machst du am besten so......

    Das ist leider in manchen anderen Foren anders. Dort treibe ich mich dann auch nur noch selten rum.

    In diesem Sinne......Gruß von der Ostsee

    Moin zusammen,

    Ich bewege mich oft in einer Grauzone beim übernachten draußen.

    Wie ich in einem anderen Beitrag schon mal erwähnte, nutze ich oft meinen Angelschein für ein legales übernachten.

    So darf ich mich z.B. an den deutschen Küsten Tag und Nacht zu Angelzwecken aufhalten ohne noch zusätzlich irgendeine Genehmigung einzuholen.

    Für die Schlei von Schleswig bis Arnis z.B. habe ich eine Jahresangelkarte die mich berechtigt auch dort 365 Tage im Jahr Tag und Nacht zu sein.

    Und das gleiche gilt für sehr viele Gewässer in Deutschland. Überall wo Nachtangeln erlaubt ist.

    Den Kontrollbevollmächtigten (z.B. Polizei oder Fischereiaufsicht) war es bis jetzt immer egal dass ich in der Hängematte dort geschlafen habe.

    Verboten sind überwiegend geschlossene Zelte mit Boden. Selten wird das aber kontrolliert oder darauf bestanden. Deshalb bauen die meisten Angelzelt Hersteller Zelte mit rausnehmbaren Böden und Forderseiten. Dann wäre es nur noch ein Shelter bzw. ein Wetterschutz.

    Sollte also jemand beanstanden dass man ein Zelt aufgebaut hat...... in einer Minute mache ich aus dem Zelt ein Shelter👍

    Aber wie gesagt: ich wurde noch nie des Platzes verwiesen.

    Es gab ein paar mal Ärger mit privaten Waldbesitzern oder Landwirten die aber rechtlich durch mein Uferbetretungsrecht keine Möglichkeit hatten mich zu vertreiben.

    Solche Stellen meide ich dann meist in der Zukunft. Es sollte ja Spaß machen draußen und dann möchte ich mich nicht mit solchen Leuten rumärgern müssen.

    Habe ich mal keine Lust zum Angeln nehme ich nur eine kleine Alibi Angelrute und das „Plichtzubehör“ mit. Falls doch mal jemand kommt. So kann ich trotzdem an vielen sehr schönen Plätzen legal übernachten ohne wirklich zu angeln 👍🏝

    Gruß von der Ostsee

    Hier mal am Strand wo ich schon 2x von der Polizei kontrolliert wurde und alles gut war👍

    An Binnengewässern in SH bin ich überhaupt nur einmal kontrolliert worden.

    Moin,

    Sandheringe sind meist extra breite Heringe die im lockeren Sand einen verhältnismäßig guten Halt haben. Die gibt es aus Plastik oder Metall.

    Als Bishop Heringe werden oft die einfachen dünnen Stahlheringe mit kurzem, gebogenem Kopf bezeichnet.

    Da ich sehr oft in der Eckernförder Bucht am Strand übernachte, kenne ich das Sand-Problem nur allzu gut. Ich verwende im lockeren Sand selbst geschnittene, ca. 40 cm lange Heringe aus Haselholz. Davon schneide ich mir jeden Winter ein paar ab. Dann werden sie ca. 2 Jahre im Keller langsam getrocknet. Bevor ich sie dann benutze, werden sie noch in altem Frittenöl frittiert bis jegliche Feuchtigkeit entwischen ist und durch das Öl ersetzt wurde. Dadurch werden sie wasserfest und sehr, sehr leicht 👍 und kosten tun sie auch nichts 😉

    Für lockeren Sand die besten Heringe die ich kenne.

    Fazit: die Heringe müssen vor allem lang genug sein um im Sand gut zuhalten. Extra lange Heringe von der Stange sind oft ziemlich schwer und/oder teuer.

