Nachdem ist heute Nacht mal wieder kalte Beine hatte, habe ich heute morgen nich mal nach der Ursache geschaut. Das Problem scheint zu sein, dass sich die HM am Füßen stramm zieht, wenn ich drin liege, während der weiterhin durch hängt. Dadurch entsteht ein Hohlraum zwischen HM und, wo sich fröhlich die Luft austauschen kann. Merkt man auch daran, dass der an den Stellen eiskalt ist, während er sich unter meinem Oberkörper schön war anfühlt.
Also habe ich gleich das schöne Wetter genutzt und versucht den Mangel abzustellen.etwas strammer gespannt und zusätzlich hoch gebunden:
Das Problem hatte ich auch bei ersten UQ-DIY-Tests mit Decken entdeckt. Drückt sich die Isolierfaser leicht an den Körper, wird die Wärme direkt im Loft eingefangen. Selbst wenige Zentimeter Luft zwischen Körper u. Fasern, reichen aus, dass sich die Wärme nicht richtig aufbaut, auch wenn da nichts zirkuliert und die Luft quasi im Hohlraum steht.
Das ist bei einer Jacke auch so. Die Schurwolle oder das Synthetik-Futter muss schon anliegen, damit einem sofort warm wird.
Deine Ober, Unterschenkel u. Fersen sollten in "Kontakt" sein mit dem UQ.
Wann verdreht sich die Hängematte denn bei dir? Während der Benutzung? Das ist mir mit einer GE Hängematte noch nie passiert. Da müsste die Hängematte wirklich sehr straff gespannt sein. Und dann hilft eine Ridgeline auch nur insofern, als dass sie es verhindert, dass du die Hängematte zu straff spannst. Den gleichen Effekt erreichst du auch, wenn du die Hängematte ohne Ridgeline einfach nicht so straff spannst.
Eine zu straff gespannte, breite Hängematte würde dann auch die Aufstehprobleme erklären. Wenn du kannst, probier mal eine DD Frontline aus. Die sind aus sehr dehnungsarmem Stoff und dazu gedacht, sie straff zu spannen. Sie sind auch schmaler geschnitten, damit der Badewanneneffekt minimiert wird.
Bei mir verdreht sich nichts. Das passt alles. Es geht mir um das "Sicherheits"- Gefühl u. tatsächlich um einen besseren Ein- u. Ausstieg. Ich habe das im August auch extra getestet mit einer Nacht ohne RL.. War kein Problem, aber mir fehlte beim Aufstehen der Griff nach oben. Das hat sich schon fest etabliert bei mir.
Es ging darum einen Ersatz zum Bett zu erörtern und warum ich denke, dass eine RL stets montiert sein sollte. Ich habe letztes Jahr eine Situation erlebt als mein 75 jähriger Vater und seine 65 jährige Partnerin Probeliegen wollten:
Mein schlanker sportlicher Vater mit 70Kg lag sofort in der HM ohne, dass ich irgendwas erklären musste. Die RL hat er gar nicht beachtet. Ein u. Ausstieg kein Problem. Seine Frau ist mittlerweile recht schwer und behäbig und sie hat noch nie in einer HM gelegen. Im ersten Moment wusste sie überhaupt nicht wie sie einsteigen sollte und war merklich unsicher. Das hätte auch nach hinten losgehen können. Ich habe ihr dann nur geraten mit einer Hand die RL zu greifen, und sofort wusste sie intuitiv wie man sich nun am besten in die HM setzt.
Ich würde sagen, dass wenn man von einem vollwertigen Bettersatz spricht, dann sollte man auch berücksichtigen, dass es unsportliche u. schwere Menschen gibt die ggf. Schwierigkeiten haben ihr Gleichgewicht zu halten. Ich beende das Thema dann hier.
Mal ehrlich: Wie relevant ist es in der Praxis, wenn das Tarp nicht direkt nach dem Regen trocken ist? Bevor man sich da verrückt macht, würde ich erst einmal abschätzen, wie oft der Nachteil überhaupt ins Gewicht fällt. Wenn ich den kanadischen Regenwald durchqueren würde, wäre das Wasser wahrscheinlich schon nervig — aber als Schönwettercamper will ich von vorn herein eigentlich gar nicht, dass mein Urlaub von Niederschlägen geprägt ist...
Mich nervt das schon, weil ich Zuhause das Teil dann nochmal auspacken, trocknen u. wieder wegpacken muss. Ich achte da jedes mal drauf, dass ich es direkt trocken abbaue.
