Beiträge von Meldaro

    Gibt es noch andere (europäische) Hersteller von Tarps, die eine ähnliche bis gleiche Tarp-Form wie die Warbonnet [XX]-fly Tarps herstellen zu einem vielleicht etwas günstigeren Kurs? Ich hatte preislich so auf bis 150€ gehofft, da kommt man bei Warbonnet dank Versand, Zoll etc leider nicht so ganz hin, außerdem vergleicht man ja gerne.

    Da hätte ich jetzt mal ernsthaft die Frage, ob es wirklich zu warm von unten sein kann? Bei Isomatten wäre mir das noch nie aufgefallen und ich hätte gedacht, dass man seine eigene Temperatur gut mit dem Schlafsack/Topquilt regulieren kann. Jetzt ist aber mein persönliches Equiment auch noch nicht so gut, als dass mir "viel zu warm" je untergekommen wäre. Da kommt im Sommer dann der Klassiker alá "Bein zur Abkühlung seitlich aus dem Schlafsack raus, den mal eh nur als Decke nutzt".

    In Ergänzung zu gestern hier nun das Foto nach der Übernachtung. Eigentlich waren wir zu zweit geplant, ganz, dann kam noch eine Freundin sehr spontan dazu. Bis dahin hatte der Wetterbericht noch eine trockene Nacht vorhergesagt, das sollte sich leider nicht bewahrheiten und wir hatten nur zwei Tarps, aber die Freundin war kreativ und hart im Nehmen, da wird die Picknickdecken einfach drüber gelegt, das reicht schon. Ihr Gepäck fand bei mir noch trockenen Wetterschutz.


    Dank eines zurechtgesägten Baumstamms in der Nähe hatte ich sogar einen Beistelltisch und konnte mir mein Käffchen morgens machen, ohne mich aus der Matte zu pellen.


    Für den Overnighter-Faden hab ich nicht ausreichend schöne und viele Bilder gemacht, daher hier als Fortsetzung.

    Morgen wir mit Freunden ein bisschen am See Lagerfeuer und Stockbrot gemacht und wer will übernachtet auch. Da keiner davon ein Auto besitzt und wir nicht das Totholz des Waldes rauben wollen, welches vor allem im Frühling ein wichtiges Habitat ist, hab ich schon mal zwei Säckchen Feuerholz deponiert und die 20°C und Sonne genossen.

    Meldaro cool, dass du es trotzdem raus geschafft hast, und zudem noch ein so schönes Plätzchen. Toll, dass dein Kothenstoffsystem sich bewährt hat! Hattest du wieder ein Lasten-Longboard zum Transportieren? :P

    Haha, diesmal war ich mit dem Bus unterwegs und da ich viel Isolation ohne irgendwas an Daune und eben schwere Plane als Tarp und HM dabei war, war der Rucksack entsprechend schwer. Aber eine leichte Tour mit dem Brett im Sommer schwebt mir auch schon seit einer Weile im Kopf rum. Ich besitze zwar ein Fahrrad, aber für mich ist das Langbrett das Transportmittel der Wahl seit bald 10 Jahren.

    Da ich nun leider relativ spontan aus völlig nachvollziehbaren Gründen nicht zum NRW Wintertreffen konnte, saß ich nun gestern hier mit meinem fertig gepacktem Rucksack und überlegte wie ich das Wochenende stattdessen verbringe. Nach meinem Abendessen hats mich dann gepackt, ich möchte den Kohtenstoff jetzt nicht nur testhängen, ich will ihn auch Test-Schlafen. Also etwas Ausrüstung wieder raus, Wetterbericht gecheckt und daraufhin das Tarp gegen die Jurtenseitenplane getauscht. Die ist zwar bisschen knapp, aber theoretisch solls sowieso nicht regnen (hat sich auch bewahrheitet).


    Ich hatte hier um Gießen mit einer Freundin im November einen kleinen abgelegenen See entdeckt, der doch ganz idyllisch war. Also Busverbindung rausgesucht und den Rest spaziert, war ja immerhin auch schon 21 Uhr und entsprechend finster. So dann auch im Dunkeln aufgebaut.

    Es sollte in der Nacht auf knapp 0 Grad runter, also Sommerschlafsack und 3 Jahreszeitenschlafsack kombiniert und erstmalig auch lange Unterwäsche beim Schlafen angelassen. Alle winterlichen Übernachtungen bisher waren in Zelten, in denen Zeitgleich noch ein Feuer war, da braucht man nicht so viel. Dazu dann die Wolldecke in den Rücken und der UQ unten drunter. Hat eine gute Weile gedauert, bis ich mich da reingearbeitet hatte und endlich warm und gemütlich lag und direkt bis in die frühen Morgenstunden durchgeschlafen, dann wurden die Füße kalt, weil mir der UQ verrutscht ist.

