Posts by Riippumatto-Joerg

    Sagt mal, wie markiert ihr eigentlich die Kettenlinie vor dem Zuschnitt, rechnet ihr das in gewissen Abständen mit cosh aus oder druckt ihr euch auch (angereihte A4-?) Schablonen aus (geeigneter Web-Calculator?) Oder einfach die Tiefe der Kurve (zB. 20..25cm) angetragen und den Rest von kunstvoll geschwungener Hand (wohl kaum...)?


    Gibt es auch +/- Richtlinien für angepasste Kurventiefe je nach Stoffdehnung und Nutzergewicht, oder ist die Kettenkurven-Tiefe rein eine Frage des Längenverhältnisses und Aufhängewinkels?


    An meiner GE-HM gibts so langsam nichts mehr zu vertüfteln. Am besten, ich mach mich jetzt so langsam mal an mein erstes Brückenhängemattenprojekt, wie schon seit langem angedacht. Erst mal zum Lernen und Experimentieren, nicht unbedingt gleich zur Perfektion.


    Entweder ich nehme meine kurze China-HM, die ich noch rumliegen habe und nicht mehr wirklich benutze, und zerschnippele die, dann tun die Fehler nicht gleich so weh. Und wenn was einreisst (an den Stockaufnahmen?) dann erfahre ich auch gleich die Statik der Br-HM in ihre vollen Tiefe (bzw. Flachheit). Viel interessanter, als wenn alles einfach nur passt, oder? (Und was für die Enkel.)


    Oder ich bestelle halt alles und muss mir gleich richtig Mühe geben. Der Gedanke schmeckt mir aber erst mal nicht so, v.a. mit dem Versand aus D dauert das hier in Finnland leider immer so ewig.


    Mit den Spreizstöcken fange ich wie gesagt sicher erst mal einfach an, eben wie zu Zeiten, als man die Brücken-HM erfand. Wobei ich deine Warnungen zur Bruchlast natürlich beachte, Waldläufer70!


    massa 's Stockaufnahmetaschen fand ich übrigens gut, sowas könnte ich mir auch fürs erste nähen. Ich habe auch Versionen mit Wanderstöcken gesehen, allerdings waren die Aufhängungen dort recht einfach und die Stöcke bogen sich beachtlich durch. Hätte aber schon Idenn, wie man das besser machen kann.

    (Später dann vielleicht auch etwas Dutchware, aber dafür darf schon erst mal wieder Frühling werden.)


    Also Danke im Voraus,

    Jörg aus dem bald tief verschneiten Finnland...)

    Den Cumulus kann ich nach wie vor empfehlen, vielleicht nicht den 600er da hohes Gewicht (overkill bei 0Grad komfort).

    Mittagsfrost stimme ich voll zu (richtig angenäht ist das Wahre!) und habe auch vor, eines Tages eine Daunenthermomatte zu nähen.

    Bin mittlerweile auch der selben Überzeugung wie Treegirl: wenn man einmal seine Liegerichtung gefunden hat, wechselt man sie nicht mehr. Die LiegeLAGE allerdings wechsle ich nachts ständig, Zumindest wenn ich nicht einschlafen kann, was eben in unserem Alter vorkommt.

    vielleicht hat ja jemand eine Idee, was man aus Webpelz für die Hängematte schneidern kann

    Windbrechende Umrandung der Hängematte. Oder der Kapuze. Bei Sturm ruhiger und weniger zugig. Oder ein kuscheliges Nackenkissen oder ein Hängemattenbärchen vielleicht? Oder eine schicke Verzierung für die Ridgeline!

    Zum Nähen von Daunen-UQs (vielleicht nähe ich mit irgendwann noch mal einen leichten 200..300g Füllung?)


    Ich hab gelesen, dass viele für die Innenstege Mückengitter verwenden. Gewichtsmässig gibt es m.E. aber auch vergleichbare daunendichte Stoffe. Wenn ich also für die Stege das gleiche Material wie für die Aussenhaut verwenden würde, wäre das in irgendeiner Weise nachteilig? Dient das Mückengitter auch als "Rutschhemmung" zur Stabilisierung der Füllung? Oder wäre das sogar nachteilig?


