Beiträge von Hammock Fairy

    Ich nutze seit Jahren (P)Icaridin und strategisch aufgetragen hat es mich zu fast 100% geschützt. Zeckenstiche hatte ich immer nur dann, wenn ich es vergessen hatte - oder an ungeschützten Stellen. DEET habe ich nur in Südostasien und Indien verwendet, um besser gegen Malariamücken geschützt zu sein. Dabei sind mir einige Kunststoffteile an Schuhen und Kleidung geschmolzen. Da ich Mückenschutzmittel lieber auf Schuhe und Kleidung auftrage als auf Haut, verwende ich außerhalb von Malariagebieten Icaridin-haltige Sprays. Da ich den Insektenschutz zu 95% der Zeit nur gegen Zecken brauche, reicht es meine Schuhe bzw. Wanderstiefel und die Hosenbeine einzusprühen. Wenn ich mit den Händen Bodenkontakt habe (z.B. beim gärtnern), sprühe ich auch die Unterarme ein.

    Im Übrigen kaufe ich auf Grund des Preisunterschieds meist die Icaridin-haltigen Eigenmarken der Drogerien und habe festgestellt, dass die billigsten und angeblich am kürzesten wirksamen Varianten die höchste Icaridin-Konzentration haben (20%). Warum mehr Icaridin weniger lang wirken soll erschließt sich mir nicht - und bei mir reicht eine Sprayaktion pro Tag zuverlässig aus. Dabei bin ich ein Zeckenmagnet.

    Ich bin auf unbeschichtetes Titangeschirr umgestiegen weil Aluminium nicht gesundheitsförderlich ist und säurehaltige Lebensmittel (z.B. Tomatensauce) schlecht schmecken. Beschichtungen - vor allem wenn sie leicht beschädigt werden können - sind auch schädlich (Stichwort Mikroplastik), und werden schnell zu hoch erhitzt. Vielleicht gibt es gute Beschichtungen, aber ich kenne mich zu wenig mit der Materie aus, um Vertrauen zu haben. Wenn es auf das Gewicht ankommt, erhitze ich eigentlich nur Tütenfutter. Und wenn ich richtig kochen will, kommt es auf das Gewicht meist nicht an, so dass ich Gusseisen, Karbonstahl oder Edelstahl verwenden kann.

    Ich habe die Sunset Saddle Bags, benutze sie aber nie beim Wandern, weil mir der aufgehängte Rucksack reicht und ich ohnehin schon zuviel Kram mitschleppe. Wenn, dann nutze ich sie nur beim Camping - wobei ich meist vergesse, sie einzupacken und dann einfach eine Ripstoptasche an das Fußende der Hängematte hänge.

    Dass der Hersteller auf seine whoopie Aufhängung besteht, finde ich schade. Auf den Bildern auf der Homepage und in Shugs Video zur Aufhängung sieht das nach einem ganz normalen Ankerstich durch den Tunnel aus, nur dass er die RL noch mit in die whoopie integriert hat. Finde ich jetzt nicht so revolutionär und meiner Meinung nach kann das Liegegefühl dadurch nicht beeinflusst werden..

    Die Aufhängung ist schon etwas ungewöhnlich: soweit ich es erkennen kann, besteht sie aus einer Continuous Loop, die wohl mit Hilfe eines Prusiks an der Whoopie Sling / Ridgeline befestigt ist. Das heißt zumindest, dass die Ridgeline höher sitzt, und damit länger sein muss, als wenn sie direkt an der Hängematte angebracht wäre. Ich vermute, dass das das Liegegefühl beeinflussen könnte. Weiterhin verändert sich die Dynamik anders, wenn der Aufhängewinkel flacher ist. Aber ob das so einen großen Unterschied macht? Ich bin mir nicht sicher. Ich hatte halt den Eindruck, dass die Hängematte bei einem weiten Aufhängeabstand (draußen) bequemer war. Aber letztendlich muss ich noch mehr damit herum spielen.

