Beiträge von Schwarzwaldine

    Brauchst Du denn den von der Wärmeleistung her? Unser Bikepacking-Setup geht bis ca. 9°, bei kälteren Temperaturen streikt mein Mann eh. Für mich darf es durchaus kälter werden, weshalb ich für meine Overnighter (wird hoffentlich auch mal noch mit dem Gravel) einen Nordisk (vormals Yeti) Passion 3 (Schlafsack mit durchgehendem Reißverschluss, Quilts mag ich nicht, wenns kälter wird) am Start habe, den ich bei Bedarf noch mit einer zusätzlichen Daunen- oder Wollschicht pimpe (letzteres nur mit Rucksack, da schlechte Komprimierbarkeit). Vielleicht auch für Dich eine Möglichkeit, die weniger warmen Schlafsäcke finde ich auch mit einer vernünftigen, da gut komprimierbaren Cuin-"Klasse" noch zahlbarer und die A...-Daunendecke überrascht mich jedes Mal, was die Komprimierbarkeit angeht, trotz dass sie nur 650 cuin hat. Ist halt aber China-Daune aus entsprechenden Haltungsbedingungen, weshalb ich mir keine mehr von dieser Sorte zulegen werde.

    Was hast Du denn genau für ein Schlafsackmodell, Yeti ist doch eigentlich gar nicht so schlecht? Und was hast Du für eine Lenkerrolle? 6l sind allerdings eine Ansage.

    Zum Vergleich: Wenn ich mit meinem Mann auf Bikepackingtouren gehe, werde ich ja wieder zum Bodenbrüter, aber da ist die Geraffelverteilung so, dass das komplette Schlafsetup für uns beide in die 9l-Lenkerrolle von Ortlieb passt. Also eine Doppelisomatte (Exped Airmat Duo), zusammengerollt, die kommt zuerst rein, im Schnozzelbag, und dann lassen sich die beiden Daunenschlafsäcke (StS Spark/Flame 0) problemlos - ohne Hülle! - danebenstopfen und noch eine mittelgroße Outdoor-Daunendecke vom großen Fluss als Wärmebackup dazu. Dann passen immer noch die aufblasbaren Kissen und das Groundsheet vom Zelt rein, sofern das trocken geblieben ist.

    Grundsätzlich gebe ich dir recht.

    Insbesondere bei der Mohairwolle sollte man aber glaube ich auf die Herkunft und die Haltungsart achten, die Kritikpunkte die da im Raum stehen, stehen Lebendrupf bei Daune zB in nichts nach.

    Mohair weiß ich nicht, aber das bei Trekkern (auch bei mir!) sehr beliebte Merino wird häufig aus Australien importiert und dort steht das Mulesing zum Verhindern eines bestimmten Enddarmparasiten immer noch hoch im Kurs ... also aufpassen, dass der Hersteller entsprechende Wolle nicht verwendet. Aber auch da gibt es kbt, z.b. bei Dilling, die auch noch auf andere Behandlungen für Superwash-Ausrüstung verzichten. Heißt dann halt, dass das Kleidungsstück halt nur noch explizit in den Wollwaschgang darf. Aber dafür sind weder Chlor noch Polymere drin.

    Danke für den ersten Link, das scheint wirklich eine gute Bezugsquelle zu sein - für häusliche Bettdecken könnte der Vorfilz interessant sein, 3cm dick und 2m breit und nicht so viel teurer. Für Outdoor-Kram lohnt sich schon aus vom Preis-Gewichts-Verhältnis Lavalan.

    Mit der Frage habe ich mich auch schon beschäftigt und nur teilweise eine Antwort gefunden - aktiv kenne ich nur eins davon und das habe ich durch Zufall auf der Suche nach einem Hängeplatz gefunden, als es gerade gebaut worden ist und sagen wir mal so, dort habe ich nur mein Abendessen gemacht und gehangen wo anders. Und zumindest in den Camps im geschützten Naturpark gilt die Plattformpflicht für Zelte und da die m.W. noch keine Pfosten haben, sieht es da für Hängematten schon mal ziemlich mies aus.

