Beiträge von Hammock Fairy

    Problem:

    HM-Aufhängung viel zu straff gespannt... Beetle Buckle unter viel zu starker Spannung nicht zu lösen. ;(

    Lösung:

    Aufhängung nicht mehr so straff spannen!

    Wenn die Aufhängung so stark gespannt ist, dass sich die Klemmschnallen nicht mehr lösen lassen, ist der Aufhängewinkel zu flach. Die Beetle Buckles sind ultraleichte Klemmschnallen und nicht so stark belastbar wie z.B. Klemmschnallen aus dickem Stahl. Dutch gibt eine Kapazität von 136 kg bei einem Aufhängewinkel von 30° an. Die Bruchkraft dürfte zwar deutlich höher liegen, aber bei wesentlich flacheren Aufhängewinkeln dürfte man schnell an die Grenzen kommen. Auch den Bäumen zuliebe sollte man den Aufhängewinkel nur so flach wie nötig wählen.

    Wer auch unter normalen Bedingungen Probleme hat, die Beetle Buckles zu lösen, kann es wie Warbonnet machen und eine Kordelschlaufe durch das Loch der oberen Schnallenhälfte ziehen und eine Zugschlaufe knoten:

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    Richtig. Warbonnet hat 70D auslaufen lassen und mit 40D ersetzt. Für die meisten Nutzer zählt leider nur das Gewicht und nicht der Liegekomfort. Ich habe noch ein paar braune 70D Hängematten auf Lager, aber wenn die weg sind, gibt es nur noch 40D.

    Es würde mich interessieren, ob es mit Hängemattenstoffen genauso gut geht, denn hier war mir eine hohe Passgenauigkeit extrem wichtig. Sonst ist am Ende eine der Lagen länger und trägt kein bzw. weniger Gewicht. Dazu kommt das Problem, dass die meisten Stoffe etwas verzogen von der Rolle kommen.

    Ich habe schon überlegt, ob man sich eine Klemmvorrichtung bauen könnte, in die man den Stoff einspannt und anschließend umklappt. Letztendlich war es aber einfacher zu heften.

    Klebeband würde ich nur dann verwenden, wenn es sich komplett heraus waschen lässt, und die Nähmaschine nicht verklebt (so geschehen bei selbstklebendem Klettband -- ich sag nur: NIE WIEDER!). Ich bin mir auch nicht sicher, wie gut das Preis-Leistungsverhältnis ist. Aber wenn man nur 1 Hängematte näht, sind die Kosten vermutlich vernachlässigbar.

    Nur heiß abgeschnitten geht, sieht aber bescheiden aus, und bietet keinen Widerstand gegen das Herausrutschen des evtl. zu lose zusammengebundenen Stoffs.

    Wenn du die Hängematte definitiv immer nur whippen möchtest, ist ein einfacher Saum ausreichend. Ein Saum ist aber der gleiche Aufwand wie ein Tunnelzug. Wenn du nicht mit Material geizen musst (ein Tunnelzug verbraucht mehr Länge als ein Saum), kannst du dir mit einem Tunnelzug die Option auf einen Warbonnet Whip offen halten.

    hast du schonmal eine double Layer genäht ? Wird das ganze dann auf der 'geschlossenen' Seite quasi miteinander versäumt und auf der 'offenen' Seite jeweils einzeln versäumt ?

    Es gibt verschiedene Techniken. Ich habe meine doppellagigen Hängematten bisher auf zwei Arten genäht.

