Beiträge von Hammock Fairy

    Für mich überwiegen die Nachteile. Ich versuche meine Daunen Underquilts möglichst nicht zu waschen (weil bei jedem Waschgang Daune verloren geht - in meinem WM Schlafsack war nach ca. 10 Wäschen kaum noch Daune in den Torsokammern), und versuche deshalb zu verhindern, dass Fett und Schmutz an bzw. in den Underquilt gelangen. Dazu gehört auch, dass ich die Hängematte häufig genug wasche. Davon abgesehen schlafe ich auch nicht so gern in müffelnder Ausrüstung.

    Für die Quilted Chameleon verwendet Dutch dem Anschein nach nur 1 Lage Hängemattenstoff. Da fast kein Hängemattenstoff daunendicht ist, hat er den Dobby 1.9 wieder ausgegraben. Der Stoff ist auf einer Seite kalandriert (oder sogar beschichtet?). Da muss man sich dann entscheiden, ob man auf der kalandrierten Müllsackseite schlafen will, oder die Müllsackseite nach außen zeigt.

    Es sieht tatsächlich so aus, als ob man die Quilted Chameleon auch als Wooki verwenden könnte. Sie ist aber deutlich schwerer als ein Wooki.

    Für mich kommt aus diesen Gründen nur eine KuFa Quilthängematte in Frage.

    Wenn der Underquilt länger ist als die Skylite, bekommst du ihn nicht mehr so gespannt, dass er gut anliegt - denn er muss ja an der Spreizstabaufnahme eingehängt werden. Wenn du Kopf- und Fußende isolieren willst, müsstest du das separat machen. Aber wenn du nach Kastl kommst, können wir uns das ja mal anschauen.

    Die Skylite ist konstruktionsbedingt gut für ganz normale Underquilts geeignet. Ich habe beispielsweise einen Hammock Gear Incubator short, der sehr gut darunter hängt. Ich habe einfach Schlaufen an die Ecken der Hängematte geknotet, und die Ecken des Underquilts mit Hilfe von kleinen Karabinern eingehängt. Der Incubator hat ziemlich gut angelegen - besser als an einer normalen Gathered End, für dich er eigentlich gedacht ist. Die halbröhrenförmige Form der Skylite passt sehr gut zu der halbröhrenförmigen Form der meisten GE Underquilts. Der Underquilt sollte nur nicht zu lang sein, und nicht extrem breit.

    rage: Die französische Naht auf der einen Längsseite habe ich relativ nah an die Webkante gesetzt. Meinst Du das reicht, oder sollte ich noch eine 2. daneben setzen zur HM-Mitte hin? Eigentlich macht das einen stabilen Eindruck, aber ich dachte ich frag mal lieber.

    Du hast nur eine halbe französische Naht gemacht. Normalerweise legst du die Stoffstücke so aufeinander, dass die linken Seiten nach außen zeigen, nähst die erste Naht, drehst die zusammengenähten Stoffstück auf rechts, und nähst die zweite Naht so, dass die Schnittkante komplett umschlossen wird. Siehe auch hier. Nur durch beide Nähte wird verhindert, dass sich die Schnittkante immer weiter auflöst.

    Ja, hab ich gesehen und hätte auch Interesse daran gehabt, wenn die Organisatoren das nicht erst 5 Wochen vorher angekündigt hätten. Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir das Hängemattentreffen in Kastl vermutlich nicht auf das gleiche Wochenende gelegt. Das Outdoor Festival war mir bisher noch kein Begriff. Schade auch.

    Ich kenne keinen stichsicheren Hängemattenstoff - auch nicht wenn er zweilagig verwendet wird. Doppellagige GE Hängematten sind nicht so geschnitten, dass die äußere Lage länger ist, d.h. wenn du in der Hängematte liegst, werden beide Lagen aufeinander gepresst und gedehnt. Weil die Stofflagen sich gegeneinander verschieben, liegen die Webzwischenräume meist nicht passgenau übereinander, und es ist für die Mücken schwerer, eine passende Lücke zu finden - aber es ist nicht unmöglich. Gerade wenn du mit nacktem Oberkörper in der Hängematte liegst, d.h. es keine dritte Lage Stoff gibt, wirst du gestochen werden. In Gebieten mit Malaria würde ich es deshalb nicht riskieren.

    Wenn du ohne Isolierung schlafen willst, würde ich entweder ein 360° Mückennetz oder einen Underquiltprotektor (evtl. auch aus Netzstoff wegen der besseren Belüftung) verwenden.

    Was hältst du denn prinzipiell von der Matte?

    Für mich macht Warbonnet die besten Hängematten. Ich schlafe schätzungsweise 300 Nächte im Jahr in einer XLC/Eldorado weil sie für mich eine der bequemsten Hängematten ist. Aber die Geschmäcker sind verschieden. Letztendlich musst du es selbst ausprobieren.

    Warum sollte man denn überhaupt diesen Whip-Knubbel machen anstatt einfach durch den Tunnelzug zu schlaufen? Spannt die RL dann in einem besseren Winkel oder wo liegt der Vorteil?