    Hat man gerade keine „Sandheringe“ zur Verfügung , kann man auch „normale“ Heringe nehmen und sie vertikal im Sand eingraben. Das hält in lockeren Böden deutlich besser als Standard Heringe einfach nur „normal“ in den Boden zustecken.

    Das funktioniert natürlich auch sehr gut im Schnee ❄️ 👍

    Gruß von der Ostsee

    Moin,

    Erste Frage: was ist der Unterschied zwischen economy und premium Ausführung bei zweiterem genau, ausser der Preis? Ich nehme mal an die Füllung

    Die Economy Modelle sind mit 800er Entendaunen gefüllt, die Premium Modelle mit 850er bis 900er Gänsedaunen.....

    Gänsedaunen gelten allgemein als hochwertiger und etwas leichter bei gleichem Wärmerückhaltungsvermögen.

    Ich konnte im Gebrauch keinen Unterschied feststellen.....

    Gruß von der Ostsee

    Moin zusammen,

    ich sehe das auch so: Der Rucksack muss vor allem passen!!! Aussehen sollte eigentlich ganz hinten auf der Wunschliste stehen.

    Ich habe vor Jahren mal bei Globetrotter 4 Rucksäcke zur Ansicht bestellt und dann 3 Stk. wieder zurück geschickt. Das Porto hat Globetrotter übernommen 👍

    Ob die so etwas heute noch machen weiß ich nicht.

    Ansonsten wie bogus schon erwähnte, in einem guten Outdoor Fachgeschäft kannst du viele Modelle testen und wirst in der Regel auch sehr gut beraten.

    Ich selbst verwende, wenn Wanderwagen nicht möglich ist, den Reindeer 75l von Wisport.

    Der ist nicht UL aber sehr robust und nicht so teuer. Ich laufe keine vielen Kilometer mehr mit einem großen Rucksack deswegen ist das Gewicht bei mir zweitrangig.

    Für längere Strecken verwende ich einen DIY Wanderwagen oder das Fahrrad.

    Ja im Zelt Modus ist wasserdicht super 👍 aber im Hängematten Modus bildet sich bei mir fast immer Kondenswasser unter mir.

    Mit Isomatte mag das Problem vielleicht nicht so groß sein aber mit UQ finde ich es nicht so toll. Dann liege ich oft morgens im eigenen Saft.

    Ich hatte mal die Travel von DD Hammock und habe noch eine Clark NX250. Beide mit wasserdichten Boden.

    Die DD habe ich genau aus diesem Grund abgegeben. Von der Clark kein ich mich einfach nicht trennen 😁🤓

    Eins was ich nicht so gut finde habe ich vergessen zu erwähnen.

    Der Boden ist leider wasserdicht beschichtet. Finde ich in der Hängematte vor allem im Sommer nicht so prickelnd.

    Das Überzelt würde ich wohl gegen ein passendes Tarp austauschen. Wegen dem Mehr an trockenem Platz.

    Moin zusammen,

    mein erster Gedanke war auch: Wow da brauchst du sehr stabile Bäume. Aber wie man in einem der Videos erkennen kann werden die Gurte nur mit Muskelkraft fest gezurrt nicht über eine Ratsche wie z.B. bei Tentsile. Dadurch ist die Spannung nicht viel stärker als bei meinen Tarp Ridgelines.

    Wenn man dann aber drin liegt sieht das natürlich wieder anders aus. Dann sind die Zugkräfte enorm. Aber wie man bei Tentsile schon seit Jahren sieht, es funktioniert sogar mit einer Ratsche.

    Man sollte aber seine Bäume mit Bedacht auswählen und vielleicht die Rückseite der Bäume besonders schützen!

    Bei den meisten Baumarten entstehen Schäden an der Unterrinde nicht durch Zugkräfte sondern durch Zugkräfte und Reibung. Wenn ich in einer meiner Hängematten liege bewegen sich die Gurte durch mein Gewicht nicht mehr. Das passiert meist nur beim eigentlichen Einstieg wenn die Hängematte nicht stark gespannt ist. Bei stärker gespannten Hängematten verrutschen die Gurte nicht. Es entsteht also auch so gut wie keine Reibung.

