Beiträge von Gironimo

    Ich bin da gerade über ein relativ neues Video über die "Haven Safari" gestossen, das mir sehr ehrlich erscheint, da der Videoersteller die Hängematte seit vielen Monaten praktisch täglich nutzt:

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    Spannend. Der Mann scheint ziemlich überzeugt zu sein von seinem Haven-System. Klar, wenn du als Sechzigjähriger mit dem Motorrad 6 Monate am Stück unterwegs bist , dann geht das nur wenn du gut schläfst. Ansonsten ist nach 3-5 Nächten Schluss.

    Wie verhält es sich denn mit regulären HM und Dauernutzung draußen? Gibt es dazu auch Erfahrungswerte?

    Die günstigeren Stähle haben immer Einbußen bei Schnitthaltigkeit, und Rostanfälligkeit. Es geht bei der Auswahl des Stahls einerseits darum wofür Du das Messer nutzen willst, und andererseits darum wo Dein Budget liegt. Darüber hinaus hat jede Eisenhütten-Region weltweit ihre eigenen Sorten entwickelt. Pauschal zu sagen was der beste Stahl ist, geht nicht.

    Als Orientierung können Dir die Angaben in Rockwell ein bisschen helfen. Die günstigen Stähle sind meistens weicher, und bleiben dementsprechend nicht so lange scharf. Die Mischung aus Eisen, Molybdän, Vanadium, Kohlenstoff uvm. machen den richtigen Stahl für die entsprechende Anwendung aus.

    Ich kann Dir aus Erfahrung sagen, dass der 8Cr13MoV schneller stumpf wird, als D2, aber er ist trotzdem nicht schlecht für den Preis. Man kann damit genauso gut arbeiten, nur musst du häufiger schleifen. Der 8Cr13MoV wird sehr scharf und ich filetiere damit unterwegs Fische, und kriege auch die dicken Bauchgräten damit durchtrennt.

    Ein Freund von mir ist Jäger und er schwört auf eine besondere Stahlsorte, weil sie am längsten die Schärfe hält, so dass er damit viel mehr Rehe aufbrechen kann ohne nachzuschleifen. Jeder Messer-Enthusiast hat seine Vorlieben und von Küchenmessern fange ich an der Stelle erst gar nicht an zu schreiben, weil wir dann endlos diskutieren könnten.

    Willst du ein ultra-stabiles Klappmesser, dann nimm das SR1 Lite von Cold Steel. Das wird Dich nicht enttäuschen.

    Bei robusten Klappmessern geht imo kein Weg an ColdSteel vorbei – gerade, wenn der Preis nicht komplett egal ist.

    Eine konkrete Empfehlung habe ich nicht, aber der Hersteller hat ein paar sehr stabile Verriegelungsmechanismen im Programm (afair steht da das Tri-Ad Lock weit oben).

    cold steel ist schon der Hammer. Ich habe selbst eins und bin von der Preis-Leistung begeistert. Allerdings sind die Preise durch die Decke gegangen seit 3 Jahren. Die Messer mit dem günstigen chinesischen 8Cr13MoV-Stahl gabs noch für weniger als die Hälfte in € vor ca. 4 Jahren.

    Der günstige Stahl ist "ok". Die komplette Verarbeitung muss man bei den Dingern sehen. Ich kenne nichts was die Qualität preislich schlagen könnte.

    p.s. wenn ihr günstige Klappmesser bei Ebay o. Amazon kauft, wundert euch nicht wenn euch die Schrauben brechen, die das Messer zusammenhalten, bei starker Beanspruchung. Die No-Name Anbieter werben mit D2-Stahl, aber der Rest vom Messer ist aus günstigen Material. Das kann euch um die Ohren fliegen, wenn ihr damit Holz spalten wollt, so wie die Youtube Bushcrafter.

    Die Frage ist ab wann tatsächlich ein berechtigtes Interesse daran besteht ein entsprechendes Messer mitzuführen. Fahre ich 3 Nächte mit HM ans Wasser um zu fischen, brauche ich in der Tat für allerlei Arbeiten ein Messer. Ohne komme ich nicht aus.

    Fürs Camping wird das allgemein ähnlich sein. Brauchst du für irgendeinen Zweck ein Werkzeug, ist das schon ein Interesse das Werkzeug zu führen. Fährst du morgens mit der U-Bahn in deine Steuerkanzlei, wird es schwierig daraus ein Interesse abzuleiten, dass du grundsätzlich ein Messer mitführen musst.

