Beiträge von Motte148

    So wie das auf den Bildern ausschaut ist die Billig-HM vielleicht etwas zu kurz als Trägerstoff. Der kann ruhig 30cm an jeder Seite kürzer sein als die eigentliche HM, ab Tunnelzug, aber viel weniger würde ich auch nicht machen, weil er sich dann nicht mehr so gut anpasst an den Hänger.

    Ja, die Matte, die als Trägerstoff dient ist 275 cm * 135 cm.

    Meine HM hatte ich zu dem Zeitpunkt auf eine Länge von 360 cm gewhippt. Meinen nächsten Sooki will ich ca. 40 cm kürzer als die HM machen, also 20 cm an jeder Seite.

    Ich nutze Schneiderkreide in verschieden Farben. Damit kann man sich alles vorab markieren d.h. oben, unten, Lämgsseite u. Breitseite. Das hilft grobe Fehler zu vermeiden. Solche Fehler kommen immer wieder vor. Kann ich ein Lied von singen.

    Habe ich mir schon besorgt :) Funktioniert auch gut, aber die Kreide ist hart, bei dünnen Stoffen hätte ich da ein bisschen Angst den Stoff aufzukratzen. Oder ist das übervorsichtig?

    Für mich der ein Daunenkopfkissen verwendet reicht es wenn die Fläche nur bis zum Nacken o. Hinterkopf geht. Bei Frost ziehe ich sowieso noch eine Mütze an. Wo ich nicht gespart habe sind die Seiten, um den Seitenwind zu blockieren.

    Guter Test trotzdem. Denke Du wirst auch bald was anständiges haben was Dich rundherum warm hält. Mach aber definitiv auch Test-Overnighter u. merk Dir die Tiefsttemperatur. Ist sonst schwer eine fundierte Einschätzung für sich selbst zu bekommen. Der Körper fährt nachts runter u. ändert das Temperaturempfinden im Gegensatz zu tagsüber im Park.

    Guter Hinweis mit den Seiten. Ich plane jetzt eh die nächste Isolationsschicht ein wenig großzügiger zu bemessen. Wenn die Schicht überall etwas übersteht, dann sammelt sich dort ja trotzdem warme Luft und man liegt nicht direkt an der Kältekante :)

    Ich habe vorletztes mal angefangen ein Thermometer mit Luftfeuchtigkeitsmesser mitzunehmen. Zuhause schreibe ich dann auf mit welchem Equipment ich bei den Werten geschlafen habe und auch wie gut der Schlaf war.

    Vor einigen Wochen überkam mich spontan die Idee, das Prinzip zuerst an einem Quick and Dirty Probestück zu testen. Es war eine ziemlich übernächtigte und unkoordinierte Aktion, entsprechend ist das Ergebnis nicht wirklich schön, aber das ist für die Funktion ja auch nicht so wichtig.

    Ich hatte noch eine dünne Kunstfasersteppdecke und eine billig Hängematte vom großen Online-Händler herumliegen. Als ich die Teile in der Hand hatte und bemerkte, dass sie fast die gleiche Farbe haben, war ihr Schicksal besiegelt. Vor allem da ich die Dinger eigentlich nicht mehr verwende, da sich über die Jahre vieles an Ausrüstung eingesammelt hat, was deutlich besser ist, erschien mir die Idee sinnvoll. So haben die Teile wenigstens einen neuen Zweck bekommen.

    Aus Schlafmangel und Verpeiltheit habe ich die Isolierung von der falschen Seite angezeichnet und festgenäht, so dass man Edding Striche sieht und der umsäumte Teil unschönerweise nach oben zeigt.

    Statt ein Einschubfach aus Stoff auf den Trägerstoff zu packen, habe ich direkt die Kunstfasersteppdecke als "Fachstoff" genommen. Im Prinzip habe ich nur die Form der gewünschten Isolationsfläche bzw. des Einschubfachs aus der Decke geschnitten, gesäumt und auf die billig HM aufgenäht. Dabei habe ich mich, was Form und Position angeht, an einem Wooki Schnittmuster aus dem US Forum orientiert. Nachträglich hätte ich die Position besser durch Ausprobieren ermittelt. Auf dem Schnittmuster war die Isolationsschicht ein gutes Stück in Richtung Kopfende verschoben. Ich denke das liegt daran, dass Warbonnet die Fußenden wippt, wofür ja etwas mehr Trägerstoff benötigt wird, als für einen einfachen Tunnelzug wie er am Kopfende ist. Das das habe ich nicht berücksichtigt, zu dem Zeitpunkt war mir das aber auch nicht so richtig bewusst. Das Resultat ist, dass ich den Sooki am Fußende mit einer sehr kurzen Schlaufe an der HM befestige, am Kopfende hingegen mit einem deutlich längeren Stück Schock Cord. Beim nächsten Mal versuche ich die Position besser hinzubekommen, damit der Abstand der Aufhängungen am Kopf- und Fußseite ähnlich lang ist. Zum herumspielen ist das Teil aber völlig in Ordnung.