    Double Layer mit Öffnungen auf beiden Seiten:

    • ein Stück Stoff der Länge 2 x Endlänge + 4 x Tunnelzugbreite + 2 x Saumzugabe
    • Webkante sauber abschneiden (am schönsten ist das mit einem Heißschneider)
    • beide langen Seiten säumen
    • Stoff auf die Hälfte falten
    • am offenen Ende einen Tunnelzug mit doppeltem Umschlag abstecken
    • für einen Warbonnet Whip eine Naht, für einen lasttragenden Tunnelzug drei Nähte setzen
    • am geschlossenen Ende einen Tunnelzug mit einfachem Umschlag abstecken
    • mit einer bzw. drei Nähten festnähen
    • beide offene Seiten mit einer oder zwei Öffnungen vernähen

    Double Layer mit Öffnungen auf einer Seite:

    • ein Stück Stoff der Länge 2 x Endlänge + 4 x Tunnelzugbreite + 2 x Saumzugabe
    • Webkante sauber abschneiden
    • eine lange Seite säumen
    • Stoff auf die Hälfte falten, so dass die linke Seite nach Außen zeigt
    • ungesäumte Seite zusammen nähen
    • auf rechts drehen und eine zweite Naht setzen, so dass die Schnittkante eingenäht ist
    • dann wie oben weiter machen

    Es gibt sicherlich noch andere Herangehensweisen. Das mit Abstand Schwierigste ist es, die Tunnelzüge so zu falten und zu vernähen, dass sie sich nicht gegeneinander verschieben. Meine erste DL Hängematte habe ich mehrmals aufgetrennt, weil sich der Stoff immer wieder verschoben hat. Deshalb habe ich angefangen, mit Hilfe des Ripstopmusters vorzuheften. Das ist zwar langsam, aber es erspart eine Menge Wutausbrüche. Falls du eine Möglichkeit findest, den doppellagigen Tunnelzug ohne Heften sauber zu falten und zu nähen, bin ich ganz Ohr.

    Und da ich auch noch in keiner Warbonnet gelegen habe denke ich immernoch, an dem bisschen Stoff wippen kann sich nicht so viel dran sein ;) . Aber vor dem Moskitonetz nähen bin ich zurückgeschreckt.

    Die Magie steckt nicht allein im Whipping, sondern vor allem im Schnitt des Netzes bzw. des Topcovers. Einen netzlosen Warbonnet-Klon nähen ist simpel. Einen Eldorado- oder gar XLC-Klon nähen ist dagegen sehr schwierig. Siehe z.B. hier. Aber einfach eine Hängematte mit integriertem Netz nähen sollte mit ausreichend Geduld kein Problem sein.

    wow das sieht ja klasse aus.... aber mal ehrlich, wie hält sich das oder der Tensa4 denn in Waage? Sieht es was wackelig aus.

    Wenn deine Abspannung nicht wackelig ist, ist der Tensa4 auch nicht wackelig. Das Design ist das derzeit Beste auf dem Markt.

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    Zudem bräuchte ich dann noch das jeweilige Zubehör. Da stellt sich mir die Frage sind die UL Varianten (z.B. von Amazonas die Adventurerope oder Microrope oder vergleichbare) wirklich brauchbar oder sollte man doch den Platzkompromiss eingehen und "richtige" Baumgurte mit einzelnen Einhängeschlaufen nehmen?

    Seile um den Baum: :thumbdown::thumbdown::thumbdown:

    Zumindest ein kurzer Baumgurt ist Pflicht. Wenn Packvolumen und Gewicht oberste Priorität haben, bieten sich UHMWPE (wie z.B. Dyneema) Gurte an. Die sind allerdings teurer als Polyestergurte. Wie schon geschrieben: leicht, billig, robust -- du musst dich für 2 Kriterien entscheiden.

    Die Vorteile m.M.n.:

    - superleicht (5-6g)

    - super stabil

    - Karabiner und Raffung in einem

    - kann die Aufhängung (ebenfalls aus Dyneema) nicht beschädigen

    20 cm Ø 1,5 mm oder 2 mm stinknormale Polyesterkordel wiegt auch nicht mehr, und ist für diesen Einsatzzweck stabil genug (vermutlich reisst auch hier der Underquilt lange vor der Kordel - bei Dyneema auf jeden Fall), und die Aufhängung wird ebenfalls nicht beschädigt. Aber wenn es Dyneema sein muss, damit du dich besser fühlst dann mach es so.