Beiträge von BX.33

    Herrliche 5 Tage lang den Harzer Klosterwanderweg von Goslar nach Quedlinburg gewandert. Zunächst wurde zweimal in der Hängematte genächtigt und dann aufgrund einer Unwettervorhersage (Gewitter) einmal im Hotel. Die vierte und letzte Übernachtung erfolgte dann wieder in der Hängematte, die aufgrund bis dahin völlig ungeeigneter Umgebung auf den allerletzten Drücker noch erfolgreich aufgehängt werden konnte. Plan B, nach 23 km Fußmarsch bei 30 Grad im Dunkeln mit Stirnlampe nochmal 7 km drauflegen und ein Hotel im nächstgrößeren Ort aufzusuchen, wurde somit zum großen Glück vermieden.:thumbup:

    Auf der Wanderung übrigens eine tolle Location gefunden, die sich ggf. für ein Hängemattentreffen sächsisch-anhaltinischer und niedersächsischer Hänger anbieten könnte. Mit Hängeplätzen in feinster Umgebung versteht sich. Gehe dem mal nach. ;)

    Zwei Dinge sind bei mir nach diesem Trip hängen geblieben.

    Erstens ist es gelegentlich gar nicht so einfach ein ruhiges nettes und halbwegs gut zugängliches Plätzchen zu finden, wo sich richtig schön ruhig und ungestört abhängen lässt. Viel zu viele Straßen, nächtlicher menschgemachter Lärm, und wenn's waldig wird Jägerstände und Hochsitze en masse.

    Zweitens sind die paar Gramm von den Dutch Beetle Buckles total wumpe, wenn man aufgrund der Temperaturen sowieso gezwungen ist ca. 3-4 Liter Wasser im Rucksack mitzunehmen. Also - im Hochsommer kommen die definitiv und ohne einen Gedanken des Zweifels bei mir mit. 8o

    Spaß beiseite: Unsere beiden Rücksäcke lagen jeweils so ca. bei 9 kg zzgl. Wasser und Nahrung. Nix für UL-Freaks also, aber für uns ließen sich die ca. 110 km damit trotzdem gut bewältigen, auch wenn die Füße am Ende der Wanderung (r)echt platt waren. Viel zu trinken, jeweils ein schönes Stühlchen und ein zweites Paar leichte (Barfuß-)Schuhe hatten wir sogar auch noch ganz ganz luxuriös dabei. Ansonsten eher wenig, aber eben Hängematte, UQ, Tarps. Ein bißchen Apotheke, Kaffee, Not-Energieriegel. Klamotten aufgrund des Dauerhochs eher minimalistisch. Wetter war wirklich bombe, aber an vier Tagen tatsächlich so heiß und ohne Einkehrmöglichkeiten, so dass wir wirklich viel Flüssigkeit zum Trinken und Erfrischen mitschleppen mussten. Der Wasserfilter kam später auch zum Einsatz, aber auch da muss ja erstmal ein halbwegs geeignetes Gewässer gefunden werden. Die fließende Bode ist jedenfalls durchaus zu empfohlen. Sehr erfrischend und delikat! ;)

    Übrigens hatte auch das Warbonnet Minifly tagsüber beim Wandern einen ersten halbwegs ernstzunehmenden Einsatz. Während der vorletzten Tagesetappe im Niemandsland längs der Bode zog plötzlich ein dreiviertelstündiges und mächtiges Gewitter auf und das Tarp musste als Not-Regendach herhalten. Kaum war es aufgehängt, da pladderte es bei starker Böe bereits richtig ordentlich los. Mit einer Hängematte darunter hätte es echt "eng" bzw. nass werden können, was den Regenschutz angeht, zumal es ordentlich windig war und das Wasser am Boden vom einschlagenden Regen wieder hochgespritzt ist. Mit einem guten Händchen für die richtige Aufhängung des Tarps bestimmt machbar, aber ein wenig Reserve oder Alternative ist für einen Beginner wie mich wohl nötig. Thunder!!!fly - ich brauche Dich wohl auch noch. ;)

    Nachfolgend einige optische Eindrücke von der Tour.

    Start in der Ü1000-jährigen Kaiserstadt Goslar:

    Einige Streckenabschnitte des Harzer Klosterwanderweges entsprechen dem Fernwanderweg E6:

    Bei über 30 Grad und ohne Schatten durch die Kornfelder. Schön und schweißtreibend.

