Zunächst zum "leg shelf", mein Deckenschlafsack verjüngt sich ebenfalls zum Fußende hin. Die Kammern werden schmaler, allerdings gleichmäßig. Wäre natürlich toll wenn ich dadurch auch den "leg shelf"-Effekt erzielen könnte.
Wie Waldläufer70 schon schrieb: die Kammern wechseln an einem Punkt die Breite. Ich glaube außerdem, dass diese Verjüngung nicht dadurch passiert, dass die Stege näher zusammen genäht werden, sondern durch Abnäher in der inneren Hülle. Und ich vermute weiterhin, dass diese Abnäher für den Knick verantwortlich sind. Um den Effekt bei deiner Decke zu erzielen, müsstest du die Abnäher auf der nach außen weisenden Seite (rechts) machen, denn die nach innen weisende Seite (links) erreichst du nicht ohne den Quilt zu öffnen. Wie gut der Effekt bei durchgenähten Kammern funktioniert, kann ich nicht einschätzen.
Ich habe auch über eine Clew-suspension nachgedacht, möchte aber lieber die klassische Variante ausprobieren. Die Clew ist schwieriger in der Länge und Diagonalität zu verstellen und ich habe verschieden Lange und Breite Hängematten. Außerdem möchte ich ihn im Winter unter meinem Winter-Wooki nutzen.
Das ist ja gerade der Clou an der Clew: die Clew funktioniert nur mit Quilts wirklich gut, die nicht sehr viel schmaler als die Hängematte sind, weil sich die Clew nicht diagonal drehen lässt. Wenn der Quilt breit genug ist, muss er sich nicht drehen! Genau das macht einen Quilt mit Clew-Aufhängung so bequem.
In der Länge ist ein Clew-Underquilt genauso einfach zu verstellen wie ein normaler Underquilt oder ein Wooki. Wenn du die Clew an die kürzeste Hängematte anpasst, die du damit verwenden willst, brauchst du anschließend einfach nur eine Verlängerungskordel in das Ende der Clew einzuhängen. Das ist dasselbe Prinzip wie beim Wooki.
Es sollte auch kein Problem sein, den Clew-Quilt unter dem Wooki zu nutzen. Ich habe zwei Wookis problemlos übereinander gehängt. Natürlich wird der innere Underquilt stärker komprimiert. Dafür füllt er aber jede noch so kleine Luftkammer aus.
Nach der tatsächlich gemessenen Breite habe ich gefragt weil die Angabe auf der HG Website vielleicht ebenfalls platt gemessen ist.
Was würde es dir bringen, wenn die Breite nicht platt gemessen wurde? Soweit ich weiß, werden die Maße immer von der ungefüllten Hülle abgenommen. Und so müsstest du es ja bei deiner Decke auch machen, bzw. sie platt gedrückt vermessen.
Ich möchte außerdem noch eine kleine Theorie aufstellen. Durchgenähte Längskammern eines nicht-differential geschnittenen Deckenschlafsacks funktionieren ähnlich wie ein differential geschnittener H-Kammern Underquilt. Steile These, ich weiß.
In der Tat eine steile These. Mit Luftmatratzen mag das funktionieren - aber da wird auch ein Innendruck erzeugt, der verhindert, dass die Kammern zusammen gedrückt werden. Mit deiner Daunenfüllung erreichst du so etwas mit Sicherheit nicht. Aber mach ein einfaches Experiment: leg dir die Decke über die Schultern, und zieh links und rechts an den Seiten, so dass sie ähnlich anliegt, wie es der fertige Quilt soll. Ich fürchte, da wird die Decke ziemlich platt zusammen gezogen.
Um einen differentiellen Schnitt zu bekommen, könntest du wiederum Abnäher auf der Innenseite machen. Damit wird die innere Hülle schmaler als die äußere Hülle, und die äußere Hülle kann selbst bei gespannter innerer Hülle nicht mehr komplett an die innere Hülle gezogen werden.