    Den Bildern nach zu urteilen, der Wooki scheint einfache "Röhren" nebeneinander am oberen Trägerstoff angenäht zu haben, dadurch teilweise sogar doppelte Wandbreite für die Stege, dafür weniger Nähte (weniger Daunenmigrationslöcher?)? Zumindestens kann ich "unten herum" keine Nähte erkennen. Oder täuscht da das Bild?

    Gruss Jörg

    Also ich hab dann mal weiter genäht, also aus Stoffresten die freien Seiten noch langen Dreiecken abgedeckt. Hier das Resultat:

    Da der Selva eher eine breite Mumienform statt wie der Wooki spitzer Sargform (oder Diamantform?) hat, reicht weniger Stoffbreite (weniger steiler Winkel. Bzw. ist sogar besser beim selva, wenn ich den nämlich komplett in Liegewinkel ausrichtete, müsste ich wie gesagt auch je eine Ecke des UQ überstehen lassen.

    Ich liege also asymmetrisch in der HM, der UQ hängt irgendwo auf halbem winkel, ohne, dass Schultern oder Füsse raushängen.


    Und mit eben jener angepassten Whippung (wie auch Treegirl mit dem Wooki) habe ich alle entscheidenden Teile der HM nun mit dem UQ gut abgedeckt, auch die unbelastete Fusseite liegt nun durch das Stoffdreieck ziemlich windabweisend an der 11ft-HM an. (Auch an 3m getestet, dort auch OK solange ich die Gummientlastungen durch die HM-Schlaufe himdurch an der Aufhängung straffe. Ich denke das ist für den Selva nun optimal.


    Wenn ich mir später noch mal einen UL-UQ bzw. Daunen-Thermomatte selber nähe, werde ich mich sicher auch an die Form und den Winkel des Wooki halten, den Bildern nach ist der genau in Liegerichtung zugeschnitten also konsequenter. Hier beim Selva ist aber der leichte Winkel der bessere Kompromiss.

    (Übrigens, mein Selva ist liegend mit Schneider-Bandmass unterm Hintern gemessen fast 130cm breit. Bequem aber eben auch extra Gewicht.)

    Mittagsfrost : Bist immer noch willkommen, aber mein Sohn hat heute für mich Probegelegen.


    Das differentielle Whippen mit 10cm Steigung war soweit gut, ist nicht mehr erheblich besser geworden.


    Die offenste Stelle ist immer noch die lange straffe HM-Wand gegenüber der Beine, dort hängt der UQ relativ lose, wenn man ihn nicht an die HM ran drückt oder umgekehrt. Anders gesagt, die Isolation ist dort bei lang vestreckten Beinen nicht wirksam/ nicht nötig, da kein Körperteil anliegt. Sobald man das Bein anwinkelt, schliesst sich die Öffnung.


    Das ist also keim grosses Problem, aber aus Interesse: beim Wooki ist das sicher dicht, dank der längeren Soffbahn und des schmaleren (leichteren) Isolations-Bereichs links und rechts der Beine? Hat das mal jemand (mit 2. Person drinnen liegend) fotografiert?

    Hab mir mal selber eine ungefähr mass(s)täbliche Verständnishilfe gezeichnet. Grundlage ist die KuFa Thermomatte, die ich mir genäht hatte, das Prinzip ist sicher aber auch für sonstige Arbeiten an der HM zB Daunen-UQ-Planung nützlich.


    Einen Rechen- und damit Zeichenfehler habe ich schon bemerkt:

    Das Männlein und der tatsächliche (3D-gewölbte) HM- und Isolationsbereich ist etwas zu klein geraten. Eher 1,70m statt 1,90m. Naja Alchemie war noch nie meine Stärke.


    Falls ihr weitere grobe Fehler (und ausser meiner Gummibeine) findet, lasst es mich wissen.


    Eine Seitenansicht dazu müsste man auch noch daneben stellen, da man in der Draufsicht die nicht unerheblichen Flächen der steilen, langen Wände leicht unterschätzt.

    Auch hängt ein Underquilt (Eigengewicht) unter einer gerade (straff) gespannten Seitenwand (ggü. Fussende) eben anders (bauchig) und kann somit Luftkanäle offen lassen, anders als zB. eine durchgesteppte Thermomatte.


