Beiträge von Hammock Fairy

    Der Gewichtsvorteil der Daune gegenüber hochwertiger Kunstfaser ist heutzutage nicht mehr so groß.

    Das würde mich wundern. Welchen Trail Winder hast du, und was wiegt er? Ich würde schätzen, dass ein Synthetik-Quilt das 1,5-fache eines Daunen-Quilts wiegt. Und das bei einem kleineren Komfortbereich. Dazu kommt, das sich Synthetik im Vergleich zu Daune viel langsamer aufwärmt.

    Aber wieviele von euch machen hauptsächlich Kilometer lange Fußmärsche wo es zwingend aufs Gewicht ankommt?!

    Ich. Und da ich so verfroren bin, muss ich deutlich mehr Isolierung einpacken als ein Durchschnittsmann. 15 kg Rucksack Gewicht sind für mich das Äußerste - und selbst mit Daune habe ich im Sommer schon um die 14 kg. Bis sich das Gewichts-Leistungsverhältnis von Synthetik deutlich verbessert, kommt sie für mich leider nicht in Frage.

    Nein, die Clew-Aufhängung funktioniert definitiv nicht (gut) für den Incubator. Die Clew-Aufhängung ist eine partielle Wooki-Aufhängung: der Stoff wird durch Gummikordel ersetzt. Das funktioniert bei breiten Underquilts akzeptabel. Schmale Underquilts wie der Incubator müssen sich zumindest minimal mit dem Schläfer drehen damit der Kopf bzw. die Füße isoliert werden. Schon bei den 8 Gummikordeln der primären und sekundären Aufhängung dreht sich der Incubator nur schwer. Und je mehr Kordel ihn halten, desto weniger dreht er sich. Ich würde sagen, dass ein Underquilt mindestens 140 cm breit sein muss, um für eine Clew-Aufhängung geeignet zu sein.

    In two weeks, TreeGirl ? ;)

    Nee, two weeks = never. Auf das 2.4oz Hexon Wide warte ich noch heute... Ich mach das wirklich. Die passenden Materialien habe ich schon, und vor 3 Wochen habe ich meinen 2. Netzsocken genäht. Sobald ich meine Nähmaschine von der Wartung abgeholt habe, nähe ich an den angefangenen Projekten weiter. Nach 6 durchgearbeiteten Monaten brauche ich dringend Abwechslung und habe auch total Lust, lange geschmiedete Pläne endlich umzusetzen!

    Wie jetzt? Einfach quasi e1ne Double Layer bei der ein Layer aus Netz ist? Dann könnte man die ja also einfach rumdrehen und hätte eine ohne Netz. Das klingt gut.

    Genau. Wie gut das allerdings bei größeren Hängematten funktioniert, weiß ich nicht. Es gab bis vor 1 oder 2 Jahren eine hochgelobte Hängematte dieser Bauart, die ich gerne ausprobiert hätte: die Switchback. Allerdings war sie unverschämt teuer - teurer als die XLC - deshalb konnte ich mich nie zu einem Kauf durchringen. Ich wollte immer mal selbst so eine nähen, weiß aber nicht, ob die Switchback noch andere Features hatte. Vielleicht mache ich mich an die Arbeit, wenn ich meine angefangenen Projekte abgeschlossen habe.

    Meistens erledigt sich die Sache von selbst, wenn der Quilt-Interessent einmal den direkten Vergleich hatte. Ich hänge zu diesem Zweck meist eine Hängematte mit Wooki neben eine Hängematte mit Incubator. Dann werden die Prioritäten ganz schnell neu sortiert. Ich weiß wie gesagt, dass es Richtungswechsler gibt - und für die ist ein normaler Underquilt besser geeignet. Aber in den allermeisten Fällen wollen sich die Leute einfach alle Optionen offen halten. Das ist möglich, aber immer nur ein Kompromiss. Es gibt leider immer noch keine eierlegenden Wollmilchsäue, so praktisch wie das auch wäre. Deshalb sollte man sich bewusst sein, welchen Preis man für diese Flexibilität zahlt.