    Noch schwerer wie in die Schlafsäcke zu kommen, war das wieder rauskommen, da auch das eine ganz schöne Verrenkung war, aber es war auch mental schwer, denn es war so muckelig da drin. Endlich draußen dann ein Ründchen um den See gedreht und einen Finger- und Magenwärmenden Cappucchino gemacht und danach wieder alles eingetütet und mit dem Bus wieder heimgefahren.

    Oh Fagorian von dir hätte ich ja bei Ultra Light eher den Fahrtenbär-UL erwartet

    https://jurtenland.eu/files/fahrtenbaer_anleitung.pdf


    Nach dem ganzen Nähen, basteln und testen der letzten beiden Tage, kam mir heute der Gedanke, warum nicht All-In gehen und eine baugleiche Plane wie die, aus der die neue HM besteht auch als Tarp zum NRW-Treffen mitnehmen? Maße auf den Papier passen Recht knapp, aber bei der Breite bin ich mir unsicher. Also raus und testen, kaum war alles aufgebaut, kam auch genau passend der Regen.


    Daraus mehrere Learnings:

    1. Bei einem rechteckigen statt quadratischem Tarp ist beim Aufbau auf die eigene Liegerichtung zu achten, sonst hängt der Kopf unter der langen Seite und hat nur wenig Schutz.

    2. Die Plane würde theoretisch Grad so reichen, wäre für einen Overnighter bei wenig Regen bestimmt machbar, aber mir für das Treffen dann doch zu knapp.

    3. Ich hätte mir vorher Gedanken machen sollen, wie ich die jetzt klitschnasse riesen Baumwollplane wieder trockne. Jetzt hängt hier diagonal durch mein kleines WG Zimmer ne Ridgeline von Schrank bis Türschanier und daran die Plane, darunter Handtücher, damit nicht so viel in den Teppich geht.

    Die Pimpfe sind bei uns im Bund traditionell die Kinder. Da wir bei uns keine wirklichen "Ränge" haben, die wir durchlaufen, gibt's bei uns Pimpfe und Gruppenleiter. Alle anderen Titel/Ämter die man bekommt sind nur mit mehr Aufgaben, aber nicht mit mehr Rechten verbunden. Ist eben Ehrenamt und ein Jugendverband.

    Ich weiß, dass der Begriff bei vielen Pfadis und Wandervögeln ebenso im Gebrauch ist und auch schon bis in die frühen 1910er Jahren in der Jugendbewegung zurückgeht.

    Weil der Wikipedia-Artikel einen starken Fokus legt, möchte ich betonen, dass die HJ den Begriff übernommen hat, wie so viele Symbole und Begriffe, wir aber rein gar nichts mit derartigen Gedankengut und politischer Richtung zu tun haben, ganz im Gegenteil sogar.

    Genug des Politischen, das ist Offtopic.

    Der Stoff ist ungewaschen. Da mir die Planen über einen etwas eigenen Weg zugekommen sind, kann ich nicht sagen, ob es der absolut orginale Stoff von TenCate und wie er behandelt wurde. Im Gegensatz zu neuen planen von bspw. Tortuga, rieche ich keine Brandschutzbehandlung. Ich weiß, dass sich das Material bei Nässe und Trocknung leicht dehnt und schrumpft, da er normalerweise wasserdicht ist, weil er sich eben vollsaugt und dabei dehnt. Deswegen darf man die Zelte bei Regen nicht zu fest nachspannen, sonst zieht man sich bei der nächsten Sonne die Heringe aus dem Boden (Bei großen Zeltbauten). Bei Meterheringen reißt auch mal ein Seil oder ganz selten mal die Plane, dann war die meist aber auch schon 30+ Jahre alt.

    Wenn ich es richtig sehe, macht die Straplänge preislich nichts aus und kürzen sollte unproblematisch sein.


    Ansonsten ist die Länge die man braucht immer abhängig vom Baumabstand und auch dem Umfang, welcher recht schnell massiv aufschlägt. Ich habe mit 2,5 Metern Länge bisher immer was gefunden, wobei ich mir manchmal an meinen Whoopies noch etwas mehr wünsche, um ggf mehr Möglichkeiten zu haben. 3m sollte gut ausreichend sein, gibt aber bestimmt noch mehr Meinungen anderer.

    In Anbetracht unter was für einer Zugbelastung der Stoff bei Wind und Wetter und straff abgespannten Zelten für eine Dauer von mehreren Wochen bis Jahren stehen kann, hab ich in der Hinsicht wirklich wenig Sorge. Ich hab noch etwas Sorge, dass er sich direkt auf der Haut vielleicht etwas steif und rau anfühlen kann, bei den Temperaturen hab ich ihn noch nicht kurzärmelig getestet und auch nicht dran gedacht.

    Gestern haben meine Freundin und ich bei ihr auf der Arbeit die Werkstatt nutzen dürfen und ich konnte das Projekt der Kohtenstoff-Hängematte endlich umsetzen und sogar noch vor der Treffen am kommenden Wochenende.

