Beiträge von Motte148

    Sowas in der Art habe ich mir auch bereits überlegt und die Umsetzung ist relativ einfach, wenn man den Sookie o. Wookie so näht dass die Isofläche "innen" liegt.

    Man müsste sich einfach nur den Aufwand sparen die Kopf u. Fuß-Seite der Isofläche auf den Trägerstoff zu nähen (2. HM die von unten die Isofläche hält) d.h. man vernäht nur die Längsseiten der Isofläche auf der Trägerstoff.

    Das wäre wirklich genial. Dann war es bestimmt in deinem Thread, in dem ich gelesen habe, dass Climashield auch noch ganz gut funktioniert, wenn es ein bisschen zusammengedrückt wird. Kann man das generell auf Kunstfaserisolation verallgemeinern?

    Was man dort einschiebt sollte auch "ok" in Position bleiben ohne Hilfsmittel, weil das Körpergewicht es bereits fixiert. 2 - 3 Stoffklammern könnten es dann komplett verrutschungssicher machen.

    Denkst du das geht auch noch mit einem wilden Mix an Reingestopftem? Also so etwas wie zwei verschiedene "Decken" plus Daunenjacke plus ganz unten eine Rettungsdecke.

    Nächster Vorteil wäre, dass man von außen die hässliche rote Karo-Wolldecke von 1965 auch nicht sehen würde. Sie würde unter dem Trägerstoff und der Isolierfläche verschwinden. Ich glaube viele achten doch verstärkt auf das Aussehen des Setups.

    :D Geil

    1,75 fids, was ist das für eine Maßeinheit? Wie wäre die Rechnung in mm oder cm?

    Du erhälsts das Ergebnis immer in der selben Einheit, in der du den Durchmesser angegeben hast.

    1 fid = 21* Durchmesser der verwendeten Schnur

    Wenn du also eine 2,5 mm Schnur verwendest ist 1 fid = 21*2,5 mm = 52,5 mm

    1,75*1 fid sind dementsprechend 91,875 mm

    Theoretisch könntest Du die Isomatte unter die CH legen, aber auch da würde ich unter das teure Teil sicherheitshalber einen Durchstichschutz unterlegen.

    Machen Bodenbrüter eigentlich immer und hat nichts mit der CH zu tun.

    Dem kann ich als langjähriger Bodenschläfer nur zustimmen. Es gibt nichts nervigeres als in der Nacht aufzuwachen, weil man Bodenkontakt hat. Gute Isomatten sind ja außerdem nicht billig.

    Für mich hat sich zum Unterlegen eine dünne Evazote Matte in Torsolänge bewährt. Spitze Dinge auf dem Boden entferne ich natürlich trotzdem vorher. Die kleine Unterlage kann man zusammengefaltet als ausreichend dickes Sitzkissen verwenden, oder auch als Windschutz beim Kochen. Funken können ihr auch nichts anhaben.

    Gibt es eine Maßangabe wie die Länge der Spleisse, welche in das Mittelstück gezogen werden mindestens sein muss? Darf man die Spleisse nicht kürzen?

    Bei Dog Bones mache ich immer 1,75 fids. (also 1,75*21*Schnurdurchmesser) Haben bisher immer gehalten. Dabei zähle ich aber den ausgedünnten Teil nicht mit.

    Das ist so die kleinste der gängigen Angaben die man findet. Darunter würde ich persönlich nicht gehen.

    Hallo zusammen,

    mich hat kürzlich das DIY Fieber gepackt. Neben einer Hängematte die ich jetzt bald nähen möchte, bin ich gedanklich schon auf großer Reise zu weiteren Projekten. Ich möchte eines nach dem anderen machen, von daher ist das erstmal nur ein grobes Brainstorming. Ich denke zur Umsetzung finde ich frühestens nächstes Jahr die Zeit. Trotzdem macht es mir Spaß jetzt schon darüber nachzudenken.

