Beiträge von Hammock Fairy

    Um in der Lage zu sein, wirklich von Eurer Erfahrung zu profitieren, und bewusst auszuwählen zu können, müsste ich mal verstehen, wie lange die GE Matten sind, die ich bisher kenne.


    Wie messen?

    Wie du schon festgestellt hast, gibt es verschiedene Möglichkeiten zu messen, und jeder Hersteller hat seine eigene Methode. Wenn es primär darum geht, den Liegekomfort abzuschätzen (soweit dies möglich ist, weil es noch viele andere Faktoren gibt), ist eigentlich nur die Länge des Stoffes wichtig, der sich auffächern kann.

    Gibt es eine verbreitete Vorstellung, was sich selbst hinter den Bezeichnungen bestimmter Hersteller verbirgt?

    Nein, jeder Hersteller misst anders. Im Zweifelsfall musst du eben nachfragen.

    Wie lange sind deren Matten? Um mal einen namhaften Hersteller zu nennen, da werden verschiedene Grössen wie folgt bezeichnet: Cub, Scout, Expedition, Explorer XL, Safari. Hat jemand das mal gemessen und zusammengetragen?

    Ich glaube kaum, dass jemand alle Hängematten nachgemessen hat, denn dazu müsste man erst mal alle besitzen. Zur groben Auswahl reicht es aber, die Herstellerangaben zu benutzen. Hennessy gibt immerhin die Stoffmaße (Bottom Fabric Dimensions) und die maximal empfohlene Körpergröße an.

    Cub: 274 cm x 147 cm (bis Körpergröße 163 cm)

    Scout: 284 cm x 150 cm (bis Körpergröße 173 cm)

    Expedition: 305 cm x 150 cm (bis Körpergröße 183 cm)

    Explorer XL: 330 cm x 150 cm (bis Körpergröße 213 cm)

    Safari: 361 cm x 150 cm (bis Körpergröße 213 cm)

    Ob es sich bei den Stoffmaßen um die Rohmaße oder um die Endmaße handelt, und ob bei den Endmaßen das Whipping mit eingerechnet wird (soweit ich weiß nein), müsstest du bei Hennessy erfragen. Einen exakten Längenvergleich bekommst du aber ohnehin nur, wenn du selbst nachmisst.

    Wie lang sind die Matten anderer Hersteller? Auch da gibt es Bezeichnungen für die Grösse, z.B. WBBB, WBBBXL?

    Wie gesagt hat da bisher keiner eine Übersicht zusammengestellt. Vermutlich weil es eine Heidenarbeit ist und man eine Menge Geld ausgeben muss. Und die Frage ist: was bringen dir die exakten Maße? Selbst wenn du weißt, dass eine Warbonnet XLC eine "Fächerlänge" von 320 cm hat, und eine Explorer XL 310 cm, kannst du die beiden Matten wegen der total unterschiedlichen Konstruktion dennoch nicht nur auf Grund der Länge vergleichen. Da hilft leider nur ausprobieren.

    Anmerkung: der Thread heißt "Kurze Frage - kurze Antwort" - nicht "Lange Fragen - lange Antworten". Der Übersichtlichkeit halber habe ich die Fragen in einen neuen Thread verschoben, aber bitte erstelle doch in Zukunft einen eigenen Thread wenn du mehrere Fragen hast und mehrere, ausführliche Antworten erwartest. Danke!

    Habt Ihr unterschiedliche Stärken dabei, um die Ridgeline und die HM-Aufhängung zu verlängern?

    Ich gehe davon aus, dass es sich um die Tarp-Ridgeline handelt? Ich habe immer mehrere Lash-It / Zing-It Dog Bones dabei, um die Abspannleinen verlängern zu können. Da ich für die Aufhängung Half Bones mit Stingerz verwende, die ich verlängern kann in dem ich sie von der > auf die o---- Konfiguration umbaue, habe ich eigentlich keinen Verlängerungsbedarf in dieser Hinsicht. Wenn ich davon ausgehe, dass die Bäume weiter auseinander stehen als meine Hängematten-Aufhängung reicht, packe ich zusätzlich AmSteel Dog Bones ein.

