Beiträge von Hammock Fairy

    Denke ich beim selber machen zu einfach oder ist das nur ein rechteckiger Stoff mit jeweils einem Tunnel an beiden Enden?


    Ich kann zwar keine nähmaschine bedienen aber ich könnte ja zum Schneider gehen.

    Ja, genau. Die langen Seiten werden gesäumt; an den kurzen Enden kommt ein Tunnelzug rein. Bei so dünnen Stoffen empfehle ich einen Warbonnet Whip (Kordel durch den Tunnelzug ziehen, raffen, abbinden - die Aufhängung wird dann mit einem Ankerstich unter den Knubbel befestigt). Das sollte jeder Schneider ganz einfach nähen können.

    Brauch ich dazu einen speziellen Faden?

    Wenn der Tunnelzug nicht lastragend ist: nein. Beim Warbonnet Whip wird die ganze Last direkt auf den Stoff übertragen. Der geraffte Tunnelzug verhindert nur das Herausrutschen der Hängematte.

    Wenn man den von der Rolle kauft muss der dann eingesäumt werden?

    Das ist empfehlenswert. Manche säumen den Stoff auch nicht. Das sieht dann aber nicht schön aus.

    Das sind jetzt alles Ausländische Preise, vermutlich hast du das auch alles bei dir im Onlineshop Hammock Fairy . Dein Onlineshop ist aber gerade offline

    Ja, ich hab den 1.2 oz MTN Hybrid auf Lager. Auch wenn der Shop erst nächste Woche wieder auf hat, geht es trotzdem schneller als der Versand aus den USA.

    Niemand mag Klugscheißer, aber:

    Der KuFa-Underquilt von Onewind hat 5 Abspannpunkte pro Seite, der aus Daunen nur 3.

    Meine KuFa-Underquilt von Onewind hat 3 an jedem Ende. Hatte ich versehentlich zu fest gespannt und eine Doppelhängematte erzeugt :D

    Edit: Oder meinst du Schlaufen? Ich meinte 3 Linelocs pro Seite. Nach Schlaufen habe ich nicht gesucht.

    Wenn du nur chillen willst, nimm einfach die leichteste Matte. Ich glaube nicht, dass der Unterschied zur TTTM groß ist.

    Wenn du häufiger mal eine Nacht in der Hängematte schlafen willst, würde ich Abstriche beim Gewicht machen, und eine Hängematte mit einer Länge von mindestens 335 cm nehmen. Mit 186 cm Körpergröße bevorzugen viele sogar noch längere Hängematten.

    Wenn DIY eine Option ist: der 1.2 oz MTN Hybrid Ripstop Stoff ist ein guter Kompromiss zwischen Gewicht und Dehnung - dazu ist das Packmaß gering und der Stoff ist wirklich extrem robust.

    Ich habe eine Art Wooki-Klon von Khibu, der zwar nicht so gut wie der Wooki ist, aber vermutlich neben dem Trail Winder der beste kommerzielle Synthetik-Underquilt ist. Allerdings wird er auf der Khibu-Webseite nicht mehr angezeigt, deshalb weiß ich nicht, ob er noch angeboten wird.

    Den Synthetik Underquilt von Onewind finde ich auch nicht schlecht, weil er an jedem Ende 3 Aufhängepunkte hat. Damit kann man die eher schlechte Passform von Decken-Underquilts etwas ausgleichen. Die Kosten sind auch moderat.

    Wenn das Packmaß wichtig ist, würde ich mir den UP Underquilt von Cedar Ridge Outdoors anschauen. Die UP-Füllung (lose Fasern - ähnlich wie Daune) packt sich kleiner als synthetische Vliese wie z.B. Climashield Apex.

    Zwei Lagen zusammen nähen um die Dehnung zu verringern funktioniert nur, wenn die Lagen ziemlich genau gleich lang sind, und sie an den Enden verbunden sind. Am besten ist es, man näht den Tunnelzug aus beiden Lagen. D.h. man müsste beide Hängematten komplett auftrennen und passgenau wieder zusammen nähen. Da ist es einfacher, gleich einen passenden Stoff zu kaufen und eine Hängematte daraus zu nähen.

