Beiträge von Hammock Fairy

    Für mich ist ein -6°C Schlafsack solide Isolation für 3-Jahreszeiten. Auch im Sommer können die Nachttemperaturen gegen 0°C gehen, und einen Puffer braucht man ja ohnehin. Wenn Temperaturen unter 0°C zu erwarten sind (= im Winter), würde ich nie mit Isolierung raus gehen, die für -6°C bzw. 20°F eingestuft ist.

    Ist es tatsächlich mal zu warm, kann man den Schlafsack öffnen oder nur halb über sich legen. In den gemäßigten Breiten hatte ich damit noch nie Probleme. Aber natürlich hängt es auch davon ab, wie kalt oder warm du schläfst. Wenn du ein warmer Schläfer bist, d.h. dir schnell zu heiß wird, solltest du vielleicht einen etwas weniger stark isolierten Schlafsack oder gleich einen Top Quilt kaufen.

    Kannst Du bitte Hersteller und Modell nennen, oder gleich verlinken?

    Ich habe 2 Schlafsäcke dieser Bauart.

    Der erste ist ein 6' Alder MF von Western Mountaineering, mit dem ich eigentlich extrem zufrieden war, der aber für meine 165 cm zu groß und damit schwerer als nötig war. Das Gewicht war mit großzügigem Overfill bei Neukauf 994 g und damit recht schwer - aber auch super warm. Nach 12 Jahren intensiver Nutzung und ca. 2 Wäschen pro Jahr steht jetzt eine professionelle Reinigung mit Neuauffüllung an. Ich werde ihn aber nur noch für Autocamping verwenden.

    Mein aktueller Wander-Schlafsack ist eine Sonderanfertigung von ZPacks. Das Modell, das ich mir in 2013 verändern lassen habe, gibt es nicht mehr, und ich glaube, ZPacks macht auch keine Sonderanfertigungen mehr - aber es dürfte recht ähnlich wie der 20F Schlafsack mit Reißverschluss sein. Meiner ist 20°F, 70" lang, 62" breit und wiegt 678 g.

    Als extrem kalter Schläfer funktioniert ein kapuzenloser Schlafsack besser für mich als ein Top Quilt. Top Quilts sind bei hohen Temperaturen super, aber gerade wenn ich nach einem anstrengenden Wandertag erschöpft bin, und die Temperaturen in der Nacht unter 15°C fallen, friere ich mit einem Top Quilt. Aus diesem Grund verwende ich einen Schlafsack ohne Kapuze und mit zwei Reißverschlüssen (einer um die Footbox, einer über die restliche Länge). Ist mir zu warm, öffne ich den Reißverschluss so weit, dass ein Top Quilt entsteht. Ist mir kalt, schließe ich die Reißverschlüsse komplett. Mein Schlafsack ist sogar leichter als ein Top Quilt in der Größe wie ich ihn bräuchte um es ausreichend warm zu haben.

    Bei einem kapuzenlosen Schlafsack mit Reißverschlüssen ist das Einsteigen im Übrigen ganz einfach: ich öffne den Reißverschluss bis zu den Knien und lege ihn offen mit dem Inneren nach Oben zeigend in die Hängematte. Dann setze ich mich in den Schlafsack, schiebe die Beine in die Footbox und ziehe den Reißverschluss zu. Easy Peasy.

    Ich verwende häufig eine Windsocke und bin ein 3-Jahrezeiten-Camper. Mit Kondenswasser hatte ich nur Probleme, wenn die Temperaturen gegen 0°C gehen und es windstill ist. Die Socke funktioniert vor allem bei Wind gut - deshalb auch der Name, und deshalb habe ich kein Netzfenster drin. Sämtliche Topcover die ich besitze, haben Netzöffnungen und kommen vermutlich deshalb nicht mal ansatzweise an die Effektivität meiner Windsocken heran. Aber genau deshalb schließe ich die Socke auch nur in ganz kalten Nächten. In solchen Nächten habe ich einen Temperaturunterschied von bis zu 7°C gemessen.

    Allerdings hängt die Effektivität des Windsockens stark von der Webdichte und Stärke des Stoffes ab. Meine Windsocken sind alle aus 30D, das meinem Gefühl nach mehr Wärme hält als das kalandrierte 15D, das die meisten Hersteller jetzt verwenden. Aber es wiegt halt auch mehr.