    Wenn die Länge deiner Hängemattenaufhängung nicht ausreicht, dürfte auch die Länge deiner Tarpaufhängung knapp werden. Insofern wäre es sicherer die jeweiligen Verlängerungen dabei zu haben.

    was ist so die "Standardlänge"

    Für die Lash-It / Zing-It Dog Bones habe ich 2 x 100 cm, 2 x 150 cm und 2 x 200 cm dabei, und auch häufig im Einsatz, weil ich gerne zu anderen Bäumen hin abspanne. Für die Hängemattenaufhängung hängt es etwas von den erwarteten Umständen ab. Bei Abständen von über 8 m würde ich wohl 200 cm AmSteel Dog Bones einpacken.

    ist es bei einem locked Brummel wichtig, wie lang der Bury ist? Nimmt nicht der locked Brummel die meiste Kraft auf? In dem o.g. Vid ist es so , dass pro Seite fast bis zur Mitte gespleißt wurde. Ist das wirklicht nötig? Bei einem Whoopi Sling sagt man mind. 22 cm für den Bury der verstellbaren Seit, aber da gibt es auch keinen locked Brummel. Könnte man ihn beim Dogbone nicht kürzer machen? Hintergrund: ich habe noch ein paar Reststücke und würde die Dogbones gerne so lang wie möglich machen

    Wenn du die maximale Bruchkraft erreichen willst, ist es wichtig wie lang der Bury ist. Der locked Brummel nimmt zwar eine Menge Kraft auf, aber nicht so viel wie ein ausreichend langer Bury. Wenn der Bury zu kurz ist, kann es passieren dass die Aufhängung ganz plötzlich aufgibt, wie meiner Meinung nach hier geschehen.

    Bei der Tarpaufhängung und Abspannung ist die maximale Burylänge nicht wirklich erforderlich. Die meisten Hersteller machen ihre Burys für 1.75 mm Lash-It / Zing-It nur 4,5 cm statt 7,35 cm lang. Ich mache meine 6 cm lang. Bisher hatte ich noch keine Versager.

    Bei der Hängemattenaufhängung sollte der Bury die korrekte Länge haben, wenn du nicht riskieren willst, unverhofft abzuschmieren. Vor allem wenn du den Dog Bone einfach verwendest. Bei einer Doppelung halbiert sich die auf jeden Bury wirkende Kraft - deshalb könntest du da an Länge sparen wenn es dir wichtig ist.

    Die empfohlene Burylänge für ein festes Auge ist 2 "Fids". Ein Fid ist 21 mal der Seildurchmesser. Das heisst, für einen Dog Bone aus 2,5 mm AmSteel sollte der Bury 2 x 21 x 2,5 mm = 105 mm bzw. 10,5 cm lang sein.

    Die empfohlene Burylänge für ein verstellbares Auge (Whoopie Sling) ist 3,5 Fids, also beim 2,5 mm AmSteel 3,5 x 21 x 2,5 mm = 184 mm bzw. 18,4 cm.

    Wer verwendet überhaupt "selbstaufblasende" Isomatten?

    Ich. Ich habe mehrere Isomatten ohne Füllung ausprobiert - und habe trotz angeblich hohen R-Werten jämmerlich gefroren. Allerdings muss ich zugeben, dass ich noch keine TaR Luftmatratze getestet habe. Die Ausgaben waren mir zu hoch, dafür dass ich die Matte wohl nur alle paar Jahre einmal zum wandern verwenden würde. Weiterhin taugen die Luft-Isomatten nicht für die Verwendung in GE-Matten - im Gegensatz zu den Schaumgefüllten Isomatten.

    Ich habe vor die Hängematte aus (unelastischem) Ripstop Nylon zu fertigen und berechnet dass die Fächermethode sogar leichter wäre.

    Sofern das stimmt - von wie vielen Gramm reden wir hier? Ist die (vermutlich kleine) Gewichtseinsparung wirklich all die Nachteile Wert? Bedenke auch, dass du eine Mindestanzahl an Schnüren brauchst, um keine unangenehmen Druckstellen zu erzeugen. Je mehr Schnüre, desto gleichmäßiger verteilt sich das Körpergewicht auf den Stoff.

    Ich denke auch, dass die Kombination eines unelastischen Stoffes mit leicht elastischen Schnüren besonders bequem sein könnte.

    Kein Stoff ist unelastisch. Je nach Garnstärke können Hängemattenstoffe sogar extrem elastisch sein. Der Unterschied zwischen einem 20D und einem 70D Stoff - oder gar einem Hybrid-Stoff - ist so gewaltig, dass es keines zusätzlichen Elements bedarf um die Dehnbarkeit zu steigern.

    Das und die Möglichkeit die Hängemattenform zu beeinflussen um möglichst gerade liegen zu können lässt mich derzeit eher in Richtung der Fächermethode tendieren.