Ich schau mir in den nächsten Tagen mal genauer an was die Industrie da an Lösungen zu bieten hat und welche Schadstoffe dafür verwendet werden oder auch nicht. Vielleicht findet sich ja was das nicht gleich bei erster Verwendung einen halben Ozean abtötet
Habe das einmal skizziert was ich meine mit mehr Stabilität. Bei 1. ohne RL kann sich die HM in sich verdrehen. Ja, es spielen dabei andere Faktoren noch eine Rolle die das Verdrehen beeinflussen, aber es ist grundsätzlich möglich.
Bei 2. mit RL bilden sich durch das Körpergewicht Kräfte, die weil sie gegeneinander wirken, das Verdrehen unterbinden.
Das habe ich am Anfang gemacht, als ich noch eine billige Amazon-HM hatte ohne RL. Jetzt ist die Onewind RL auf maximale Länge gestellt. Ich habe einen verhältnismäßig breiten Rücken, und habe mich zum Teil eingeengt gefühlt wenn man in der HM "einsinkt".
Für mich ist eine RL das ideale Werkzeug für Barrierefreiheit, LoL.
Mein billiges China-Tarp war genau gleich. Die ersten 2 nassen Einsätze hat alles super abgeperlt, dann sah es so aus wie Deines.
Läuft nichts durch, aber wenn es nass ist, dann ist es erstmal nass. Dann hilft nur es in den nächst besten Windkanal zu hängen, wenn gerade keine Sonne drauf scheint.
Der Abgleich von Trockengewicht u. Nassgewicht wird Dir bestätigen, dass es Wasser aufnimmt. Die oberste Materialschicht wirds sein.
Silikon-Waschbenzin-Mix wollte ich bei Gelegenheit bei meinem Tarp ausprobieren. Es wird dann mit Sicherheit schwerer, aber im Idealfall zieht gar keine Feuchtigkeit mehr in das Gewebe ein: Das ist natürlich gut wenn man nass abbauen muss.
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Die Ridgeline hat keinerlei Einfluss darauf, wie gut du im Sitzen das Gleichgewicht halten kannst. Es sei denn, du spannst die Hängematte ohne Ridgeline extrem straff.
Sehr straff habe ich meine Hängematten tatsächlich immer gespannt, und dann hat sie sich hin u. wieder "verwunden".
Dann machst du evtl. etwas falsch. Häng die Hängematte höher, so dass du wie von einem Stuhl aufstehen kannst, ggf. auch etwas höher. Das Aufsetzen und auf dem Hintern drehen erfordert eigentlich nicht viel Kraft oder Beweglichkeit.
Ich hänge meine HM schon recht hoch. Ja, klar man kann sich auch ohne RL drehen u. aufrichten, aber jede Bewegung in der HM ist mit Griff in die RL für mich viel einfacher. Vor allem wenn ich total müde bin nachts, dann habe ich keine Lust auf Sit-up Training. Was man natürlich berücksichtigen muss, ist dass die Übung fehlt. Diese Saison habe ich nur ca. 20 x in meiner HM geschlafen.
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Sorry, aber der Mann wiegt vielleicht 60Kg ist schlank und schläft seit seiner Kindheit in einer HM. Lass das mal einen Mitte 50 jährigen, bierbäuchigen LKW-Fahrer machen mit Ü100kg. Der legt sich einmal rein, steigt einmal irgendwie wieder aus und danach hat er keine Lust mehr auf HM. Viel zu anstregend.
Wenn man die Hängematte mal zu tief gehängt hat, und nicht gut aufstehen kann, kann man in der Hängematte sitzend einfach ein paar Schritte rückwärts gehen, bis die Hängematte hoch genug geschoben ist.
Die Ridgeline kann man zwar auch als Hilfe verwenden - aber das übt dann wirklich schnell einen hohen Zug auf die Ankerpunkte aus.
Zu tief und rückwärts gehen kenne ich. Unbequem. Mit dem Zug auf die Ankerpunkte habe ich bislang keine schlechten Erfahrungen gemacht. Da rauht nichts auf. Falls es zum Schnurbruch kommen kann, dann muss ich halt verstärken. Ich will auch noch ein Stück Leder auf die RL schieben, womit man dann besser die RL greifen kann.
Ich würde es auch mal eine zeitlang ausprobieren, weil gerade jetzt die Luft so herrlich frisch ist. Man kriegt mehr Sauerstoff draußen ab, und wenn man dann noch warm liegt u. ungestört schlafen kann, ist doch klasse.
tacticool ja, alles ausprobieren. Die Erfahrung macht den Unterschied.
Du warst das doch der momentan jede Nacht draußen schläft, oder? Bin mal gespannt was Du berichtest wenn Frost kommt. Mein Tipp: Nimm Dir eine heiße Wärmflasche mit in die HM. Das kann Wunder bewirken.