    Ich würde sagen, dass du bei gleicher Wärmeleistung leichter davon kommst, wenn du einfach einen - zumindest teilweise - gefütterten Top Quilt ohne Windsocke verwendest. Um beim Top Quilt Gewicht zu sparen könntest du ihn ja partiell und mit unterschiedlichen Stärken Isolation füttern - je nachdem wo du am empfindlichsten bist. Ich plane mir irgendwann mal einen Top Quilt bzw. Schlafsack zu nähen, der im Torsobereich doppelt so warm ist wie im Bein- und Fußbereich. Bei einem Top Quilt kann man auch die Seiten weniger (oder gar nicht) isolieren, weil die ja im Allgemeinen unter den Körper geschoben werden. Mit so einem Quilt dürftest du besser schlafen als mit einer Windsocke/Tuchquilt-Combo.

    Naja, verloren können sie ja nur, wenn du sie abmachst. Ich habe noch nie einen verloren, denn sie bleiben bei mir an der Leine. Ich löse sie nur halb, um sie als Soft Shackle zu verwenden. Und gegen die Versuchung, sie woanders zu verwenden helfen mehr Evo Loops im Gepäck ;)

    Ansonsten wäre vielleicht die Lösung von Autumn Ultralight was für dich:

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    Ich bin kein Fan von dieser Art von Verschluss, weil der sich viel leichter löst als "Ende der Schlaufe um Leine falten, unter dem Button Knot durch das V und über den Button Knot falten" sobald wenig oder kein Zug auf der Leine ist. Aber für viele Leute scheint es zu funktionieren.

    Im Übrigen wäre es auch hier wieder einmal voraussehbar besser gewesen, einen eigenen Thread zu erstellen...

    Ich löse das Problem so: alle meine Verlängerungstarpleinen sind Dog Bones die mit einem Ankerstich mit einem Zing-It / Lash-It Evo Loop verbunden sind. Will ich meine Tarpaufhängung oder meine Tarpabspannung verlängern, nutze ich den Evo Loop wie einen Mini-Karabiner. Mittlerweile hat auch jede Tarpabspannung einen eigenen Evo Loop, weil ich die Verlängerung meist um einen Baum lege und zum fixieren gerne einen Evo Loop verwende. Die Evo Loops sind zwar nicht fest mit den Verlängerungsleinen verbunden, aber das finde ich eigentlich gut, weil ich sie so bei Bedarf auch an anderer Stelle verwenden kann.

    Ich habe wirklich noch nie gehört oder gelesen, dass jemandem intaktes und korrekt verarbeitetes bzw. angewendetes 7/64" AmSteel gerissen ist. Die durchschnittliche Bruchlast liegt laut Hersteller bei 730 kg. Selbst wenn sich die Bruchlast durch Knoten auf 30% verringern sollte, hält das Seil noch ca. 219 kg. Bei normaler Hängemattennutzung und einem Nutzergewicht von bis zu 100 kg würde das noch reichen. Und normalerweise gibt es Warnsignale (beschädigte Fasern), bevor das Seil reißt.

    Rein von der Aufhängung her hätte ich wenig Bedenken an einem Abhang zu hängen. Ich würde es dennoch nicht tun, weil es zu viele andere Schwachpunkte gibt. Steilhänge sind steil, weil gelegentlich die Kante abbricht. Und wenn ich im Halbschlaf raus muss, kann es auch passieren, dass ich nicht mehr an den Abhang denke. Insofern würde ich auch nicht mit fetten Stahlseilen an so einer Stelle hängen.

    Ja, es ist nicht leicht, das Climashield Apex zu bändigen. Siehe auch "Der Kampf mit Climashield". Ich habe mittlerweile folgende Methoden ausprobiert:

    • mit Faden heften
    • mit Stecknadeln heften
    • mit verschiedenen Klammern (Haarklammern, Nähklammern) fixieren
    • mit Magneten fixieren
    • mit ODIF 505 Sprühkleber kleben

    Alle Methoden haben Vor- und Nachteile.

    • Mit den Stecknadeln verschieben sich die Schichten recht stark, und das Paket bleibt gerne hängen.
    • Bei den Klammern kann man nicht weit genug in die Fläche fixieren und das Paket wird schnell sehr schwer.
    • Bei der Magnetmethode braucht man für 6 oz Apex sehr starke Magnete, die sich dann gerne auch woanders anhängen.
    • Der Sprühkleber war eine Sauerei und ließ sich leider auch nicht komplett auswaschen (ich habe wohl zu viel gesprüht).

    Ich bin deshalb immer wieder auf die Methode, die Schichten mit Faden zu heften zurück gekommen. Und zwar möglichst großzügig.