    Wenn ich deine Fragen richtig deute, hast du noch keine oder zumindest wenig Erfahrung mit Hängematten. Bevor du gleich Verbesserungen an einem erprobten Design vornehmen möchtest, probiere doch erst mal aus ob du überhaupt Verbesserungen brauchst. Ich habe diverse Prototypen mit geformten Enden (allerdings ohne Schnüre) gebaut, und habe festgestellt, dass eine normale Hängematte aus einem Stoff mit der für mich passenden Dehnbarkeit am bequemsten ist.

    Die Nähmethode um Punktbelastungen am Ripstop Gewebe zu vermeiden ist gerade am "sich entwickeln". Gibt es dazu vielleicht irgendwelche Erfahrungen?

    Such nach den alten Posts von Cross Hammock. Die Cross Hammock hat ebenfalls Schnüre.

    Der Grund warum traditionelle Hängematten an den Enden einen Fächer haben ist die Art der Herstellung: sie werden in einem Stück gewebt, und es hat keinen Vorteil, an den Enden Querfäden zu haben. Campinghängematten werden jedoch aus einem Stück Stoff genäht, dass aus sehr viel dünneren Fäden gewebt ist. Man kann den Fächer simulieren, aber er hat meiner Meinung nach mehr Nachteile als Vorteile. Du müsstest Schnüre annähen, was eine große Punktbelastung des ohnehin schon dünnen Stoffes zur Folge hat. Weiterhin müsstest du die Löcher abdichten, wenn du ein Netz annähen möchtest. Und die Schnüre neigen wie bereits erwähnt zum Verheddern. Der einzige Vorteil wäre, dass du die Form leichter verändern kannst. Das empfehle ich allerdings nicht gleich als erstes Projekt. Näh erst mal eine ganz normale Campinghängematte mit einem Tunnelzug oder einem Whipping.

    Du könntest versuchen, den Wooki kürzer zu whippen. Nähen würde ich nichts. Allerdings ist fraglich, wie gut du den Wooki an die Frontline anpassen kannst. Der Wooki ist in Liegerichtung isoliert. In der Frontline kann man aber nicht sehr diagonal liegen. Ob du da bei 178 cm noch gut abgedeckt wirst, weiß ich nicht. Ich habe diese Kombination noch nie ausprobiert.

    Ich habe jetzt meinen DIY Bottom Entry Bug Sock aus dem 25 g Netz von ExTex rausgeholt. Das Netz lässt sich locker nochmal um ein Drittel komprimieren - ich kann den Packsack nur nicht auf der Größe fixieren. Leider habe ich keinen vergleichbaren Socken aus einem leichteren Stoff, aber ich bezweifle, dass man da noch viel Volumen einsparen kann.

    Naja, so ganz vergleichbar sind die beiden Angebote auf den zweiten Blick nicht.

    Das Tsunami ist 396 cm x 225 cm - die Smokey Hut ist 340 cm x 190 cm.

    Das Tsunami hat 3 Zeltstangen - die Smokey Hut wird als A-Frame aufgebaut.

    Trotzdem ist das Gesamtgewicht bei beiden knapp 3 kg.

    Der Preisunterschied dürfte sich durch das verwendete Material und die Arbeitskosten (USA vs. China) ergeben.

    Ich verstehe die Diskussionen um das Packvolumen nicht. Glaubt wirklich jemand, dass sich das Packvolumen von verschiedenen, leichten Moskitonetzen merkbar unterscheidet? Wie würde man das überhaupt messen? Selbst bei einem voluminösen Moskitosocken mit einer Stofffläche von 5 m2 ist der Gewichtsunterschied von dem 25 g und dem 0.5 oz Netz gerade mal 40 g. Wie groß wäre ein 40 g Netz maximal komprimiert? Und ich gehe davon aus, dass es sich eher um ein integriertes Netz handelt. Die Fläche und damit der Unterschied dürften also deutlich kleiner sein.

    Dann geht es vielleicht einfach nur um 1-2 cm. Versuch mal das Gummiband etwas dichter an den Knubbel zu schieben. Außerdem sollten Wooki und Gummiband so ausgerichtet sein, dass keine Länge verloren geht, d.h. nicht verdreht. Wenn das nicht ausreicht, könntest du auch einfach die Kordelschlaufe am Kopfende etwas verlängern. Meiner Erfahrung nach längt sich der Trägerstoff im Laufe der Zeit, so dass du die Änderungen nach einiger Zeit evtl. wieder rückgängig machen möchtest.