    Da ihr so gute Hinweise und Ideen für mein geplantes Hängematten Projekt hattet, wollte ich jetzt schon mal eure Meinung zu einem weiteren einholen, nicht dass ich mich hier auf eine Schnapsidee versteife.:D

    Es geht um einen "Wooki" mit einer Art Einschubfach.

    In meiner Vorstellung kann ich damit verschiedene Isolationen nutzen/ausprobieren. Ich habe zum Beispiel eine Kufa Steppdecke, einen alten Schlafsack, meinen momentanen UQ (den ich auch mal testweise reinpacken könnte )und auch eine gute Luftisomatte (schlaff aufgepumpt).

    Falls du dir gerade denkst: "Ein Einschubfach? Isomatte? Dein Ernst?" Ich habe den Krampf mit dem Amazonas Isomatten Einschubfach auch schon hinter mir, aber bin trotzdem neugierig. ;)

    Zurück zum Einschubfach: Durch das Fach könnte ich erstmal den Kram den ich schon habe nutzen und müsste kein Isolationsmaterial kaufen. (Vielleicht würde ich mal eine von diesen Ikea Decken holen, aber da ist der Preis ja wirklich überschaubar.) Außerdem wäre es ja theoretisch möglich, je nach Temperatur die passende Isolierung auszuwählen. Das finde ich schon ganz cool.

    Ich sehe da aber noch einige Schwierigkeiten.

    Allgemein habe ich hier auch schon von einem Sooki gelesen, der eine Basisisolation unten hat und zwischen Trägerstoff und Hängematte, also oben, Befestigungspunkte für Zusatzschichten. Ich denke das ist allgemein die elegantere und von der Wärmeleistung her deutlich bessere Variante. Aber wenn ich mir dazu die Mühe machen würde, dann würde ich wahrscheinlich auch kein Risiko eingehen wollen und mir ordentliche Isolation kaufen, statt die zu nutzen, die ich schon habe. Außerdem übersteigt das wahrscheinlich auch meine Fähigkeiten an der Nähmaschine..

    Auch bin ich noch relativ ratlos wie man das Einschubfach gestalten müsste. Wenn es groß genug sein soll, damit auch für kältere Temperaturen entsprechend viel Isolationsmaterial reingestopft werden kann, dann ist es wahrscheinlich gleichzeitig zu schlaff um eine dünnere Schicht im Sommer nah am Trägerstoff zu halten.

    Ich denke auch, dass sich die Isolationsschicht (en) in einem Einschubfach, wenn dieses nicht sehr gut sitzt, leicht verrutschen können. Dann müssten die Isolationen wahrscheinlich trotzdem zusätzlich befestigt werden um das zu vermeiden. Mein UQ hat zumindest ein paar Schlaufen mit Druckknöpfen, die ich nutzen könnte, denn diesen würde ich auf gar keinen Fall umnähen wollen. Um mich da heran zu trauen, müsste ich nämlich noch viel üben..

    Vielleicht habt ihr ja Ideen, wie ich so ein Einschubfach gestalten könnte, oder sogar selbst schon einmal etwas ähnliches gebastelt?

    Oder halt den Hinweis, dass die Idee Quatsch ist.:D

    Es kommt auch wesentlich darauf an, was du mit dem Seil veranstaltest. Ein ganz normaler Knoten verringert die Festigkeit des Seils um bis zu 50%. Wenn du jetzt gängige Techniken anwendest (zB mit einem Stock) um das Seil zu spannen, erreichst du ganz leicht das theoretische Limit.

    Guter Hinweis mit dem Knoten, aber außer dem Topsegelschotsteg habe ich persönlich keinen Knoten in der RL, welcher belastet wird.

    Flaschenzug-Techniken oder mit Stöcken verzwirbeln mache ich nicht zum Spannen. Nutze aber gerne mal einen Stock als Toggle.

    BTW laut Samson Whoopie Anleitung verringert ein Eye Splice die Festigkeit um ca. 30%, wenn ich mich recht erinnere. Also nicht, dass das bei 500 Pounds ne große Rolle spielen sollte..

