Beiträge von Tino

    warum nicht?

    Eher "warum nicht nicht" ;) — es muss ja nicht unbedingt Hennesy sein. Wegen dem komischen Einstieg ist die doppellagige Bauweise sogar eher untypisch für das Fabrikat. Ich will aber trotzdem nicht von Hennesy abraten, sondern nur auf Alternativen hinweisen.

    Ob zwei Lagen Nylon automatisch mückendicht sind... keine Ahnung, aber Jeansstoff sollte noch deutlich dicker sein, und da kommen Mosquitos durch.

    Auch bei anderen 2-lagigen Hängematten würde ich aus den selben Gründen keine Naturmaterialien zwischen die Lagen packen

    Manch einer schläft direkt auf Naturmaterial ;). Aber ich habe ja auch schon geschrieben, dass man sich besser nicht darauf verlassen sollte, überall geeignetes Laub vorzufinden. Andererseits könnte man sich so auch ein paar natürliche Feinde der Stechmücke ins Lager holen 🕷️😆.

    Eine Hennesy würde ich nicht unbedingt nehmen, aber das mit den zwei Lagen ist imo schon der richtige Weg: Wenn die Stoffe fest aneinander gepresst sind, kommen die Mücken wahrscheinlich trotzdem durch — aber bei einer guten Matte sollte die äußere Lage etwas weiter sein als die innere, und ein paar Millimeter Luft sind für die meisten Stechrüssel dann doch zu viel ;).

    Zwischen die Lagen kann man auch alles mögliche packen, und ist nicht auf Luftmatratzen oder Quilts beschränkt: Klamotten, Handtuch, Badespielzeug, Laub... gerade letzteres könnte im richtigen Klima (nicht zu nass) gut funktionieren; jedenfalls wirbt Clark explizit mit dieser "Vor-Ort Isolation". Mit ein paar passenden Packsäcken könnte man sogar ein paar Kompartemente improvisieren, damit die Isolation nicht so schnell zusammenrutscht.

    Was auch noch gegen alle möglichen Gerüche helfen soll: Ozon.

    Das ist zwar nicht gesund (also oben in der Atmosphäre natürlich schon ;-), aber zerfällt von alleine, wenn man ein paar Tage wartet.

    In Autos wird das wohl gerne eingesetzt, zum Beispiel, wenn sich ein Passagier übergeben hat oder ähnlich unerfreuliche Dinge veranstaltet.

    Kleine Hängematten werden imo viel zu schlecht dargestellt — ich würde für ein Kind auf jeden Fall eines der oft geschmähten Modelle in 2,7m Länge wählen. Der Gedanke, dass man mit einer langen Matte für die Zukunft kauft, ist naheliegend, aber man büßt damit etwas Flexibilität ein, halst sich mehr Gewicht auf, und vor allem wird es teurer.

    Für ein paar Jahre reicht eine kurze Hängematte auf jeden Fall, und selbst wenn die irgendwann mal zu unbequem zum Übernachten wird: Zum Dösen am See oder für Pausen bei einer Wanderung bleibt eine kompakte Matte immer nützlich.

    Ich hoffe, dann hast du das Video übersprungen, in dem der Kollege zeigt, wie er seine Spannmatte (mit Hängen war da nicht viel ;) befestigt…

    Ich schätze, die Plattform ist konzeptbedingt ganz einfach ein ideales Habitat für Selbstdarsteller, die keinen Widerspruch auf Augenhöhe haben wollen. Auf der anderen Seite wäre Youtube ziemlich leer und langweilig ohne Menschen mit einer ordentlichen Portion Narzissmus — irgendwo muss die Motivation ja herkommen, etliche Stunden Lebenszeit für irgendwelche Filmchen aufzuwenden.

    Wenn man Ruhe will, kann man das nicht nur über das "Wo", sondern auch über das "Wann" regeln: Der letzte Paddelurlaub liegt bei mir schon viel zulange zurück, aber ich wette, außerhalb der Scandtrack-Saison ist es noch immer ziemlich ruhig auf den Inseln.

