Beiträge von Hammock Fairy

    Zumindest habe ich meine HM (ohne mir größere Gedanken zu machen) schon häufiger genauso genutzt ... Beine seitlich lang raus und hinten (an der Shelfseite) angelehnt. Bisher habe ich noch keinen Schaden dadurch an meiner XLC feststellen können.

    Im Zweifelsfall reicht es, den Reißverschluss zu öffnen. Dann kann man sich entspannt zurück lehnen. Ich finde es auch angenehmer, die Hängematte der Länge nach zurück zu klappen und sich auf die so entstandene schmale 2- bzw. 4-lagige Hängematte zu setzen. Dadurch wird Druck von den Oberschenkeln genommen, und man kippt auch nicht so stark nach hinten.

    Das mit dem Hinweis zum reinsetzen halte ich für einen rein theoretischen Zustand, der nach irgendeinem Schadensfall vom Hersteller aufgenommen wurde.

    Leider nein. Bei mir sind mehrfach Schadensfälle reklamiert worden, die vermutlich vom Zurücklehnen in bzw. an die Ablage verursacht wurden. Das Problem ist der Netzschnitt. Ich denke, durch die Ablage kann man das Gewicht wesentlich weiter nach hinten verlagern, als es mit einem normalen Netz möglich wäre. Dadurch wirken viel höhere Kräfte. Das Netz selbst ist deshalb entlang der Naht mit Band verstärkt. Die Kraft wird so auf den Reißverschluss übertragen, der dann reißt. Bei der originalen Blackbird gibt es das Problem nicht, weil das Netz auf der Seite fest angenäht ist.

    Also die Superfly,Thunderfly, Mountainfly und so, da reichen die 11' ? Gibt es da auch eine gute Empfehlung?

    Das Minifly ist, wie oben schon erwähnt, das schmalste und leichteste Tarp. Es ist super für Ausflüge im Sommer, oder wenn die Wettervorhersage gut ist - oder für Minimalisten, die die Hängematte hauptsächlich zum schlafen benutzen.

    Das Thunderfly ist etwas breiter, aber immer noch recht leicht. Es ist ein gutes Allrounder 3-Jahreszeiten-Tarp. Allerdings würde ich wohl keinen mehrtägigen Hurrikan darunter aussitzen wollen.

    Das Mountainfly ist das breiteste Mini-Türen-Tarp und bietet einen super Regenschutz sowie auch einen guten Windschutz von den Seiten. Ich würde es als gutes Camper-Tarp bezeichnen, d.h. gut für Leute, die gerne mehr Zeit an einem Ort verbringen. Wenn ich 20 km und mehr laufen will, würde ich mir das zusätzliche Gewicht lieber sparen.

    Das Superfly ist ein echtes Wintertarp, das den Nutzer rundum vor Regen und Wind schützt. Dementsprechend hält es auch mehr Wärme zurück. Mir persönlich ist es zuviel Tarp um damit wandern zu gehen. Als Radfahrer sieht die Sache aber schon wieder anders aus.

    Ich habe keine Erfahrung mit der Ablage, ist die wirklich so gut oder nutzt du auch die Eldorado?

    Ich meine mit dem Sack an der Ridgeline hat es ja sonst auch geklappt. Kann mir nicht vorstellen, dass die Ablage sooooo der Vorteil ist?

    Ich nutze alle Warbonnet GE Modelle - je nach Einsatzzweck. Grundsätzlich bin ich aber ein Fan der Ablage und nutze sie mehr als einen Ridgeline Organizer (RLO). Die Lösung "Sack an der Ridgeline" finde ich persönlich unpraktisch. Die Ablage ist einfach unkompliziert. Ich kann sie auch blind mit einer Hand nutzen. Es passt so ziemlich alles rein, was ich in der Hängematte brauche. Im Gegensatz zu einem Sack an der Ridgeline ist die Ablage unsichtbar und aus dem Weg. Selbst wenn sie mal mit schwereren Dingen befüllt ist (wovon ich aber eher abrate) stoße ich mir nicht den Kopf daran. Und wenn mal etwas schwereres aus der Ablage fallen sollte, fällt es aus geringerer Höhe nicht direkt auf mich. In meine Ablage werfe ich nicht nur Dinge, die ich gelegentlich in der Hängematte brauche (Handy, E-Book, Stirnlampe, Taschentücher, Ohropax, ggf. Medikamente), sondern auch Dinge, die beim Einsteigen gerne unter dem Körper zu liegen kommen (Kopfkissen, zusätzliche Isolierung). So spare ich mir einiges an Turnübungen.