    Motte148 wie Stark ist dein Shock Cord für eine Tarp-Ridgeline?

    Sorry, da habe ich mich nicht klar ausgedrückt. Ich verwende, statt einer durchgängigen Ridgeline aus Paracord/Dyneema/Polyester, mittlerweile lieber Shock Cord an den Abspannpunkten.

    Dann ist entweder die Firstnaht des Tarps die RL, oder eine, an die Abspannpunkte geknotete Dyneemaschnur wie im Bild. Die ist nötig, wenn die Firstnaht zu sehr durchhängt, sodass sich eine Mulde bilden würde.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung, würde ich das Augenmerk auch eher auf Dehnung und Grip des Seils legen, als auf die Zugfestigkeit. Ich hatte nie das Gefühl, beim händischen Abspannen in den Bereich zu kommen, bei dem die Schnur reißen würde. Eher hatte ich Angst, dass die Abspannpunkte am Tarp ausreißen. Diesbezüglich finde ich es auch gar nicht verkehrt, wenn die Ridgeline eine geringere Zugfestigkeit als das Tarp besitzt, denn dann reißt bei einem Sturm eher die Schnur als das Tarp, welches wahrscheinlich deutlich teurer ist.

    Mittlerweile benutze ich am liebsten Shock Cord, da habe ich ein gutes Gefühl bei Windböen und es kann auch mal jemand Nachts über die Leine stolpern, ohne dass etwas kaputt geht.


    Im Bushcraft Bereich wird ja gerne Paracord genutzt, das finde ich persönlich nicht wirklich optimal. Zwar hat es einen sehr guten Grip, allerdings ist es extrem dehnbar, vor allem wenn du eine geringe Stärke verwendest. Das dünnste Paracord welches ich verwendet habe, ist 2 mm stark und hat eine angegebene Bruchlast von 90 kg. Gefühlt bin ich nie an die 90 kg herangekommen. Häufig nutze ich eine Prusik, oder einen Topsegelschotsteg (tautline hitch), dabei wird der Mantel des Paracords aber sehr stark gestaucht, bzw aufgeschoben. Wenn ich Knoten, wie z.B. eine Prusik verwendet habe, hatten dünne Schnüre bei mir oft den Nachteil, dass sich Knoten allgemein schlechter knüpfen und auch schlechter wieder lösen ließen. Paracord saugt sich bei Regen auch sehr stark mit Wasser voll und ist dann schwerer. Bei kaltem Wetter feiert die vollgesogene Schnur auch gerne einmal ein.


    Diesbezüglich hat Dyneemaschnur für mich die Nase vorne. Diese ist nicht dehnbar und saugt sich auch nicht mit Wasser voll. Allerdings lässt sich Dyneema meiner Meinung nach schlecht verknoten und ist, was die Oberfläche angeht, zu rutschig. Außerdem habe ich immer ein ungutes Gefühl, wenn ich Dyneemaschnur über raue Baumrinde ziehe. Dabei franst die Oberfläche gerne etwas aus. Ein Vorteil von Dynema ist für mich, dass es sich Spleißen lässt. Ich habe öfters schon Ridgelines mit einem Schlitten (wie bei einer UCR, Jeff Meyers nennt das Shuttle) versehen. Die musste ich aber oft so lang ausführen, dass ich letztendlich meistens wieder zu einem Prusikknoten gewechselt bin.

    Die beste Erfahrung habe ich persönlich, neben Shock Cord, mit 3 mm Polyesterkordel gemacht. Die hat eine geringe Dehnung, trotzdem einen akzeptablen Grip. Mit der Reißfestigkeit hatte ich bisher nie Probleme. Es geht bestimmt auch dünnere Kordel, aber die finde ich nicht gut im Handling, also beim Knoten Knüpfen und lösen.

    Ich hab das damals als Ausrede genommen, mir meinen Wooki zu kaufen, der gibt es schließlich vor und weiß es genau, dachte ich mir ;)

    Gibt der Wooki dir denn eine etwas andere Position vor, als du vorher eingenommen hast?