    Dazu lege ich zuerst den Außenstoff aus. Darauf kommt die Apex-Lage. Dann fange ich jeweils in der Mitte der vier Seiten an, den Stoff über das Apex zu falten und mit einer Klammer (

    funktionieren gut) zu fixieren. Von der Mitte arbeite ich mich zu den Ecken vor. Am Ende sitzen die Klammern in einem Abstand von vielleicht 15 cm rund um den Quilt (*). Anschließend hebe ich den Quilt vorsichtig an, um zu prüfen ob die Stofflage faltenfrei anliegt. Dann hefte ich das Paket zusammen, in dem ich mit der Nadel immer möglichst senkrecht durch die Lagen steche, um Verschiebungen zu minimieren. Je glatter bzw. rutschiger der Faden ist, desto besser, denn die Fasern vom Apex tendieren dazu, sich an den Faden zu heften und werden dann mit nach außen gezogen. Deshalb hefte ich mittlerweile auch lieber mehrere kurze Stücke als ein langes. Ich hefte zu beiden Seiten der zukünftigen Naht, weil sich die Lagen beim Nähen zur Quiltmitte hin gerne verschieben, wenn sie nicht fixiert sind. Hier kann man auch einen Hybrid-Ansatz machen: die Lagen weiter innen mit Sprühkleber kleben und außen heften. Dann muss man beim Nähen aber besser aufpassen.

    Ich habe mittlerweile 5 Sookis genäht, und bei jedem war es ein Kampf. Am besten, man lässt sich viel Zeit. Wenn etwas schief gelaufen ist, höre ich meist für den Tag auf, denn es wird erfahrungsgemäß nicht besser, wenn man sich ärgert, ungeduldig wird oder müde ist.

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    (*) Die Klammern entferne ich, wenn das Paket fertig geheftet ist.

    Bei ersterem sehe ich das Problem nicht, siehe Palettenbreite, aber Materialstärke erst mal unbekannt - und viel zu viel für ein Experiment.

    Hm, sofern es eine normale Palette ist, wäre die Breite 120 cm. Es könnte aber auch eine kleine Palette sein - dann wäre die Breite 80 cm. Aber auch 120 cm wären mir etwas zu knapp bemessen. Und wie du schon schreibst: leider etwas zu viel für ein Experiment.

    Ich hab mal ein wenig gesucht, aber keine Kleinmengen in sinnvoller Breite gefunden. Auch die Rollen in deinen Links scheinen eher (zu) schmal zu sein. Die Frage ist, ob das Polyolefin besser ist als z.B. Heavy Duty Fensterfolie ("Polycro" bzw. "Polycryo"), so dass es den Aufwand lohnen würde, sich eine ausreichend breite Rolle zu besorgen.

    Ja ok, also ist es von der Form/Maße und und und bei den Hängematten relativ egal, weil sie auf einem Niveau spielen?

    Egal wie oft du noch fragst: ich weiß es nicht und kann dir keine Empfehlungen geben. Ich habe keine Onewind Hängematte mit integriertem Netz und nur eine Custom Khibu Hängematte, und ziehe ohnehin ein ganz anderes Design vor. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, bestell beide, nutze beide für ein paar Nächte, und verkaufe die, die dir weniger gefällt. Wir können auch nur raten, welche das sein wird.

    Meine Erfahrung ist, dass zu viel Elastizität in der Aufhängung kontraproduktiv ist. Ich würde eine Clew mit unelastischen (aber nicht extrem reißfesten) Schnüren anfertigen, und wie beim Wooki eine Gummikordelschlaufe zwischen Underquilt und Hängematte schalten. Ich habe das noch nicht ausprobiert und kann deshalb keine Garantie für das Funktionieren geben. Ich gehe davon aus, dass die Feinjustierung mit unelastischen Kordeln genauer sein muss, um eine gute Passform zu erreichen. Allerdings dürfte der Underquilt am Ende besser passen. Mit einer Gummikordel-Clew hatte ich immer das Problem, dass der Underquilt während der Nacht zur Seite abgerutscht ist.

    Und im Vergleich zu den Onewind Matten? Besser oder schlechter, insofern du das beurteilen kannst.

    Das kann ich, wie schon gesagt, nicht wirklich beurteilen. Was du wissen willst, kann dir ohnehin niemand sagen: welche Hängematte für deine Bedürfnisse besser geeignet ist, musst du letztendlich selbst ausprobieren. Ich würde mich immer wieder für eine Warbonnet Hängematte entscheiden, weil sie für mich die meisten Vorteile hat. Dazu kommt, dass ich mir meine Khibu Nirvana an meine Vorlieben habe anpassen lassen. Sie hat eine längere Ridgeline als das Standardmodell. Insofern würde ich mich wohl für Khibu entscheiden, weil Khibu Änderungswünsche berücksichtigt (hat). Das bringt dich aber nicht weiter, weil du vermutlich gar nicht weißt, was eine Hängematte für dich besser macht. Wirf eine Münze und fang einfach mal an. Die Wahrscheinlichkeit, dass deine erste Hängematte gleich perfekt ist, geht ohnehin gegen Null.