    Ein toller Ausblick aus der Ferne auf das Kloster Gut Grauhof:

    Peru? Nein. Nur der Brocken mit 1141 m Höhe im Harz:

    Anmarsch auf Kloster Wöltingerode nahe Vienenburg mit Hofladen und Restaurantbetrieb:

    Spuren und Zeitzeugen der damaligen Grenze, von denen es hier viele zu entdecken gibt:

    Lagerplatz für Übernachtung Nr. 1. Glücklicherweise eine halbwegs adäquate Stelle gefunden:

    Ein bereits betagterer und weiterer Zeitzeuge am Wegesrand:

    Ein magischer Platz am Harzrand. Stehenbleiben, schauen, staunen:

    Eines der zahlreichen kleinen und stillen Örtchen, die auf der Wanderung durchquert werden:

    Oben auf dem Berg ein unglaublich toller Platz zum Hängen:

    Blick auf Benzingerode. Wer faul ist, wandert einfach weiter unten. Wer beim Auf und Ab schwitzt, der wird fürstlich belohnt:

    Kloster Michaelstein:

    Das Hamburger Wappen. Weiteres Highlight nach toller Kammwegkraxelei ab Großvaterfelsen in Blankenburg:

    Burgruine Stecklenberg oberhalb von Stecklenberg:

    Blick auf Stecklenberg beim Aufstieg zur ...

    ... Burgruine Vorburg Lauenburg mit ihren alten Mauern und tollen Fotomotiven:

    Lagerplatz Nacht Nr. 4. Am nächsten Morgen nochmal schnell abgelichtet, bevor auch die letzten Spuren beseitigt wurden:

    Zielort Quedlinburg mit dem tollen Stadtteil Münzenberg mit seinen kleinen Gassen und Häuschen:

    jenshelge

    Ich denke, dass die Formulierung seitens Grüezi bag eher defensiv gewählt ist und mit diesem Underquilt je nach persönlicher Toleranzschwelle einiges geht.

    Den Wookie 0 Grad Fahrenheit hatte ich jetzt trotz der Wärme drei Nächte bei einer Mehrtagestour im Einsatz und nur eine Nacht war eher kühl mit ca. 11 Grad. Mir ist der Wookie jedoch mehrfach verrutscht, womit ich nach den ganzen Vorschusslorbeeren nicht gerechnet hatte, so dass ich während der Nacht 2-3 Mal korrigieren musste, weil meine Lende spürbar kalt wurde. Allerdings liege ich auch nicht dauerhaft reglos wie ein Brett in der HM und hatte diese (eine Blackbird XLC) vielleicht auch noch nicht optimal aufgehängt. Das muss ich mir also in Ruhe nochmal anschauen, bevor ich das besser beurteilen kann, was bei der Tour zeitlich nicht möglich war.

    Der Gruezibag wurde in den drei Nächten von meiner Frau genutzt. Das Schlafklima fand sie klasse, aber es war eben auch nicht wirklich kalt. In der kommenden Jahreszeit werde ich Wookie gegen Gruezibag bestimmt selbst mal vergleichen. Marke und Konzept gefallen mir bei GB aber auch sehr und die Verarbeitung ist echt spitze. :)

    85 ist zu wenig wuerde ich sagen, die XLC ist ja nur 10,5 Fuss nach dem Whipping. Mess mal auch die Mattenlaenge ab.

    Zugegebenermaßen hatte ich gar nicht gemessen, sondern einfach nur die Daten bei Warbonnet gesichtet.

    Da steht für die Blackbird XLC: "11′ long x 62″ wide hammock body, 112″ Ridgeline".

    Wenn 11' eine Art "Bruttoangabe" ist (und sich ggf. nur auf die unverarbeitete Stofflänge bezieht) und es ohne die beiden "Whippings" 10,5' sind, dann passen Deine erwähnten 89% ja genau. :thumbup:

    Es sei denn, dass auch die Angabe 112" für die Ridgeline nicht einfach für die Rechnung übernommen werden kann.

    Heißt dann aber auch, dass die Längenangabe einer Hängematte i.A. nur bedingt aussagekräftig ist?!

    Sehe aber gerade, dass diese Thematik völlig vom Thema des Fadens abweicht. =O Sorry bogus ! Schließe das hiermit ab.

    Ich denke das liegt eher an der Ridgeline Länge. Durch die 89% von Warbonett, kommst du halt viel naeher an die Ridgeline ran, wenn du liegst.

    Dadurch hat man gleich ne komplett andere Matte, als mit 83 % RL Länge.

    Bedava

    Wusste ich bis dato gar nicht, dass Warbonnet die Ridgeline länger dimensioniert. Wieder was dazugelernt!

    Aber 89% klingen im Vergleich zu den sonst anscheinend ūblichen 83% recht heftig.

    Sowohl bei der Blackbird XLC 11' als auch bei der Traveller 11' ist die RL 112" lang. Das sind dann knappe 85%, was ja eher eine moderate Steigerung ist.