    Schräger? Weniger Schräg? Mehr in Richtung eines Endes?

    Ich habe ein Bild von einem Wooki im Kopf, auf dem es so aussieht, als ob die Isolationsschicht ordentlich weit in Richtung eines Endes angebracht ist..

    Aber es lässt sich wohl auch stark vereinfacht damit operieren, dass der Sättigungsdampfdruck vereinfacht proportional zum Luftdruck ist.

    Bei genanntem Beispiel von rund 200hpa weniger auf ungefährer Höhe der Baumgrenze waren das wohl knapp 20% geringere Feuchtigkeitsaufnahme, die auf das Konto des geringeren Luftdrucks gehen wenn man den Temperaturabfall durch die Höhe von 10-15°C nicht einmal mitdenkt - bezieht man die auch noch mit ein, ist es ja noch mal einiges mehr.

    Da würde mich sehr interessieren was du bei der KI als Frage eingegeben hast. Denn der Sättigungsdampfdruck ist eine Größe die man für einen Stoff bestimmt, Luft aber ist ein Stoffgemisch. Das bedeutet dass die Einzelkomponenten der Luft alle ihre temperaturabhängigen Sättigungsdampfdrücke haben, das Gesamtgemisch allerdings hat keinen eigenen Sättigungsdampfdruck.

    Vor allem aber ist der Sättigungsdampfdruck ausschließlich von der Temperatur abhängig. Die Clausius-Clapeyron Gleichung macht genau das. Sie beschreibt den Zusammenhang zwischen Sättigungsdampfdruck und Temperatur. Mit ihrer Hilfe kannst du dann die Phasengrenze beschreiben, auf der z.B. der Taupunkt liegt. (Das schreibt deine KI ja sogar selbst)

    Sind Sättigungsdampfdruck (über reinem Wasser) und Partialdruck des Wasserdampfs (in der Luft) gleich, dann fängt der Wasserdampf in der Luft an zu kondensieren.

    Ob also der einzelne Stoff Wasser aus dem Stoffgemisch Luft auskondensiert hängt vom Zusammenspiel des Partialdrucks des Wasserdampfs in der Luft und das Sättigungsdampfdrucks des Wassers ab. (Beide sehr temperatursensibel)

    Ich vermute genau da liegt ein Problem. Denn hier wird in der Literatur nicht immer mit einheitlichen Bezeichnungen gearbeitet. Der Sättigungsdampfdruck wird manchmal vereinfacht auch nur Dampfdruck genannt (gerne im Ingenieurwesen). Dummerweise wird in manchen Werken auch von Dampfdruck gesprochen, wenn der Partialdruck von Wasser in einem Gas , wie zum Beispiel Luft, gemeint ist (das macht man in der Chemie wohl öfter so). Vielleicht schreibt die KI deswegen so etwas.

    Bitte versteh meine Widerrede nicht falsch. Ich versuche nur das zu beschreiben was ich kenne. Dazu muss ich sagen, dass ich kein Naturwissenschaftler, sondern Techniker bin und wir rechnen natürlich mit vereinfachenden Annahmen. Ich halte mich auch definitiv nicht für schlauer als eine KI. Deswegen habe ich das auch mal bei Chat GPT eingeklimpert. Meine KI bestätigt mir das was ich geschrieben habe. Über die KI hinaus tun das auch diverse Skripte für Thermodynamik deutscher Universitäten (einige kann man kostenlos downloaden).

    Vielleicht reden wir auch einfach aneinander vorbei, ich z.B. habe die Begrifflichkeiten nicht immer ganz sauber verwendet. Das ist oft in diesem Teilbereich ein Problem. Denn gerade Begriffe wie Feuchte bzw. Luftfeuchtigkeit werden oft ungenau verwendet. Hier macht es natürlich einen großen Unterschied ob man von absoluter Luftfeuchte oder von relativer Luftfeuchte spricht. Das was wir im Wetterbericht angegeben bekommen und womit die meisten wohl etwas anfangen können ist die relative Feuchte (das ist immer eine Feuchtigkeitsangabe in Prozent).