    Wenn es Daune sein muss, aber kein Wooki sein darf: HammockGear Incubator, Locolibre Habanero bzw. Carolina Reaper oder UGQ Zeppelin. Dabei geht es weniger um das Design sondern mehr um die Details. Passen tun sie alle gleich gut bzw. schlecht.

    Wenn es Synthetik sein darf: den Trail Winder von Simply Light Designs kann man symmetrisch bestellen.

    Wenn es meine Freunde wären, würde ich ihnen klar machen, welchen Einfluss die Passform auf den Liegekomfort und die Effektivität hat, und würde fragen, wie wichtig es wirklich ist die Richtung zu wechseln. Schläfer, die während der Nacht die Richtung wechseln sind meiner Erfahrung nach selten. Meistens ist die Bedingung "ich will die Liegerichtung wechseln können" nur eine Kopfsache - ähnlich wie "ich will meine Hängematte auch auf dem Boden benutzen können wenn es keine Bäume gibt".

    Ich habe noch keine chinesischen Brückenhängematten gesehen.

    Nur dazu ein Moskitonetz mit Reißverschluss traue ich mir nicht zu.


    Ggfs eine China HM mit Netz zu holen, das Netz abtrennen und bei einer hochwertigeren HM einnähen.

    Wenn es so eine Hängematte gäbe, bräuchtest du das Netz nicht abzutrennen. Das Problem mit den Chinamatten ist, dass sie so ziemlich alle zu kurz sind. Das heißt, dass auch das Netz kurz ist, und sich nicht einfach auf eine längere Hängematte transferieren lässt. Wenn du schon so viel Aufwand betreibst, dann kannst du auch gleich die ganze Hängematte selbst nähen.

    Das einfachste Design ist es, ein Netz in der gleichen Größe der Hängematte auf die Hängematte zu nähen - wie es z.B. DD bei der Frontline macht - nur größer, z.B. 340 cm x 150 cm. Der Vorteil ist, dass es einfach zu nähen ist, und man wenig falsch machen kann. Der Nachteil ist, dass man das Netz separat hochspannen muss, weil es nicht von automatisch von der Ridgeline gespannt wird. Natürlich wiegt ein so großes Netz mehr, und das Packvolumen ist größer. Dafür hast du aber viel Raum in der Hängematte.

    Hammock Fairy Wie muss eine Wooki denn gepflegt werden? Auf deiner Seite hab ich nichts dazu gefunden. Daune sollte generell nicht komprimiert gelagert werden?

    Der Wooki muss genauso wie jeder hochwertige Daunen-Schlafsack behandelt werden. D.h. den trockenen (!) Wooki nur luftig, trocken und so wenig komprimiert wie möglich lagern. Bisher musste ich meine Wookis noch nie waschen, aber ich würde mich an die Anleitungen der großen Hersteller halten - oder ihn vom Fachmann reinigen lassen.

    bzw mein Sommer UQ ist sogar leichter als der 20° Wooki

    Je dünner der Quilt ist, desto besser funktioniert Climashield. Ab 30°F wird die Daunenmenge so gering, dass sie immer leichter verrutscht und Kältepunkte entstehen. Das passiert mit Climashield nicht.

    Wenn der synthetische Sommer-Underquilt allerdings leichter ist, als der 20° Wooki, hat er aber auch nicht die gleiche Leistung. Das macht sich aber erst bemerkbar, wenn die Temperaturen sich Richtung Untergrenze bewegen.

    Update 12.10.2020

    Mittlerweile habe ich einen Sooki mit Sprühkleber genäht. Es ist ein funktionsfähiger Underquilt dabei heraus gekommen, aber der handwerklich schlechteste.

    Positiv war, dass der Kleber die Schichten tatsächlich gut fixiert hat, und die Nähmaschine nicht verklebt hat.