    Wie kommst du denn auf die 89%?

    Ich habe mir auch so eine USB-Pumpe, allerfings von Amazon bestellt. Die geht einwandfrei, habe mehrere Matten damit letztens im Zeltcamp aufgepumpt.

    Ich denke wir reden vermutlich sogar von der gleichen Pumpe. War meinerseits nur ein Versuch, diesem omnipräsenten Shop ein wenig Präsenz zu rauben. 😉

    Fenris77  markbeu

    Haven tent bietet u.a. als Zubehör eine universelle Akkupumpe (mit diversen Adaptern) für die Isomatte an. Für meine Thermarest Uberlite, die beim Bikepacking mit Zelt eingesetzt wird, habe ich alternativ eine in D erhältliche und kleinere Version des vermutlich baugleichen Modells dieser Pumpe erworben.

    Kann ich absolut weiterempfehlen, zumal sich Luftmatten damit nicht nur sehr schnell auf-, sondern auch abpumpen lassen. Die Pumpe wiegt 80 g und heißt "Flexitailgear Tiny Pump". Für euch als Haventent-Nutzer ggf. auch interessant?!

    Endlich meine neue Hängematte, eine olivgrüne Warbonnet XLC, ausgepackt, und unter dem Minifly-Tarp aufgehängt und probegelegen. Da es gestern ein schöner und warmer Tag war, blieb der ebenfalls neue charcoalgraue Wookie XL erstmal eingepackt.

    Dafür beschäftigte ich mich mit der Aufhängung des Tarps in unterschiedlichen Höhen, den Minitüren, der Abspannung und dem (Half-)Porch-Mode. Die Hinweise an der Matte wurde "studiert" und verinnerlicht und das Moskitonetz wurde einmal komplett abgenommen und inkl. Footbox und Shelf inspiziert. Weiterhin Early Grey getrunken, Musik gehört, gelesen, abgehangen.

    PS. Hängematte & Wookie wurden am 4. Juli direkt bei Warbonnet erworben. Von Colorado reiste dieses dynamische Duo per US-UPS nach NY und auf der zu vernachlässigenden tranatlantischen Reststrecke dann im privaten Koffer. 8)

    grobinger

    Danke für Deinen Hinweis! :thumbup: Über diesen war ich nur rein zufällig, aber gerade so pünktlich genug gestolpert. Und dann kam der 2. unglaubliche und passende Zufall dazu. ;) Ein ausstehender dritter Zufall in Form einer persönlichen Begegnung würde Dir ein großes Kaltgetränk Deiner Wahl sichern.

    Heute kam aus Colorado über NY und Frankfurt am Main endlich ein Paket bei mir an. Hab erstmal alles drin gelassen und heute nur noch kurz den existenziellen Energieriegel-Halter für die Ridgeline getestet. :P

    Jetzt hänge ich hier immer noch in der Matte und bekomme die vier Buchstaben nicht hoch. :sleeping:

    wuppitom Moin Moin!

    Gut erklärt und schön bebildert. Vielen Dank an Dich!

    Erstmal werde ich bei meiner zweigeteilten Ridgeline bleiben, aber sicherlich beizeiten auch die durchgehende testen. Die Warbonnet Tarps werden das schon erstmal verkraften. :)

    Auf jeden Fall wird zukünftig zwischen Ridgeline und Rinde nach Möglichkeit auch etwas untergelegt. Und die Tarp-Befestigung an der Aufhängung wird auch getestet. Wettervoraussetzungen sind zur Zeit ja recht angenehm für ausgiebige Experimente mit zwischenzeitlichen Häng-Einlagen. 😴👍

    Hier nochmal Fotos von meinem Tarp Aufbau mit meinen Webschlaufengurten ...

    Moin wuppitom

    Auf Deinen Bildern (Danke!) ist zu erkennen, dass Du das Tarp zum Teil auch im 30 Grad Aufhängungsbereich des Webschlaufen-Baumgurtes einhängst/abspannst und nicht nur im baumumschlingenden Teil.

    Ist es bzgl. Tarp denn eher vernachlässigbar, dass dieser Bereich gespannt ist, wenn Du in der Matte liegst, oder eben nicht, wenn die Matte unbelastet ist?

    Ich werde erstmal damit starten das Tarp klassisch mit eigener Abspannung aufzuhängen. Wenn hier dann etwas mehr Erfahrung vorliegt, dann folgt im zweiten Schritt die Methode mit Einhängung in die Hängematten-Aufhängung. Ist ja schon sehr praktisch und vermutlich wesentlich baumfreundlicher.

    grobinger Habe Deine Frage in diesen Faden hier verlegt.