    Hab grad nochmal nachgemessen, meine Canvas Hängematte, in der ich seit 6 Monaten schlafe, ist taatsächlich nur 283 x 116 groß.

    Das bedeutet, dass du die Hängematte sehr straff aufhängen musst um gerade liegen zu können, und auch nicht sehr diagonal liegst bzw. liegen kannst. Du bist ungefähr so groß wie ich (165 cm), und bei normalen GE-Hängematten ohne spezielle Features brauche ich ca. 320 cm x 160 cm um bequem liegen zu können. Bei schmaleren Hängematten komme ich sehr dicht an die Kanten und kann mich nicht mehr so diagonal legen wie ich es eigentlich will. Zuhause schlafe ich gerne in 350 cm x 180-200 cm großen DIY-Hängematten. Da kann ich mich ohne Einschränkungen bewegen wie ich will, und alles bleibt in der Hängematte.

    Ist der Stoff denn wasserabweisend?

    Ungewaschen sind alle Stoffe wasserabweisend. Einmal gewaschen nicht mehr so stark.

    Was also könnte sie für viele so bequem machen? Die Breite? Stoff und Schnitt sind es dann ja wohl nicht. Oder es ist das extra Mosquitonetz, welches die Geometrie unverändert lässt?

    Meiner Meinung nach: der Reiz des Neuen. Ich finde das Design nicht revolutionär. Meist finde ich eine simple Hängematte mit passenden Maßen aus einem guten Stoff bequemer. Aber vielleicht bin ich auch zu sehr Gewohnheitstier.

    Um den Hangcon-Thread nicht entgleisen zu lassen, habe ich die Fragen zur Majestic Hammock in ein eigenes Thema ausgelagert.

    Ich habe die Majestic Hammock erst seit ein paar Tagen und bin bisher gespaltener Meinung. Nach längerem Hin und Her habe ich mich für eine 10.5' und eine 11' Hängematte aus 1.9 oz Ripstop entschieden. Eigentlich wollte ich 11' und 11.5' bestellen, aber Kory hat mir stark davon abgeraten und 10' empfohlen. Da ich aber bisher nur eine einzige 10' Hängematte gefunden habe, die ich bequem finde, habe ich mich schließlich nur auf 10.5' und 11' herunter handeln lassen. Und nach 3 Nächten in der 10.5' langen Majestic Hammock, bin ich froh, die Länge nicht kürzer gewählt zu haben.

    Zum Vergleich: die effektive Länge der 10.5' Majestic Hammock entspricht der Warbonnet XLC - und in der verbringe ich pro Jahr bestimmt 100+ Nächte.

    Auch der 1.9 oz Ripstop ist mir gut bekannt, und gehört zu meinen Lieblingsstoffen.

    Ich wollte die Majestic Hammocks eigentlich ohne Whoopie Slings bestellen, weil ich mich damit nicht anfreunden kann (zu umständlich, zu lang, nicht so einfach zu verstellen) - aber Kory hat es abgelehnt, die Hängematten nur mit Continuous Loops zu verkaufen. Und da ich mir nicht sicher war, ob die Whoopie Slings für den Liegekomfort notwendig sind, habe ich mich eben darauf eingelassen.

    Als ich die Hängematten vom Zoll abgeholt hatte, habe ich die 10.5' gleich mal auf dem Spielplatz aufgehängt (das war die erstbeste Gelegenheit). Da schien sie mir in der Tat sehr bequem zu sein. Meine Nichte (11) und mein Neffe (8) haben sich gleich dazu gelegt, und das hat sie locker ausgehalten.