    Wenn es nur darum geht, eine zweite Lage für den Einschub von Isolierung zu haben, reicht es auch eine zweite, etwas kürzere Hängematte darunter zu hängen. Sozusagen ein Wooki ohne aufgenähte Isolierung.

    Eine echte doppellagige Hängematte schafft zwar eine zusätzliche Barriere für die Mücken, verhindert Durchstiche jedoch nicht zu 100%. Nutzt man die Hängematte ohne Bekleidung und Underquilt, muss der Hängemattenstoff schon sehr dicht gewebt sein um Stiche zu verhindern. Mit Bekleidung hängt es wohl von der Art der Bekleidung und vom Körpergewicht ab. Am besten verhindert ein Underquilt oder ein UQP Durchstiche.

    Wenn ich einen Seiteneingang bräuchte, würde ich wohl eher in Richtung DynaFly Tarp gehen. Leider scheint aus diesem Projekt nie etwas geworden zu sein. Am Dutch Side Entry Tarp ist mir einfach zu viel extra Stoff. Mir würde wohl ein Porch Mode reichen. Aber ich bin auf die Erfahrungsberichte gespannt.

    Ultrakleines Packmaß? Häufiger mal keine Bäume? Das klingt für mich nach einem Fall für die Cross Hammock. Kleiner und bodentauglicher ist kein anderes Hängematten Set-Up.

    Allerdings solltest du schnell in die Gänge kommen, je nachdem was "im Frühjahr" bedeutet. Die Anfertigung einer Cross Hammock braucht ein paar Tage, und vor so einer langen Reise würde ich dir auf jeden Fall gründliche Tests empfehlen. Als ich zu meiner geplanten Weltreise aufgebrochen bin, habe ich mit dem Ausrüstungskauf 6 Monate vor Reiseantritt angefangen, und habe meine Hängematte sowohl mehrere Wochen zu Hause als auch 2 Wochen auf einer Testtour gründlich geprüft und noch mehrere Up- bzw. "Umgrades" vorgenommen. Das würde ich auf jeden Fall wieder so machen, weil es unterwegs schwierig war Hängemattenausrüstung auszutauschen.

    Wenn es so funktioniert, wie ich denke dass es funktioniert, d.h. dass die Längsseiten des Underquilts an die Längsseiten der Hängematte gezippt werden und es keine zusätzliche Aufhängung gibt, wird der Underquilt nur funktionieren wenn du die richtige Körpergröße und Liegeposition hast, um die Hängematte und damit den Underquilt ausreichend zu spannen. Oder wenn du unempfindlich für Luftblasen bist. Etwas anderes wäre es, wenn der Underquilt an den Querseiten angebracht wäre.

    Du kannst ganz einfach ausprobieren, ob das Konzept für dich funktionieren kann: besorg dir eine leichte Fleecedecke, schneide sie auf 134 cm Breite zu, und hefte sie an den Längsseiten an deiner Chameleon an. Ich würde erwarten, dass sie bei vielen Liegepositionen durchhängt - egal wie sehr du die Enden raffst. Aber vielleicht täusche ich mich auch, und Dutch hat ein geniales Design auf den Markt gebracht.

    Ich bin mir sicher das du mich richtig verstanden hast und versuch das anders auszudrücken. Tülich ist das Subjektiv, das ist das gesamte Thema Hängematte. Lass uns etwas theoretischer da ran gehen.

    Wenn der Komfortgewinn einer Traveler von XL zu XXL für jemanden relativ hoch ist, vielleicht ist der Komfortgewinn für die selbe Person einer BB XL zu XXL auf Grund zB der Footbox viel geringer und lohnt deswegen den Aufwand nicht?