    Fast alle Aufhängesysteme können aber (je nach Baumart) Quetschungen und leichten Außenrindeabrieb an der Rückseite des Baumes oder am Karabiner (wenn verwendet) verursachen.

    Deshalb habe ich mittlerweile auch kleine Isomatten Stücke unter meine Karabiner, die ich mit kleinen Kabelbindern an den Gurten befestigt habe.

    Vom Gewicht her wie gesagt nichts für UL Menschen. Aber ich kenne einige Menschen die ungern weit laufen aber trotzdem im Wald schlafen. Die kommen mit dem Auto und laufen nur kurz zum Platz. Oder andere die mein Aqua Quest King Camo für viel zu schwer halten aber ein Sixpack Flaschenbier mit in den Wald schleppen weil sie sonst schlecht schlafen 😴😂👍

    Ich schlafe auch sehr gut draußen aber nicht nur wegen einem kleinen Schuss Rum im Tee abends sondern auch weil ich mich 100%ig auf dieses schwere Tarp verlassen kann. Aber wie so oft im Leben: Viele Menschen, viele Meinungen......

    Aber für Leute die auch hin und wieder auf dem Boden schlafen müssen/wollen finde ich die Idee nicht uninteressant. Vor allem wegen der Sitzhöhe 👍

    Eine Hängematte in Bivvy Modus auf dem Boden aufbauen geht zwar, finde ich aber sehr ungemütlich und unpraktisch. Selbst mit einer DD Frontline XL, die am Boden ein wenig größer ist als viele Hängematten ohne Bögen o.ä.

    Ich glaube auch unter den vielen, vielen Kickstarter Projekten ist nicht alles Müll.

    Es gibt immer wieder tolle Innovationen die auch vernünftig umgesetzt werden.

    Alle Firmen haben irgendwann, irgendwo mal klein angefangen.

    Nur mal 3 bekannte Marken die in der „Garage“ angefangen haben: Globetrotter (ich habe eine nur 3-stellige Kundennr. d.h. ich kaufe schon sehr sehr lange dort ein)😂👍, dann Lowe Alpin (die Bergsteiger Brüder Lowe haben die ersten Rucksäcke mit verstellbaren Tragesystem in der Garage genäht) oder auch The North Face gegründet von Bergsteigern und Fernwanderen ganz klein Zuhause.

    Ich möchte damit sagen, nur weil eine Marke noch nicht bekannt ist oder oft getestet wurde heißt das nicht dass ihre Produkte schlecht sind. Dafür muss man sie ausgiebig testen um zu beurteilen ob es was taugt!

    Ich freue mich immer über neue Ausrüstungshinweise👍

    In diesem Sinne

    Gruß von der Ostsee wuppitom

    Moin zusammen,

    habe auf Kickstarter dieses recht neue Tree Tent von Opeongo Camp Modell Aerial A1 gefunden. Macht einen interessanten ersten Eindruck finde ich. Vielleicht etwas für die unentschlossenen oder Boden-Luft Mischschläfer 👍.

    Soweit erkennbar werden vernünftige Materialien verwendet.

    Großer Unterschied zu den Tentsile Zelten: Das Aerial A1 braucht nur 2 Aufhängepunkte.

    Es kommt der Lawson Blue Ridge Hängematte ein wenig nahe. Das Zelt hat aber Sitzhöhe.

    Einen UQ gibt es auch dafür 👍 sogar an eine Gear Hammock wurde gedacht.

    Eine eigene informative Homepage mit Videos gibt es auch noch.

    Ist nichts für UL Menschen.

    Sollte sich jemand die Sache mal anschauen könnt ihr ja mal berichten was ihr davon haltet👍

    LG Wuppitom