    Der Zusammenhang zwischen Luftdruck und Feuchtigkeit besteht natürlich schon, da der Partialdruck des Wasserdampfs in der Luft auch mit dem Gesamtluftdruck zusammenhängt. Dass der Partialdruck aber in gleichem Maße wie der Gesamtluftdruck (Summe der Partialdrücke aller Gemischkomponenten) ändert, ist nur unter der Annahme einer konstanten Feuchte gültig. Das heißt die Rechnung wird wahrscheinlich kompliziert.

    Ok, sorry, das war jetzt echt genug Nerd-Talk von meiner Seite :D

    Ich nehme an WB hat sich dieses Konzept überlegt, um ihre Matten kürzer zu halten, bei gleichem Liegekomfort. Das spart Material was dem Hersteller und dem Hänger zu Gute kommt

    Ah, ich glaube das mit dem kurz halten habe ich auch mal in einem Kommentar von Hammock Fairy gelesen. Das heißt WB schafft es durch die Box eine Matte zu machen, die zwar eigentlich kürzer, aber genauso bequem ist wie eine 11 Fuß HM, richtig?

    Macht WB die Matte dann auch entsprechend schmaler?

    Da habe ich im Faden eine Möglichkeit mit einem Faden gezeigt (hier und hier). Das ist eine gute Möglichkeit zum Testen.

    Wenn du denkst, dass eine Kurve sich lohnt:

    Vom tatsächlichen Schneiden der Kurve bin ich ganz weggekommen. Schau dir dazu die letzten Posts im Faden an (hier und hier) : einfach fürs Whipping die Kurve aufzeichnen und den (schmalen) Tunnelzug bis zur aufgezeichneten Kurve umschlagen und festnähen.

    Mega gut, vielen Dank!

    Da hast du ja richtig viel herum experimentiert und Gehirnschmalz reingesteckt :)

    Den Testlauf mit dem dicken Faden mache ich auf jeden Fall, du schreibst dort ja auch, dass du die kleinen Löcher wieder zusammenschieben konntest. Aber die sind ja eh immer im gerafften Bereich, denke ich.

    Wenn durch den Trick eventuell doch der dünne Stoff eine Option ist, wäre das natürlich richtig cool!

    Bei deiner geplanten HM Breite ragen die Füße nicht über den Rand. Da brauchst du dir keine Sorgen machen.

    Ich habe ja eine ähnlich große (bzw. sogar etwas größere) HM. Du hast Recht, die Füße ragen nicht raus, trotzdem hab ich das Gefühl, dass da noch etwas mehr Komfort rauszuholen ist.

    Vermutlich ist der Grund aber eher meine nicht optimale Liegeposition :huh: Ich frage mich, was ich da falsch mache, es kann doch eigentlich nicht so schwer sein sich schräg hinzulegen, sollte man meinen..

    Ich würde allgemein dieses Footbox-Konzept auch nicht weiter verfolgen, aus dem einfachen Grund weil eine 160er o. 175er Breite bei einer 350er Länge so oder so genügend Platz für die Füße bietet. Den Mehr-Aufwand und die Mehrkosten würde ich eher in einen DIY UQ oder DIY-Tarp investieren.

    Das sind beides auch DIY Projekte die ich irgendwann machen will. Vor allem mit Tarps habe ich mich aber noch nicht so viel auseinandergesetzt. Ich würde wenn gerne ein Tarp ohne Ridgeline machen, aber da ist bestimmt viel Zug auf den Abspannpunkten am "Dachfirst" und auch am First selber. Da habe ich bestimmt noch einen Weg vor mir, bis ich die nötigen Skills habe.

    Aber Probieren geht ja bekanntlich über Studieren..:)

    Das meiste war ja schon erwähnt - aber was ich interessant finde - du würdest den Luftdruck tatsächlich gedanklich als unerheblich ausklammern?

