Beiträge von Schwarzwaldine

    Ich experimentiere mit einem Spiritusbrenner, mit dem sich für zwei Personen auch "richtig" kochen lässt. 1. Versuch: Fischbüchse mit Karbonfilz im Toaks Potstand - könnte etwas mehr Power haben, 850 ml Wasser zum Kochen zu bringen, dauert 15 min, aber zum Sauce-Brutzeln mit der Evernew-Pfanne ist die Hitze genau richtig, da braucht es kein Dimmen ... Rußentwicklung ist wesentlich besser als Bushbuddy mit Karbonfilzkocher, wenns noch weniger werden könnte, wäre aber auch ganz gut.

    Mie-Nudeln mit Zucchini-Tomaten-Rosmarin-Sauce (für eine Person ;) )

    Armes Mäusle!

    Aber ansonsten beneide ich euch, gerade um die Mittsommerzeit wäre ich so gern im Norden! Sogar um die Schlangenbegegnung ... Hier zu Lande habe ich noch nie eine Kreuzotter gesehen, in Norwegen so oft - als ich den Hund hatte, allerdings auch zu oft, das hat regelmäßig zu Adrenalinstößen geführt, ein Biss kann auch einen großen Hund umbringen. Aber ich hatte keine Angst, nur das eine Mal beim Trailrunning, als ich über einen Stein gesprungen bin und in der Luft feststellte, dass an der gewünschten Landestelle eine Kreuzotter lag, war nicht witzig. Die hat zum Glück sehr schnell reagiert und ist abgezischt. Die Norweger haben allerdings angesichts meiner Barfußlauferei in der Wildnis regelmäßig Panikattacken bekommen beim bloßen Ansehen, er du ikke redd for hoggorm?

    Um dieses "Wohn- und Schlafzimmer" am Strand beneide ich euch ja sehr!

    Ich habe auch endlich mal wieder eine Waldnacht einlegen können, wieder am bekannten Spot, nah am Weg - hab mal probehalber an anderen Stellen geschaut, aber noch will ich nicht zu weit ab ins Unterholz und Tierfamilien aufscheuchen. Außerdem heißt das oft genug noch mehr Zecken einsammeln ... also wieder die Minilichtung im Gebüsch, genau groß genug für die CH. Eine GE-Matte bekäme ich an der Stelle niemals aufgehängt.

    Da es schon wieder verflixt trocken ist, habe ich vorher erste Bastelübungen mit Karbonfilz gemacht und fürs Erste einfach den vorhandenen Dosenkocher aufgefüllt. Im kleinen Toaks Potstand ergab das ein sehr ordentliches, fast rußfreies Flammenbild, da haben nach einer Weile sogar die Jets gezündet. Zum ON hatte ich den Bushbuddy dabei (bei dem der Dosenkocher ohne Filzeinsatz sich schon durchaus bewährt hat) und da steht der Kocher dann zu weit unterm Topf und der Kocher rußt wie der rasende Roland. Da also in Zukunft bessser den Toaks Potstand mitnehmen, ist ja vorher auch klar, ob der Bushbuddy mit Holz einsetzbar ist oder besser nicht.

    Außerdem habe ich die große Exped Flexmat ausprobiert. Fazit: für den Sommer absolut brauchbar, ich habe gut geschlafen! Pinkeln funktioniert zwar nicht mehr, macht aber nix, weil das Ein- und Aussteigen mit der Flexmat so viel einfacher funktioniert, dass das nächtliche Austreten (wieso muss mann und frau in der Hängematte eigentlich viel öfter??? Im Zelt muss ich nachts so gut wie nie! :/ ) keine große Sache ist. Und ich mag dieses schnelle Fertigsein, egal ob Aufbau oder Abbau. Trotzdem werde ich für den nächsten ON noch ausprobieren, ob die Decathlon-Pseudo-Eierkarton nicht auch funktioniert, denn die große Flexmat ist einfach ein Riesenmöbelstück am Rucksack. Weiterer Pluspunkt: mit der Matte wird die CH zum perfekten Hängesitz. Das Fußende fällt etwas ab, wenn man in der Mitte auf der Matte sitzt, das ergibt bei mir die perfekte Fußstütze, daneben die Schwarze Biene geparkt mit allem nötigen in Reichweite - das war irre gemütlich!

    Zum Warmhalten hatte ich erstmals nur den Lavalanquilt dabei. Für die Stadt waren Nachttemperaturen von 14° angesagt, mein Spot liegt etwas höher und auf einem Bergrücken, dürfte etwas kälter gewesen sein (ich brauche unbedingt ein kleines Thermometer für die Nacht!), ich hatte den Alphahoodie und das Multi-Funktionsteil zum Pimpen dabei und das hat super funktioniert, als es mir etwas zu kühl wurde, kam der Hoodie an und das MUT als lange Decke geknüpft über Beine und Oberkörper unter den Quilt. Genau richtig! Und beim Frühstück hat das MUT mir die Arme warm gehalten und der Quilt den Rest, da war es noch relativ frisch.


    Ansonsten: ich brauche euch ja nicht zu erzählen, wie toll eine Sommernacht im Wald ist. Das Tarp habe ich gleich zu Hause gelassen, beim Frühstück konnte ich ein Eichhörnchen beobachten, dass mich gar nicht bemerkt hat :love: , Vögelsingen ... einfach nur <3 !

    Zurück ging es durch die Weinberge, es gibt immer noch neue Varianten, die ich noch nie gelaufen bin ... und um 9 Uhr gabs den zweiten Kaffee zu Hause.