    Zitat von @grobinger 

    Wo genau siehst Du da ein Problem? Das Problem des Wassereintritts über die Aufhängung besteht eigentlich nicht dadurch, dass es auf die Aufhängung draufregnet, sondern dass am Baum das Wasser in Strömen runterläuft.

    -> Das hatte ich mir aus einem Beitrag von Waldläufer70 gemerkt. Schnürsenkel unter dem Tarp. Das müsste doch auch für die Gurte gelten, oder? Aber auch wuppitom hatte ja schon einmal geschrieben, dass das Wasser am Baum der Feind ist und nicht unbedingt die Aufhängung. Bevor ich den ersten Hängemattenaufenthalt mit Tarp bei Regen mitnehmen muss, versuche ich möglichst viele Tipps zu sammeln. Alle (schlechten) Erfahrungen muss man ja nun wirklich nicht selbst machen. ;)

    [...] dann hänge ich das Tarp in die Schlaufen der Daisychain der HM, so dass ich nur ein Paar Baumgurte brauche.

    barfuß und auch Fagorian

    Wird die Ridgeline des Tarps dann

    a) nur in die Schlaufen eingehängt, die den Baum umschlingen, oder

    b) auch in die, die quasi als Aufhängung der Hängematten dienen?

    a)

    + Tarp kann konstant straff abgespannt werden

    - Tarphöhe überhaupt nicht variabel (je größer der Baumabstand, desto geringer der Wetterschutz)

    b)

    + Tarphöhe nach unten variabel

    - Tarphöhe nicht nach oben variabel

    - Ridgeline-Spannung wird durch Hängemattenaufhängung beeinflusst (unbeständig, ggf. Risiko, schlecht einzustellen)

    barfuß Das heißt, dass du gelegentlich vier vollwertige Baumgurte benutzt und mitschleppst? Für Tarps ließen sich doch eventuell auch schmalere und leichtere als die klassischen 25 mm verwenden, oder?! Welche Länge haben deine Tarp-Baumgurte? 2 m?

    Bringt natürlich auch wieder eine Menge Gewicht in den Wanderrucksack. Aber Baumschutz ist mir sehr wichtig, denn Bäume haben meinen höchsten Respekt! <3

    Ich habe mal gemessen, mit welcher Kraft meine Firstschnur gespannt ist. Es waren etwas mehr als 10 kp, was dem Gewicht eines gefüllten Wassereimers entspricht. Das Tarp steckt so etwas locker weg, die Lash-It-Schnur sowieso (ist mMn mit 230 kp Bruchlast angegeben).

    Aber ob es dem Baum gut tut? Hier könnte die Kombination hohe Last und kleine Fläche bei empfindlicher Borke eventuell Schaden anrichten.

    Ich schaue mir deshalb immer den Baum an und entscheide dann, wie straff ich die Schnur spanne.

    Gute Idee mit der Kraftmessung - und sehr löblicher Respekt für die Bäume. Finde ich beides richtig gut! :thumbup:

    Nebenbei echt interessant, dass Du die nicht SI-konforme (und lt. Wikipedia bereits seit 1978 sogar per Gesetz für die Angabe von Kraft unzulässige) Einheit Kilopond benutzt. Das ist ja mal ein richtig schönes "Memorabilia" und ich musste tatsächlich nachschauen, wie das in den geläufigeren Newton umzurechnen ist. ;)

    Werde zu meinem nächsten Ausflug wohl einfach mal meine kleine Kofferwaage mitnehmen und zum Spaß in Serie mit der Tarpschnur einhängen. Dann weiß ich wenigstens mal, wie sich Dein Wassereimer-Richtwert circa in der Tarpschnur anfühlt.

    Was bedeutet "underquilltbedingt"? Ich habe meine Kombi Underquillt, der ja bei mir noch ein Poncholiner ist, so aufgebaut, daß sie auch Liegeseitig unabhängig ist. Gut, ich gehöre jetzt auch nicht zu den Winterdraußenschläfern.

    Hallo sakura ! Ich habe vor zukünftig mit einem Underquilt "Wookie" vom Hersteller Warbonnet abzuhängen. Bei diesem hängt die Isolation diagonal unter der Hängematte und gibt damit mehr oder weniger die Liegeausrichtung vor. Hier muss man sich dann vor einer Anschaffung entscheiden, ob man Links- oder Rechtslieger ist bzw. wird. Diese Herausforderung hast Du mit deinem symmetrischen Underquilt ja aber nicht.

    Ich vermute, dass mir das Abhängen im Herbst und Winter viel Freude bereiten wird und wollte daher eine bestmögliche und praktikable Isolation, damit es schön gemütlich wird, wenn es regnet, schneit und/oder kalt ist.