    Jetzt nur modellhaft oder findest Du den tatsächlich auch praktisch vernachlässigbar bei den Überlegungen zu Feuchtigkeit und Lagerwahl?

    Ich habe den Luftdruck gedanklich ausgeklammert, weil ich zum einen davon ausgegangen bin, dass man während der Schlafplatzsuche nicht mehr wirklich viele Höhenmeter macht, zum anderen aber, weil der Einfluss des Luftdrucks, vor allem im Vergleich zum Einfluss der Temperatur, verschwindend gering ist.

    Da sich die Temperatur ja auch mit der Höhenlage ändern wird, ist die Temperatur auch bei dieser Betrachtung die führende Größe.

    Wenn ich auf ein paar tausend Metern lagere, was ja in den Bergen schnell geht, ist der Luftdruck ebenso fix ein paar hundert hPa niedriger, womit man afaik leicht bei einem Viertel und mehr Feuchtigkeit ist, die weniger bis zur Kondensation aufgenommen werden kann.

    Ehrlich gesagt hatte ich mir, bei der Frage nach einem HM-Schlafplatz, kein alpines Gelände vorgestellt. Hierzulande wirst du bei 2000 m Höhe bestimmt keine Bäume zum Dranhängen mehr finden. Aber sicher interessant wenn man mit dem Zelt, Biwaksack etc. unterwegs ist. Da wäre aber, wie oben erwähnt, auch die Temperatur maßgebend.

    Wenn man sich nicht sehr sehr gut auskennt, würde ich unabhängig davon jedem abraten hoch im Gebirge zu übernachten..

    Was das Viertel an aufnehmbarer Feuchtigkeit angeht, stimme ich dir nicht zu. Der Luftdruck hat nur indirekt einen Einfluss und würde nicht ansatzweise ein Viertel ausmachen.

    Einen Rechner zur verringerten Sättigung je nach Luftdruck habe ich auf die schnelle nicht gefunden, wer da etwas entdeckt, fände ich zum herumspielen interessant.

    Den wirst du wahrscheinlich leider nicht finden können. Soweit ich weiß besteht da kein direkter Zusammenhang.

    BTW ich bin keinesfalls ein Experte oder so ;)

    Vermutlich hat jedoch der Boden unter dem Tarp mehr Einfluss.

    Ich würde auch vermuten, dass hauptsächlich der Lagerplatz entscheidend ist, das Moskitonetz wird bestimmt einen eher kleinen Einfluss haben.

    Das mit dem Nebel, bzw. Wolken habe ich jetzt im Urlaub erlebt. Es fühlte sich so an, als würde es regnen, aber es waren nur die Wolken, um uns herum.

    Voll cool :)

    Zur Physik kann ich ein bisschen was sagen, falls es jemanden interessiert. Die Menge an Feuchtigkeit, die von der Luft aufgenommen werden kann, hängt von der Temperatur und dem Luftdruck ab. In der freien Atmosphäre sollte der Luftdruck nur in relativ kleinen Bereichen schwanken, von daher würde ich ihn hier gedanklich einmal ausklammern. Wie viel Feuchtigkeit die Luft dann also aufnehmen kann, hängt von der Temperatur ab. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als Wärme Luft.
    Wenn wenn sich also bei einer gegebenen Feuchtigkeitsmenge in der Luft die Temperatur der Luft ändert, ändert sich auch die relative Luftfeuchtigkeit. Das heißt wenn die Luft eine relative Luftfeuchtigkeit von beispielsweise 80% hat und sich dann abkühlt steigt die Luftfeuchtigkeit, auch ohne das weiteres Wasser hinzukommt. Die Temperatur, bei der die Luftfeuchtigkeit dann die 100% Marke knackt, nennt man den Taupunkt. Dann fängt das Wasser in der Luft an auszukondensieren und es bilden sich die ersten Tautröpfchen. Da die Temperatur in der Nacht meist abfällt, die Feuchte aber gegebenenfalls bleibt, bilden sich in der Nacht und den Morgenstunden gerne Tautropfen. Kondensation beginnt an Kondensationskeimen, das können Feststoffpartikel in der Luft sein, oder auch eine Oberfläche, wie die Zeltwand, das Tarp, oder eben auch der Schlafsack. Deswegen kondensiert auch morgens Wasser auf dem Spiegel im Bad aus. Die warme, feuchte Luft trifft auf die kalte Spiegeloberfläche und kühlt sich ab, wodurch die Luftfeuchte steigt und letztendlich Tropfen auskondensieren.