    Besser noch wäre ein 3D-Model!!!

    :/

    Daheim in meinem Hängematten-Labor angekommen, habe ich mich noch mal mit dem Whippen befasst.

    Habe testweise das jeweils "innere" Stoffende (Kopf wie Fuss) um ca. 10cm kürzer gefasst, neu gefaltet und so verknotet. Dazu eine gedachte gerade Linie eingefasst, damit der Verlauf von links nach rechts erst mal gleichmäßig ist, also ohne Kantenbetonung oder so etwas.


    Der UQ hängt sofort näher der optimalen Asymmetrielinie, was sofort bequemer ist, die gewohnte leichte Seitenspannung an Schulter und Fussende lässt merklich nach und gleichzeitig sind auf der freien Seite keine grösseren Luftblasen mehr. Bin begeistert, v.a. weil das ohne das Annähen langer Stoffbahnen an den Seite geklappt hat.


    Zur Feinoptimierung muss ich sicher meinen Sohn auf Stundenbasis verpflichten. (30min ruhig liegen 5€ angemessen?) Die Steigung scheint ein Kompromiss zwischen Komfort und Lagestabilität. Auch die "Kantenstraffung" (+/-) werd ich ausprobieren (Seitenabschlüsse - Luftkanäle?). V.a. Bein Reinsetzen sollte der UQ nicht drunter "wegrutschen". Alles Arbeit, die die Freunde von W. schon hinter sich haben. (Cumulus sollte mir Gehalt zahlen!)

    Ich hatte es bei meiner Thermomatte ähnlich wie Wiedemeier (und paar andere) gemacht:


    Meine nächste KF-Thermomatte würde ich vorr. so nähen (bei Sooki im Prinzip analog):


    Erstmal eine innere Isoschicht, asymmetrisch für Oberkörper u. Hintern plus Übermass) mit einem 4-5cm Streifen umlappend 2cm vom Rand vernähen, dazu die 2-Wiedemeier-Handmethode. Also Stoff auf jeder (Apex-) Seite!


    Dann würde ich (mit Testliegen ala Mittagsfrost, irgendwann evtl. Masszeichnung) diese erste Iso-Bahn an die HM annähen. Ich würde zusätzlich an strategischen Stellen (mit Stoffflicken auf der freien Seite) durch die HM sogar durchsteppen, aber sparsam, nur punktweise.


    Dann würde ich eine zweite Isolierungsbahn inkl Aussenstoff in voller Breite und Länge vor-umnähen, umlappend ca 2cm, ggf. an sich selbst in groben Abständen versteppen.


    Und nach langem Probeliegen für entsprechendes Übermass die 2. Schicht anstecken und dann am Rand durchnähen. Immer mit der 2-Hand-Methode, auch wenns langsam ist.


    Wie viel Gewicht bringt der Sprühkleber übrigens ein?


    EDIT: Durchsteppen nur ausserhalb Hintern und Rücken, und immer nur für eine Schicht. Hab ich oben etwas unklar geschrieben.

    Breite vs schmale Schicht innen vs aussen kann andersherum auch besser sein. (?)

    Guten Morgen! Kurzer Statusbericht nach einer schönen Nacht auf der Insel. Hab unter dem Grilldach geschlafen (da trommelt der Regen nicht sondern sisselt schön aufs Dach).


    Vorneweg: TreeGirl du hast gut daran getan, mich davor zu warnen. So eine Modifikation empfiehlt man nicht eben mal so. Auch wenn ichs dennoch nicht lassen konnte, so hast du doch meine Sinne geschärft.


    Der Komfort ist vergleichbar vorher-nachher, oder leicht besser, da ich keine Kordeln mehr benötigt habe.

    Warm wars sowieso, habe meine schwere Thermomatte und den UQ gehabt.


    Zu Hause hatte ich meine Frau gebeten, sich rein zu legen, der nicht belastete Gegenüber-Beinbereich hängt auch hier noch leicht locker. An Sich kein Problem, denn wo fie Beine anliegen, ist ja Isolation gegeben. Hab dann den ganzen UQ noch mal straffer aufgehängt, m.E. aber dann zu straff. Mal sehen, ob ich das durch differenzielles Knoten der Stoffenden noch verbessert bekomme (2.Person). Da man sich auch mal auf die Seite legen will, muss man da sicher Kompromisse ermöglichen. (Ist die Stoffbahn eines guten Referenzprodukts übrigens prinzipiell elastisch, um unterschiedliche Körperhaltungen auszugleichen?)