Meine spontane Antwort darauf: Warum wäre das notwendig und wie wird dadurch der Ein- und Ausstieg sicherer?
Ihr seid zwar die Outdoor-Experten, aber ich sehe den Nutzen einer Ridgeline darin, beim häufigen Auf- und Abhängen stets den gleichen Hängewinkel zu erreichen, was besonders bei kleineren Hängematten wichtig ist, um die gesamte Liegefläche zu nutzen, Gegenstände daran aufzuhängen oder ein Tarp bzw. Moskitonetz daran zu befestigen.
Bei großen Netz-Hängematten ist der Aufhängewinkel hingegen nicht so wichtig weil man von diagonal bis quer super darin liegen kann. Abgesehen davon, dass man durch präzise Aufhängepunkte an Wand oder Decken den Winkel genau bestimmen kann.
Zudem ist bei einer festen Installation der Aufhängewinkel fixiert.
Außerdem fürchte ich, dass eine Ridgeline ingesamt stärkere Kräfte auf die Befestigungspunkte ausübt. Bei einem Baum macht das vielleicht keinen Unterschied, aber bei einem Wandhaken schon.
Natürlich lasse ich mich gerne eines Besseren belehren
Ich kenne keine 400 x 220 Netzhängematten, stelle mir das aber gleich vor wie eine 330 x 160. Die HM verwindet sich nicht mehr mit einer RL. Dadurch wird die ganze Konstruktion in sich stabiler. Ein Herauspurzeln, weil man im Sitzen das Gleichgewicht verliert, wird mit RL so gut wie unmöglich. Der nächste Vorteil auf den ich mit meinen 100Kg auch nicht mehr verzichten möchte ist mich an der RL hochzuziehen und aufzurichten. Das ist als schwerer Sack viel einfacher mit RL als ohne. Weiterhin ist auch der Einstieg sicherer wenn man zunächst in die RL greift bevor man sein Körpergewicht auf die HM aufsetzt. Die Kontrolle ist viel besser. Das geht natürlich nur wenn die RL in greifbarer Höhe gespannt montiert ist.
Ich weiß nicht wie das die anderen Intensiv-Hänger sehen. Meiner Einschätzung nach können ältere und körperlich weniger agile Menschen sich übel auf die Nase legen mit einer HM ohne RL.
Nachdem ich heute Nacht einen kalten Arsch hatte, habe ich Maßnahmen eingeleitet und die Isolation verstärkt:
Ich befürchte, ich werde nicht frieren, aber morgen habe ich Rücken.
Ich werde berichten.
Die Bundeswehr Pferdedecken sind super. Hätte ich auch gerne eine. Früher hat man die für kleines Geld bekommen, heute kaum mehr unter 50€. Diese Deckenstärke braucht man auch. Dünneres Material bringt kaum was.
Kannst Dir die Decke doch falten und doppelt zwischen HM u. UQ legen.
Ich komme gerne auf Dein Angebot zurück! Eine alte Decke bzw. alter rechteckiger Schlafsack ist vorhanden, Trägerstoff - keine Ahnung, was man da nimmt, müsste ich besorgen.
Auf jeden Fall müßte der El Wookero groß werden, denn wir liegen zu zweit in der Matte.
Wo wohnst Du? Vielleicht besprechen wir die Details per PN.
Wenn mir jemand Trägerstoff u. eine Wolldecke zukommen lässt, könnte ich vielleicht einen Prototypen nähen. Ihr könntet dann "El Wookeron" testen u. Ergebnisse hier posten.
Wieso benutzt ihr eigentlich keine Ridgeline bei euren Netzhängematten? Ist doch viel sicherer für Ein u. Ausstieg.
Ja genau. Ich suche auch noch nach einer Lösung die in größeren Stückzahlen und für die meisten Indoor-Schläfer tauglich ist. Einige haben sich selbst dazu einen UQ gebastelt. Falls jemand einen großen UQ für Indoor in größeren Stückzahlen herstellen möchte, dann gerne für eine Zusammenarbeite melden.
Ich experimentiere gerade mit maßgeschneiderten Lammfellen die vielleicht für indoor die beste Lösung sein könnten.
Ich würde eine 140 x 200 Wolldecke o. Wollflor auf einen Trägerstoff "fixieren" und dann wie beim Wookie unter die Hamaca mit Gummis spannen. Bei den riesigen Maßen muss man wohl mit der Isolierung Abstriche machen. Zu zweit wird man weniger darin schlafen und eine 140er Breite sollte dann noch gehen.
Die Maße der Netz-HM sind zu groß um dafür eine vollständige Isolierfläche zu montieren. Das wird unpraktisch, vermute ich.