    Um Kondensation zu vermeiden muss die Luftfeuchtigkeit abgesenkt werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

    Der Luft die Feuchtigkeit entziehen, zum Beispiel durch einen Luftentfeuchter. Das ist sicher keine Option Outdoor.

    Eine andere Möglichkeit wäre es, die Temperatur der Luft zu erhöhen, wie z.B. durch eine Heizung. Auch keine Option.

    Was du dann noch machen könntest, wäre Lüften und zwar mit Luft die trockener ist, als die Luft unter deinem Tarp. Daher würde ich auch probieren das Tarp etwas höher aufzuhängen um mehr Durchzug zu bekommen.

    Außerdem wäre es hilfreich, wenn du zu der Feuchte, die sowieso in der Luft vorhanden ist, möglichst wenig zusätzliche Feuchte aus deinem Körper bringst. Der Tipp mit der feuchtigkeitsaufnehmenden Kleidung ist daher auch guter Hinweis.

    Beides bringt aber nur dann etwas, wenn die Luftfeuchtigkeit unter 100% liegt. Oder anders gesagt, wenn du mitten im Nebel oder einer Wolke liegst hast du keine Chance und wirst nass. Bei starken Nebel, kann man die kleinen Tautropfen die auskondensieren sogar mit bloßem Auge erkennen.


    Angenommen die Luftfeuchte liegt unter 100%, dann helfen die beiden oben genannten Methoden aber. Zusätzlich zur feuchtigkeitsaufnehmenden Kleidung, um die Luftfeuchtigkeit nicht noch durch den eigene Verdunstung zu steigern, gab es hier auch den Tipp mit einer Bodenplane um Feuchtigkeit vom Boden abzublocken, oder von Anfang an einen Boden zu wählen, der nicht so viel Grünzeugs hat, welches zusätzliche Feuchtigkeit in die nähere Umgebung abgibt.

    Daher sollte man es auch vermeiden, in Senken zu schlafen. Kalte Luft hat eine höhere Dichte als warme Luft und sinkt daher ab. In einer Mulde sammelt sich die kalte und feuchte Luft besonders gut und kann eventuell auch schlechter weggeweht werden.


    Den meisten erzähle ich hier sicher nichts Neues, aber vielleicht findet irgendjemand die Hintergründe ja doch interessant.

    Grüße Alex

    Mit so einer (leichten) Kurve fühlt sich ein dehnbarer Stoff etwas fester an. Aber der Aufwand ist recht gross. Und bei der von dir geplanten Länge macht eine Kurve auch nicht mehr so viel aus. Du kannst die Kurve ins Whipping integrieren und testen, was für dich angenehm ist.

    Interessant! Meinst du mit "Kurve ins Whipping integrieren", dass ich den Stoff aus der Mitte nach dem Raffen noch etwas mehr herausziehe? Also die Kurve beim Whippen sozusagen simuliere, bevor ich sie tatsächlich aus dem Stoff herausschneide, falls sie mir gefällt?

    Eine Fussbox kann helfen, dass der Quilt nicht so leicht aus der Matte fällt. Allerdings wird die Hängematte dadurch ein ganzes Stück schwerer. Verwende dafür deshalb besser einen dünneren Stoff (z.B. Hexon 1.0 oder einen stabilen Netzstoff).

    Ich habe gehofft, dass der extra Stoff nicht so sehr zu Buche schlägt, aber einen dünneren Stoff für die Box zu nehmen ist eine super Idee, da hatte ich bisher nicht dran gedacht.