    Na, dann go for it - und berichte uns natürlich, was rausgekommen ist. Bei meinem Lavalanquilt habe ich die Innenseite, damit die schön kuschelig bleibt angesichts von direktem Hautkontakt, mit Wollmusseline gefüttert und außen sehr leichten Nylontaft genommen. Falls Du nur bei der Mohairdecke bleibst, könnte eine reine windabweisende Außenschicht reichen.

    Hallo Schwarzwaldine,

    Genau wie du sagst, Schurwolle hat zwar viele tolle Eigenschaften, aber leicht ist sie natürlich nicht. Mohair ist dafür sehr leicht, aber eben volumspezifisch, über wärmespezifisch weiß das Internet nichts...

    Da hast Du mich missverstanden, mir gings nicht ums Gewicht, das ist bei dem Wollvlies Lavalan völlig ok, sondern ums Packvolumen ;) ... und ich kann mir nicht vorstellen, das Mohair, bei aller Leichtigkeit, beim Thema Komprimierbarkeit viel besser abschneidet als Lavalan.

    Hallo Natalie,

    ich kann zwar nur bedingt antworten, da ich für meine Crosshammock keinen Underquilt brauche und konkret mit Mohair auch noch keine Erfahrung gemacht habe. Ich habe mir aber einen normalen Sommerquilt aus Lavalan, also einer Wollisolation, genäht, es gibt hier im MYOG-Unterforum einen Bericht dazu. Und ich mache Bikepacking mit Rahmen/Lenkertaschen und einer Arschrakete, also mit sehr, sehr wenig Platz. Und dafür würde ich den Wollquilt nie mitnehmen (auch Kufa nicht), auch, wenn ich die Wärme sehr mag und er als Poncho nutzbar ist, da ich da wirklich jeden cm³ gebrauchen kann an Packvolumen und so eigentlich nur Daune als Isomaterial in Frage kommt. Und zur Wärmeleistung: zumindest Lavalan dürfte etwas "kälter" sein als Apex (mit dem mir allerdings die Erfahrung fehlt), als einigermaßen normalverfrorene Frau reichen mir die zwei Lagen 60er Lavalan für 14-15° und Pimpen der Daunentüte bringt ca. 5-6°.

    Eine Kombination mit Daune erscheint mir da sinnvoll, das machen die Schweizer von "Gruezibag" ja auch.

    Genau das wollte ich auch gerade fragen!

    Für mich bedeutet sitzen:

    • einfaches Hinsetzen und Aufstehen (Füsse haben Bodenkontakt)
    • gemütliches Kochen in der Sitzposition (bei Bedarf)

    Gemütliches Sitzen (allerdings mit den Füßen oben, da wärmer) am Fußende zum Frühstücken und vorher Wasser heiß machen habe ich in der letzten Waldnacht in der CH ausprobiert, Kocher stand auf der Schwarzen Biene mit einem Segment mehr für die nötige Höhe.

    Einfaches Hinsetzen dagegen funktioniert super entweder ohne Matte oder mit der Exped Flexmat (inwiefern die mir auch zum Schlafen für die Nacht taugt, harrt noch dem Ausprobieren, ist derzeit leider nicht drin. Der Mittagsschlaf gerade war anders, aber brauchbar).

    Das "schwerer" der alten Matte relativiert sich wohl etwas durch euphemistische Gewichtsangaben für die NXT. Ich bin ja zu doof für das SV, jedenfalls beim Einfüllen. Beim Ablassen der Luft schätze ich es aber sehr, denn es ermöglicht, die Matte in der CH zusammenzulegen, weil die Luft sofort fast komplett entweicht, ähnlich wie bei Matten von Exped. Deshalb werde ich es nie aus Gewichtsgründen wegbügeln.

