Beim Frühstück hatten wir uns ausgiebig mit einer Familie unterhalten, die mit dem Rad unterwegs war. Da wir alle darauf warteten, dass die Zelte trocknen, hatte wir bis fast Mittag zusammen gesessen und uns ausgetauscht. Hier erhielten wir den Tipp, wo wir mit den Motorrad etwas Spaß haben könnten. Sie haben uns auch eine Stelle empfohlen, an der wir mal anhalten sollten, weil in einem Tunnel eine Galerie geschaffen wurde, von der man in schwindelerregender Höhe über das davor liegende Tal gucken und in der man sogar übernachten könne 
Also eingepackt und los gefahren.

Und siehe da, die Sonne kam heraus 
Keine 500m weiter mussten wir schon wieder anhalten. Baustelle. Ich glaube wir haben 10-15 Minuten zugeschaut, wie zwei Bagger auf dem ab gesprengten Geröll herum turnten und ein Sprengmeister direkt neben uns die nächste Sprengung vorbereitete
Beides sehr beeindruckend. Vor allem die Fahrkünste der Baggerfahrer
Irgendwer winkte uns dann durch und es ging weiter.
Leider kam die Stelle, von der uns die Familie berichtete, viel zu schnell und plötzlich. Wir hatten sie erst beim vorbei fahren bemerkt und auf dem Weg nach unten ins Tal betrachtet. Ich glaube aber, dass wir da keine Chance gehabt hätten mit den Motorrädern anzuhalten ohne uns und andere Fahrzeuge zu gefährden. Mit dem Rad sähe das anders aus. Btw. habe ich tiefsten Respekt vor der Leistung der Familie, die hier mit dem Rad hoch und runter ist 
Nachdem wir nun ein paar kleine Straßen (teilweise nicht mal asphaltiert) hinter uns gebracht hatten, sind wir auf einen Zeltplatz direkt am Meer abgebogen. Auf die Frage an der Rezeption, ob es hier irgendwo auch drei/vier Bäume gibt um unsere Hängematten zu spannen, zeigte er uns zwei Stellen. Bei der einen war der Abstand leider viel zu eng. Die andere sah eigentlich machbar für mich aus. Jedoch zu lang für die Matte meines Freundes. Zudem bestand der Boden an der Stelle nur aus Matsch 
Damit haben wir dann wieder mal das Zelt aufgebaut.

Hier war es richtig windig. Es grenzte an einem Wunder, dass Nachbarzelte nicht weg geflogen sind, so wie sie befestigt waren 
Die Aussicht aufs Meer war aber schon irgendwie cool.

Wir trafen einen Angler mit dem wir gesprochen hatten. Er gab uns einen Tipp für eine App, die er immer nutzt, wenn er Angelspots sucht. Die App heißt Fiskher. Hätten wir das mal früher gewusst, wäre es uns bestimmt leichter gefallen, den Ort zu bestimmen, wo wir angeln sollten 
Am Abend haben wir noch ausgiebig darüber diskutiert, wo es den nächsten Tag hingehen soll.
Mein Freund wollte unbedingt schon nach Kristiansand. Ich wollte gern noch etwas weiter in den Norden. Das Wetter Argument hat mich dann aber überzeugt. Es sollte die ganze Nacht durch regnen (was sich auch bewahrheitet). Also planten wir ein Hotel in Kristiansand ein.
Wir sind den morgen wieder recht spät vom Campingplatz los gekommen. Weit zu fahren hatten wir ja nicht.
Wir wollten uns aber noch den Leuchtturm um die Ecke ansehen. Leider wollte man dafür Eintritt, weil der Turm zu einem Museum umgebaut wurde. Sooo dringend mussten wir ihn dann doch nicht sehen. Anhand der Spitze kann man ihn aber erahnen (rote Spitze auf dem linken Hügel).

Hier waren auch die Überreste von einer alten Bunkeranlage und in Stein gehauene Schützengräben sichtbar. Die haben wir uns ein wenig angesehen, bevor wir wieder los sind.
Ah, noch etwas...uns ist ein Wegweiser aufgefallen...ob der uns irgendwas sagen wollte? 

Wir sind natürlich nicht direkt nach Kristiansand. Wir wollten noch ein paar kleine Straßen fahren, die auf der Karte ganz nett aussahen.
Unterwegs sind wir an einem im Wald gelegen Naturcampingplatz vorbei und gefahren. Der wäre für Hängematten auf den ersten Blick garantiert geeignet. Aber das Zimmer war gebucht 
In Kristiansand haben wir erstmal abgeladen und haben das Zimmer bezogen. Danach wollten wir zur Fiskebrygga.

Ich kann mir vorstellen, dass der Fischmarkt sehr cool ist, wenn er geöffnet ist.
Am Pier haben wir dann noch einem größeren Kreuzfahrtschiff beim ablegen und Auslaufen zugesehen. Ist schon imposant, wenn sich so ein Riese in Bewegung setzt.
Den Abend haben wir in verschiedenen Pubs verbracht. Wir hatten richtig Spaß, auch wenn das ganz schön ins Geld geht. Ein Ale für umgerechnet 10 Euro darf man hier schon mal rechnen 
Gerade warten wir darauf, dass das Wetter besser wird und wir die Motorräder beladen können. Bis 11:30 Uhr müssen wir das Zimmer geräumt haben und um 15:30 Uhr sollten wir uns langsam am Hafen einfinden. Dazwischen werden wir uns noch etwas zum Mittagessen gönnen.
Heute Abend haben wir uns wieder einen staatlichen, dänischen Wald auserkoren, in dem wir nächtigen werden. Die Bilder sahen definitiv nach Hängematte aus
Wir sind gespannt.