    Ich würde darauf tippen, dass der Komfortgewinn von BB XL zu BB XXL ähnlich groß ist, wie von T XL zu T XXL. Lediglich das Vorhandensein der Footbox sorgt meiner Erfahrung nach für mehr Komfort. Ich bin beispielsweise mit der regulären Traveler überhaupt nicht zurecht gekommen, im Gegensatz zur regulären Blackbird.

    Der Grund warum es (noch?) keine WBBB XXL gibt ist wohl eher, dass die Herstellung von Hängematten nicht lukrativ ist. Und je mehr Varianten man anbietet, desto weniger lukrativ wird es. Da überlegt man sich sehr genau, ob man noch ein weiteres Modell anbieten will. Wenn ich mich richtig erinnere, war Warbonnet der letzte große Hängemattenhersteller, der 11' Hängematten angeboten hat. Bis dahin haben sie immer behauptet, dass 10' ausreichend für 2 m große Leute wäre. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie irgendwann auch eine 12' Hängematte anbieten werden. Die Tatsache, dass Dutch eine 12' Chameleon anbietet ist schonmal ein gutes Zeichen. Wenn sie sich bewährt, schließt sich Warbonnet irgendwann an.

    WB sind ja auch nicht doof und werden schon ein bißchen rumprobiert haben.

    Warum sollten sie? Es kostet Zeit und Geld ein Produkt zu entwickeln. Wenn sie davon ausgehen, dass die Nachfrage nicht groß genug ist, werden sie keine Zeit in ein neues Produkt investieren. Da gibt es vermutlich andere Projekte, die sie für lohnenswerter halten.

    Besteht evtl die Möglichkeit, das der Komfortgewinn auf Grund von bestimmten Parametern wie zB der Footbox, gar nicht so groß ausfällt wie bei anderen vergleichbaren Matten, und sich eine größere Version deswegen für den Hersteller als auch für den Kunden nicht lohnt?

    Komfort ist immer auch subjektiv. Wenn aber gleich lange Hängematten genauso komfortabel wären, würde keiner Geld für eine Blackbird Hängematte ausgeben. Es gibt ja mittlerweile in Europa einige Hersteller von gleich langen oder längeren Hängematten. Trotzdem bleiben viele Leute bei ihrer XLC/Eldorado, obwohl sie eigentlich lieber etwas mehr Länge hätten.

    Ich habe viele Hängematten. Die meisten sind länger als die Blackbird oder die XLC/Eldorado. Trotzdem hänge ich meistens eine meiner Warbonnet Hängematten auf.

    Denke mal das der Aufwand schon etwas umfangreicher wäre, alles neu zu kalkulieren. Die Schnittmuster vom Netz müssten neu angepasst werden, Reißverschlüsse etc.

    Genauso ist es. Die XLC/Eldorado Reißverschlüsse sind Sonderanfertigungen. Für eine XXL-Version müssten neue Reißverschlüsse bestellt werden. Deshalb hatte ich auch nach einer Blackbird XXL und nicht nach einer XXLC(onvertible) gefragt. Dafür wird ein normaler Spiralreißverschluss verwendet. Aber dann haben sie wieder extra Aufwand mit den Linksliegern.

    Wie die Amerikaner es ausdrücken: haltet mal besser nicht die Luft an während ihr auf eine XXL-Version wartet. Ich habe keinen Grund zu der Annahme, dass es in absehbarer Zeit eine längere Blackbird geben wird. Wenn ihr gerne eine längere Option hättet, würde es evtl. nicht schaden, euer Feedback direkt an Warbonnet zu schicken. Ich habe den Eindruck, dass ich die einzige Person bin, die immer wieder nachfragt, obwohl ich persönlich kein Interesse an einer 12' WBBB habe.

    Mit 165 cm ist die Blackbird für mich ausreichend. Ich verwende sie deshalb als Wanderhängematte - oder wann immer Gewicht wichtig ist. Allerdings hänge ich zu Hause immer die längere XLC/Eldorado auf, weil sie etwas bequemer ist und das zusätzliche Gewicht nicht relevant ist.