    Bisher habe ich es ein paar Mal im Park getestet und hatte den Suki vor zwei Wochen bei einem Cvernighter dabei. Beim Overnighter habe ich den Suki einem Kumpel gegeben, der spontan dazu kam und kaum Kram dabei hatte.

    Bei meinem Probeliegen im Park habe ich festgestellt, dass ich die Isolationsfläche beim nächsten Versuch noch mal um ca. 20 cm verlängern möchte, da sie mir nicht weit genug über die Schultern heraussteht. Ansonsten war der Suki im Park deutlich wärmer als gedacht. Die Steppdecke ist nämlich wirklich sehr dünn. Trotzdem hat sie ein leichtes Frösteln in wohlige Wärme verwandelt. Genutzt habe ich sie ohne etwas einzuschieben.

    Das Einschubfach haben wir dann beim Overnighter erstmalig getestet. Es ist mit losen Schichten so wie Hammock Fairygesagt hat. Eine dünne Fleecedecke und auch eine Jacke die wir reingestopft haben, haben zwar anfangs gehalten, da wir den Suki relativ straff unter die Matte gespannt haben, durch Drehen und Bewegen ist sie mit der Zeit allerdings unweigerlich nach Unten gerutscht. Hier müsste also mit zusätzlichen Befestigungen gearbeitet werden.

    Eine Isomatte haben wir auch ausprobiert. Leider hatte der Kumpel nur eine selbstaufblasende Matte mit Schaumkern dabei, die auch halb aufgepustet noch relativ steif war. Dadurch hat die Isomatte die Form vorgegeben, indem sie den Suki aufgespreizt hat, wodurch die Seiten nicht mehr an der Hängematte anlagen. Meine Vermutung ist, dass dies auch mit schlaff aufgepusteten Luftmatten (z.B. Nemo Tensor oder ähnliche) der Fall sein müsste. Das würde ich aber noch einmal testen wollen, ein bisschen weniger steif als die Isomatte mit Schaumstoffkern könnten die reinen Luftmatten ja eventuell doch sein.

    Sehr gut funktioniert hat eine dünne Evazote Matte, die kann man aber eigentlich auch einfach in den UQP legen, dafür ist nicht unbedingt ein Einschubfach nötig.

    Insgesamt bin ich nach dem Test weniger begeistert von der Idee des Einschubfachs als am Anfang, werde aber sicher noch ein bisschen testen. Trotzdem wird mein nächster Sooki wohl eher ein konventioneller werden. Gefreut hat mich, dass der Kumpel nicht gefroren hat, obwohl es nur 5 Grad waren und er nur den dünnen Sooki, eine schlechte Isomatte und eine dünne Fleecedecke hatte, um sich von unten zu isolieren.

    14. Skua Plus Eins

    15. Motte

    Denkt ihr, dass ein windabweisender Stoff für die "Isolationsumhüllung" eines Sookies ausreichend ist, oder sollte er winddicht sein?

    Der windabweisende wird zusätzlich als atmungsaktiv beschreiben, das klingt für mich schonmal gut.

    Danke für eure Antworten, das schafft Klarheit.

    Ich dachte das von Hammock Fairy gezeigte whippinng sei der von Warbonnet verwendete.

    Ich probiere mich einfach mal durch und schaue was sich für mich besser anfühlt.

    Ursprünglich dachte ich an Tunnelzüge an beiden Enden mit billigen Kunststoff Haken als Befestigung, die dann die Sollbruchstelle sind. Hochgezogene Seiten durch das Whipping klingt aber irgendwie auch sinnvoll für mich..

    Btw, danke für die super Fotoanleitung :)

    Achtung - das ist nur das spezielle Whipping für den Wooki (oder wookiähnliche Underquilts) -- NICHT für Hängematten!

    Mal abgesehen davon, dass man seinen Wooki durch umwhippen etwas verkürzen oder verlängern kann, stellen sich mir ein paar Fragen zur Verwendung im Allgemeinen.

    Das whipping dient hauptsächlich dazu, dass die Seiten mehr hochgezogen werden als beim Channel end, oder?

    Dass die Aufhängung, sollte man sich versehentlich in den wooki reinsetzen, leicht über den knubbel rutschen kann, ist eher ein positiver Nebeneffekt?

    Ich habe es so verstanden, dass der Wooki nur an einem Ende gewhippt ist. Warum genau ist das so?

    Hallo und herzlich willkommen Hotte!

    Das klingt gut, für einen Austausch bist du hier genau richtig, es gibt ganz viele total nette und sehr fachkundige Hänger, die immer einen guten Ratschlag auf Lager haben.

    Ich hab auf jeden Fall immer sehr guten Input bekommen :)

    Darf ich fragen mit welchem "unordentlichen" Modell du Geschmack am Hängen gefunden hast?

    Den X-Fire habe ich noch nie live gesehen, bin aber sehr überzeugter Nutzer vom X-Boil.

    Den habe ich in der normalen und der UL Ausführung. Beide genial, die normale gefällt mir, abgesehen vom Gewicht natürlich, ein wenig besser, da sie etwas stabiler ist.