    Ja, oft vor kommt es nicht, aber die zwei bis dreimal wäre ich mit Fingern nicht weitgekommen. Das war einmal ein Gesteinssplitter und einmal Ministückchen Glasscherbe, die sich jeweils so tief eingetreten hatten, dass ich zunächst gar nichts davon merkte und auf die ersten Entzündungszeichen hin aktiv wurde und dann im vermuteten Bereich mit der Pinzettenspitze rumbohren musste, bis ich das Corpus Delicti erwischt habe. War nicht in der Anfangszeit, sondern als ich schon eine relativ gut trainierte Lederhaut hatte (seufz - die hätte ich gern wieder, da konnte ich problemlos auf den heißen Terrassensteinen stehen, jetzt wird das verflixt schnell unangenehm :( ).

    Ich hab immernoch nicht verstanden, was Molle ist.....

    Macht aber nichts. Ich habe in meinem ganzem Leben nie irgendwelche Erste Hilfe Sachen dabeigehabt und auch nie welche gebraucht. Ich habe sowas gar nicht, auch nicht zu Hause (außer kleiner Pflaster).

    Ich gehe einfach mal davon aus, dass das so weitergeht :thumbup:

    Hui, noch nicht einmal eine spitze Pinzette, um Dornen oder Minisplitter aus der Fußsohle rauszupulen? Ist mir zwar nicht oft passiert, aber doch oft genug, dass ich auf die Mitnahme nie verzichten würde. Plus Pflaster plus ein paar Tropfen Teebaumöl, dass mich schon verdammt oft vor Infektionen bewahrt hat, wenn's am nächsten Tag dann doch anfängt zu klopfen und weh zu tun in der Einstichstelle ...

    Wow, das sieht gut aus (beides - Garage und Hund!). Ist Dein Hund zeltaffin? Ansonsten Obacht mit dem Moskitonetz, das hat schnell eine Ratsche weg, wenn der Hund mal etwas mit der Pfote winkt ... ist mir in der Eingewöhnungszeit einmal passiert, danach hatte meine Großpudeldame den Dreh raus - und das Telemark eine ewige Erinnerung an sie (wobei sich so fragil wirkende Material als stabiler als gedacht herausgestellt hat).

    Brauchst Du denn den von der Wärmeleistung her? Unser Bikepacking-Setup geht bis ca. 9°, bei kälteren Temperaturen streikt mein Mann eh. Für mich darf es durchaus kälter werden, weshalb ich für meine Overnighter (wird hoffentlich auch mal noch mit dem Gravel) einen Nordisk (vormals Yeti) Passion 3 (Schlafsack mit durchgehendem Reißverschluss, Quilts mag ich nicht, wenns kälter wird) am Start habe, den ich bei Bedarf noch mit einer zusätzlichen Daunen- oder Wollschicht pimpe (letzteres nur mit Rucksack, da schlechte Komprimierbarkeit). Vielleicht auch für Dich eine Möglichkeit, die weniger warmen Schlafsäcke finde ich auch mit einer vernünftigen, da gut komprimierbaren Cuin-"Klasse" noch zahlbarer und die A...-Daunendecke überrascht mich jedes Mal, was die Komprimierbarkeit angeht, trotz dass sie nur 650 cuin hat. Ist halt aber China-Daune aus entsprechenden Haltungsbedingungen, weshalb ich mir keine mehr von dieser Sorte zulegen werde.

    Was hast Du denn genau für ein Schlafsackmodell, Yeti ist doch eigentlich gar nicht so schlecht? Und was hast Du für eine Lenkerrolle? 6l sind allerdings eine Ansage.

    Zum Vergleich: Wenn ich mit meinem Mann auf Bikepackingtouren gehe, werde ich ja wieder zum Bodenbrüter, aber da ist die Geraffelverteilung so, dass das komplette Schlafsetup für uns beide in die 9l-Lenkerrolle von Ortlieb passt. Also eine Doppelisomatte (Exped Airmat Duo), zusammengerollt, die kommt zuerst rein, im Schnozzelbag, und dann lassen sich die beiden Daunenschlafsäcke (StS Spark/Flame 0) problemlos - ohne Hülle! - danebenstopfen und noch eine mittelgroße Outdoor-Daunendecke vom großen Fluss als Wärmebackup dazu. Dann passen immer noch die aufblasbaren Kissen und das Groundsheet vom Zelt rein, sofern das trocken geblieben ist.

    Grundsätzlich gebe ich dir recht.

    Insbesondere bei der Mohairwolle sollte man aber glaube ich auf die Herkunft und die Haltungsart achten, die Kritikpunkte die da im Raum stehen, stehen Lebendrupf bei Daune zB in nichts nach.

    Mohair weiß ich nicht, aber das bei Trekkern (auch bei mir!) sehr beliebte Merino wird häufig aus Australien importiert und dort steht das Mulesing zum Verhindern eines bestimmten Enddarmparasiten immer noch hoch im Kurs ... also aufpassen, dass der Hersteller entsprechende Wolle nicht verwendet. Aber auch da gibt es kbt, z.b. bei Dilling, die auch noch auf andere Behandlungen für Superwash-Ausrüstung verzichten. Heißt dann halt, dass das Kleidungsstück halt nur noch explizit in den Wollwaschgang darf. Aber dafür sind weder Chlor noch Polymere drin.

    Danke für den ersten Link, das scheint wirklich eine gute Bezugsquelle zu sein - für häusliche Bettdecken könnte der Vorfilz interessant sein, 3cm dick und 2m breit und nicht so viel teurer. Für Outdoor-Kram lohnt sich schon aus vom Preis-Gewichts-Verhältnis Lavalan.