    Leider fangen die jetzt auch schon Mitte Mai an (das war mal einen Monat später)...

    Ein freilebendes und geschütztes Tier zu essen weil man Hunger hat finde ich moralisch vollkommen akzeptabel.

    Ist das ernst gemeint? Und so pauschal wie geschrieben?

    Dass steht für mich auf der selben Stufe wie "mit Tempo 100 durch die Fußgängerzone fahren weil man es eilig hat".

    Wenn man sich vollkommen freiwillig und selbstbestimmt in eine geringfügig unangenehme Situation bringt, kann man imo ruhig ein bisschen leiden, bevor man Gesetz und Moral über Bord wirft.

    Interessante Einschätzung Tino. Ich sehe das komplett anders. Ist natürlich die Frage was man mitnehmen darf.

    Eben — die Hängematte ist nur die halbe Miete.

    Am Boden kann man mit Naturmaterialien für Isolation sorgen, aber ich würde nicht damit anfangen, mir aus Schilf oder Zweigen einen Underquilt zu "stricken".

    Hoher Liegekomfort hilft überhaupt nicht, wenn man dafür frieren muss.

    Outdoor-Hängematten sind für genau solche Herausforderungen einfach ideal, oder was meint ihr?

    Ob die Hängematte jetzt in Brasilien oder einem anderen Land erfunden wurde: Es war definitiv weit südlich von Kanada. Bei aller Liebe ist die Hängematte eher für warme Gefilde geeignet, und selbst im Sommer ist man am Boden besser aufgehoben (zumindest unter der Prämisse, dass die mitgebrachte Ausrüstung stark limitiert ist).

    Wenn man nicht allein unterwegs ist, kippt die Rechnung sogar deutlich in Richtung Zelt.

    Wenn wir schon in der Antarktis sind: Alpinisten kennen noch den "Elefantenfuß" — ein Schlafsack, in den nur die Beine passen. Obenrum isoliert man sich mit der normalen Bekleidung.

    Wahrscheinlich funktioniert das, weil man am Berg auch tagsüber schon mit extremer Kälte kämpfen muss, und es im windgeschützten Zelt nachts noch vergleichsweise angenehm ist... dann wäre die Lösung natürlich eher nichts für die Hängematte ;).

    Und der hat sogar zwei seitliche Reißverschlüsse für die Arme, was ich total genial finde.

    Es gibt sogar „Schlafsäcke“ mit Armen und Beinen 😃 – hat auch Vorteile, aber alles hat seinen Preis (bestenfalls nur bei Gewicht – und natürlich beim eigentlichen Preis).

    Ich weiß nicht, wie sich die zusätzliche Isolierung für die Reissverschlüsse auf der Waage auswirkt, aber mehr als ein abgesägter Zahnbürstenstil ist es bestimmt 😉.

    Doch: die Brückenhängematte wird von den Enden gespannt; das Feldbett von den Seiten.

    Die Wölbung zwischen den Schultern kann die Bridge auch nicht verhindern, und der Grundgedanke ist ja gerade, dass die Ränder der Liegefläche waagerecht verlaufen (wie die Fahrbahn einer Hängebrücke).

    Und warum sollte man kein Feldbett konstruieren können, das den Stoff einfach auch an den Enden spannt?

    Ist die Gegend nicht eh Hängemattenland? Wahrscheinlich sind die lokalen Modelle ein bisschen schwerer als irgendeine Hightech-Kunstfaser, aber dafür ist man maximal angepasst 😉.

    Man könnte auch mal einen Blick auf Clark werfen: Afair wurden die von Dutch übernommen und sind wahrscheinlich immer noch sündhaft teuer, aber bei tropischen Verhältnissen reichen die Taschen unter der Liegefläche vielleicht als Isolation.