    Ich habe da keine Erfahrung. Was nutzt du für eine Matte mit welcher D-Anzahl?

    Ich bevorzuge sehr dehnungsarme Hängematten. Meine Bettersatz-Hängematte ist eine alte 70D Heavyweight Double Layer XLC/Eldorado, die es nicht mehr zu kaufen gibt. Meine Wanderhängematte ist eine alte 70D Single Layer Blackbird, weil ich darin nach einem Tag an der frischen Luft gut genug schlafe, und Gewicht sparen muss um mein Packgewicht möglichst unter 13 kg zu halten.

    Um so "starrer" die Matte, desto angenehmer ist es dann doch eigentlich darin zu schlafen oder?

    Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Leute, die gerade dehnbare Hängematten bequem finden - und Leute, denen es nicht dehnungsarm genug sein kann. Eine 40D Single Layer scheint aber für die meisten gut genug zu funktionieren. Ich kann darin zur Not schlafen, schlafe aber definitiv besser in 70D. Andere sind zu 30D oder gar 20D gewechselt. Letztendlich muss jeder selbst herausfinden, was für ihn passt. Nicht umsonst gibt es eine Auswahl an verschiedenen Hängemattenstoffen.

    Das hängt ganz und gar von deinen Vorlieben ab.

    Wenn du die Ablage nicht brauchst -> Eldorado.

    Wenn Gewichtsersparnis die oberste Priorität hat -> Eldorado, Single Layer

    Wenn du gerne ohne große Fummelei größere Sachen (z.B. Jacke) in der Hängematte griffbereit haben möchtest -> XLC

    Wenn du so wenig Abspannleinen wie möglich verwenden willst -> Eldorado

    Ob du eine Single oder eine Double Layer brauchst, hängt in erster Linie von den gewünschten Liegeeigenschaften ab. Je weniger Dehnung die Hängematte haben soll, desto höher müssen die D-Werte sein. 1 x 40D (Single Layer) dehnt sich mehr als 15D + 40D (Lightweight Double Layer), und 15D + 40D dehnt sich mehr als 40D + 40D (Heavyweight Double Layer).

    Der einzig andere Grund eher zu einer DL zu greifen wäre wenn dir die Kapazität von 124 kg nicht ausreicht.

    Eine Standard-Stoffhängematte wäre mir bei den Maßen zu unbequem. Was evtl. funktionieren könnte, wäre eine unverkürzte mexikanische Netzhängematte mit steilem Aufhängewinkel. Die sind zum Teil auch im 90° Winkel nutzbar.

    Alternativ werfe ich einen DIY Lounger in den Raum. Der Komfort dürfte näher an einer Hängematte sein als an einem Hängesessel. Zum Nachbauen und Ausprobieren hatte ich aber leider noch keine Zeit.

    Was mich am meisten von dieser Hängematte abschreckt:

    - underquilt:

    -- outer shell - 40den waterproof silnylon (I wanted to protect the down filling for all the cases when the hammock is dropped in a wet grass).

    -- inner shell - 40den breathable nylon.

    Bei meinem wasserdichten UQP war nach einer wettertechnisch ungünstigen Nacht alles nass. Dagegen hatte ich noch nie ein Problem mit einem Underquilt, der mir unabsichtlich auf den Boden gefallen ist.

    OK, ich habe die Infos leider auch nicht auf der Webseite von Warbonnet gefunden. Tatsächlich habe ich mein erstes Warbonnet Tarp auch mit einer einfachen, unter dem Tarp verlaufenden Ridgeline aufgehängt. Ich fand das ganz praktisch, weil ich die Ridgeline zuerst zwischen den Bäumen spannen und das Tarp anschließend darüber werfen konnte. Leider hatte ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder Wasser auf der Hängematte. Ich konnte nicht erkennen, woher es kam. Falls es von Interesse ist - hier ist mein Hilferuf im amerikanischen Forum: Rain passing through the tarp?

    Nach einigen nassen Nächten habe ich die Ridgeline schließlich über dem Tarp abgespannt, und hatte seitdem (März 2011) nie wieder von oben Wasser unter dem Tarp. In 2013 habe ich meine einteilige Ridgeline gegen eine geteilte Ridgeline mit Stingerz getauscht, und habe damit auch die letzten Probleme gelöst.

