Beiträge von Motte148

    Vielen Dank für eure Antworten! :)

    Ich bin überfragt mit dieser Footbox, ob das wirklich Sinn ergibt. Durchgesetzt hat es sich scheinbar nicht. Kann mir schlecht erklären wie noch mehr Komfort entstehen soll, wenn man doch bereits diagonal liegt und die Füße nicht über die Seiten hinausragen.

    Ich stelle es mir so vor, als wäre es eine Art Verlängerung in Liegerichtung, da man ja die Füße so weit herausstrecken kann, dass sie ohne die Box über die Seite hinausgeragt hätten.

    Probier es aus, aber mach es so, dass Du im schlimmsten Fall die Nähte wieder öffnen kannst und wieder eine Standard-HM-Form hast.

    Hört sich ein bisschen so an, als ob Du bislang noch nicht gut diagonal liegst.

    Genau :)

    Das diagonal Liegen muss ich wohl nochmal üben..

    Was verstehst du unter einer integrierten Ridgeline?

    Eine ganz normale Ridgeline, das war komisch ausgedrückt.

    Was verstehst du unter einer Footbox? Einfach einen Knotty Mod im Fußbereich? Oder eine Warbonnet Footbox?

    Ich meine keinen Knotty Mod im Fußbereich. Auf dem Bild von Gironimo ist es zu sehen, auf dem Thumbnail vom YouTube Video auch rechts neben dem Play Zeichen. Im hängenden Zustand kehrt sich die Form des halben Ovals quasi um und bildet eine Wand, die sich in die Biegung des Stoffs einfügt.

    Deshalb würde ich die Hängematte erstmal ohne Knotty Mod nähen, und mit Whippings experimentieren. Wenn du eine Variante gefunden hast, bei der du bleiben willst, kannst du immer noch einen Knotty Mod anbringen - falls du dann überhaupt noch das Gefühl hast, einen zu brauchen. Dann weißt du auch, wo du liegst.

    [...]

    Bei einem echten Whipping verlierst du viel Länge. Ich würde pro Seite mindestens 20 cm zur gewünschten Endlänge dazurechnen. Mein Tipp: kauf 4 m Stoff und nähe erstmal nur die langen Seiten. Dann teste deine Whippings. Wenn du dich für ein Whipping entscheidest, säume nachträglich die kurzen Seiten. Wenn du dich für einen Warbonnet Whip entscheidest, kannst du den Stoff kürzen und den Tunnelzug nähen.

    Das ist wahrscheinlich die schlauste Idee. Das werde ich wohl so machen, danke :)

    Die Calf Ridge entsteht immer dort, wo ein höheres Gewicht den Stoff tiefer drückt - sprich um den Torso. Der Wulst ist immer da und kann auch nicht verhindert werden. Nur die Lage lässt sich verändern. Die meisten Leute empfinden den Wulst vor allem dann unangenehm, wenn er sich unter dem Knie oder der Wade befindet. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Position des Wulstes zu verschieben: entweder du liegst weniger diagonal, so dass der Wulst über eine größere Beinfläche verläuft, oder du liegst mehr diagonal, so dass der Wulst unter den schwereren und unempfindlicheren Oberschenkeln liegt. Beide Liegepositionen lassen sich nur indirekt mit einem Whipping beeinflussen. Mehr Einfluss hat der Durchhang der Hängematte - also die Ridgelinelänge. Längere Ridgeline = straffere Hängematte = weniger diagonale Liegeposition. Kürzere Ridgeline = mehr Durchhang = diagonalere Liegeposition.

    Das macht Sinn. Ich habe trotzdem oft das Gefühl, dass Calf Ridge nahezu willkürlich auftritt. Die Ridgeline hab ich immer gleich lang, aber manchmal fällt es mir richtig auf, manchmal überhaupt nicht. Vielleicht ist meine Empfindlichkeit in den Beinen ja tagesformabhängig. Bei mir sind meistens die Kniekehlen betroffen.

    Mindestens 2,4 mm, evtl. 3 mm. Aber letztendlich wird die Gummikordel immer nachgeben. Die Kordelstopper müssen zur Gummikordeldicke passen.

    Alles klar. Vielleicht hätte ich ohne den Hinweis zu 2 mm tendiert.

    Ich finde die Idee gut, und es scheint auch Anwender zu geben, aber ob der Aufwand sich lohnt, ist die große Frage:

    Danke für das Bild :) Ich glaube auf den Aufwand habe ich in diesem Fall sogar Bock :D

    Zur Konstruktion hat Hammock Fairy schon so ziemlich alles abgedeckt, daher nur eine Anmerkung zum Stoff: in Deiner Gewichtsklasse könnte Hexon 1.6 schon etwas zu dehnbar sein - geht mir zumindest so. Hast Du den Stoff schon irgendwo testen können?