    Die flexmat plus oder die normale? Bin gespannt, ob es noch mehr Leute gibt, die das nicht-aussteifen nicht stört - oder ich da weiter die dubiose Ausnahme bleibe :D

    Da ist geschlossenzelliges EVA allerdings eher noch schwitziger, nur schon mal zum Erwartungsmanagement... ?(

    Die normale in LW ... werde natürlich berichten, wie es sich anfühlt, die Probenacht wird allerdings noch warten müssen, bis ich die Abikorrekturen (60 Deutschaufsätze insgesamt *umfall*) vom Tisch habe.

    Ansonsten danke für die Vorwarnung ... die TAR Ridgerest fand ich seinerzeit ziemlich angenehm, aber das ist, glaube ich, nochmals etwas anderes Material.

    Auch von mir ein Danke für den schönen Bericht! Ich kenne den Westweg nur abschnittsweise, aber Belchen-Lörrach bin ich mit einer Übernachtung im Zelt in meiner Schwerlastzeit mal gegangen. Ansonsten habe ich ihn als damalige "Einheimische" (ich habe 10 Jahre im Dreisamtal gewohnt) eher gemieden und bin die kleineren Pfade gewandert - ja, der Feldberggipfel selbst ernüchtert, aber es gibt mehrere wunderbare Zustiege oder auch Auffahrten mit dem Rad.

    Wo wohnst Du denn? Vielleicht gibt es einen CH-Nutzer bei Dir in der Nähe, damit Du sie mal ausprobieren kannst?

    Zur UL-Variante kann ich Dir leider nicht antworten, ich habe die 2in1 mit Monolite, das ist relativ durchsichti (die Durchsichtigkeit ist immer abhängig vom verwendeten Stoff, die UL-Variante dürfte super durchsichtig sein), was ich mag, aber erscheint mir, zumal ohne Vergleich, nicht sonderlich dehnbar, das wird m.E. auch durch die Isomatte ausgeglichen.

    Ich verwende bei Temperaturen unter 10° lieber Schlafsäcke als Quilts, ging mir schon auf dem Boden so, habe beides - der Quilt ist allerdings eine willkommene Ergänzung zum Schlafsack, wenn der nicht mehr ausreicht. Da ich für Sommerbodentouren aber auch einen StS Flame 0 habe und der einfach unschlagbar vom Gewicht und Packmaß her ist, krieche ich auch im Sommer in den Schlafsack, was allerdings zugebenermaßen durch den halben Reißverschluss jetzt nicht ganz einfach ist.

    Als Isomatte habe ich die genannte Xlite, aber auch bei mir hat hangloose s Post Eindruck hinterlassen und ich werde den Exped-Eierkarton ausprobieren. An der TAR stört mich nämlich auch durchaus das Rascheln und die schwitzige Oberfläche. Bei Temperaturen von weniger als 5° genügt sie mir nicht mehr und ich pimpe sie mit 4mm Eva.

    Hm. Ich kann Deinen Wunsch nach einem Schlafsack absolut nachvollziehen, hab mir auch erst vor ein paar Monaten eine neue tolle Daunentüte gegönnt - ich penne darin auch besser als in Quilts, bin einfach auf die Kapuze und den Rundum-Schutz getrimmt. Aber: gerade, wenn Du noch wärmere Gegenden vorhast, aber auch nach Schweden willst, würde ich an Deiner Stelle über eine Kombi nachdenken. Dreijahreszeiten-Schlafsack (Spark II z.B., sofern der einen durchgegehenden RV hat, Spark 0 hat das nicht) in Kombination mit einem Poncho-fähigen Quilt (z.B. der Liteway Sleeper, eventuell auch mit Apexfüllung), der Dir eventuell die Puffy ersetzt. Damit bist Du flexibler, hast eine leicht überziehbare Außenschicht, die die Daunentüte auch noch mit vor Nässe schützt, hast Campwärme und die volle Auswahl, wenn es wärmer wird.