    Ausgangsmaterial war nagelneues Schwarzzeltmaterial, welches trotzdem keine Verwendung hatte. Ich habe den den KD38 Stoff nicht in Rohform auf Rolle, sondern schon in einer anderen Form verarbeitet. In diesem Falle war es eine Jurten-Seitenbahn. Die sind den NVA-Planen gar nicht unähnlich, nur eben in schwarz. Maße davon waren 328cm*207cm. Nach Abtrennen aller Knöpfe und herausbrechen einiger Ösen, welche an geplanten Nähkanten lagen, konnte ich vor einigen Tagen mit Hilfe eines einfachen Whippings und Seil einen ersten Test-Häng für den Stoff machen, den ich auch hier im Forum geteilt habe.

    Zurück kamen dabei hilfreiche Verbesserungsvorschläge, denn was will man mit über 2m Breite bei "nur" knapp über 3m Länge (durch das Whipping).

    Gestern also den Stoff schmaler geschnitten auf circa 160cm und aus dem übrigen Streifen den Stoff verlängert. An beide Enden dann noch ein recht großzügiger Tunnelzug dran. Bei den ganzen Arbeitsschritten war ich nur helfende Hand, die Dame hat in der Werkstatt die Hosen an, Stoffe sind ihr Handwerk, ich bin nur gut, wenn irgendwo Strom und Daten fließen. Viel gelernt habe ich über unterschiedliche Techniken und grundsätzlich Nähmaschinen trotzdem. Vor allem kam die Nähmaschine, die hier auch regelmäßig Leder verarbeitet, trotzdem an ihre Grenzen, denn an manchen Stellen sind durch den vorherigen Zweck der Plane und die Umwidmung Nähte entstanden, die durch bis zu 12 Lagen diesen doch dicken Stoffes mussten. Da ächzt die Maschine schon mal und wird nur vorsichtig handgekurbelt.

    Heraus kam am Ende ein Reckteck mit den Maßen 348cm*157cm.

    Heute konnte ich mich dann um die Aufhängung/Ridgeline kümmern. Nach etwas überlegen habe ich mich gegen Dyneema/UHMWPE und stattdessen passend zum Stoff Kunsthanf-Seil verwendet. Nur wie macht man aus Kunsthanf einen Continuous Loop?

    Also das lange Seil durch den Tunnelzug gezogen und ans Ende eine Schlaufe gespleißt. Spleißen hab ich vor langer Zeit auf Zeltlager gelernt, aber das Können ist etwas eingerostet. Das Ergebnis ist eher funktionaler Natur, statt Schönheit. Also den unfreiwilligen Pfusch mit einer Wicklung aus Lederschnur versteckt verschönert. Dann den gesamten Tunnelzug gerafft, was bei dem Stoff echt nen mächtigen Knubbel gibt, und das andere Ende des Seils durch die Schlaufe gezogen. Alles bisschen justieren, ablängen und das Seil gekürzt. Dann am anderen Ende wieder eine Schlaufe gespleißt und mit Lederband aufgehübscht. Andere Seite, gleiches Spiel. Heraus kam das hier, womit ich doch sehr zufrieden bin:


    Danach gings raus an die Lahn, da kenne ich ne schöne Stelle zum hängen. Provisorisch erstmal eine RL von TTTM drangehängt und mit einem Schafsfell im Rücken testgelegen. Ist schon sehr anders als meine TTTM Lightest Pro, die ja einen sehr weichen Stoff hat und ein Eckchen kürzer ist. Hier dann meine persönliche RL-Länge ausgetestet welche wirklich Spot-On auf den 83% liegt und in der HM die Ridgeline gespleißt nach gleicher Taktik wie die Aufhängung. Baumgurte sind die T-Straps von Amazonas, die lagen hier nunmal noch rum und sind bis auf die Länge wirklich nicht schlecht.

    Für die erste DIY-Hängematte bin ich verdammt zufrieden und will sie auch auf dem kommenden Treffen testen, nehme mir aber sicherheitshalber die TTTM noch mit, da weiß ich, dass ich gut drin schlafe. Sie ist auf jeden Fall kein Leichtgewicht und das Packmaß ist enorm, das ist aber für ihren Anwendungszweck nciht relevant, sie soll mich auf Zeltlager begleiten, falls ich für die Nacht mal vor den Pimpfen fliehen muss, weil sie mir auf den Sack gehen ;)

    Ich bringe eine TTTM Lightest Pro mit, weil ich die nummal besitze, damit kann man dann ggf ganz weichen Stoff testliegen. Ich hatte mich da noch nicht so belesen und hatte n gutes Schnäppchen gemacht. Ich freu mich eben ggf ne festere Matte mal testzuliegen.


    Wenn morgen alles gut läuft, hab ich dann sogar noch das absolute Gegenteil dabei mit DIY KD38 (Kohtenstoff). Also sehr dicker und schwerer Stoff