    Oh nein! Probiert habe ich ihn nicht, ich dachte wegen der möglichen Traglast könnte es passen. Ich meine auch, dass ich den Stoff mal als "schwerere" Option für eine gekaufte Matte gesehen habe.

    Der Hinweis ist gut, danke. Mit zu viel Dehnung würde ich wahrscheinlich nicht eine ganze Nacht lang happy sein..

    Hallo zusammen,

    ich plane gerade mein erstes richtiges DIY-Projekt.

    Was Hängematten angeht, habe ich bisher nur eine sehr einfache Matte selbst genäht. Die ist aber eher zum Abhängen im Park gedacht. Jetzt möchte ich eine HM zum Übernachten nähen, außerdem habe ich Lust ein paar kleine Features einzubauen.

    Dazu würden mich eure Erfahrungen interessieren. :)

    Zunächst einmal die Randbedingungen:

    • Ich bin 1,85 m groß und wiege knapp 90 kg.
    • Die HM soll möglichst leicht sein, trotzdem soll der Stoff genug Stabilität bieten, sodass ich ruhigen Gewissens daran übernachten mag.

    In einigen Punkten bin ich mir schon sicher:

    • Es soll eine Gathered-End HM werden
    • Ich möchte ein Whipping, statt einem dreifach vernähten Tunnel verwenden
    • An die Enden kommen Continuous Loops aus Dyneema
    • Ich werde eine integrierte Ridgeline vorsehen.
    • Die Matte soll kein integriertes Moskitonetz haben.

    In anderen Punkten bin ich mir relativ sicher (lasse mich aber auch gerne eines Besseren belehren):

    • Die Maße sollen im fertigen Zustand 350 x 175 cm sein.
    • Als Stoff möchte ich Hexon Wide 1.6 verwenden, in der Hoffnung dass dieser möglichst leicht ist, gleichzeitig aber nicht zu dehnbar und vom Gefühl auf der Haut her nicht zu plastikmäßig.
    • Ich möchte an Fuß- und Kopfende Features einbauen. Momentan denke ich an eine Foot Box am Fußende und einen Knotty Mod am Kopfende, ähnlich wie in diesem Video https://www.youtube.com/watch?v=xExXE648aIs

    Dann wiederum gibt es Punkte bei denen ich mir noch unsicher bin:

    1. Ich bin mir nicht sicher an welcher Stelle bzw. auf welcher Höhe ich die Mods für Kopf und Fußteil anbringen möchte. Wo Kopf und Füße (und damit der ganze Körper dazwischen) platziert sind, würde ja zum Beispiel auch die Platzierung der Isolation auf einem Wooki bedingen. In der ein oder anderen Anleitung für Wookies habe ich gesehen, dass die Isolation ein wenig in Richtung Fußende verschoben ist.

      In meiner jetzigen Hängematte habe ich seitliche Haken die symmetrisch angebracht sind und oftmals sind mein Kopf und meine Füße ungefähr in der Höhe von sich schräg gegenüberliegenden Haken, sodass ich eigentlich eher mittig in der HM liege, nicht etwas weiter in Richtung Fußende. Vielleicht ist meine Liegeposition auch nicht optimal..:/


    2. Ich überlege auch, statt dem Knotty Mod am Kopfende und der Foot Box am Fußende, an beiden Enden jeweils eine Foot Box vorzusehen. Ich habe die Hoffnung, dass ich dadurch ein noch größeres Raumgefühl hätte. Ich bin mir aber auch unsicher, ob der zusätzliche Stoff der "Wand" für den Kopf genau so ein Zugewinn ist wie an den Füßen, wo die Fußflächen die Wand ja wirklich ausnutzen. Hat jemand schon Erfahrungen mit Foot Boxen am Kopfende gemacht?

      Beim Knotti Mod bin ich auch nicht ganz sicher wie lang der Tunnelzug werden soll. Ich habe da alles Mögliche, von 30 cm bis 100 cm gelesen. Hier tendiere ich zu 100 cm weil das auch der Länge meiner Fußbox entspricht. Dann könnte ich den Knotty Mod auch nachträglich noch durch eine Fußbox austauschen, ich möchte nämlich bei beiden die gleiche "Cord-Lock-Befestigung" verwenden. Wenn der Knotty Mod mir aber prinzipiell zusagt, soll er mit einem Meter auch nicht zu lang, bzw. unnötig lang sein.