    Warbonnetguy = Brandon = der Mann hinter der Firma Warbonnet hat zum Thema mehrfach auf Hammockforums gepostet - z.B. hier:

    my tarps in particular (don't know of anybody else who does it this way) have edge binding on the ridge seam, that edge binding is very strong (i've stood on a strand of it hung like a jumprope and bounced without it breaking, i'm 160#), it's all the additional support you'd ever need. the main problam i have with a seperate ridge cord and prussics is that if you pitch the tarp tight enough the pussics will slip, aprox 40-50# which isn't that much.

    i always tell people using my tarps that over is better than under. i've heard of one instance of someone using a seperate ridge cord "under", and for whatever reason the ridgeline seam of the tarp was slightly looser than the cord under it (because of the prussics i assume), so when the wind blew there was enough slack that the seperate ridgeline rode higher than the ridge seam (while the wind was pushing on things). basically the seperate ridge cord and tarp ridge seam were not lined up, so the seam was not at the apex of the ridge like it's supposed to be. this allowed water run "under" the edge binding and to come through the RL seam since it was not the highest point. that would't happen if the RL seam was taking all the tension like it was designed to do. i've set my tarps up tighter than anyone ever will in the field, they don't need any extra support and pitch best when the seam is under plenty of tension.

    i don't mean you need to crank down on the RL guylines, but when you tighten the ground corners, it should fully tighten up the ridge seam, and having a seperate ridge cord (especially under) can prevent that.

    keep in mind this is just what i've experienced using "my" tarps with the built-in ridge support

    Dass die Tarpridgeline kettenlinienförmig geschnitten ist, erwähnt er an verschiedenen Stellen. Man kann es aber auch sehen, wenn das Tarp gut abgespannt ist, aber nicht von unten gestützt wird. Zum Beispiel hier:

    Kann ich so leider nicht unterschreiben.

    Ich musste die Ridgeline vom Thunderfly nachträglich abdichten.

    Bei mir kommt das Tarp ja auf eine durchgehende Ridgeline und ich hatte in einer regnerischen Nacht eine Jacke zwischen Ridgeline und Tarp geklemmt.

    Morgens war die Jacke gut nass und das Wasser kam nicht über die Ridgeline selber rein, da waren Abtropfer dran und die Ridgeline selber war auch Knochentrocken.

    Soweit ich weiß, gilt die Aussage "die Ridgeline muss bei Warbonnet-Tarps nicht abgedichtet werden" nur bei der Verwendung einer geteilten Aufhängung oder wenn die Aufhängung über dem Tarp verläuft. Wenn das Tarp auf der Aufhängung aufliegt, und sogar noch Kleidung zwischen Aufhängung und Tarp geklemmt ist, kann Wasser ins Innere geleitet werden.

    Im Übrigen haben Warbonnet-Tarps eine kettenlinienförmig geschnittene Ridgeline, und werfen deshalb Falten, wenn sie über die Aufhängung gespannt werden. Warbonnet selbst rät immer zu einer geteilten oder über dem Tarp verlaufenden Aufhängung.

    Was ist aber an ihm schlechter als ein gängiger Underquilt?

    • die Liegerichtung ist vorgegeben und kann nicht geändert werden
    • die Isolierung ist für 1,90 m Menschen zu kurz - der Kopf kommt in diesem Fall über der Isolierung zu liegen
    • für manche Leute ist der isolierte Teil zu schmal
    • die Seiten tendieren dazu, etwas abzustehen

    Wenn du bereits einen Wooki besitzt, würdest du noch mal einen Wooki kaufen?

    100%ig JA! Für GE Hängematten habe ich bis jetzt noch keinen besseren Underquilt gefunden. Allerdings bin ich mit 1,65 m kein Riese, und auch in der 4er Position waren meine Knie noch nie kalt. Das Problem mit den abstehenden Seiten habe ich mit einem Whipping gelöst.

    Wie ist es z.B. mit einer Reklamation oder einem Garantiefall, geht das, wenn die Firm in den USA ist?

    Wenn du bei Warbonnet direkt bestellst, musst du dich im Garantiefall auch an Warbonnet direkt wenden. Wenn es tatsächlich ein Garantiefall ist, und kein Fall von Anwenderfehler, wird Warbonnet dir vermutlich eine Lösung anbieten.

    Probiere folgendes aus: raffe deine DIY Hängematte mal auf 3 m Länge und schau, ob sich die Liegeeigenschaften positiv für dich verändern. Die meisten von uns wollen die Badewannenform los werden, und wechseln deshalb zu längeren Hängematten. Aber es gibt keine Regel ohne Ausnahme. Und wenn dir die Form einer kürzeren Hängematte gefällt, kannst du eine Menge Gewicht sparen.