    Das Annähen der gesamten Stoffbahn im Vgl. zu einzelnen Schläufchen finde ich übrigens einfacher. Und auch notfalls umkehrbarer. Da man weniger Endabschlüsse nähen muss. Auch ist ja immer diese leichte Welligkeit vorhanden, eine durchgehende (dünne!) Stoffbahn auf einer anderen (mit einem weichen 4cm Daunenwulst dazwischen) verschliesst m.E. Luftkanäle zw. UQ und HM ganz gut.


    Was mir dieses Experiment auch gezeigt hat, ist das (daunendichte) Nähen mit Microtexnadel und dünnem Garn. Man darf also gespannt bleiben, welche Langzeitwirkung das bei mir hinterlassen hat...

    ...konnte mich wie üblich nicht zurück halten und habe trotz Wrnungen Version 1a ausprobiert, allerdings weniger Stoff eingesetzt als ursprünglich gedacht, da der Cumulus breiter ist und von daher fast längs liegen kann, ohne einzuengen.

    Die differnziellen Whippings habe ich noch nicht vorgenommen, aber auch so bringst schon den Vorteil, dass ich die Ridgeline-Kordeln weglassen werde. Die Endenverzurrung ist immer noch möglich und empfiehlt sich nach wie vor.


    Bei Nachahmung folgende Fehler unbedingt vermeiden:

    - mit spitzer Schere oder Auftrenner hektisch herumwirbeln. (Huh, knapp!)

    - unterhalb verklemmte Daunenbereiche mit annähen (naja, beim ersten Mal...)



    Aber getreu Mittagsfrost 's Devise: Nur durch Fehler lernt man Hochachtung vor der Kunst!


    Bilder:

    Heute noch die Selva (unter dem neuen Gesichtspunkt etwaiger Verbesserungsmöglichkeiten) nochmal mit zwei verschiedenen Matten alles durchgecheckt. Eigentlich muss/kann ich sagen, dass es am Selva an sich nichts auszusetzen gibt, das UQ hängt an der 11ft Hängematte an sich ohne Probleme, wenn man die Enden zusätzlich zur Ridgeline "hoch" zieht, was (vom Kordelgewicht abgesehen) nicht wirklich stört. Einzig die Ridgeline muss gleich straff sein, um nicht jedes Mal neu ausrichten zu müssen (was ja an sich immer die Vorraussetzung für gute Passgenauigkeit ist). Also wie ich das auch im Sommer schon beschrieben habe (war nur unsicher geworden).


    Die kürzere 10ft HM geht auch (wenn Ridgeline straff), erzeugt etwas mehr Eingeengtheit am Fussende, v.a. da ich das Fussende dort deutlich höher hängen müsste, um nicht dort hin zu rutschen. Also das Problem ist nach wie vor die Hängematte, nicht das UQ.


    Aber: Durch die 4-Punkt-Aufhängung, das Eigengewicht des UQ und die differenzielle Dehnung der HM unter Menschenlast hängen die lose Stirnseiten etwas durch, und damit müssen die Kragen quer zur Hängerichtung halt zusammengezogen (verkürzt) werden, und spannen dadurch eventuell etwas (wieder mehr bei der kürzeren HM, wo die Füsse näher am UQ-Kragen liegen). Das Ridgeline-Hochhängen am Ende verringert dies aber beseitigt es nicht ganz.


    Wenn man die Stirnseiten aber Richtung Aufhängepunkte gleichmässig (allerdings asymmetrisch versetzt = verwhippt) hoch zieht, liegt der Kragen an, ohne zusammengezogen werden zu müssen. Man benötigt noch nicht einmal die gesamte Stofflänge (wie beim Wooki), um diese Aufhängung mit dem Selva zu ermöglichen. Ich werde das sicher (im anderen DIY-Faden) ausprobieren und dann berichten.


    Summa summarum: Asmmetrisch mit dem Cumulus geht, hat aber auch DIY-Verbesserungspotenzial! :)