    3. Ich würde eigentlich gerne die Möglichkeit haben verschiedene Whippings auszuprobieren, oder auch unterschiedliche Wippings an Kopf- und Fußende zu verwenden. Davon habe ich schon mal im US-Forum gelesen. Bisher habe ich aber nur Erfahrung mit dem Warbonnet Whip. Mein Plan wäre es dünne Tunnel für den WB Whip an die Enden zu nähen, falls ich eine andere Whipping-Technik anwenden möchte, würde ich vermuten, dass die Tunnel nicht stören.

      Ich frage mich allerdings wie unterschiedlich der Längenverlust bei anderen Whippings ausfällt. Wenn ich die Länge des Stoffs also nach einem WB Whip auslege, könnte es ja sein, dass die Matte bei einem anderen Whip zu kurz wird. Gibt es eurer Meinung nach die Möglichkeit eine Zugabe zur Länge so zu wählen, dass damit mehrere verschiedene Wipping-Techniken möglich sind, ohne das die HM bei einem der Whippings deutlich zu kurz würde? Ein paar Zentimeter Längenunterschied würde ich nicht so kritisch sehen.

      Und hat vielleicht schon jemand Erfahrung mit verschiedenen Whipping-Methoden für Kopf- und Fußende? Gibt es vielleicht eine Kombination die ihr besonders bequem findet? Mit gekonntem Whipping soll man ja sogar etwas gegen Calf Ridge tun können..


    Ein paar kleinere Dinge habe ich auch noch nicht final entschieden. Zum Beispiel wie dick das Shock Cord sein soll. Gerne möglichst dünn was Packmaß und Gewicht angeht, allerdings soll es auch genügend Halt und Stabilität geben, so dass die Foot Box bequem ist und nicht zu sehr nachgibt. Auch bin ich mir noch nicht ganz sicher welche Art von Kordelstoppern bzw. Cordlocks ich verwenden möchte.

    Fragen über Fragen.. Ich hoffe das ist nicht zu viel auf einmal gewesen und dass ich es halbwegs nachvollziehbar formuliert habe :saint:

    Schon mal vielen Dank vorab für eure Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

    Grüße Alex

    Hi ich bin Alex,

    im Outdoorbereich bin ich schon seit vielen Jahren hobbymäßig unterwegs. Ich übernachte gerne mit Freunden draußen im Wald, angefangen haben ich als Bodenschläfer. Irgendwann hat ein Kumpel jedem aus unserer kleinen Runde eine 20-Euro-Matte geholt und wir haben mal ausprobiert wie es ist, in einer Hängematte zu pennen. Mir hat das sehr gut gefallen und mittlerweile schlafe ich öfter in der Hängematte als auf dem Boden, wenn es mal wieder raus geht.

    Am Anfang hatten wir nur unsere Billig-HM und irgendeinen alten Schlafsack mit Gummikordeln zum Underquilt umfunktioniert. Mit der Zeit wurde mein Interesse am Hammock Camping aber immer größer. Ich habe mir dann zuerst eine Amazonas geholt (Warum die in der deutschen Youtube-Szene so krass beliebt sind, ist mir mittlerweile ein Rätsel). Damals dachte ich, dass die wohl gut sind und preislich hat sie in das damalige Budget gepasst.

    Letztendlich bin ich, nicht zuletzt wegen diesem und dem amerikanischen HM-Forum, auf den Trip gekommen, mir eine in "richtige" Hängematte zuzulegen, bzw. eine die groß genug ist, um gemütlich darin zu übernachten. Es ist eine 12 foot von One Wind geworden, da mir die großen Markennamen aus den Staaten zum damaligen Zeitpunkt einfach zu teuer waren. Über billig Nachahmungen lässt sich streiten, aber das war eine einfache Möglichkeit eine vernünftig große Matte zu einem aufbringbaren Preis zu bekommen. Die One Wind nutze ich jetzt schon eine ganze Weile, mit der ein oder anderen Modifikation.

    Nach einem der letzten kleinen Ausflüge bin ich aber noch mal mehr gehyped gewesen und hatte Bock mir selbst eine Matte zu nähen. Spleißen von Aufhängungen aus Dyneema hatte ich schon öfter gemacht, genäht aber noch nie. Daher hab ich mich für einen dünnen Stoff mit einem Whipping entschieden. Als erstes Projekt, sollte es eine ganz simple Matte werden, eher für den Park als zum Übernachten. Das hat super viel Spaß gemacht und nachdem die Matte fertig war, hatte ich direkt Pläne im Kopf für weitere Projekte.

    Hier im Forum habe ich schon super viele Infos, Ideen und Anregungen gelesen von daher schonmal vielen Dank an euch!

    Bis bald Alex :)