    Es ist wirklich schwer ein Messer zu finden was für einen selbst genommen alles kann. Dafür eignet sich dann bestenfalls ein Leatherman. Habe super Erfahrungen mit dem Leatherman "Wave" gemacht über viele Jahre. Leider verloren gegangen ;(

    Hi alle zusammen ich bin kurz vorm Schlafsackkauf und bin gerade am überlegen welche es werden soll. Hier meine Frage: denkt ihr ein Winterschlafsack Komforttemperatur um die -6 kann mir im Sommer dann zum Verhängnis werden oder wärmer keine Problem weil ich ihn einfach offen lassen kann und wie eine Decke verwenden kann ? Danke schön im Vorhinein für alle Antworten :)

    Grüße Lenz

    Besorg Dir etwas Ordentliches für die kalten Nächte und für den Sommer kannst du einen 08/15 gebrauchten Schlafsack irgendwo günstig auftreiben, z.B. Ebay Kleinanzeigen. Die gibts häufig nie benutzt für wenig Geld.

    Bin auch neu hier im Hängematten-Universum, aber habe schnell gemerkt, dass unter 0C° ein anderer Planet ist als 5C° aufwärts.

    Moin,

    suche ein robustes Klappmesser für Bushcraft-Anwendungen. Preis bis max. EUR 100,--, eher so bis EUR 50-70,--. Klingenlänge nicht unter 6-7cm. Gerne Holzgriff und Puukko-Klinge.

    Kennt jemand was in der Richtung oder hat auch einen anderen Tipp für mich?

    Ich ahne: Klappmesser und Bushcraft passt nicht so ganz zusammen, aber vielleicht ja doch?

    Danke!

    Als alter Solinger bin ich natürlich meiner Stadt verpflichtet hiesige Messer-Hersteller zu empfehlen. Bei Böker findest du eine gute Auswahl zu vernünftigen Preisen.

    Ich finde aber auch Cold Steel aus den USA sehr gut. Die stellen ihre besseren Messer in Taiwan und die günstigeren in VR China her. Die Qualität ist auch gut.

    Kershaw ist auch gut.

    Klappmesser nutze ich draußen ebenfalls am liebsten, weil ich sie praktisch und nicht so gefährlich für den Transport finde. Auch wenn die fest-stehenden Messer meistens eine stabile Scheide haben, mag ich sie nicht so gerne auf Fahrrad o. Motorrad oder auch zu Fuß transportieren. Ich habe immer Angst, dass bei einem Unfall die Klinge unkontrolliert herumfliegt. Das ist aber nur meine persönliche Einstellung.

    Mit einem stabilen Klappmesser kannst du auch Holz bearbeiten, ja. Eine gute Arretierung ist dann von Vorteil.

    D2 Stahl finde ich persönlich super von der Preis-Leistung. Sollte in Deiner Preislage zu finden sein.

    Jo, der Taiga zum Beispiel hat Flossen, die meine Schultern perfekt umschließen.

    Topquilts gibt es von vielen Herstellern. Was du dir da jetzt kaufst, bleibt dir überlassen.

    Was soll der Quilt denn können? Temperatur, Gewicht, Länge/Breite?

    Ich finde die Idee einen mit 200 gr Apex zu nähen am besten. Ich wollte mich umhören wie die Erfahrungen generell aussehen damit, und welche guten Modelle es gibt, von denen man sich etwas fürs nähen abschauen kann.

    Das ist nicht richtig!!! Wenn du den TQ in der HM nutzt zieht da nicht mehr und nicht weniger als bei einem Schlafsack auch. Bei der Nutzung auf der Isomatte als Bodenschläfer kann das anders aussehen. Wie warm das ganze am Ende ist hängt natürlich von der Menge der Isolierung ab. Wenn du einen leichten Sommerschlafsack nun im Frühling bei <10° nutzt wird da auch nichts warm :/

    Ebenso sehe ich da auch keine Komforteinbußen, sondern eher einen Zuwachs. Die ungenutzte Kapuze schlabbert nicht im Gesicht herum. Der Reißverschluss kratzt nicht am HM-Stoff und die überflüssige Isolierung quillt nicht rechts und links hervor. Dazu noch die Gewichtsersparnis.

    Das hatte ich mir so auch gedacht und icb komme schneller raus aus der HM. Ich hatte gesehen, dass du auch mit der HM fischen gehst. Hast du nachts einen Biss, kannst du den TQ einfach zur Seite schieben, die Füße rausziehen und aussteigen. Das geht so leicht mit Schlafsack nicht.

    Ich hatte an einen TQ gedacht so wie Christian ihn hier in seinem Video ab Min. 13 zeigt:

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    Sowas kriege ich auch schnell genäht.

    Kommt auf die Außentemperatur an. Ab so ca. 5 Grad macht mir als unruhigem Schläfer Quilt keinen Spaß mehr und ich nehme den Schlafsack. Letzteren kann ich einfach offen lassen und wie einen Quilt benutzen, wenn es wärmer ist.

    Einsteigen erfolgt dabei immer erst in der Hängematte. Beim Schlafsack: Füße rein, Arsch hoch (Brücke), Schlafsack drunter, Schultern hoch, Reißverschluss zu, fertig. Anders stelle ich mir das auch sehr nervig vor. 😅

    ok, verstehe. So habe ich es letztes Jahr auch gemacht, d.h. offen lassen, bzw. als TQ nutzen. Das mit Arsch hoch klappt mit meinem Schlafsack irgendwie nicht. Das wird dann noch schwieriger reinzukommen. Der Reißverschluß schließt nicht gut, und ich verkeile iin der HM ^^ .