    Negativ war, dass es eine Sauerei war, und sich die Kanten und Ecken nicht gut genug fixieren ließen. Auf der Sprühdose steht, dass man den Kleber aus 25 cm bis 30 cm Entfernung sehr dünn auftragen soll. Die Entfernung habe ich wohl einige mal unterschritten, weil ich an einigen Stellen nicht überall Kleber haben wollte. An einigen Stellen ist die Klebeschicht etwas dicker geraten. Das Ergebnis war, dass der Kleber auch nach 2x waschen noch nicht komplett verschwunden ist.

    Fazit: Wenn ich noch mal klebe, dann nur auf den Flächen um ein generelles Verrutschen zu erschweren. Die Ecken und Kanten werde ich beim nächsten Underquilt wieder heften, bzw. werde ich versuchen, Magnete für die Fixierung zu verwenden.

    Gibt es denn eine Anleitung zu Stoffe, Garn, Füllung und Vorgehensweise?

    Such mal nach Sooki. Das Prinzip ist einfach: die Außenhülle wird mit der gewünschten Stärke Apex auf den Trägerstoff genäht. Der Teufel steckt aber im Detail. Wie lang soll die Trägerschicht sein? Welche Form soll die Isolierung haben? An welcher Stelle soll sie aufgebracht werden? Und ich musste auch bei meinem 3. Sooki mit dem Climashield Apex kämpfen. Ich kann nur immer wiederholen: DIY macht man nicht um Geld zu sparen, sondern weil man Spaß daran hat. Ich habe noch nie etwas genäht, was auf Anhieb gepasst hat. Bei jeder Runde lerne ich etwas neues, was ich dann beim nächsten Versuch anwende. Selbst bei der hundertzwanzigsten netzlosen Hängematte.

    Wenn du einfach nur einen Underquilt haben willst, spar lieber etwas und bestell dir was du haben willst. DIY ist erfahrungsgemäß ein Fass ohne Boden :rolleyes:

    Das sind 456€ für einen Clon?! 8|

    Daunenquilts sind sehr arbeitsaufwändig. Einen Climashield-Wooki-Klon könntest du mit viel Übung in 3 Stunden nähen. Aber ein Daunenquilt hat viel mehr Schritte. Das Outsourcing der Produktion nach Fernost hat dafür gesorgt, dass die meisten Leute keine realistische Wertvorstellung mehr haben. Stell dir vor, du würdest einen Handwerker beauftragen, dir ein Bett zu bauen. Dann erscheinen 456 € plötzlich günstig :)

    Und "Klon" ist ja nichts schlechtes. Fast alle Gegenstände sind keine Neuerfindungen, sondern allenfalls leicht veränderte Klone von bereits existierenden Designs. Auch Warbonnet hat das Wooki-Design nicht erfunden, sondern auf einem existierenden Design aufgebaut.

    Wooki ist natürlich krass (konnte ich ja selbst erleben), aber A teurer als meine Neue Matte, samt Zubehör,

    Daunenunderquilts sind bedingt durch die Füllung teuer. Dazu kommen die Importkosten. Wobei die in Europa gefertigte Version ähnlich teuer ist. Der Underquilt ist - abgesehen vielleicht vom Topquilt - der teuerste Ausrüstungsgegenstand. Auch mein Wooki war teurer als meine XLC.

    und B ja aktuell quasi nicht zu bekommen.

    Ich sollte später diese Woche welche im Shop haben. Die werden allerdings schnell weg sein.

    Jemand einen europäisch-erhältlichen-UQ als Tipp?

    Im Wooki-Stil offiziell nicht. Frag mal bei echinotrix - der hat vielleicht noch einen Prototypen.

    Hat jemand schonmal einen billig-Underquilt (Amazon) von Geertop, Lixada, OneTigris, oder wie sie alle heißen, an einer WB XLC oder ähnlichem ausprobiert?

    Schau dir an, wie der jeweilige Underquilt geschnitten ist. Einen rechteckig oder trapezförmig geschnittenen Underquilt kann man halbwegs anpassen. Aber Finger weg von allen vorgeformten Underquilts. Die können sich nicht mehr an die Hängematte anpassen.