    Zu Hause an meinem Schlafplatz hatte ich aber etwas Probleme mit der Aufhängung, weil meine Befestigungen nicht auf die Mindestlänge der Whoopie Slings ausgelegt sind. Es ist also durchaus möglich, um nicht zu sagen wahrscheinlich, dass ich den Sweet Spot nicht gefunden habe. Ich habe nicht schlecht geschlafen, aber auch nicht super gut. Ich hatte das Gefühl, keine gute Kopfposition finden zu können. Allerdings muss ich anmerken, dass ich nach sehr langer Zeit mal wieder meinen Hammock Gear Incubator benutzt habe, weil die Form zur Majestic Hammock zu passen schien. Es ist gut möglich, dass der Incubator für mein Liegegefühl verantwortlich war.

    In der nächsten Nacht habe ich den Aufhängewinkel etwas verändert und meinen Wooki darunter gehängt, was aber nur wenig Verbesserung brachte. Versuchsweise habe ich die Whoopie Slings durch Continous Loops ersetzt und die Hängematte ohne Ridgeline verwendet: keine Besserung. Momentan bin ich zu einer meiner eigenen Standardhängematten zurück gekehrt, um sozusagen zu "resetten". Als nächstes werde ich die 11' testen.

    Was die Konstruktion betrifft: sie ist nicht so außergewöhnlich wie es in den Videos den Anschein hat. Um die Liegefläche breiter zu machen, sind beidseitig Streifen mit einer schönen Kappnaht angenäht. In der Mitte der Streifen gibt es auf jeder Seite eine Tasche, die ich aber vermutlich nicht nutzen werde, weil dieser Teil der Hängematte nicht zuverlässig gespannt wird. Ungewöhnlich ist, dass die Tunnelzüge für die Aufhängung nicht von einer Seite zur anderen durchgehen, sondern ein paar Zentimeter vorher enden, weil an den langen Seiten auch Tunnelzüge eingenäht sind, durch die eine recht kräftige Gummikordel läuft. Diese lässt sich mit Hilfe von zwei Kordelstoppern verstellen, so dass man kontrollieren kann, wie stark die Seiten hochgezogen werden.

    Hat das einen Einfluss auf den Liegekomfort? Ich bin mir nicht sicher. Zumindest wird mit dieser Konstruktion die übliche harte Kante abgemildert, die mich aber bei ausreichend breiten Hängematten nie gestört hat. Evtl. ist dieses Feature aber für Leute gut, die sich über losen Stoff aufregen (das hat mich aber auch nie gestört). Das einzige für mich sinnvolle Resultat ist, dass der Top Quilt so nicht aus der Hängematte rutscht. Am Kopf stört mich der hochgezogene Stoff aber eher, weil er mir ins Gesicht hängt. Ich habe die Spannung auf der Kopfseite deshalb gelockert.

    Handwerklich sind die Hängematten erstklassig genäht. Leider sind die Packsäcke für meinen Geschmack zu klein. Man muss schon stopfen, um alles wieder in den Beutel zu kriegen. Und ich frage mich immer, warum so viele Hersteller nicht berücksichtigen, dass man das Moskitonetz nicht jedes mal abnehmen und separat verpacken will. Ich ziehe große Packsäcke vor, in die man Hängematte und Netz ohne Stopfen eingepackt bekommt. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau.

    Und noch eine letzte Anmerkung: das Majestic Set-Up ist definitiv nichts für Grammzähler. Vor allem die Gurte gehören nicht zu den Leichtgewichten. Allerdings lässt sich die Hängematte abspecken. Die Aufhängung ist meiner Meinung nach austauschbar - der Packsack sowieso.

    Wird die Majestic Hammock (eine) meine(r) Lieblingshängematte(n)? Momentan habe ich nicht den Eindruck. Allerdings ist die Konkurrenz auch sehr stark. Für jemand anderen mag es das Nonplusultra-Design sein.

    Ich habe es zwar nicht zur Hangcon geschafft, habe aber sowohl eine Majestic Hammock als auch eine Helsdon Hammock (die damals noch als Eureka Chrysalis verkauft wurde). Ich versuche zum Inseltreffen zu kommen und könnte beide Hängematten mitbringen.