    Die Antwort war, dass die Blackbird Original perfekt für mich sei und ich "more than enough room" haben werde.

    Ich würde diese Aussage mit Vorsicht genießen. Ich habe von vielen größeren (über 180 cm) XLC/Eldorado-Nutzern gehört, dass sie eine 12' Hängematte deutlich bequemer finden und gerne eine Blackbird XXL(C) hätten. Auf meine mehrfachen Nachfragen hat Warbonnet immer geantwortet, dass die XLC/Eldorado "more than enough room" für 2 m große Nutzer hätte und eine XXL-Version deshalb unnötig wäre.

    Letztendlich musst du ausprobieren, ob du mit der kürzeren Blackbird noch zurecht kommst. Bequemer als andere, ähnlich kurze Hängematten ist sie meiner Meinung nach auf jeden Fall. Und besser als der Boden sowieso ;)

    Wenn du schon nähst, warum dann nicht gleich einen symmetrischen Wooki-Klon? Das wäre nicht so viel mehr Arbeit und du könntest die Isolation komplett an deine Bedürfnisse anpassen (z.B. kürzer oder länger, kürzere Kammern in der Mitte etc.).

    Grundsätzlich spricht nichts gegen deine Modifikation, außer dass es gut gemacht werden muss, und man am Ende eine Menge losen Stoff und die Knubbel herum flattern hat. Mich würde das stören.

    Das mit den Hirnhautentzündungen höre ich seit 30 Jahren, u. noch nie ist mir jemand begegnet der das nachweislich durch eine Zecke bekommen hat. Überhaupt kenne ich gar keinen Fall.

    Die Berufsgruppen die täglich im Wald sind könnten dazu am ehesten Auskunft geben, wie hoch das Risiko tatsächlich ist. Klingt für mich eher nach "Big-Pharma mindcontrol".

    Da ich gegen FSME geimpft bin, kann ich dazu keine Auskunft geben. Evtl. bist nicht in einem Risikogebiet unterwegs?

    Was Borreliose betrifft, so hat der Familienhausarzt unsere Sorgen wiederholt verächtlich abgetan, und behauptet, das würden wenn überhaupt nur Forstarbeiter bekommen. Bis meine Mutter nach Jahren diverser gesundheitlicher Probleme auf einen Bluttest bestanden hat. Da kam heraus, dass sie mehrere Borreliose-Erkrankungen in verschiedenen Stadien hatte. Daraufhin habe ich mich auch untersuchen lassen mit ähnlichem Ergebnis. Hier im Forum weiß ich von mindestens einem Mitglied, dass er sich mehrfach mit Borreliose infiziert hat. Das ist wohl ein Fall von "wer nicht danach sucht, findet auch nichts". Ich nehme jedenfalls Zeckenstiche sehr ernst, und setze lieber auf Vorsorge als auf Nachsorge.

    Zecken sind unangenehme Viecher, aber keine große Sache. Einfach Zeckenzange dabei haben und das Ding sauber rausziehen. Danach die Stelle in Ruhe ausheilen lassen.

    Es sei denn, sie infizieren dich mit Frühsommer-Meningoenzephalitis oder Borreliose. Gegen ersteres kann man impfen, gegen letzteres leider nicht. Insofern möglichst gar nicht erst stechen lassen.

    Ansonsten wurde, glaube ich, schon alles gesagt. Ich habe übrigens die letzten male beim Waldcamping Zecken immer bei Tarpaufbau eingesammelt. Ein Zweiglein aufgehoben oder einen Hering aus dem Laub gezogen und schon hatte ich 5 Larven an den Händen. Da hilft dann auch kein Netz.

    Ich sprühe mir die Hosenbeine und Schuhe im Übrigen immer mit (P)Icaridin ein. Sofern man das alle 4-8 Stunden wiederholt, scheint es genauso wirksam wie Nobite zu sein. Und man hat es vermutlich ohnehin dabei.