    Die größten Vorteile sind, dass der Stoff weniger stark belastet wird, und man die Aufhängung einfacher austauschen kann. Wenn man ein Netz integriert, ist die Öffnung nicht so groß, d.h. du brauchst keine "Häubchen" annähen. Ich finde die Knubbel auch praktisch, um den Underquilt und den UQP daran zu hängen.

    Der größte Nachteil ist, dass du mehr nutzbare Länge verlierst als bei einer Tunnelzughängematte.

    Machst Du Deine Tunnelzüge auch so knapp, dass man gerade noch mit einer Stricknadel durchkommt?

    Nein. Meine Tunnelzüge für den Warbonnet Whip sind 3 cm breit, mit 2 Nähten für die Schönheit. Warbonnet macht 2,5 cm breite Tunnelzüge mit 1 Naht. Zu enge Tunnelzüge sind kontraproduktiv, weil sich der Stoff dann nicht mehr richtig raffen lässt. Zu breite Tunnelzüge sorgen für einen unsauberen Whip.

    Erstmal die Frage: Wenn Du die 7m faltest und später die Tunnelzüge nähst, auf welche Gesamtlänge vom Stoff kommst Du dann ca.?

    Wenn es eine Warbonnet Whip Hängematte werden soll (wie bei Bedava) rechne ich mit ungefähr ungefähr 15 cm Verlust pro Lage bei 3 cm breiten Tunnelzügen. D.h. bei einer Rohlänge von 2 x 350 cm = 700 cm komme ich auf eine fertige Länge von ca. 335 cm.

    Ich wollte schon auf eine Gesamtlänge zwischen 345-350 zum Schluss kommen.

    Dann brauchst du für eine doppellagige Hängematte ca. 730 cm Rohlänge.

    Was ich auch noch nicht kapiere ist dieser Knubbel den Bedava da macht.

    Das ist der Warbonnet Whip.

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    Kann ich dafür stärkeres Paracord nehmen, oder muss ich dafür extra dünnes Dynema bestellen?

    Da auf der Whipping Kordel keine Last ruht, kannst du jede x-beliebige Schnur verwenden.

    An dem Knubbel den Abschluss von dem Moskitonetz zu setzen, das ist mir auch noch nicht klar. Zwangsläufig bleibt doch eine kleine Öffnung..? Die RL muss wenn gespannt auch genau durch diese Öffnung...

    Ja, es bleibt eine Mini-Öffnung. Wenn du Angst hast, dass da etwas durch krabbelt, kannst du einfach eine Gummikordel um das Ende binden. Warbonnet näht zu diesem Zweck einen Ring aus breitem Gummiband, der dann über das Ende gezogen wird.

    Die Warbonnet Eldorado scheint mir aber auch kein schlechter Deal zu sein. Ist mit 150Dollar angegeben und wäre dann natürlich noch leichter als die Onewind und ich denke bessere Qualität.

    150 USD nur in den USA. 150 USD + 100 USD Versand = 250 USD = 230 EUR + 12% Zoll + 19% Einfuhrumsatzsteuer = 306 EUR + Brokerage Zuschlag ca. 16 EUR = ca. 322 EUR

    Da kommst du hier deutlich günstiger weg.

    Und auf dem Treffen könntest du in einer Eldorado mit Wooki Underquilt Probe schlafen.

    Ich mache es momentan so:

    • ich schneide den Stoff am Stück zu (also 1 x 700 cm statt 2 x 350 cm)
    • säume eine lange Seite
    • falte den Stoff in der Hälfte so, dass die zukünftig innere Seite nach außen zeigt
    • nähe die ungesäumte Seite zusammen
    • drehe den gefalteten Stoff auf rechts
    • nähe die einmal genähte Seite fertig (also französische Naht)
    • anschließend nähe ich die zuerst gesäumte Seite oben, unten und in der Mitte zusammen, so dass zwei Öffnungen bleiben
    • als letztes nähe ich die Tunnelzüge am Kopf- und Fußende

    Den Reißverschluss würde ich idealerweise auf der Seite mit der französischen Naht zwischen den Lagen einnähen, und auf der anderen Seite zwischen den Lagen aber mit der unteren Lage verbunden (so dass die Öffnung später in der Hängematte ist).

    Mein erster Tipp: Komm in 5 Wochen zu unserem Hängemattentreffen Nähe Nürnberg und teste welche Hängematte am besten zu dir passt. So eine günstige Gelegenheit gibt es nicht oft.

    Mein zweiter Tipp: Wenn du noch wenig Erfahrung hast, bestell dir einfach erstmal eine netzlose bzw. Bottom Entry Hängematte von Onewind und schlafe mal ein paar Nächte darin. Auch wenn du später auf ein luxuriöseres Modell upgradest, gibt es doch immer Verwendung für eine netzlose Hängematte, und du kannst günstig Erfahrungen sammeln.

    Was die Isolierung betrifft, so wirst du dafür vermutlich das meiste Geld ausgeben müssen. Wenn es warm aber trotzdem leicht sein soll, kommt eigentlich nur Daune in Frage -- es sei denn, du entscheidest dich für einen anderen Hängemattentyp wie eine 90° Hängematte oder eine Brückenhängematte.