    Habt ihr vielleicht Erfahrungen, wie der X-Fire im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wie z.B. der Bushbox ist?

    Hm das ändert aber ja statisch auch nicht viel, da es oben ja immer noch nur an einem Punkt aufgehängt ist, und hier so immer noch einen Freiheitsgrad hat. Man müsste es an der Ridgline irgendwie an 2 Punkten aufhängen :/

    Genau, wenn du mehrere Aufhängungspunkte an das Tablet machst, dann wäre es ja wünschenswert, wenn die Schnüre, mit denen die Aufhängungspunkte mit der RL verbunden werden, einzeln in der Länge verstellt werden können. Dann würde ich sie auch direkt einzeln an der RL anbringen. So kannst du Abstände zwischen den Befestigungspunkten der Schnüre auf der RL lassen, dadurch hast du "Hebel" gegen das Verzwirbeln. Oder halt den angesprochen Draht, wobei der einigermaßen stabil sein müsste.

    Ich habe drei Aufhängungspunkte, die mit je einer seperaten Schnur an drei verschiedenen Stellen der RL festgemacht werden. Funktioniert ganz gut.

    Wenn es noch stabiler sein soll, kannst du es ja Mal mit einer richtigen Halterung aus Kunststoff, also eine Art Stativ, die du umfunktonierst probieren. Die müsste dann fest, am besten auf klemmung an der RL befestigt werden.

    Schick! Wie hast du die Baumgurttasche am Packsack angebracht? Wäre vielleicht mal eine kurze Beschreibung im DIY MYOG Forum wert.

    Habe mal einen Beitrag verfasst, hoffe er ist verständlich 😁

    Motte148
    23. Oktober 2024 um 14:56

    Ich habe mir für meine DIY HM eine kleine Tasche genäht. Die HM packe ich mir hauptsächlich an schönen Tagen, wenn ich in den Park gehe, ein. Damit ich alles in einem handlichen Paket habe, das ich einfach in den Rucksack werfen kann, habe ich ein außen kleines Einschubfach für die Baumgürtel vorgesehen.


    Für die Abmessungen habe ich mich an der Packtasche orientiert, die ich vorher für die HM genutzt habe. Da war ursprünglich die Bodenplane eines kleinen Zeltes drin. Mit der HM war sie immer prall gefüllt, deswegen habe ich den Umfang knapp 5 cm größer und gemacht. So passen auch die Gurte noch mit rein und das Reinstopfen ist leichter, da man mit der Hand besser reinkommt.


    Da ich den Sack immer (am Kopfende) der HM lasse, habe ich nur einen Kordelzug gemacht, die andere Seite ist permanent mit verknoteter Gummikordel verschlossen.


    Materialien:
    1 rechteckiges Stück Ripstop Nylon ca. 36x32 cm
    1 rechteckiges Stück Ripstop Nylon ca. 17x17 cm
    Ca. 10 cm Gummikordel (3mm Durchmesser)
    Ca. 35 cm Zing-It
    1 Kordelstopper
    Nähgarn


    An die beiden gegenüberliegenden (kürzeren) Seiten des großen Stoffstücks jeweils einen ca 2 cm breiten Tunnelzug nähen. Man erhält ein ca. 30x32 cm großes Stück.
    Das kleinere Stück Stoff an drei Seiten säumen. Man erhält ein ca. 15x16 cm großes Stück (bei dem eine der beiden 15 cm langen Seiten nicht gesäumt ist).
    Das kleine Stück mittig flach auf das große legen, die ungesäumte Seite bündig mit einer beliebigen der beiden Seiten ohne Tunnelzug und dort festnähen. Nun auch die gegenüberliegende Seite des kleinen Stücks am großen festnähen.
    Dann das große Stück so falten, dass die Seiten ohne Tunnelzug übereinander liegen und das kleine Stück Stoff innen ist. Dann zwischen den Nähten der Tunnelzüge zusammennähen und umstülpen.
    An den Tunnelzügen habe ich, dort wo die Längsnaht ist, die Spitzen einfach schräg abgeschnitten damit die Öffnungen sich gegenüberliegen, statt nebeneinander.
    Auf einer Seite die Gummikordel durch den Tunnelzug fädeln, zuziehen, verknoten und Enden abschneiden und mit dem Feuerzeug Abschmelzen, sodass sie nicht ausfransen.
    Auf der anderen Seite die Schnur einfädeln und den Kordelstopper anbringen.


    Man kann den Packsack von links nach rechts (statt von innen nach außen) umstülpen. Geplant hatte ich es die Säume des Gurt Einschubfachs innen zu haben, da das dezenter aussieht, finde es mit den Säumen nach außen aber doch schöner. Außerdem gleiten die Gurte dann besser rein und raus, ohne sich zu verhaken.
    Bei der nächsten Tasche werde ich das große Stück halbieren, sodass beide Enden des kleinen Stücks in dem Längsnähten verschwinden. So gibt es dann zwar zwei statt einer Längsnaht, aber es sieht bestimmt noch besser aus.