    Man will halt wenn es unter 5C° kalt ist , und man schon übermüdet ist, so schnell es geht wieder in die Komfort-Temperatur kommen. Habe dann keine Lust noch irgendwelche Techniken zu entwickeln, wie man nun am besten reinkommt. Deshalb stelle ich mich kurz neben die HM, stelle mich in den Schlafsack, ziehe den Reißverschluss zu und lege mich dann rein.

    Ein Topquilt kann nichts, was ein Schlafsack nicht auch kann. Ein Quilt ist ein Schlafsack ohne Rücken, Kapuze und Reißverschluss, was ein geringeres Gewicht zur Folge hat. Insofern: Jeder Quilt ist für die Hängematte „geeignet“. Die Frage ist, ob Dir die Komforteinbußen (es zieht leichter kalt rein) die Gewichtsersparnis wert sind.

    Das hatte ich mir schon gedacht, dass er nicht so warm hält und es reinzieht.

    Mir gehts hauptsächlich darum, dass ich schneller einsteigen kann in die HM. Gewichtsersparnis ist natürlich auch gut. Aktuell muss ich erstmal in den Schlafsack einsteigen, Schlafsack verschließen, dann in HM einsteigen. Das nervt ein bisschen.

    Was nutzt ihr denn am liebsten?

    Hallo,

    ich habe zwar in meinem alten Vaude-Schlafsack bislang ganz ok geschlafen, aber für die HM hat ein regulärer Schlafsack einige Nachteile. Nachts kurz raus auf die Toilette ist jedesmal mit ein wenig Akrobatik verbunden, um wieder voll isoliert in der HM zu liegen. Ich hatte ein wenig recherchiert und viele nutzen genau aus diesem Grund Top-Quilts.

    Könnt ihr mir zeigen welche Top-Quilts gut für die HM geeignet sind? Ich könnte mir auch einen nähen, wollte mich aber vorher schlau machen was der Markt so hergibt, und welche Anforderungen ein Top-Quilt erfüllen muss.

    Danke.

    Ich möchte heute meine erste DIY Hängematte nähen. Dazu muss ich ja die Länge abmessen.

    Bei 178 Köpergröße * 1,9 + 2*3cm für Whippen komm ich auf 344cm.

    Reicht das oder sollte man etwas mehr Länge lassen?

    Abschneiden ist ja einfacher als drannähmen 😉

    Gruß Patrick

    Ich habe keine Ahnung vom Whippen, kann aber was zu Tunnelzügen sagen. Ich würde jetzt immer großzügige Tunnelzüge nähen, wo man mit der Hand durchgreifen kann, für weniger Fummelei bei Montage. Ist praktisch und ein Tunnelzug ist in 10 Min fertig genäht.

    Ich habe es schon erlebt, dass man unterwegs ist und etwas durch den Tunnelzug schlaufen will, und dann 15min herumfummelt, weil die Öffnung so schmal ist. Total nervig.

    Das Problem falsch gewhippt zu haben ist mit Tunnelzügen auch vom Tisch.

    Du musst natürlich bei größeren Tunnelzügen darauf achten auf welche Gesamtlänge du am Schluss kommst. Ich denke für Deine Größe kannst du mit einer Gesamtlänge von 355 -365 cm kalkulieren. Das wären dann in etwa 12'.

    Das liegt halt auch an der Hängematte in Relation zu Deiner Körpergröße. Mit 1,74 liegst Du in ner 12 Fuß Onewind halt einfach immer bequem. Die richtige Aufhängung ist eher bei einer relativ kurzen Hängematte wie der Warbonnet Blackbird XLC wichtig, da Du da einfach Dein Körperschwerpunkt richtig zum liegen kommen muss, ansonsten verlierst Du zu viel Platz in Kopf- oder Fußrichtung. Damit es passt muss sie mit mehr Gefälle von Kopf zu Fuß gehängt werden, insbesondere wenn Du noch einen Wooki benutzt. Bei der Onewind papst Du Dir die Isolation an die Stelle wo Du liegst und fertig.

    ok verstehe. Die Recherche hier im Forum hat sich für die Anschaffung gelohnt.

    Vielleicht bin ich zu sehr Amateur, aber die Wissenschaft um das richtige Aufhängen der HM erschließt sich mir nicht. Ich spanne sie einfach auf, dass sich die Ridgeline spannt, wenn ich drin liege und dann passt es immer. Ich habe es auch mit höherem Fußende probiert, aber ich merke keinen Unterschied im Liegekomfort.

    Ich habe einen für mich passenden Liegewinkel mit der Ridgeline gefunden und liege immer gut. Für mich ist eigentlich nur die Höhe von Bedeutung. Ein Rauskrabbeln mag ich überhaupt nicht. Lieber zu hoch als zu niedrig.