Vor einigen Wochen überkam mich spontan die Idee, das Prinzip zuerst an einem Quick and Dirty Probestück zu testen. Es war eine ziemlich übernächtigte und unkoordinierte Aktion, entsprechend ist das Ergebnis nicht wirklich schön, aber das ist für die Funktion ja auch nicht so wichtig.
Ich hatte noch eine dünne Kunstfasersteppdecke und eine billig Hängematte vom großen Online-Händler herumliegen. Als ich die Teile in der Hand hatte und bemerkte, dass sie fast die gleiche Farbe haben, war ihr Schicksal besiegelt. Vor allem da ich die Dinger eigentlich nicht mehr verwende, da sich über die Jahre vieles an Ausrüstung eingesammelt hat, was deutlich besser ist, erschien mir die Idee sinnvoll. So haben die Teile wenigstens einen neuen Zweck bekommen.
Aus Schlafmangel und Verpeiltheit habe ich die Isolierung von der falschen Seite angezeichnet und festgenäht, so dass man Edding Striche sieht und der umsäumte Teil unschönerweise nach oben zeigt.
Statt ein Einschubfach aus Stoff auf den Trägerstoff zu packen, habe ich direkt die Kunstfasersteppdecke als "Fachstoff" genommen. Im Prinzip habe ich nur die Form der gewünschten Isolationsfläche bzw. des Einschubfachs aus der Decke geschnitten, gesäumt und auf die billig HM aufgenäht. Dabei habe ich mich, was Form und Position angeht, an einem Wooki Schnittmuster aus dem US Forum orientiert. Nachträglich hätte ich die Position besser durch Ausprobieren ermittelt. Auf dem Schnittmuster war die Isolationsschicht ein gutes Stück in Richtung Kopfende verschoben. Ich denke das liegt daran, dass Warbonnet die Fußenden wippt, wofür ja etwas mehr Trägerstoff benötigt wird, als für einen einfachen Tunnelzug wie er am Kopfende ist. Das das habe ich nicht berücksichtigt, zu dem Zeitpunkt war mir das aber auch nicht so richtig bewusst. Das Resultat ist, dass ich den Sooki am Fußende mit einer sehr kurzen Schlaufe an der HM befestige, am Kopfende hingegen mit einem deutlich längeren Stück Schock Cord. Beim nächsten Mal versuche ich die Position besser hinzubekommen, damit der Abstand der Aufhängungen am Kopf- und Fußseite ähnlich lang ist. Zum herumspielen ist das Teil aber völlig in Ordnung.
Bisher habe ich es ein paar Mal im Park getestet und hatte den Suki vor zwei Wochen bei einem Cvernighter dabei. Beim Overnighter habe ich den Suki einem Kumpel gegeben, der spontan dazu kam und kaum Kram dabei hatte.
Bei meinem Probeliegen im Park habe ich festgestellt, dass ich die Isolationsfläche beim nächsten Versuch noch mal um ca. 20 cm verlängern möchte, da sie mir nicht weit genug über die Schultern heraussteht. Ansonsten war der Suki im Park deutlich wärmer als gedacht. Die Steppdecke ist nämlich wirklich sehr dünn. Trotzdem hat sie ein leichtes Frösteln in wohlige Wärme verwandelt. Genutzt habe ich sie ohne etwas einzuschieben.
Das Einschubfach haben wir dann beim Overnighter erstmalig getestet. Es ist mit losen Schichten so wie Hammock Fairygesagt hat. Eine dünne Fleecedecke und auch eine Jacke die wir reingestopft haben, haben zwar anfangs gehalten, da wir den Suki relativ straff unter die Matte gespannt haben, durch Drehen und Bewegen ist sie mit der Zeit allerdings unweigerlich nach Unten gerutscht. Hier müsste also mit zusätzlichen Befestigungen gearbeitet werden.
Eine Isomatte haben wir auch ausprobiert. Leider hatte der Kumpel nur eine selbstaufblasende Matte mit Schaumkern dabei, die auch halb aufgepustet noch relativ steif war. Dadurch hat die Isomatte die Form vorgegeben, indem sie den Suki aufgespreizt hat, wodurch die Seiten nicht mehr an der Hängematte anlagen. Meine Vermutung ist, dass dies auch mit schlaff aufgepusteten Luftmatten (z.B. Nemo Tensor oder ähnliche) der Fall sein müsste. Das würde ich aber noch einmal testen wollen, ein bisschen weniger steif als die Isomatte mit Schaumstoffkern könnten die reinen Luftmatten ja eventuell doch sein.
Sehr gut funktioniert hat eine dünne Evazote Matte, die kann man aber eigentlich auch einfach in den UQP legen, dafür ist nicht unbedingt ein Einschubfach nötig.
Insgesamt bin ich nach dem Test weniger begeistert von der Idee des Einschubfachs als am Anfang, werde aber sicher noch ein bisschen testen. Trotzdem wird mein nächster Sooki wohl eher ein konventioneller werden. Gefreut hat mich, dass der Kumpel nicht gefroren hat, obwohl es nur 5 Grad waren und er nur den dünnen Sooki, eine schlechte Isomatte und eine dünne Fleecedecke hatte, um sich von unten zu isolieren.






